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Neuer Ernährungsratgeber für Berufstätige

Die Wunderwaffe gegen Fettdepots Mit „Schlank! für Berufstätige“ können Sie jetzt ganz einfach und zeitsparend Fettpolster schmelzen lassen, gleichzeitig eine gesundheitlich wichtige Darmsanierung durchführen und auch alle wichtigen Nährstoffdepots im Körper auffüllen. Um diese Ziele zu erreichen, wurden spezielle Rezepte mit optimaler Nährstoffzusammensetzung und gut verfügbaren Zutaten entwickelt, die darüber hinaus eine besondere Eignung für den Alltag von Berufstätigen haben. Anschließend wurden die Rezepte von der Low-Carb-Spezialistin Bettina Matthaei, einer sehr erfahrenen Buch- und Rezeptautorin, auf Herz und Nieren geprüft und gewissenhaft nachgekocht.
So ist ein Kochbuch entstanden, das in einzigartiger Weise praxiserprobt und alltagstauglich ist. Die Doc Fleck Methode, die nicht nur entzündliche Prozesse im Körper deutlich senkt, sondern auch langfristig die Kalorienaufnahme über ein neu aufgebautes Darmmilieu reduziert, ist im Buch in einer Übersicht noch einmal anschaulich zusammengefasst und um praktische Tipps für den beruflichen Alltag ergänzt.

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Dörte Hansen - Mittagsstunde

Nach ihrem erfolgreichen Debütroman „Altes Land“ gelingt der Autorin Dörte Hansen auch mit ihrem zweiten Buch ein großer Wurf. Auf eine respekt- und liebevolle Art schildert Dörte Hansen die Situation einer Familie und eines Ortes, die durch vermeintlich schwerwiegende Entscheidungen im Rahmen der sogenannten Flurbereinigung entstanden sind und nun zusammen mit den normalen Verläufen der Leben von unterschiedlichen Familienmitgliedern einen schicksalsschweren Blick auf die Situation in der Geest offenbaren.
„Mittagsstunde“ ist ein Roman, der das Schicksal einer Familie beleuchtet. Die Schwerpunkte des Lebens, die sich von Generation zu Generation ändern. Aber zugleich ist der Roman auch eine Huldigung an das so gern schon fast mit nostalgischem Glanz erinnerte Dorfleben, die verschworenen Gemeinschaften der kleinen Orte, in denen ein jeder dem Anderen geholfen hat und das eine ganz eigene Dynamik und Faszination auf alle ausübte.
Doch neben dem Wandel und den sich daraus ergebenden neuen Möglichkeiten, die man allerdings auch erst einmal sehen und als solche erkennen muss, dreht sich in „Mittagsstunde“ auch viel um Idylle, Träume und Erfüllungen. Große Träume im kleinen Dorf.
Im Mittelpunkt des Geschehens im Roman ist eine Gaststube. Zudem behilft sich die Autoren eines in den Ort seiner Kindheit zurückkehrenden Protagonisten, der seine in die Jahre gekommenen Eltern pflegen muss und plötzlich die Dorfbewohner mit den Augen der Vergangenheit sieht und ihre jeweilige Entwicklung hin zu den Persönlichkeiten, die sie heute sind erlebt, wahrnimmt und irgendwie begreift.
Wunderbar geschrieben, stets mit nostalgischem Weitblick und Anerkennung für die dörflichen Werte, beleuchtet Dörte Hansen in „Mittagsstunde“ die unterschiedlichsten Charaktere und damit verbundenen ihre Schicksale. Und irgendwie hat man beim Lesen nicht nur ein angenehmes Gefühl, sondern man weiß auch gar nicht, welchen Charakter man am liebsten haben möchte. Ein weiteres Meisterwerk der Husumer Autorin.

