Michael Palin – Erebus

Eine Expedition vor 150 Jahren gab lange Zeit Rätsel auf, denn 1845 machte sich Sir John Franklin mit 134 Männern und zwei Schiffen, der Terror und der Erebus, auf den Weg ins arktische Eis, um den letzten weißen Fleck der Nordwestpassage zu kartieren. Drei Jahre später verschwanden die Schiffe und sowohl ihr Schicksal als auch das ihrer Crews blieb mehr als anderthalb Jahrhunderte lang ein Rätsel. Doch vor fünf Jahren wurde vor der Küste Kanadas das Wrack der verschollenen Erebus gefunden und ein Rätsel gelangte zu seiner Auflösung.

Monty-Python-Star und Autor Michael Palin lässt mit diesem Buch die Geschichte und das Schicksal der Erebus neu aufleben. Mit spannenden Umschreibungen nimmt er den Leser mit auf die seinerzeitige Reise des Briten, Sir John Franklin, und seiner Crew, zeichnet das Leben an Bord und den Verlauf der Reise sehr detailliert und vor allem hervorragend recherchiert nach und hat so einen Roman erschaffen, der nicht nur spannend, sondern auch historisch wertvoll ist.

Die Erzählung rund um das britische Kriegs- und Forschungsschiff ist dem Autoren spannend und kurzweilig gelungen. Er beleuchtet in seinem Roman in sehr gut umschriebener Weise nicht nur das Schicksal des Schiffs und seiner Expedition, sondern gibt auch einen Einblick in die zwischenmenschlichen Beziehungen der Besatzung.

„Erebus“ ist ein großes Abenteuerbuch, manchmal fühlt man sich an Erzählungen des großartigen Jules Verne erinnert, das den Leser mit auf eine spannende Zeitreise nimmt und ihn zusätzlich neben der eigentlichen Geschichte noch mit Originaldokumenten der damaligen Zeit wie Portraits der Crew oder auch abfotografierten Fundstücken der damaligen Expedition beglückt.

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