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Alice Schwarzer - Romy Schneider: Mythos und Leben

Anlässlich des 80. Geburtstags von Romy Schneider hat Kiepenheuer & Witsch die Alice Schwarzer Biografie "Romy Schneider: Mythos und Leben" in einer neuen Auflage erneut veröffentlicht. Die bekannte deutsche Journalistin, die dieses Buch bereits erstmalig im Jahr 1998 veröffentlichte, zeichnet in "Romy Schneider: Mythos und Leben" ein sehr nüchtern beschriebenes und auf Fakten basierendes, so objektiv wie mögliches Bild der großen Schauspielerin, deren Leben trotz großer Filmerfolge leider oftmals von Tragödien und sehr viel Leid im persönlichen Bereich gekennzeichnet gewesen ist.
Das Buch zeichnet das Leben der großen Schauspielerin auf eine ehrliche und vor allem nicht beschönigte, sondern vielmehr schonungslose Weise. Es kommen Themen wie sexueller Missbrauch durch alte Männer, zu denen es Romy Schneider immer wieder - wohl als eine Art Vaterersatz - hingezogen hat. Die Skrupellosigkeit des Ausnutzens von Abhängigkeiten, die vermeintlich oberflächlich rettende Quelle des Filmgeschäfts und vor allem der immer wieder tiefe emotional Fall von Romy Schneider aufgrund der persönlich erlebten Schicksalsschläge, an denen Roy Schneider letztlich auch zerbrochen ist.
Der Schreibstil des Buches - obwohl es bereits 20 Jahre alt ist - liest sich noch immer aktuell. Die Formulierungen, die Alice Schwarzer zum Beschreiben bestimmter Situationen und Geschehnisse verwendet, passen stets sehr gut. Die Biografie der Romy Schneider ist Alice Schwarzer wirklich gut geglückt, denn gerade im Hinblick auf die vielen prägenden negativen Erlebnisse und Geschehnisse, die das Leben der Romy Schneider ausmachten, ist es mit Sicherheit nicht einfach gewesen, diese allesamt mit einem neutral aufdeckenden Wortlaut in "Romy Schneider: Mythos und Leben" einzubinden.
Und irgendwie vermag man sich auch heute beim Lesen des Buches noch vorzustellen, wie es wohl an diesem 12.12.1976 in der kleinen Penthouse-Wohnung in Köln gewesen sein muss, als Alice Schwarzer mit Romy Schneider vielleicht eines der unglaublichsten und zugleich schonungslos ehrlichsten und damit ungeheuerlichsten Interviews ihres Lebens geführt haben dürfte.

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Jamie Oliver - Jamie kocht Italien

Das neue Jamie Oliver Buch weiß nicht nur durch seine Größe und die angenehm griffigen Seiten, die ein einfaches Blättern und Zurechtfinden ermöglichen, zu gefallen, sondern vor allem durch seine übersichtlichen Rezepte. Diese sind klar strukturiert und einfach erklärt, so als stünde Jamie Oliver direkt neben dem Leser. "Jamie kocht Italien" macht Spaß und lädt förmlich dazu ein, damit zu kochen. Der britische Autor hat insgesamt 140 Rezepte aus dem südeuropäischen Genussland, der Heimat der Dolce Vita, in diesem Buch vereint.
Das Buch ist in zehn kulinarische Themengebiete mit authentischen Rezepten aus allen Regionen des wunderschönen Italiens unterteilt. Ein Kapitel befasst sich ausnahmslos mit Basics wie zum Beispiel den Zubereitungen von einfachem Pastateig, Tomatensauce oder auch Pestos. Jamie Oliver hat mit verschiedensten Leuten aus den einzelnen Regionen Italiens zusammen gekocht, sich von diesen Tips und Kniffe zeigen lassen und diese dann in "Jamie kocht Italien" verarbeitet. Man merkt förmlich bei den Beschreibungen und der optischen und inhaltlichen Umsetzung, wie sehr der Autor das Land, das italienische Leben und die dortige Esskultur samt ihren vielschichtigen Gerichten liebt.
Jamie Olivers Erklärungen, seine kleinen Anekdoten und viele schöne Fotos bringen dem Leser die italienische (Ess-)Kultur näher und zeigen das wahre Italien. Abgerundet wird dieses neue, mittlerweile bereits 21. Buch des britischen Star-Kochs durch ein großes Register mit einfacher Kennzeichnung und speziellen Markierungen vegetarischer Gerichte.

