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Die drei ??? und der Eisenmann

Ein neuer spannender Fall für Justus, Peter und Bob aus der Feder von Ben Nevis. Auf einer der Küste vorgelagerten Insel macht Justus eine Entdeckung und verschwindet plötzlich vor den Augen seiner Freunde. Als diese sich mit Hilfe eines hilfsbereiten Anglers zu dem Eiland, zu dem der erste Detektiv zuvor allein geschwommen ist, aufmachen, ahnen sie nicht, dass die drei Detektive direkt auf einen neuen Fall zusteuern.
Auf der Insel treffen sie auf einen merkwürdigen Künstler namens Drago und werden von diesem in seine spezielle Art der Kunst eingeführt. Alles scheint sich um die Kunstreihe "Eisenmann" zu drehen, die Drago gerade auf alten Tapeten, die er auf dem Schrottplatz Titus Jonas gekauft hat, erstellt. Diese Tapeten haben einen speziellen Bezug zur Insel, denn sie gehörten ursprünglich dem früheren Besitzer der Insel.
Allerdings tauchen auch immer wieder Figuren und scheinbar lebende Geschöpfe auf, die wie eine Eisenmann-Statue, die sich auf der Insel befindet und von Drago künstlerisch erschaffen wurde, aussehen.
Eine spannende Ermittlung beginnt rund um die Zusammenhänge, die die "Eisenmann" Bilder - es sind sieben an der Zahl - verbinden und über kurz oder lang nicht nur die drei Fragezeichen, sondern auch ihren skurrilen neuen Freund Drago in Gefahr bringen.
Ben Nevis hat mit diesem Fall eine klasse Geschichte geschrieben. Mit Witz beginnend, denn er lässt Justus hier sehr sportlich erscheinen, indem er den ersten Detektiv eigenmächtig zu dem seltsamen Eiland schwimmen lässt, obwohl seine Freunde keine Lust haben, mitzuschwimmen. So viel Sportsgeist kennt man vom Pummelchen ansonsten gar nicht. Ein schöner belebender Einfall und ein gelungener Auftakt des neuen Falls der drei Freunde.
Die Geschichte entwickelt sich kurzweilig und nimmt immer wieder neue Elemente und Erkenntnisse in sich auf. Und so bleibt der Leser lange Zeit im Unklaren, wie wohl die Lösung des Falles "Eisenmann" aussieht. Die Charaktere der drei Detektive sind von Ben Nevis einmal mehr sehr gut adaptiert und mit seinen Schilderungen rund um die mysteriöse Insel Mor Island, auf der in der Vergangenheit einmal Biowaffen getestet worden sein sollen, kreiert Ben Nevis wohl einen der fesselndsten Fälle der drei Detektive der letzten Jahre.
Der Weg zur Lösung des Falles endet dieses Mal auch nicht in einem Monolog von Justus Jonas, sondern die drei Freunde erarbeiten sich die Erkenntnisse, um das Rätsel des Kunstwerkes "Eisenmann" und damit auch das Geheimnis der Insel zu lösen, gemeinsam und nachvollziehbar. So muss eine Geschichte rund um die drei Detektive sein: atmosphärisch, spannend, unterhaltsam, mit jeder Menge verdächtiger Personen und einem Rätsel, dessen Auflösung eine wahre Sogwirkung auf den Leser hat. "Die drei ??? und der Eisenmann" wird all diesen Voraussetzungen gerecht. Ein wahres Lesevergnügen.

