Menu
A+ A A-

Simon Beckett - Der Hof


Langatmig und mit einem Schreibstil versehen, den man Simon Beckett als Kenner seiner David Hunter Romane nicht wirklich zugetraut hätte. Nicht nur die mit der Zeit anstrengende Erzählweise in der Ich-Perspektive, sondern auch die kurzen einfach aufgebauten Sätze, irritieren mit fortlaufendem Lesen des neuen Romans. Dazu kommt dann noch die Langatmigkeit der Erzählung, die "Der Hof" mit der Zeit immer weniger zu einem spannenden Lesevergnügen, sondern vielmehr zu einer Herausforderung machen.
Was sich am Anfang spannend aufzubauen scheint, verebbt leider mit zunehmender Seitenzahl immer mehr in Wiederholungen und einfach bedeutungslosen Passagen. Hier hätte man das Geschehen wohl auch auf 250 Seiten denn auf 464 Seiten zusammenfassen und erzählen können. Atmosphärisch gibt es einige schöne Stellen, aber auch diese Landschafts- und Umgebungsbeschreibungen wiederholen sich auf eine beinahe schon ermüdende Weise.
Der Charakter des Erzählers ist irgendwie nichts sagend und man wird nicht wirklich mit ihm warm.
Die Personen auf und rund um den Hof bleiben zudem lange Zeit blass und werden. Die Auflösung ist vorhersehbar und rundet einen leider mehr als enttäuschenden neuen Roman von Simon Beckett unterdurchschnittlich ab. Hoffentlich besinnt sich der Autor bald wieder auf die Fortführung seiner stärksten Romanserie und knüpft an die dortige Qualität an.

Nach oben