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Zeichnen wie ein Profi

Das Buch "Zeichnen wie ein Profi" ist ein sehr gutes Begleitbuch für alle, die schon einige Grundkenntnisse im Zeichnen haben und somit keine blutigen Anfänger mehr sind. Auf über 300 Seiten bekommt der interessierte Leser viele Tricks und Kniffe rund um die unterschiedlichsten Möglichkeiten des Zeichnens gezeigt. Es ist für jede Vorliebe etwas dabei, egal ob es um das Zeichnen mit Kohle, Bleistift, Pastell, Tinte oder aber den guten alten Buntstiften geht.
Das Buch ist sehr gut strukturiert und zeigt die Schritte bzw. Empfehlungen zum Erfolg des Erlernens bestimmter Techniken in einer ausgewogenen Kombination von schriftlichen Erklärungen und visuellen Zeichnungen auf. Da ja jeder Mensch anders tickt und eine andere Art von Informationsaufnahmen für sich bevorzugt, ist diese duale Darbietung der Erläuterungen sehr gut umgesetzt und die Autoren gehen damit sicher, möglichst viele der Leser, je nach deren Vorliebe, effektiv mit den Tipps und den Schritt für Schritt Anleitungen zu erreichen.
Und da man oftmals ohnehin bestimmte Informationen im wahrsten Sinne des Wortes bildhaft vor Augen geführt bekommen muss, wartet das Buch dann auch mit sehr vielen Illustrationen auf.
Die vielen verschiedenen Techniken, die "Zeichnen wie ein Profi" dem Leser näher bringt, sind stets in drei unterschiedliche Schwierigkeitsstufen unterteilt. Einmal für die Anfänger in "einfache Techniken", dann für die etwas erfahreneren Zeichner in "fortgeschrittene Techniken" und dann noch in "anspruchsvolle Techniken" für die Profi-Zeichner.
Die Beschreibungen, worauf bei bestimmten Motiven zu achten ist, sind sehr verständlich beschrieben und setzen sich so auch schnell im Kopf des Lesers fest, um sie später dann immer wieder auch unbewusst abrufen und für sich selbst umsetzen zu können.
Dieses hochwertige, im Dorling Kindersley Verlag erschienene Buch ist nicht nur eine hervorragende Lektüre für alle interessierten Zeichner, sondern auch ein steter Begleiter für unzählige Situationen, um diese dann mit dem größt möglichen Erfolg für sich selbst - in welcher Form auch immer - zu Papier bringen zu können.

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Bernhard Aichner - Bösland

Perfide, durchtrieben, erschreckend und manipulierend liest sich der neue Roman von Autor Bernhard Aichner. "Bösland" ist ein Kriminalroman, aber zugleich auch eine konzentriert kurzweilige Autobiographie der Hauptperson der Erzählung, dem in seiner Kindheit von seinem Vater im eigenen Hause schwer missbrauchten Ben.
Das Schicksal des Kindes überträgt sich hin bis in sein erwachsenes Leben und nachdem Ben, nunmehr im mittleren Alter, endlich die Hilfe einer Therapeutin zur Verarbeitung der Geschehnisse seiner Kindheit, die auf dem elterlichen Dachboden vom Vater an ihm verübt worden sind, sucht, stürzen plötzlich ganz andere Erinnerungen auf ihn ein und eine alte Filmaufnahme, die Ben wiederfindet, als er nach großer Überwindung und auf Anraten seiner Therapeutin erneut in sein Elternhaus geht, bringen plötzlich Erinnerungen an ein Verbrechen zurück, für das er damals verhaftet und verurteilt wurde.
Plötzlich ist sein alter Freund aus Kindertagen, Kux, wieder im Mittelpunkt von Bens Gedanken und er entschließt sich, seinen alten Freund, der ein komplett anders verlaufendes Leben führt, mit den Aufzeichnungen des alten Videos zu konfrontieren. Und damit nehmen Vergangenheit, Gegenwart einen ganz anderen Lauf, als Ben selbst das erwartet hat.
"Bösland" ist ein guter Roman, der sehr durchdacht ist und nicht nur die Gefährlichkeit Manipulation, sondern auch die Macht des Geldes und die damit oftmals verbundene Selbstüberschätzung und Skrupellosigkeit in den Mittelpunkt rückt. Die beiden Hauptfiguren des Romans könnten unterschiedlicher nicht sein und Bernhard Aichner stellt in seinem Roman die Gegensätze sehr gut dar.
Auf der einen Seite der arme Ben, der als Kind regelmäßig von seinem Vater missbraucht wird und als verurteilter Mörder in der Psychiatrie landet. Auf der anderen Seite Kux, ein Sohn reicher Eltern, der alles bekommt, was er möchte und dann auch als Erwachsener im Reichtum schwimmt und meint, sich mit seinem Geld alles und jeden kaufen zu können.
Doch im Laufe des Romans werden aufgrund bestimmter Umstände plötzlich die Rollen getauscht. Kux, der stets in seinem Leben die Oberhand über alles hatte, gerät anfangs durch das alte Video, das Ben aufgenommen hat, in eine passive Situation. Doch das Hochgefühl, das Ben sodann bekommt, hält nicht lange an, denn durch weitere Manipulation wechseln die Rollen der beiden Charaktere immer wieder auf interessante Weise. Und das unter diversen Umständen, die bis hin zum Ende des Romans immer wieder wechselwirksame emotionale Veränderungen und Abhängigkeiten mit sich bringen. Vielschichtig und kurzweilig unterhaltsam mit subtilem Nachgeschmack.
Bernhard Aichner hat in seinem neuen Roman zwei Dinge hervorragend umgesetzt. Zum einen eine flüssige Schreibweise mit jeder Menge direkten Beschreibungen und zum anderen eine Gesamtseitenzahl von knapp 450 Seiten, bei denen aber gefühlt 30 Prozent Leerseiten oder Schlagwortseiten sind.