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Simon Beckett - Der Hof


Langatmig und mit einem Schreibstil versehen, den man Simon Beckett als Kenner seiner David Hunter Romane nicht wirklich zugetraut hätte. Nicht nur die mit der Zeit anstrengende Erzählweise in der Ich-Perspektive, sondern auch die kurzen einfach aufgebauten Sätze, irritieren mit fortlaufendem Lesen des neuen Romans. Dazu kommt dann noch die Langatmigkeit der Erzählung, die "Der Hof" mit der Zeit immer weniger zu einem spannenden Lesevergnügen, sondern vielmehr zu einer Herausforderung machen.
Was sich am Anfang spannend aufzubauen scheint, verebbt leider mit zunehmender Seitenzahl immer mehr in Wiederholungen und einfach bedeutungslosen Passagen. Hier hätte man das Geschehen wohl auch auf 250 Seiten denn auf 464 Seiten zusammenfassen und erzählen können. Atmosphärisch gibt es einige schöne Stellen, aber auch diese Landschafts- und Umgebungsbeschreibungen wiederholen sich auf eine beinahe schon ermüdende Weise.
Der Charakter des Erzählers ist irgendwie nichts sagend und man wird nicht wirklich mit ihm warm.
Die Personen auf und rund um den Hof bleiben zudem lange Zeit blass und werden. Die Auflösung ist vorhersehbar und rundet einen leider mehr als enttäuschenden neuen Roman von Simon Beckett unterdurchschnittlich ab. Hoffentlich besinnt sich der Autor bald wieder auf die Fortführung seiner stärksten Romanserie und knüpft an die dortige Qualität an.

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Sebastian Fitzek "Noah"

Was ein geniales Buch! Überraschend, erschreckend, hoffnungsvoll und vor allem emotionsgeladen von der ersten Seite an. Sebastian Fitzek wagt sich bei "Noah" an die Themen Überbevölkerung, Massentierhaltung, Chemtrails und Umweltverschmutzung bzw. -zerstörung.
Mit unterschiedlichen Handlungssträngen erzeugt der Autor verschiedene atmosphärische Spannungen, die den Leser von der ersten Seite an diesen Roman auf eine Weise binden, die als stete Wechselwirkung von Faszination, Spannung und Fassungslosigkeit bezeichnet werden kann.
Wenngleich die Themen, die in "Noah" behandelt werden, nicht die einfachsten sind, so gelingt es Sebastian Fitzek dennoch, diese in verständlicher Form in eine durchweg spannende und aufklärende Geschichte einzubinden. Die verschiedenen Schauplätze und handelnden Personen halten die Abwechslung auf stets hohem Niveau und so führt Sebastian Fitzek den Leser in Geschehnisse rund um den gesamten Globus ein. Diese sind je nach ihrem Auftreten und den betroffenen Menschen anderen Gewichtungen unterworfen, zielen aber letztlich auf dieselbe Botschaft und Warnung ab.
So gestaltet sich eine Geschichte um einen vermeintlichen Obdachlosen, der irgendwo in Berlin ohne sein Gedächtnis lebt und durch das Wahrnehmen eines bestimmten Bildes in einer Zeitung eine faszinierende Reise zur Ergründung seiner Identität beginnt. Diese Reise wird von Begegnungen mit den unterschiedlichsten Personen begleitet. Alle Personen haben ihre scheinbar eigenen Interessen und jede kann dem Obdachlosen Noah auf ihre ganz eigene Art behilflich oder gefährlich werden. Und am Ende ist plötzlich nichts mehr wie es scheint, doch das macht es umso gefährlicher für Noah. Die Gefahr für den Mann ohne Gedächtnis liegt im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand.
Gute Einleitungen, schlanke Satzbildungen und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte nachvollziehbar und mit einem ausgewogenen Potential an Spannung, Wissen und Suggestion zu vermitteln, zeichnen diesen neuen Roman von Sebastian Fitzek aus. Er schafft es, alle Charaktere in angemessener Manier zu erklären und so baut man beim Lesen auch zu allen Beteiligten eine Art persönliches Verhältnis auf. "Noah" ist eine Mischung aus Wirtschaftsthriller, Endzeitstimmung und Familiendrama. Eingebettet in spannende Sequenzen und mit einem Ende, das sowohl unerwartet als auch erschreckend und wachrüttelnd ist. Ein verdammt starker Roman, den man einfach gelesen haben muss, um die Gefahren der Zeit zu adaptieren und aus den Vermutungen keine uneingeschränkten Wahrheiten werden zu lassen.

