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Ralf Georg Reuth - Annäherung an Helmut Kohl

Mit seinem Buch "Annäherung an Helmut Kohl" liefert der Journalist Ralf Georg Reuth eine interessante Sichtweise auf das Leben Helmut Kohls. Sachlich und teilweise intelligent interpretationsoffen trägt er Fakten rund um die Person Kohls zusammen, verschafft dem Leser somit eine Grundlage, um sich sowohl auf privater als auch politischer Ebene (s)ein Bild vom Bundeskanzler der Einheit zu machen.
Sehr angenehm ist die Tatsache, dass Ralf Georg Reuth mit diesem Buch bewusst keine weitere Biografie des kürzlich verstorbenen Politikers schreiben wollte. Vielmehr wollte er den Menschen Helmut Kohl vorstellen, in seinem interessanten und abwechslungsreichen Leben, in dem es nicht immer sonnige, sondern gerade auch in den letzten Jahren viele schattige Seiten gegeben hat.
Aufgrund der enormen politischen Bedeutung, die Dr. Helmut Kohl für Deutschland aber auch für Europa hatte, ist der Schwerpunkt dieses Buches natürlich auch politischer Art. Es kommen die nicht immer einfachen Beziehungen zu seinen europäischen Kollegen ebenso zur Sprache, wie der oftmals steinige Weg der Ebnung zu deutschen Einheit.
Aber natürlich stellt das in sechs Kapitel unterteilte Buch auch die private Seite Kohls, das Leben mit seiner ersten Frau Hannelore und den Kindern sowie letztendlich auch in gebotener Kürze die mit Kohls zweiter Ehefrau aufgekommenen Zerwürfnisse der Familie sowie seine gesundheitliche Entwicklung dar.
Insgesamt ist dieses Buch eine sachliche Retrospektive auf einen großen deutschen Politiker, der in seinem politischen und privaten Leben Vieles richtig gemacht, aber ab und zu auch gravierende falsche Entscheidungen getroffen hat.

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Neuer Andreas Winkelmann Roman "Housesitter" erscheint

Andreas Winkelmann, der Meister des Gänsehauteffekts, kehrt mit einem packenden Stand-alone zurück. «Housesitter» erscheint am 18.08.2017 im Wunderlich Verlag. Die perfide Grundidee: Ein Mann dringt in die Häuser von verreisten Paaren ein und führt deren Leben. Aber was passiert, wenn sie zurückkommen?

Als Thomas Bennett nach dem gemeinsamen Urlaub mit seiner Freundin Saskia die Haustür aufschließt, kommt ihm einiges fremd vor: Die Möbel stehen anders, in der Küche steht eine leere Ravioli-Dose, sein Gesicht ist aus den gemeinsamen Fotos herausgeschnitten. Dann ein scharfer, unerträglicher Schmerz im Kopf, und er verliert das Bewusstsein.

Erst im Krankenhaus wacht er wieder auf – aber Saskia ist seit dem Überfall spurlos verschwunden. Im Urlaub hat sie ihm gestanden, dass sie schwanger ist, und er macht sich voller Sorge auf die Suche nach ihr.

Der Fall scheint unlösbar, und auch die Polizei gibt schnell auf – bis Thomas auf Priska Wagner trifft, eine Kommissarin, die im angrenzenden Landkreis ermittelt. Sie hat merkwürdige Spuren an einem Tatort entdeckt, die sich auch nach dem Überfall auf Thomas fanden. Gemeinsam kommen die beiden auf die Spur des «Housesitters».

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Jan Weiler - Und ewig schläft das Pubertier