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Nele Neuhaus – Muttertag

Der mittlerweile bereits neunte Fall für das Ermittlerteam Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein trägt den Titel „Muttertag“ und reiht sich in jeder Hinsicht nahtlos in die Vorgängerromane und deren Qualitäten ein.
Ohne viel Umschweife taucht Nele Neuhaus sofort direkt ins Geschehen ein und zieht den Leser unmittelbar in die privaten und beruflichen Welten ihrer beiden Hauptcharaktere hinein.
Inhaltlich soll nicht weiter auf das Buch eingegangen werden, da damit die Spannung für alles Leseinteressierten leiden würde. Denn eine inhaltliche Skizzierung des Geschehens in „Muttertag“ führte zwangsläufig dazu, bestimmte Beziehungen der handelnden Personen ansprechen und aufdecken zu müssen.
Nele Neuhaus behält auch bei ihrem neunten Kriminalroman ihren Schreibstil bei. Dieser ist gut und flüssig zu lesen. Die Autorin schwafelt nicht herum, sondern kommt in jeder Hinsicht schnell auf den Punkt und liefert dem Leser greifbare und plastische Geschehnisse. Die Entwicklung des neuen Falls ist sehr interessant und mit einigen Wendungen versehen, die dazu führen, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will, bis man das letzte Wort des Buches gelesen und damit die Lösung des Falls präsentiert bekommen hat.
Neben der hohen inhaltlichen Qualität muss aber in Bezug auf „Muttertag“ auch noch der Ullstein Verlag lobend erwähnt werden. Dieser veröffentlicht das Buch ohne Folie, sondern mit einer Papierklebevorrichtung – ganz im innovativen Zeichen des Umweltschutzes.

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Christian Berkel – Der Apfelbaum

Mit „Der Apfelbaum“ hat Schauspieler Christian Berkel nicht nur sein Debüt als Autor, sondern zugleich ebenfalls einen wunderbaren Roman in Form der Erzählung und Reflexion der eigenen Familiengeschichte veröffentlicht.
Und diese Erzählung, die parallel zu einer Entdeckungsreise der eigenen Wurzeln des Autors geworden ist, weiß den Leser vielschichtig in ihren Bann zu ziehen. Christian Berkel beleuchtet die unterschiedlichen Protagonisten mal mehr mal weniger intensiv und schafft so eine kurzweilige Spannungskurve in vielerlei gesellschaftlicher Hinsicht.
Es geht um Religion, um soziales und politisches Verhalten, um Ethik und um Liebe und Schicksale. Und nicht zuletzt geht es vor allem auch um Selbsterkennung und die eigene Einordnung in den Stammbaum der Abstammung von Christian Berkel selbst.
Und diese Entdeckungsreise bringt der Schauspieler und Autor in „Der Apfelbaum“ wunderbar zu Papier, so dass man sich als Leser sehr schnell darauf einlässt und mit auf die Spurensuche nach der Herkunft und Geschichte der Familie des Christian Berkel begibt.
So ist dieses Buch nicht nur sehr gut beschrieben, durch die wechselnden Zeiten und Erzählperspektiven und die Zeitspanne, die es letztlich umfasst, wird „Der Apfelbaum“ nicht nur zu einer interessanten Nachkriegsliteratur, sondern zu einem Dokument des Wandels der Zeit, des Denkens und der Gesellschaft. Ein starkes Debüt eines Schauspielers, der definitiv auch ein richtig guter Buchautor ist.

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Elisabeth George - Wer Strafe verdient

Der aktuelle Roman der amerikanischen Kriminal-Autorin Elisabeth George rund um ihre Hauptfigur, Inspector Thomas Lynley, trägt den Titel "Wer Strafe verdient" und ist zugleich der 20. Fall für den eigenwilligen Ermittler.
Das Buch ist über seine mehr als 850 Seiten hinweg gut strukturiert. Zu Beginn skizziert die Autorin das Leben im kleinen englischen Städtchen Ludlow vielleicht ein wenig zu intensiv, allerdings kann man sich als Leser dadurch sehr gut in das spezielle Leben der dortigen Einwohner hineindenken und im weiteren Verlauf des Romans dann auch die beschriebenen Verhaltensweisen diverser Einwohner besser nachvollziehen und verstehen.
"Wer Strafe verdient" dreht sich um ein mysteriöses Verbrechen, dessen der örtliche Diakon des kleinen Ortes beschuldigt wird. Aufgrund der ersten Wahrnehmungen deutet bei dem Todesfall, dessen sich Sergeant Barbara Havers gemeinsam mit DI Thomas Lynley annimmt, alles auf einen Selbstmord hin. Doch nichts ist bekanntlich auf den ersten Blick so, wie es scheint. Nicht der Fall als solches und auch nicht die scheinbare Idylle des kleinen Städtchens Ludlow.
Und mehr tiefer die beiden Ermittler in das kleine Städtchen, seine Hierarchien und die Besonderheiten der Verhältnisse der Einwohner eintauchen, umso seltsamer erscheinen die Dinge plötzlich.
Elisabeth George hat mit "Wer Strafe verdient" nicht nur einen neuen und zugleich sehr spannenden und recht kurzweiligen Roman rund um Sergeant Barbara Havers und DI Thomas Lynley verfasst, sie zeigt mit den angesprochenen Umständen und Verhaltensweisen der Figuren des Romans zugleich einmal mehr die gesellschaftlichen Abgründe der heutigen Zeit auf.