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Jojo Moyes ist ab Mai "Weit weg und ganz nah"

Jojo Moyes hat mit Ihrem Roman «Ein ganzes halbes Jahr» weltweit Millionen an Lesern begeistert. Allein in Deutschland haben sich bisher über 1,5 Millionen Exemplare des Buches verkauft. Seit fast einem Jahr steht der Roman auf Platz 1 der Bestsellerliste, die MGM Studios in Hollywood planen bereits die Verfilmung.

In ihrem neuen Roman, der soeben in England erschienen ist, stellt Jojo Moyes ihre ganz besondere Kombination aus Humor und großen Gefühlen einmal mehr unter Beweis: «Weit weg und ganz nah» erscheint am 23.05.2014 bei Rowohlt Polaris.

Einmal angenommen, dein Leben läuft alles andere als rund. Dein Mann hat sich aus dem Staub gemacht. Du schaffst es kaum, deine Familie über Wasser zu halten. Deine hochbegabte Tochter bekommt eine einmalige Chance. Und du bist zu arm, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Plötzlich liegt da ein Bündel Geldscheine. Du weißt, dass es falsch ist. Aber auf einen Schlag wäre dein Leben so viel einfacher …
Und einmal angenommen, du strandest mitten in der Nacht mit deinen Kindern am Straßenrand – und genau der Mann, dem das Geld gehört, bietet an, euch mitzunehmen. Würdest du einsteigen? Würdest du ihm irgendwann während eures verrückten Roadtrips gestehen, was du getan hast?

Folgende Lesungstermine der Autorin stehen bisher fest:
23. Juni 2014, Bern (CH)
24. Juni 2014, Köln
25. Juni 2014, Berlin
26. Juni 2014, Braunschweig
27. Juni 2014, Hamburg

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Chris Ewan schreibt über ein sicheres Haus!

Der neue Thriller von Chris Ewan erscheint am 01.03.2014 und garantiert Spannung über mehr als 500 Seiten hinweg.

Und das passiert in „Safe House“:
Du hast es nur geträumt. Rob Hale erwacht im Krankenhaus. Motorradunfall. Als er sich besorgt nach seiner Mitfahrerin erkundigt, erntet er verwirrte Blicke: Er war lange bewusstlos. Vielleicht belastet ihn ja der Selbstmord seiner Schwester noch. Ein zweites Unfallopfer hat es jedenfalls nicht gegeben. Rob zweifelt an sich selbst. Er kann sich doch genau erinnern, wie er das Mädchen kurz vor dem Unfall in dem einsamen Haus auf der Isle of Man kennengelernt hat; es war eine seltsame Begegnung. Lena hieß sie. Dann taucht Rebecca auf. Früher, sagt sie, war sie beim MI5. Sie will ihm helfen. Doch wer hat sie beauftragt? Und zwar schon vor dem Unfall? Rob weiß nicht, wem er noch trauen kann. Wer garantiert nicht sein Freund ist, wird er indes bald schmerzhaft erfahren…

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Mons Kallentoft veröffentlicht "Frühlingstod"

Ein neuer Roman von Mons Kallentorft erscheint am 01.03.2014 bei Rowohlt.

Und darum geht es im neuen Buch der Autorin:
An einem schwarzen, kalten Frühlingsmorgen: In den Straßencafés von Linköping genießen die Menschen die ersten Sonnenstrahlen, Kinder toben und lachen – bis eine ohrenbetäubende Explosion das friedliche Treiben jäh beendet. Und nichts mehr sein wird, wie es einmal war. Kommissarin Malin Fors lassen die Bilder der Verwüstung, der Toten und Verletzten nicht mehr los: Glasscherben und Tulpenblüten auf dem Kopfsteinpflaster, ein Kinderschuh, zwei tote kleine Mädchen, deren Mutter im Krankenwagen um ihr Leben kämpft. Malin muss verhindern, dass der Täter ein weiteres Mal zuschlägt. Um jeden Preis.

