Halsey – Manic

Mit „Manic“ veröffentlicht die in Clark, New Jersey, geborene Ashley Nicolette Frangipane alias Halsey ihr drittes Album.

Entgegen der ersten beiden Alben, die jeweils sogenannte Konzeptalben gewesen sind, ist Halsey bei der Produktion von „Manic“ anders vorgegangen. Die amerikanische Sängerin hat an die Stelle der ansonsten erschaffenen fiktiven Personen und deren Geschichten dieses Mal sich selbst als Absender und Empfänger ihrer Botschaften gesetzt.

„Manic“ ist eine Art musikalisches Tagebuch von Ashley an Halsey und darin beschreibt die Sängerin über 13 Titel hinweg ihre Gedanken, ihr Befinden sowie ihre Wünsche und Sorgen.

Halsey gibt dem Hörer einen Einblick in ihr Innerstes und wirkt dadurch zugleich reifer und authentischer. Der Blick auf bestimmte Begebenheiten und Zusammenhänge ändert sich einfach mit dem Alter und man muss den Realitäten mehr und mehr ins Gesicht sehen, anstatt stets vor ihnen in Traumwelten voller Harmonie zu flüchten.

Diese neu gewonnene und beim Songschreiben umgesetzte Reife tut Halsey gut. Die neuen Songs klingen sehr intensiv und beschreiben im Rahmen ihrer jeweiligen Umsetzungen unterschiedlichste Situationen und Stimmungen. Authentisch und ehrlich öffnet Halsey die Türen zu ihren Gedanken und Einstellungen, lebt Verzweiflung und Zuversicht gleichermaßen mit ihren Songs aus.

Musikalisch lebt die Amerikanerin die Vielschichtigkeit des Pops sehr eindrucksvoll und nahezu grenzenlos aus und Titeln wie „You Should Be Sad“, „I Hate Everybody“, „More“ oder auch „Still Learning“ unterstreicht Halsey die beeindruckende Einwicklung, die sie in den letzten Jahren persönlich und musikalisch gemacht hat. Ein starkes Album!

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