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Volker Kutscher - Marlow

Mit "Marlow" setzt Erfolgsautor Volker Kutscher seine Reihe um Kriminalkommissar Gereon Rath fort. Nachdem die ersten sechs Bände der Reihe bei Kiepenheuer & Witsch erschienen sind, hat die Reihe nun ab Buch sieben im Piper Verlag ein neues Zuhause bekommen.
Das Buch spielt im Jahr 1935 und hat thematisch unter anderem die Erpressung von Hermann Göring zum Inhalt. Doch auch die Weiterentwicklung der Hauptfiguren der Serie kommt in "Marlow" nicht zu kurz. Und wie es der Titel schon vermuten lässt, spielt Untergrund Boss "Marlow" im siebten Band der Reihe eine nicht unbedeutende Rolle.
Volker Kutscher versteht es einmal mehr, mit seinem Schreibstil den Leser sofort in die Geschichte und damit verbunden in die damalige Zeit zu entführen. Er beschreibt die damaligen Umstände rund um die damaligen Begebenheiten des Reichsparteitages auf eine verständliche und erschreckend nahe Weise. Die Strukturierungen der Sätze und die Gliederung der unterschiedlichen Handlungsstränge sind dem Autoren hervorragend geglückt und über mehr als 500 Seiten hinweg hält Volker Kutscher das historische Spannungsniveau auf allerhöchster Ebene. Man muss diesen Roman einfach zu Ende lesen, sobald man ihn das erste Mal in die Hand genommen hat.
"Marlow" ist eine unglaublich fesselnde Fortsetzung einer der mit Abstand besten historischen Kriminal-Buchreihen, die jemals erschienen sind.

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Alice Schwarzer - Romy Schneider: Mythos und Leben

Anlässlich des 80. Geburtstags von Romy Schneider hat Kiepenheuer & Witsch die Alice Schwarzer Biografie "Romy Schneider: Mythos und Leben" in einer neuen Auflage erneut veröffentlicht. Die bekannte deutsche Journalistin, die dieses Buch bereits erstmalig im Jahr 1998 veröffentlichte, zeichnet in "Romy Schneider: Mythos und Leben" ein sehr nüchtern beschriebenes und auf Fakten basierendes, so objektiv wie mögliches Bild der großen Schauspielerin, deren Leben trotz großer Filmerfolge leider oftmals von Tragödien und sehr viel Leid im persönlichen Bereich gekennzeichnet gewesen ist.
Das Buch zeichnet das Leben der großen Schauspielerin auf eine ehrliche und vor allem nicht beschönigte, sondern vielmehr schonungslose Weise. Es kommen Themen wie sexueller Missbrauch durch alte Männer, zu denen es Romy Schneider immer wieder - wohl als eine Art Vaterersatz - hingezogen hat. Die Skrupellosigkeit des Ausnutzens von Abhängigkeiten, die vermeintlich oberflächlich rettende Quelle des Filmgeschäfts und vor allem der immer wieder tiefe emotional Fall von Romy Schneider aufgrund der persönlich erlebten Schicksalsschläge, an denen Roy Schneider letztlich auch zerbrochen ist.
Der Schreibstil des Buches - obwohl es bereits 20 Jahre alt ist - liest sich noch immer aktuell. Die Formulierungen, die Alice Schwarzer zum Beschreiben bestimmter Situationen und Geschehnisse verwendet, passen stets sehr gut. Die Biografie der Romy Schneider ist Alice Schwarzer wirklich gut geglückt, denn gerade im Hinblick auf die vielen prägenden negativen Erlebnisse und Geschehnisse, die das Leben der Romy Schneider ausmachten, ist es mit Sicherheit nicht einfach gewesen, diese allesamt mit einem neutral aufdeckenden Wortlaut in "Romy Schneider: Mythos und Leben" einzubinden.
Und irgendwie vermag man sich auch heute beim Lesen des Buches noch vorzustellen, wie es wohl an diesem 12.12.1976 in der kleinen Penthouse-Wohnung in Köln gewesen sein muss, als Alice Schwarzer mit Romy Schneider vielleicht eines der unglaublichsten und zugleich schonungslos ehrlichsten und damit ungeheuerlichsten Interviews ihres Lebens geführt haben dürfte.