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Nele Neuhaus lädt zum "Muttertag"

Der neueste Fall für das Ermittlerteam von Autorin Nele Neuhaus dreht sich um eine verweste Leiche. Bereits zum neunten Mal lässt die Erfolgsautorin ihre Hauptfiguren in "Muttertag" ermitteln.

Und mit diesem Inhalt wartet der am 19.11.2018 erscheinende Roman auf:

Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik findet ein Mädchen eine halb verweste Leiche. Es handelt sich um den ehemaligen Betreiber des Werks, Theodor Reifenrath, wie Kriminalhauptkommissarin Pia Sander und ihre Kollegen vom K11 feststellen. Unter einem Hundezwinger machen sie eine grausige Entdeckung: Neben einem fast verhungerten Hund liegen menschliche Knochen verstreut und die Spurensicherung fördert immer mehr schreckliche Details zutage. Reifenrath lebte sehr zurückgezogen, seit sich zwanzig Jahre zuvor seine Frau Rita das Leben nahm. Im Dorf kann niemand glauben, dass er ein Serienmörder war.

Da verschwindet wieder eine Frau, und Pia muss erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint. Gelingt es ihr, das Rätsel rechtzeitig zu lösen und die Bestie zu stoppen, bevor noch mehr Menschen sterben müssen?

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Nach "Altem Land" bittet Dörte Hansen nun zur "Mittagsstunde"

Dörte Hansen meldet sich mit einem neuen Roman zurück. Nach dem überwältigenden Erfolg ihres Erstlingswerks "Altes Land", dreht sich nun alles um die "Mitagsstunde". Dieses Mal entführt die Autorin ihre Leser in die Geest und beleuchtet das Schicksal einer Familie ebenso wie das Sterben der ehemals großen Bauerndörfer aus den unterschiedlichsten Gründen.

Und mit diesem Inhalt wartet "Mittagsstunde" auf den Leser:
Die Wolken hängen schwer über der Geest, als Ingwer Feddersen, 47, in sein Heimatdorf zurückkehrt. Er hat hier noch etwas gutzumachen. Großmutter Ella ist dabei, ihren Verstand zu verlieren, Großvater Sönke hält in seinem alten Dorfkrug stur die Stellung. Er hat die besten Zeiten hinter sich, genau wie das ganze Dorf. Wann hat dieser Niedergang begonnen? In den 1970ern, als nach der Flurbereinigung erst die Hecken und dann die Vögel verschwanden? Als die großen Höfe wuchsen und die kleinen starben? Als Ingwer zum Studium nach Kiel ging und den Alten mit dem Gasthof sitzen ließ? Mit großer Wärme erzählt Dörte Hansen vom Verschwinden einer bäuerlichen Welt, von Verlust, Abschied und von einem Neubeginn.

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Volker Kutschers neuer Roman "Marlow" ist bei Piper erschienen

Gereon Rath ermittelt wieder - und dieses Mal zwar wieder im Berlin der 1930er Jahre, aber im wahrsten Sinne des Wortes erstmals auf dem Papier vom Piper Verlag. Volker Kutscher lädt einmal mehr mit viel zeitloser Atmosphäre zu einem neuen Fall für seine Hauptfigur ein - und auch bei "Marlow" ist erneut Spannung garantiert.

