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Jan Weiler - Und ewig schläft das Pubertier

Das neue Mini-Buch von Jan Weiler erzählt die Geschichte des von pubertierenden Vaters gekennzeichneten Lebens des Autoren auf leichte und beschwingte Weise weiter. Egal ob es die einkehrende Gleichgültigkeit zum Thema Lernen, Schule und Lehrern, die pausenlose Abhängigkeit von Smartphones, das scheinbar genetisch bedingte Überhören von Bitten aus der Erwachsenenwelt, die eigene Definition von Ordnung, das Ignorieren von Meinungen aus der Erwachsenenwelt oder das neue Gefühl von zwischenmenschlichen Anfangsphasen, die schon vorbei sind, noch bevor sie richtig begonnen haben sind. Jan Weiler schildert diese Situationen mitten aus dem Leben und jeder Leser, der pubertierende Kinder zu Hause hat, kann nicht nur vereinzelnde Kapitel des neuen Buches abnicken, vielmehr ist der Kopf während des Lesens des gesamten Buches nur noch in Bewegung.
Diese Autobiografie der wohl härtesten Erwachsenenzeit reflektiert der Autor oftmals süffisant, mit einer gewissen Selbstironie, die man sich als Erwachsener einfach als eigenen Schutzschild zulegen muss, und mit einer Art hoffnungslosen Leichtigkeit, dass das Lesen viel Spaß macht und den Leser stets zum Schmunzeln anregt.
Natürlich darf man hier auf den knapp 180 Seiten keine Tiefgründigkeit erwarten. Das ist auch nicht das Ziel des Autors. Vielmehr dient auch „Und ewig schläft das Pubertier“ zum Mut machen an die gleichgesinnten Eltern, sich die in der schier hoffnungslosen Pubertätsphase ihrer Kinder zu häufig hinterfragen und an ihrer Erziehung zweifeln. Und als Resümee bleibt in Stein gemeißelt die Tatsache: es liegt nicht an den Eltern. Und wenn man es als Erziehungsberechtigter einfach locker nimmt, dann kommt man auch durch diese Phase des Erwachsenenlebens irgendwie recht unbeschadet durch.
Insgesamt ist dieses Mini-Buch mit einem Preis von 14,90 € und gerade einmal 176 Seiten sehr teuer, aber dafür macht der Inhalt und leichte und durchaus nachvollziehbar witzige und leidende Weise zugleich kurzweiligen Spaß.

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