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Cody McFadyen - Die Stille vor dem Tod

Lange hat man auf das neue Buch des amerikanischen Thriller-Autoren Cody McFadyen warten müssen. Aufgrund einer schweren Krankheit musste die Veröffentlichung des fünften Falles der Hauptfigur der Cody McFadyen Bücher, Smoky Barrett, immer wieder verschoben werden. Nun ist "Die Stille vor dem Tod" endlich erschienen und eigentlich sollte somit alles für spannende und kurzweilige Kriminalunterhaltung bereitet sein. Doch mit diesem Buch ist alles anders, leider!
Das Buch ist nicht nur inhaltlich eine wirkliche Herausforderung für den Leser, auch vom Aufbau, der Wortwahl und den Schilderungen der jeweiligen Situationen lässt der neue Roman des Amerikaners viele Wünsche offen.
Zwar ist der Anfang des Buches ähnlich spannend gehalten, wie man das von der vorherigen Büchern der Smoky Barrett Reihe auch schon kannte, doch nach kurzer Zeit löst ein unglaublicher Irrsinn und eine unfassbare Langatmigkeit die starken ersten Seiten des Buches ab. Was anfangs mit dem Mord an einer Familie und einer mit Blut direkt an Smoky Barrett gerichteten Botschaft an der Wand des Hause der Familie beginnt, führt dann zu einer Entführung der schwangeren FBI-Agentin.
Und ab diesem Zeitpunkt fängt das Dilemma an. Die Schilderungen werden so ausladend und langatmig, dass dem Leser die Lust am Lesen fast vergeht. Inhalte, die der Autor problemlos in wenigen Sätzen darstellen könnte, werden über Seiten in die Länge gezogen. Speziell der Teil, in dem Smoky Barrett aus dem unterirdischen Kellern zu entkommen versucht, ist derart anstrengend zu lesen, dass man sich alsbald auch gar nicht mehr richtig im Geschehen zurecht findet. Darüber hinaus verlieren sich die Schilderungen in langweiligen Monologen und man muss sich als Leser immer wieder zum Weiterlesen zwingen.
Und in diesem Stil geht leider das gesamte Buch weiter. Es wird immer abstruser, sehr unrealistisch und endet letztlich mit der Erkenntnis, dass dieses Buch das mit großem Abstand schwächste des Autoren gewesen ist. Mit "Die Stille vor dem Tod" hat Cody McFadyen den Kult-Status seiner Hauptfigur Smoky Barrett leider demontiert.

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