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Jamie Oliver - Jamie kocht Italien

Das neue Jamie Oliver Buch weiß nicht nur durch seine Größe und die angenehm griffigen Seiten, die ein einfaches Blättern und Zurechtfinden ermöglichen, zu gefallen, sondern vor allem durch seine übersichtlichen Rezepte. Diese sind klar strukturiert und einfach erklärt, so als stünde Jamie Oliver direkt neben dem Leser. "Jamie kocht Italien" macht Spaß und lädt förmlich dazu ein, damit zu kochen. Der britische Autor hat insgesamt 140 Rezepte aus dem südeuropäischen Genussland, der Heimat der Dolce Vita, in diesem Buch vereint.
Das Buch ist in zehn kulinarische Themengebiete mit authentischen Rezepten aus allen Regionen des wunderschönen Italiens unterteilt. Ein Kapitel befasst sich ausnahmslos mit Basics wie zum Beispiel den Zubereitungen von einfachem Pastateig, Tomatensauce oder auch Pestos. Jamie Oliver hat mit verschiedensten Leuten aus den einzelnen Regionen Italiens zusammen gekocht, sich von diesen Tips und Kniffe zeigen lassen und diese dann in "Jamie kocht Italien" verarbeitet. Man merkt förmlich bei den Beschreibungen und der optischen und inhaltlichen Umsetzung, wie sehr der Autor das Land, das italienische Leben und die dortige Esskultur samt ihren vielschichtigen Gerichten liebt.
Jamie Olivers Erklärungen, seine kleinen Anekdoten und viele schöne Fotos bringen dem Leser die italienische (Ess-)Kultur näher und zeigen das wahre Italien. Abgerundet wird dieses neue, mittlerweile bereits 21. Buch des britischen Star-Kochs durch ein großes Register mit einfacher Kennzeichnung und speziellen Markierungen vegetarischer Gerichte.

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Zeichnen wie ein Profi

Das Buch "Zeichnen wie ein Profi" ist ein sehr gutes Begleitbuch für alle, die schon einige Grundkenntnisse im Zeichnen haben und somit keine blutigen Anfänger mehr sind. Auf über 300 Seiten bekommt der interessierte Leser viele Tricks und Kniffe rund um die unterschiedlichsten Möglichkeiten des Zeichnens gezeigt. Es ist für jede Vorliebe etwas dabei, egal ob es um das Zeichnen mit Kohle, Bleistift, Pastell, Tinte oder aber den guten alten Buntstiften geht.
Das Buch ist sehr gut strukturiert und zeigt die Schritte bzw. Empfehlungen zum Erfolg des Erlernens bestimmter Techniken in einer ausgewogenen Kombination von schriftlichen Erklärungen und visuellen Zeichnungen auf. Da ja jeder Mensch anders tickt und eine andere Art von Informationsaufnahmen für sich bevorzugt, ist diese duale Darbietung der Erläuterungen sehr gut umgesetzt und die Autoren gehen damit sicher, möglichst viele der Leser, je nach deren Vorliebe, effektiv mit den Tipps und den Schritt für Schritt Anleitungen zu erreichen.
Und da man oftmals ohnehin bestimmte Informationen im wahrsten Sinne des Wortes bildhaft vor Augen geführt bekommen muss, wartet das Buch dann auch mit sehr vielen Illustrationen auf.
Die vielen verschiedenen Techniken, die "Zeichnen wie ein Profi" dem Leser näher bringt, sind stets in drei unterschiedliche Schwierigkeitsstufen unterteilt. Einmal für die Anfänger in "einfache Techniken", dann für die etwas erfahreneren Zeichner in "fortgeschrittene Techniken" und dann noch in "anspruchsvolle Techniken" für die Profi-Zeichner.
Die Beschreibungen, worauf bei bestimmten Motiven zu achten ist, sind sehr verständlich beschrieben und setzen sich so auch schnell im Kopf des Lesers fest, um sie später dann immer wieder auch unbewusst abrufen und für sich selbst umsetzen zu können.
Dieses hochwertige, im Dorling Kindersley Verlag erschienene Buch ist nicht nur eine hervorragende Lektüre für alle interessierten Zeichner, sondern auch ein steter Begleiter für unzählige Situationen, um diese dann mit dem größt möglichen Erfolg für sich selbst - in welcher Form auch immer - zu Papier bringen zu können.