Das neue Mini-Buch von Jan Weiler erzählt die Geschichte des von pubertierenden Vaters gekennzeichneten Lebens des Autoren auf leichte und beschwingte Weise weiter. Egal ob es die einkehrende Gleichgültigkeit zum Thema Lernen, Schule und Lehrern, die pausenlose Abhängigkeit von Smartphones, das scheinbar genetisch bedingte Überhören von Bitten aus der Erwachsenenwelt, die eigene Definition von Ordnung, das Ignorieren von Meinungen aus der Erwachsenenwelt oder das neue Gefühl von zwischenmenschlichen Anfangsphasen, die schon vorbei sind, noch bevor sie richtig begonnen haben sind. Jan Weiler schildert diese Situationen mitten aus dem Leben und jeder Leser, der pubertierende Kinder zu Hause hat, kann nicht nur vereinzelnde Kapitel des neuen Buches abnicken, vielmehr ist der Kopf während des Lesens des gesamten Buches nur noch in Bewegung.
Diese Autobiografie der wohl härtesten Erwachsenenzeit reflektiert der Autor oftmals süffisant, mit einer gewissen Selbstironie, die man sich als Erwachsener einfach als eigenen Schutzschild zulegen muss, und mit einer Art hoffnungslosen Leichtigkeit, dass das Lesen viel Spaß macht und den Leser stets zum Schmunzeln anregt.
Natürlich darf man hier auf den knapp 180 Seiten keine Tiefgründigkeit erwarten. Das ist auch nicht das Ziel des Autors. Vielmehr dient auch „Und ewig schläft das Pubertier“ zum Mut machen an die gleichgesinnten Eltern, sich die in der schier hoffnungslosen Pubertätsphase ihrer Kinder zu häufig hinterfragen und an ihrer Erziehung zweifeln. Und als Resümee bleibt in Stein gemeißelt die Tatsache: es liegt nicht an den Eltern. Und wenn man es als Erziehungsberechtigter einfach locker nimmt, dann kommt man auch durch diese Phase des Erwachsenenlebens irgendwie recht unbeschadet durch.
Insgesamt ist dieses Mini-Buch mit einem Preis von 14,90 € und gerade einmal 176 Seiten sehr teuer, aber dafür macht der Inhalt und leichte und durchaus nachvollziehbar witzige und leidende Weise zugleich kurzweiligen Spaß.

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Eine weitere Helmut Kohl Biografie erscheint!

Helmut Kohl – wer war dieser Mann, an dem sich die Geister schieden? In diesem Buch wird das Wichtigste über den Men- schen und Politiker in sechs Kapiteln thematisiert: von seinen Prägungen, seinem Verständnis von Macht über seine Rolle während des Einigungsprozesses und bei der Integration Europas bis hin zur Parteispendenaffäre und seiner familiären Tragödie. Der Leser erhält dadurch nicht nur ein schärfer kontu- riertes Bild des sechsten Kanzlers der Bundesrepu- blik Deutschland. Er erhält auch neue Einblicke in Kohls Leben, denn Ralf Georg Reuth begleitete Helmut Kohl jahrelang als Journalist und stützt sich bei seinen Analysen nicht zuletzt auf zahlreiche Gespräche, die er mit ihm über Politik und Zeitgeschichte führte.

Ralf Georg Reuth, geboren 1952 in Oberfranken, studierte Geschichte sowie Germanistik und pro- movierte 1983 über Hitlers Strategie. Er ist Journa- list und Autor mehrerer Bücher zur Geschichte und Vorgeschichte des »Dritten Reiches«, aber auch zur Wende 1989/90.

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Ein neues Buch über Helmut Kohl erscheint

Kanzler der Einheit. Ehrenbürger Europas. Jahrhun- dert-Politiker. Kaum ein Kanzler hat die Nachkriegsgeschichte der Deutschen so tiefgreifend geprägt wie Helmut Kohl. Und kaum eine Zeitung hat Kohl schon so früh und intensiv aus der Nähe beobachtet wie BILD.
Dieses Buch – reich bebildert und opulent ausgestattet – dokumentiert, wie aus dem Jungen Wilden aus der Pfalz ein europäischer Staatsmann wurde – mit allen Tragödien und Brüchen seiner Biographie, die dazu gehören.
Nicht retrospektiv, nicht aus der Ferne. Sondern mit tagesaktuellen Artikeln der BILD-Reporter aus sechs Jahrzehnten. Helmut Kohl, betrachtet durch die Augen seiner Zeit. Kai Diekmann, geboren 1964 in Ravensburg und aufgewachsen in Bielefeld war von 2001 bis 2016 Chefredakteur und Herausgeber von BILD. Diekmann traf Kohl zum ersten Mal 1982 als Schülerzeitungs-Redakteur, begleitete ihn später als politi- scher Korrespondent und wurde – lange nach Kohls Kanzlerscha – sein Freund und Vertrauter.