© Rowohlt

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Katie Pepper schreibt über den "Sommer deines Todes"

Es gab jemanden in Kate Peppers Leben, der schon sehr früh an ihr Talent als
Schriftstellerin glaubte: ihre Lehrerin. Sie machte Kates Eltern darauf aufmerksam,
nachdem Kate eine phantastische Geschichte als Aufsatz geschrieben hatte. Und die
Lehrerin hatte recht. Kate Pepper, geboren 1959, brauchte zwar einige Umwege,
während derer sie sich mit den unterschiedlichsten Jobs über Wasser hielt, ihren
Magister in Literatur und Kreativem Schreiben machte, an einem College sogar
Kreatives Schreiben unterrichtete - doch das Schreiben kam zu Kate, und sie nahm
es an.
Geboren wurde Kate als Tochter amerikanischer Eltern in Frankreich und wuchs in
Massachusetts und New York auf. Dort lebt sie heute auch mit ihrem Mann, einem
Filmproduzenten, und ihren beiden Kindern. Familienidylle also - doch in ihren
Büchern ist es vorbei mit der Idylle. Die mittlerweile zahlreichen Thriller drehen sich
z. B. um den Domino-Killer, den die Detectives nur JPP (Just Plain Psycho) -
"einfach nur krank" - genannt haben, irre Stalker oder Mädchenmörder. Und Kate
Pepper ist damit höchst erfolgreich. Abgehoben ist sie deswegen nicht: Wenn sie
noch Zeit neben ihren Jobs als Ehefrau, Mutter und Autorin findet, unterrichtet sie ab
und an noch Kreatives Schreiben an einer Universität. Sehr zur Freude ihrer
Studenten.

Und darum geht es im neuen Buch der Autorin:
Er weiß, was du am meisten liebst. Und er will es dir nehmen. Ein ungewöhnlich hohes Honorar, ein anonymer Auftraggeber, eine Reise nach Europa: Ihr neuer Fall führt Ex-Polizistin Karin Schaeffer und Ehemann Mac nach London, auf die Fährte eines Geldwäscheskandals. Während die beiden ermitteln, reisen ihre Kinder mit Kollegin Mary nach Sardinien. Doch als die Eltern nachkommen, fehlt von den dreien jede Spur. Der geplante Familienurlaub wird zum Albtraum. Und je mehr Tage verstreichen, desto größer wird Karins Angst, das zu verlieren, was sie am meisten liebt.

© Rowohlt

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Andreas Eschbach "Todesengel"

