Pleil – Die Spur des Kalenders

Marco Pleil ist in der Musikwelt kein ganz Unbekannter. In der Vergangenheit war er mit Projekten wie Strange oder auch Cloudberry in unterschiedlichen Genres unterwegs. Nun hat sich der Musiker an sein erstes Soloalbum unter seinen auf Pleil reduzierten Künstlernamen herangetraut.

Auf „Die Spur des Kalenders“ gibt es seichten Indie-Rock – überwiegend reduziert auf die musikalische Untermalung von Gitarren – zu hören. Diese bewusste Reduzierung lässt die Titel des Albums ein wenig blechern und damit in gewisser Weise nach Übungsraum klingen. Ein Merkmal, dem man sich anfangs ein wenig nähern muss. Bei einigen Songs fühlt man sich an die allerersten Aufnahmen der Ärzte erinnert.

Und ganz wie es bei einem Kalender an der „Jahresordnung“ mit seinen zwölf Monaten ist, so hält auch „Die Spur des Kalenders“ zwölf Titel für den Hörer bereit. Alle Songs sind kurz und knapp gehalten – oder anders formuliert: der Sänger bringt seine Botschaften auf den Punkt.

Das erste Soloalbum von Pleil ist nett geworden, lässt sich gut anhören und tut nicht weh. Allerdings enthält es kaum Titel, die nachhaltig im Ohr bleiben – und darin mag die Herausforderung an die Wahrnehmung im Außenverhältnis liegen können. Allerdings hat Pleil sich auf diesem Werk selbst verwirklicht – rein und ohne äußere Einflüsse, ohne Kompromisse eingehen zu müssen – und das ist dann doch ohnehin das höchste Gut, das ein Künstler für sich beanspruchen kann. Und irgendwie aus Künstlersicht auch das Einzige was wirklich zählt.

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