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Philip Norman – Paul McCartney

Der britische Autor Philip Norman hat mit „Paul McCartney“ anlässlich des anstehenden 75. Geburtstags des ehemaligen Beatles eine neue Biographie die vornehmen Briten veröffentlicht. Auf eine sehr angenehme Weise beschreibt Philip Norman nicht nur die Kinderzeit mit all ihren Besonderheiten und tragischen Ereignissen. Der Musikjournalist versteht es auch über die restlichen knapp 1000 Seiten hinweg, den Leser auf eine unaufgeregte, sachliche und stets sehr nah wirkende Weise die Person Paul McCartney persönlich näher zu bringen.
Nachdem man Philip Norman für seine „Shout!“ Biografie über die Beatles und speziell das Licht, in welches er Paul McCartney darin rückte, stark kritisierte, verwunderte es umso mehr, dass der adlige Brite der Anfrage Philip Normans, ob er eine Biografie über Paul McCartney schreiben und dazu Kontakt zu ihm und seinen Freunden und Verwandten aufnehme dürfe, zustimmte.
Und so erzählt „Paul McCartney“ die Geschichte eines wohl erzogenen Liverpooler Jungens, der zusammen mit seinem Freund John Lennon einer der größten Popbands aller Zeiten gründete, sich nach der Trennung zusammen mit seiner großen Liebe und Frau Linda McCartney die ebenfalls erfolgreiche Bands Wings gründete und auch als Solokünstler einen unglaublichen Erfolg hatte.
Aber das Buch beleuchtet neben dem bekannten musikalischen Werdegang Paul McCartneys auch sein privates Leben, die wunderbaren Momente ebenso wie die Schicksalsschläge. Dabei bleibt Norman sehr sachlich und schildert unter Zuhilfenahme von Informationen von Paul McCartney selbst und anderer ihm nahe stehender Personen, oftmals mit wunderbaren Zitaten angereichert, die jeweiligen Situationen und macht sie damit für den Leser plastisch und nah. Man fühlt sich inmitten der jeweilig geschilderten Zeiten, kommt sich vor wie ein stiller Beobachter und während des Lesens läuft im Unterbewusstsein eine Art paralleler Film vor den Augen des Lesers ab.
Man erfährt Wissenswertes und Interessantes über den Erfolg und die damit verbundenen Gefühle des Beatles. Aber ebenso über den Bruch und die dann folgende Auflösung der Beatles, gewinnt Einblicke in die Abhängigkeiten und Zusammenhänge zwischen der Trennung der Band und den Partnerinnen der Bandmitglieder.
Aber Philip Norman versteht es, bei dieser Biografie auch sehr gut das Gleichgewicht zwischen Musik und Privatem zu halten. So beschreibt das Buch auch die schwierige Beziehung von Paul McCartney zu Heather Mills, das unschöne Ende und den steinigen emotional trostlosen Weg bis zur letztlichen Scheidung der Beiden.
„Paul McCartney“ schenkt dem Leser das Vertrauen, das Paul McCartney durch sein Elternhaus stets hatte, die Zuversicht, die seine viel zu früh an Krebs verstorbene Mutter ihm und seinem Bruder stets gab, die Euphorie, die er sich über sein ganzes Leben hinweg – wenngleich auch mit einigen Hürden – immer bewahrt hat und die Tiefe, die die privaten Schilderungen des durchaus sensiblen Menschen Paul McCartney an vielen Stellen greifbar und nachvollziehbar machen.
Unterbrochen durch wunderbar ausgewählte Fotos wird „Paul McCartney“ zu einer unglaublich umfassenden und persönlichen Hommage an einen der größten Musiker aller Zeiten und einen der vornehmsten und vielleicht auch tiefgründig sensibelsten Menschen der gegenwärtigen Zeit.

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Lisa Gardener veröffentlicht "Die Überlebende" bei Rowohlt

In Amerika ist Lisa Gardner längst ein Superstar: Jeder ihrer Romane schaffte es in die Top Ten der Bestsellerliste. Gardners Thriller rund um die Bostoner FBI-Ermittlerin Detective D.D. Warren begeistern durch Spannung, Tempo und nicht zuletzt durch komplexe, fein gezeichnete Figuren ein Millionenpublikum.