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Bernhard Aichner - Bösland

Perfide, durchtrieben, erschreckend und manipulierend liest sich der neue Roman von Autor Bernhard Aichner. "Bösland" ist ein Kriminalroman, aber zugleich auch eine konzentriert kurzweilige Autobiographie der Hauptperson der Erzählung, dem in seiner Kindheit von seinem Vater im eigenen Hause schwer missbrauchten Ben.
Das Schicksal des Kindes überträgt sich hin bis in sein erwachsenes Leben und nachdem Ben, nunmehr im mittleren Alter, endlich die Hilfe einer Therapeutin zur Verarbeitung der Geschehnisse seiner Kindheit, die auf dem elterlichen Dachboden vom Vater an ihm verübt worden sind, sucht, stürzen plötzlich ganz andere Erinnerungen auf ihn ein und eine alte Filmaufnahme, die Ben wiederfindet, als er nach großer Überwindung und auf Anraten seiner Therapeutin erneut in sein Elternhaus geht, bringen plötzlich Erinnerungen an ein Verbrechen zurück, für das er damals verhaftet und verurteilt wurde.
Plötzlich ist sein alter Freund aus Kindertagen, Kux, wieder im Mittelpunkt von Bens Gedanken und er entschließt sich, seinen alten Freund, der ein komplett anders verlaufendes Leben führt, mit den Aufzeichnungen des alten Videos zu konfrontieren. Und damit nehmen Vergangenheit, Gegenwart einen ganz anderen Lauf, als Ben selbst das erwartet hat.
"Bösland" ist ein guter Roman, der sehr durchdacht ist und nicht nur die Gefährlichkeit Manipulation, sondern auch die Macht des Geldes und die damit oftmals verbundene Selbstüberschätzung und Skrupellosigkeit in den Mittelpunkt rückt. Die beiden Hauptfiguren des Romans könnten unterschiedlicher nicht sein und Bernhard Aichner stellt in seinem Roman die Gegensätze sehr gut dar.
Auf der einen Seite der arme Ben, der als Kind regelmäßig von seinem Vater missbraucht wird und als verurteilter Mörder in der Psychiatrie landet. Auf der anderen Seite Kux, ein Sohn reicher Eltern, der alles bekommt, was er möchte und dann auch als Erwachsener im Reichtum schwimmt und meint, sich mit seinem Geld alles und jeden kaufen zu können.
Doch im Laufe des Romans werden aufgrund bestimmter Umstände plötzlich die Rollen getauscht. Kux, der stets in seinem Leben die Oberhand über alles hatte, gerät anfangs durch das alte Video, das Ben aufgenommen hat, in eine passive Situation. Doch das Hochgefühl, das Ben sodann bekommt, hält nicht lange an, denn durch weitere Manipulation wechseln die Rollen der beiden Charaktere immer wieder auf interessante Weise. Und das unter diversen Umständen, die bis hin zum Ende des Romans immer wieder wechselwirksame emotionale Veränderungen und Abhängigkeiten mit sich bringen. Vielschichtig und kurzweilig unterhaltsam mit subtilem Nachgeschmack.
Bernhard Aichner hat in seinem neuen Roman zwei Dinge hervorragend umgesetzt. Zum einen eine flüssige Schreibweise mit jeder Menge direkten Beschreibungen und zum anderen eine Gesamtseitenzahl von knapp 450 Seiten, bei denen aber gefühlt 30 Prozent Leerseiten oder Schlagwortseiten sind.

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