Menu
A+ A A-

Romy Fölck - Bluthaus

Der zweite Roman von Autorin Romy Fölck ist über gut 300 Seiten hinweg spannend und kurzweilig. In "Bluthaus" geht es um mysteriöse Morde an mehreren Familienmitgliedern in einem abgelegenen Haus an der Ostseeküste. Diese Morde liegen rund 20 Jahre zurück und doch rücken sie mehr zufällig wieder in den Fokus von Polizistin Frida Paulsen.
Diese hat sich selbst aufgrund schrecklicher Erlebnisse im Polizeidienst eine Auszeit genommen und bekommt während dieser Besuch einer alten Internatsfreundin, die sie mehr oder weniger direkt um polizeiliche Hilfe bittet. Als ihre Freundin dann aber mit einem neuen Mord in Verbindung gebracht wird und plötzlich verschwunden ist, nimmt Frida Paulsen die Suche nach ihrer Freundin auf und taucht während ihrer Nachforschungen auch plötzlich wieder in die Vergangenheit und die damaligen Morde an den Familienmitgliedern ein. Wie passt ihre verschwundene Freundin in das Bild und wo liegt die Ursache für die damaligen Morde? 
Gemeinsam mit ihrem Kollegen Bjarne Haverkorn untersucht die junge Polizistin nicht nur das Verschwinden ihrer Freundin, sondern auch die Gründe für den brutalen Mord an einer früheren Kollegin, die in Verbindung zu den vor 20 Jahren ermordeten Personen stand und deren Unterlagen polizeiintern unter Verschluss gehalten werden. Ein spannender Fall mit einem im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlichen Ende entwickelt sich.
Sehr gut ist der Autorin zudem die Fortschreibung der Rahmenhandlungen gelungen. Sie lässt die Hauptcharaktere sich entwickeln und gibt immer mehr von deren privaten Seiten, Umständen und Gedanken preis. Und gerade bei der Figur des Bjarne Haverkorn tauchen in diesem Roman so einige neue Umstände auf, die den älteren Polizisten speziell auf der emotionalen Ebene sehr (heraus-) fordern.
Romy Fölck unterstreicht mit "Bluthaus", dass der Erfolg ihres Auftaktromans "Totenweg" nicht von ungefähr kam. Plastische Schilderungen, authentische Charaktere und eine Geschichte, die stets geradlinig und ohne Längen durchgehend interessant und spannend erzählt wird, machen "Bluthaus" zu einem hervorragenden Kriminalroman.

Nach oben