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Heine Bakkeid - ...und morgen werde ich dich vermissen

Dieser erste Kriminalroman aus der Feder des ansonsten eher für Jugendromane bekannten norwegischen Schriftstellers Heine Bakkeid kann nur bedingt begeistern. Der erste Fall für die Hauptfigur Thorkild Aske, des früheren internen Ermittlers der norwegischen Polizei, dreht sich um einen Auftrag, bei dem er die vermutete Leiche des erwachsenen Sohnes eines Ehepaares suchen soll. Da Thorkild Aske gerade einen Gefängnisaufenthalt hinter sich hat, versteht sein Freund und Psychologe Ulf diese Bitte seiner Freunde als Chance für den früheren Ermittler. Widerwillig nimmt sich Thorkild Aske dann des Antrags an und entdeckt auf einer verlassenen Leuchtturmwärterinsel dann wirklich eine Leiche. Doch mit dem vermissten Sohn hat diese nichts zu tun. Und so nimmt „…und morgen werde ich dich vermissen“ dann einen anfänglich unverhofften Verlauf.
Was sich im Klappentext anfänglich spannend liest, wird dann aber leider vom Roman selbst etwas relativiert. Die Beschreibungen der Umgebungen sind ebenso blass, wie es die Hauptperson lange Zeit bleibt. Man bekommt als Leser auch nach den ersten 100 Seiten des gut 400 Seiten umfassenden Romans keinen wirklichen Bezug und keine Nähe zur Hauptfigur. Die Erzählung wirkt ob der Satzbauten leider auch in vielen Teilen wie Stückwerk, Zusammenhänge erschließen sich beim Lesen nicht flüssig. Zeitensprünge verwirren mehr, das sie aufklären. Kurzweiligkeit kommt so leider nicht wirklich auf und man muss sich die meiste Zeit durch das Buch arbeiten. Und wenn es inhaltlich spannender wird, dann hindern die Schreibweise und die Lesefreude. Und kommt „…und morgen werde ich dich vermissen“ dann leider nicht über einen durchschnittlichen Kriminalroman Status hinaus.

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