Das Buch beginnt spannend und rasant und binnen kürzester Zeit ist man als Leser im Thema. Die ersten Seiten erzählen von einem Angriff gewaltbereiter Jugendlicher gegen einen älteren Herrn in einer U-Bahn Station. Im Hinblick auf die reale Situation, welche sich vor ein paar Jahren in einer Münchener U-Bahn Station abgespielte und den Tod des unbeteiligten Passanten zur Folge hatte, läutet Eschbach seinen neuen Roman also gleich mit einem wahren Paukenschlag ein. Der sodann auftauchende in gleißendes Weiß gehüllte Unbekannte, der dem Roman auch seinen Namen gegeben hat, taucht auf und richtet die Jugendlichen kompromisslos durch Erschießen hin. Danach verschwindet er ebenso unerkannt, wie er gekommen ist.
Seitens der Polizei und der Öffentlichkeit wird dann aber immer intensiver die Vermutung in den Raum gestellt, der alte Mann wäre nicht Opfer, sondern Täter in dieser Sache. Und somit wird hier auf schlanke Weise und vor allem ohne wirkliche Be- bzw. Nachweise eine Person zu einem Täter gemacht, die eigentlich reines Opfer gewesen ist.
Nach diesem Aufschlag kommt dann der zweite Handlungsstrang zum Vorschein, den Andreas Eschbach in die Geschichte einbettet. In der Person des erfolglosen Journalisten Ingo Praise, der seitens seines Chef auf den Vorfall angesetzt wird und sich darum bemüht, dass die Opfer auch als Opfer und nicht als Täter behandelt werden. Noch während der Nachforschungen und Aufdeckungen, die der Journalist unternimmt, kommt es an diversen Orten und Plätzen immer wieder zu gewaltbereiten Taten durch Einzelpersonen oder Gruppen. Und stets lässt Eschbach im Rahmen der Selbstjustiz den unbekannten "Todesengel" auftauchen, der die jeweiligen Täter gnadenlos hinrichtet.
Der erste Handlungsstrang wird mit jeder erneuten Tat stets vorhersehbarer und der zweite auf die Dauer etwas langatmig. Und auch wenn der sozialpolitische und damit verbunden der kritische Ansatz dieses Romans wichtig und von Bedeutung in Hinblick auf das Widerspiegeln des gesellschaftlichen Verhaltens der Gegenwart sind, so hätte diese Thematik in einer anderen Art der Umschreibung vielleicht effektiver ins Ziel getroffen.
Und obgleich der Satzbau und damit verbunden auch der Erzählstil von Andreas Eschbach gewohnt gut sind, so schleicht sich die Spannung dann ab Seite 150 langsam aber sich aus dem Buch. Und am Ende bleibt dann eine irgendwie unbefriedigende Auflösung, die für die Mäßigkeit der gut 300 Seiten zuvor nicht entschädigen kann.

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Jussi Adler-Olsen "Erwartung"

Der fünfte Band rund um die Fälle des Sonderdezernats Q und seinen mürrischen und eigenwilligen Leiter Der fünfte Band rund um die Fälle des Sonderdezernats Q und seinen mürrischen und eigenwilligen Leiter Carl Mørck unterscheidet sich vom Aufbau und der Abhandlung von der Vorgängern. So bringt Jussi Adler-Olsen auf seine eigene Weise angenehme Abwechslung in die Fälle seiner Hauptcharaktere. Bei diesem Band laufen lange Zeit mehrerer Handlungsstränge parallel, die dann erst am Ende auf spannende und teilweise grausame Art ihr Auflösung erfahren. In "Erwartung" behandelt der dänische Erfolgsautor die Thematiken Kindersoldaten, Politik- und Machtkorruption, Aktienspekulationen, Entwicklungshilfeprojekte und Kinderbettelbanden und es gelingt ihm auf geschickte Art und Weise, diese miteinander zu verknüpfen und in ein großes Ganzes zu betten.
Angefangen bei einem verschwundenen Diplomaten, dessen Schicksal auch der Aufhänger für das Tätigwerden von Carl Mørck und seinem Team ist, bekommt man als Leser alsbald Einblick in die ominösen Handlungen einer sich illegal in Dänemark aufhaltenden Diebesbande, die Kinder ihres Clans unter unwürdigen Umständen und ohne Rücksicht auf Verluste als aggressive Bettler einsetzt. Ein erstes Zusammenlaufen der Handlungen geschieht, als eines der Kinder, Marco, von der Bande rund um seinen gewalttätigen Onkel Zola flieht und bei seiner Flucht die Leiche eines dänischen Diplomaten entdeckt. Doch wie soll er sich in seiner Situation, auf der Flucht und illegal in Dänemark, an die Polizei wenden? Eine lange "Reise" beginnt und Marco muss vor allem und jedem auf der Hut sein, denn die Band um seinen Onkel trachtet ihm nun nach seiner Flucht nach dem Leben.
Durch eine Plakatierung der Suchmeldung nach dem Vermissten dänischen Diplomaten wird das Sonderdezernat Q auf diesen aufmerksam und nimmt sich der Sache an. und im Laufe der Ermittlungen erfahren Carl Mørck und seine Leute immer mehr, was die Problematik des Falles zunehmend umfangreicher und auch undurchsichtliger für alle macht. Doch nicht zuletzt durch das hier sehr engagierte Auftreten und Ermitteln von Rose kommen die Polizisten den diversen Machenschaften immer tiefer auf den Grund. Und letztlich ist es dann auch immer wieder Marco, der den Ermittlern nicht nur Rätsel sondern auch Lösungshinweise aufgibt. Ein spannender Krimi mit umfangreichem Handlungsstrang, der auf psychischer Ebene absolut begeistert.
Jussi Adler-Olsen hat nicht nur den Inhalt bei "Erwartung" sondern auch das Team rund um Carl Mørck breiter aufgestellt. Mehr gezwungen als freiwillig muss sich der mürrische Kommissar mit dem ihm aufgezwungenen Gordon als Neuer im Team abfinden. Ein guter Schachzug, der erneut frischen Wind in die an sich schon recht spezielle Truppe bringt. Assad wird dieses Mal wieder in Bezug auf seine Herkunft und die Umstände, die ihn zum Sonderdezernat Q gebracht haben, hinterleuchtet. Man erfährt als Leser immer ein Scheibchen mehr über diesen privat noch undurchschaulichen Charakter. Und auch die emotionalen Hin- und Hergerissenheiten von Carl Mørck kommen immer wieder ans Licht, was dem Roman eine weitere Abwechslung verleiht. Man kann sich als Leser auch immer besser mit den Charakteren identifizieren und adaptiert diese mit jedem neuen Roman immer mehr.
Jussi Adler-Olsen führt seinen bekannten Schreibstil auch bei "Erwartung" fort. Klare Strukturen in den Sätzen. Keine langen und schnörkeligen Umschreibungen, dafür aber dennoch in manchen Bereichen etwas ausgedehnter, um bestimmte Umstände adäquat zu beschreiben. Dadurch findet man sich als Leser stets gut im doch durchaus teilweisen komplexen Geflecht der Handlungsstränge zurecht. Der fünfte Band der Serie rund um das Sonderdezernat Q hält die Qualitätsstufe der ersten Bände, beleuchtet jedoch einige Dinge etwas anders und macht die Reihe dadurch einmal mehr interessanter und zukunftsträchtiger.