Und darum geht es im neuesten Buch von Volker Kutscher:

Berlin, Spätsommer 1935. In der Familie Rath geht jeder seiner Wege. Pflegesohn Fritz marschiert mit der HJ zum Nürnberger Reichsparteitag, Charly schlägt sich als Anwaltsgehilfin und Privatdetektivin durch, während sich Gereon Rath, mittlerweile zum Oberkommissar befördert, mit den Todesfällen befassen muss, die sonst niemand haben will. Ein tödlicher Verkehrsunfall weckt seinen Jagdinstinkt, obwohl seine Vorgesetzten ihm den Fall entziehen und ihn in eine andere Abteilung versetzen.

Es geht um Hermann Göring, der erpresst werden soll, um geheime Akten, Morphium und schmutzige Politik. Und um Charlys Lebenstrauma, den Tod ihres Vaters. Und um den Mann, mit dem Rath nie wieder etwas zu tun haben wollte: den Unterweltkönig Johann Marlow.

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Die drei Fragezeichen - Feuriges Auge

Der 200. Band der Buchreihe um die drei Detektive aus Rocky Beach, Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews, greift einen der beliebtesten Klassiker-Fälle von den Fans der Serie wieder auf. Denn der aus der Feder von Autor André Marx stammende Dreiteiler "Feuriges Auge" führt die Geschichte um den Fluch des Rubins auf gewisse Weise fort.
Die Geschichte ist durchaus interessant erzählt und der Dreiteiler erinnert von seinem Aufbau her ein wenig an vorherige Jubiläumsfolgen der Buchserie. André Marx führt den Leser gut in den Fall ein, fordert ihn dann bei Band zwei allerdings ein wenig heraus, indem er darin diverse Passagen des ersten Buches quasi einer Art Auffrischung unterzieht, um dann im finalen dritten Teil wieder kurzweilig und innovativ an Fahrt und Spannung aufzunehmen.
Der Schreibstil des Autoren ist einfach klasse und so wundert es nicht, dass die Geschichten und Fälle, die André Marx für die "Die drei Fragezeichen" Serie bislang geschrieben hat, nicht nur inhaltlich sondern auch stilistisch zu den besten der gesamten Serie zählen.
Jeder Fan der Buchreihe wird diesen Fall Nummer 200 zurecht akribisch und hingebungsvoll lesen und am Ende der drei Bücher feststellen, dass er einen neuen Blick auf die alte Klassiker-Veröffentlichung bekommt und zudem zwischendrin auch immer mal wieder Verbindungen zu anderen älteren Charakteren oder Schauplätzen hergestellt werden.
Und so präsentieren die drei Teile "Der verschwundene Detektiv", "Die silberne Hand" und "Der Tempel der Gerechtigkeit" eine würdige Jubiläumsveröffentlichung und unterstreichen durch die Augen und mit der Feder von André Marx, dass diese Ausnahmeserie auch nach mittlerweile über 40 Jahren nichts an ihrer Faszination für jung und alt verloren hat. Man kann nur hoffen, dass André Marx der Serie auch zukünftig als Autor erhalten bleibt und ein großes "Danke" für diesen interessanten und klasse geschriebenen Dreiteiler an ihn richten!

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Hjorth & Rosenfeldt - Die Opfer, die man bringt

Auch der sechste Fall der Reichsmordkommission und ihres temporären Begleiters, des Psychologen Sebastian Bergman, ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und kurzweilig.
Dieses Mal dreht sich alles um mysteriöse Vergewaltigungen, bei denen die betroffenen Frauen eine Tüte über den Kopf gezogen bekommen, damit sie bei ihrer Vergewaltigung, die stets von hinten passiert, ihren Peiniger nicht erkennen können.
Doch das Sperma, dass bei den Frauen gefunden wird, stammt nicht nur von einer Person. Dieser und weitere Umstände geben der örtlichen Polizei Rätsel auf, so dass man die Reichsmordkommission und zudem den Psychologen Sebastian Bergman hinzuzieht, um die Verbrechen, deren Umstände zunehmend merkwürdiger werden, aufzuklären.
Es ist eine Gruppe von Frauen betroffen, einige sterben, andere werden wiederholt vergewaltigt. Und alles scheint mit einer Organisation zu tun zu haben, die Frauen vor vielen Jahren dabei geholfen hat, eine Kindesabtreibung auf jeden Fall zu verhindern und sich für das Leben des ungeborenen Kindes zu entscheiden.
Je weiter die Ermittlungen in diesem Fall fortschreiten, um so erschreckender wird die Entwicklung und zu guter Letzt klärt sich alles auf eine Weise auf, wie sie keiner der ermittelnden Polizisten jemals erwartet hätte.
Doch es ist nicht nur der Fall an sich, der dem Autoren-Duo erneut hervorragend gelungen und total innovativ umgesetzt worden ist. Vielmehr haben Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt auch die Hauptpersonen ihrer Romanserie weiterentwickelt. Und so kommt es zwischen Sebastian Bergman und seiner Tochter und Kollegin Vanja zu einer wegweisenden Aussprache, die Figur und gespaltene Persönlichkeit von Billy wird auf erschreckend faszinierende Art mehr und mehr erläutert und auch die Charaktere Ursula und Torkel entwickeln sich auf eine unterschiedliche aber für den Leser sehr erhellende Weise weiter.
Tolle Umschreibungen der Situationen und Umgebungen machen das Lesen des "Die Opfer, die man bringt" Romans ebenso zu einem Erlebnis allerbester Kriminalunterhaltung wie die sehr gut umgesetzten Dialoge. Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt ist auch mit ihrem sechsten Roman rund um die zwiespältige Person des Sebastian Bergman ein wahres Highlight geworden, dem man bereits nach den ersten Seiten verfallen ist und nach dessen Cliffhanger am Ende des Buches man schon jetzt sehnsüchtig der Fortsetzung entgegenfiebert.

