Grantchester – Staffel 1

Ein Priester und ein Polizist klären – jeder auf seine individuelle Weise und immer wieder gemeinsam als Team – diverse Mordfälle in Grantchester, einem kleinen fiktiven Ort in der Nähe von Cambridge auf.
Die Geschichten spielen in den frühen 1950er Jahren und der Spagat zwischen geistlichen und weltlichen Anschauungen sind im konservativen England stark ausgeprägt. Zudem ist das Schichtendenken immer noch sehr present und so hat es speziell der anglikanische Priester Sidney Chambers, wunderbar jung und teilweise bewusst ein wenig naiv von James Norton gespielt, mit seiner Wahrnehmung bei den Einwohner des kleinen Ortes immer mal wieder schwer.
Und auch wenn er seitens des Detective Inspectors Geordie Keating, ebenfalls hervorragend authentisch von Robson Green mit Leben erfüllt, immer wieder darauf hingewiesen wird, dass er das Ermitteln in den einzelnen Fällen doch der Polizei überlassen und selbst lieber seine Rolle als Geistlicher ausüben solle, so kann Sidney Chambers nicht anders, als immer wieder selbst seine Gedanken um die Umstände kreisen zu lassen und selbst Ermittlungen anzustellen.
Im Laufe der Zeit weiß dann auch Detective Inspector Geordie Keating die Fähigkeiten des sympathischen Priesters zu schätzen und im Laufe der Zeit bilden die beiden ein unterschiedliches aber geniales Ermittlerduo und ermitteln in den sechs Fällen der ersten Staffel der „Grantchester“ Serie auf sehr unterschiedliche Weise und spannenden und immer wieder neu und unverbraucht umgesetzten Fällen. Stets mit nostalgischem Charme und einer beeindruckenden Finesse.
Schöne Bilder, tolle Perspektiven und beeindruckende Kostüme entführen den Krimi-Fan in die 1950er Jahre und unterhalten mit kurzweiligen Inhalten und geschickt umgesetzten Mordfällen – ganz im so lieb gewonnenen britischen Stil anderer Serien wie „Der junge Inspektor Morse“.
Wer britische Krimikunst mit brillanten Bildern und innovativen sowie nostalgischen Fällen mag, der wird „Grantchester“ lieben.

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