Am 21.07.2017 erscheint mit «Die Überlebende» der sechste Band der Reihe. In ihrem neuen Fall führen D.D. Warren alle Spuren zu einer Frau, die einst selbst Opfer war:

«Wenn du in einer dunklen Holzkiste aufwachst, sagst du dir, unmöglich, das kann nicht sein. Natürlich stemmst du dich von unten gegen den Deckel. Klar, was sonst? Du schlägst mit den Fäusten an die Wände, trommelst mit den Hacken gegen das Fußende. Du stößt dir den Kopf, immer und immer wieder, obwohl es weh tut. Und du schreist. Du schreist und schreist und schreist. Rotz läuft dir aus der Nase. Tränen schießen dir in die Augen. Bis du dich an den eigenen Schreien verschluckst. Dann hörst du ganz seltsame, traurige, erbärmliche Geräusche, ahnst, was es mit der Kiste auf sich hat, dass du darin eingeschlossen bist, und dir wird plötzlich klar: Du bist es, die diese Geräusche macht.»

Flora Dane ist eine Überlebende. 472 Tage lang lernte sie, wie viel ein Mensch ertragen kann, nachdem sie als College-Studentin gekidnappt worden war. Wie durch ein Wunder überlebte Flora und entkam ihrem Peiniger. Sieben Jahre ist das nun her, doch vergessen kann sie nicht. Und dann ist wieder eine junge Frau verschwunden. Kurz darauf wird Detective D.D. Warren an den Tatort eines grausigen Verbrechens gerufen: Ein Mann – verbrannt. Eine junge Frau – nackt und gefesselt. Flora Dane.

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Heine Bakkeid - ...und morgen werde ich dich vermissen

Dieser erste Kriminalroman aus der Feder des ansonsten eher für Jugendromane bekannten norwegischen Schriftstellers Heine Bakkeid kann nur bedingt begeistern. Der erste Fall für die Hauptfigur Thorkild Aske, des früheren internen Ermittlers der norwegischen Polizei, dreht sich um einen Auftrag, bei dem er die vermutete Leiche des erwachsenen Sohnes eines Ehepaares suchen soll. Da Thorkild Aske gerade einen Gefängnisaufenthalt hinter sich hat, versteht sein Freund und Psychologe Ulf diese Bitte seiner Freunde als Chance für den früheren Ermittler. Widerwillig nimmt sich Thorkild Aske dann des Antrags an und entdeckt auf einer verlassenen Leuchtturmwärterinsel dann wirklich eine Leiche. Doch mit dem vermissten Sohn hat diese nichts zu tun. Und so nimmt „…und morgen werde ich dich vermissen“ dann einen anfänglich unverhofften Verlauf.
Was sich im Klappentext anfänglich spannend liest, wird dann aber leider vom Roman selbst etwas relativiert. Die Beschreibungen der Umgebungen sind ebenso blass, wie es die Hauptperson lange Zeit bleibt. Man bekommt als Leser auch nach den ersten 100 Seiten des gut 400 Seiten umfassenden Romans keinen wirklichen Bezug und keine Nähe zur Hauptfigur. Die Erzählung wirkt ob der Satzbauten leider auch in vielen Teilen wie Stückwerk, Zusammenhänge erschließen sich beim Lesen nicht flüssig. Zeitensprünge verwirren mehr, das sie aufklären. Kurzweiligkeit kommt so leider nicht wirklich auf und man muss sich die meiste Zeit durch das Buch arbeiten. Und wenn es inhaltlich spannender wird, dann hindern die Schreibweise und die Lesefreude. Und kommt „…und morgen werde ich dich vermissen“ dann leider nicht über einen durchschnittlichen Kriminalroman Status hinaus.