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Clara Louise schreibt "Von verlassenen Träumen & einem leichteren Morgen"

Im Alter von 13 Jahren schreibt Clara Louise ihre ersten Gedichte. Dies war der Beginn der künstlerischen Findung der jungen Wahl-Salzburgerin. Aufgewachsen als mittleres Kind von insgesamt drei Kindern, erlebt Clara ihre Kindheit in Lahnstein (in der Nähe von Koblenz in Deutschland) vor allem als kunstinteressiert. Sie spielt Geige, tanzt Ballett, schreibt Gedichte, zeichnet, singt und schreibt ihre ersten Lieder. Stets mit dem Bedürfnis, sich mit Worten auszudrücken und zwischen Melodien zu finden.

Im Alter von 16 Jahren entschließt sie sich aus privaten Gründen nach Salzburg zu ziehen und beginnt ihre musikalische Laufbahn. Sie lebt zwischenzeitlich für einige Monate in Los Angeles, wo sie an ihrer Musik und ihrem Songwriting arbeitet. Vom englischsprachigen Pop/R'n'B bis hin zu deutschsprachigem Singer-Songwriter gemischt mit Folk - sicherlich ein weiter und erlebnisreicher Weg, den die heute 25-jährige bereits gegangen ist.

Im Jahr 2015 veröffentlicht der Selfmade-Artist sein erstes deutschsprachiges Album „Erde", welches selbst produziert und über das eigene Label veröffentlicht wird. Schnell wurde das Web und Radio auf die Single „Irgendwann" aufmerksam und brachte den ersten Erfolg für Clara Louise. Im März 2018 folgt dann das zweite Album „Die guten Zeiten", für welches sich die Künstlerin mehrere Jahre Zeit nahm. Im Februar 2018 geht sie gemeinsam mit der Erfolgsband GLASHAUS auf Deutschland-Tour. Durch Zufall ergibt es sich, dass Clara alleine mit Gitarre spielen soll. Dies soll sich kurz darauf als wichtiger Schritt herausstellen.

Immer mehr getrieben von der Idee, Geschichten, Ausdruck und die Akustik-Gitarre in den Fokus zu stellen, schreibt die Künstlerin neue Songs, die sich im Arrangement um diese drei Elemente herum aufbauen. Gemeinsam mit Svilen Angelov produziert sie in Salzburg die Platte „Wenn man nichts vermisst", die sich musikalisch deutlich von den vorherigen Werken abhebt.

10 Songs, die beim Durchhören wie ein Buch mit verschiedenen Kapiteln wirken: Eine Geschichte folgt auf die andere und am Ende schließt sich der Kreis. Neben der Akustik-Gitarre finden auch Piano, Bass, Percussions, Banjo, Trompete, Flügelhorn, Cello und das aus dem Balkan bekannte Volksinstrument „Kaval" Platz. Stets reduziert mit einer faszinierend warmen Stimmung. Die Stimme von Clara Louise, die manchmal an Norah Jones erinnert, dabei ganz nah am Ohr, während sie Zeilen wie „Hinter mir die Diebe, klauen mir immer wieder Liebe" singt. Ein Album, das an amerikanische Singer-Songwriter erinnert und dabei die deutsche Sprache bedeutsam in den Vordergrund stellt.

Neben dem neuen Album „Wenn man nichts mehr vermisst" veröffentlicht Clara Louise ihr erstes eigenes Lyrik-Buch „Von verlassenen Träumen und einem leichteren Morgen".

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