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Neuer Simon Beckett Roman im Februar 2014

Am 01.02.2014 legt Simon Beckett mit dem Thriller «Der Hof» im Wunderlich Verlag seinen vielerorts sehnsüchtig erwarteten neuen Roman vor.

Und darum geht es im neuen Roman des Bestseller-Autoren:
Ein abgelegener, heruntergekommener Hof in Südfrankreich. Es ist brütend heiß. Fliegen umschwirren die grunzenden Schweine, die im Dreck nach Futter stöbern. In der baufälligen Scheune liegt der junge Engländer Sean mit einem zerfetzten Fuß. Auf der Flucht vor der Polizei ist er in eine rostige Eisenfalle getreten, aufgestellt von Arnaud, dem Besitzer des Hofs, der keine Fremden auf seinem Besitz duldet. Sean darf dennoch bleiben, wenn er mitarbeitet. Er nimmt das Angebot an, denn eine Rückkehr nach England kann er nicht riskieren - und auch wegen Arnauds Tochter Mathilde, die ihn so hingebungsvoll pflegt. Aber deren verführerische kleine Schwester ist völlig unberechenbar, ebenso wie der tyrannische Arnaud. Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht, und Sean will es herausfinden. Doch das Geheimnis der Arnauds ist nicht nur dunkel, sondern auch tödlich...

Simon Beckett arbeitete als Hausmeister, Lehrer und Schlagzeuger, bevor er sich ganz dem Schreiben zuwandte. Als Journalist bekam er Einblick in die Polizeiarbeit, und dieses Wissen verarbeitet er in seinen Romanen. Allein in Deutschland wurden bereits 8 Millionen Bücher des Autors verkauft. Für einige seiner Thriller hat er auf der «Body Farm» in Tennessee recherchiert. Er ist verheiratet und lebt in Sheffield.

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