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Inge Löhnig – Sieh nichts Böses

Im achten Fall für die Hauptfigur der Inge Löhnig Krimi-Reihe, den sympathischen Kommissar Tino Dühnfort, dreht sich alles um Gewalt innerhalb der Familie, Machtgier, Egoismus und verletzte Eitelkeiten. Durch Zufall wird eine unter einer Baumwurzel begrabene weibliche Leiche entdeckt. Was anfänglich wie ein Zufallsfund aussieht, bekommt im Laufe der Ermittlungen immer mehr Bedeutung. Lange Zeit tappen der Kommissar und sein Team im Dunkeln bei der Ursache des Mordes, denn das die Frau Opfer eines Gewaltverbrechens wurde steht zweifelsohne fest. Der der Eintritt des Todes wurde auf einen Zeitraum datiert, der bereits zwei Jahre zurückliegt. Wie sich herausstellte, war die die Tochter vollkommen egozentrischer Eltern, die mehr Verachtung und Abneigung gegenüber ihrer Tochter spürten und lebten, als dass sie sie liebten.
Parallel baut Inge Löhnig einen weiteren Handlungsstrang auf, der lange Zeit für sich zu stehen scheint und erst in der Mitte des neuen Buchs plötzlich Überschneidungen mit dem zwei Jahre alten Mord aufzeigt. Eine erfolglose Modedesignerin, die sich auf Hüte versteift hat, steht unmittelbar vor der Privatinsolvenz und sucht eine Schuldnerberatung zur Hilfe auf. Und mit diesem Besuch ruft sie ungeahnt eine Person auf den Plan, die sie dazu aussucht, um sich an einem eigenen Familienmitglied für das eigene erlittene Leid während der Kindheit und Jugend zu rächen.
Geschickt laufen die beiden Stränge lange Zeit nebeneinander her und ebenso geschickt und vor allem unsagbar spannend führt Inge Löhnig alles zum Ende hin in plausibler Weise zusammen, so dass sich am Ende des Buches rückblickend ein Fall darstellt, dessen Taten von totaler Wut, Verbitterung, Hass und Grausamkeiten geprägt ist und den Leser bis zum letzten Wort von „Sieh nichts Böses“ nicht mehr los lässt.
Aber auch die private Geschichte und das damit verbundene Schicksal des Kommissars und seiner Frau Gina findet in diesem achten Roman eine Fortsetzung. Die Beiden erfahren, dass das Kind in Ginas Bauch nicht gesund, sondern mit dem Down-Syndrom zur Welt kommen wird. Es steht eine schwere Entscheidung über eine eventuelle Abtreibung und auch über den weiteren privaten Verlauf ihres gemeinsamen Lebens an.
Die Autorin nimmt sich dieser nicht einfachen Thematik auf eine sehr angenehme und sachliche Weise an, bricht kein Schwert über Entscheidungen, die mehr zur einen oder anderen Seite der Thematik Abtreibung tendieren und gibt dem Leser so die Möglichkeit, sich erst seine eigene Meinung zu dem Thema zu bilden, bevor sie ihm die Entscheidung ihrer Hauptfiguren mit an die Hand gibt.
Alles in allem ist „Sieh nichts Böses“ ein fesselnder Kriminalroman, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite magisch in seinen Bann zieht und dessen wunderbare Schreibweise das Lesen zum einen sehr leicht und flüssig macht und zum anderen dazu führt, dass man sich zu jeder Zeit stets inmitten des Geschehens als unsichtbarer Beobachter und Ermittler fühlt. Und genauso soll ein Krimi sein – absolute Empfehlung!

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Neuer Jan Weiler Roman "Und ewig schläft das Pubertier"

Wenn es erst einmal wach ist, hält es die Welt in Atem: Das Pubertier. Und inzwischen hat sich Nick zu einem Parade-Exemplar entwickelt. Als männliches Pubertier besticht auch er durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Begeisterungsfähigkeit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik.

Er wächst wie Chinagras und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Ansonsten allerdings ist die Kommunikation mit dem Pubertier auf ein Mindestmaß reduziert, es spricht wenig, dafür müffelt und chillt es ausgiebig. Und die Liebe spielt in diesem dritten Teil der Pubertier-Saga eine immer größer werdende Rolle sowie auch die Wahl der richtigen Schuhmode.

Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt. Gemutmaßt werden darf außerdem über die Frage, wann diese verfluchte Pubertät eigentlich aufhört. Der Erzähler schaut manchmal in den Spiegel und denkt: Eigentlich nie.

Chillen, relaxen, ausruhen: willkommen im Leben des Pubertiers - Jan Weilers neuer Bestseller erscheint am 03.07.2017!

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