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Komponist und Pianist Jean-Michel Blais veröffentlicht zweites Album

Der Komponist und Pianist Jean-Michel Blais kündigt die Veröffentlichung seines zweiten Albums an. Dans ma main erscheint am 11.05.2018 via Arts&Crafts/Caroline International.

Zwischen hinreißenden Klavier-Rhapsodien und subtiler IDM hat Jean-Michel Blais eine nahtlose Verbindung aus postklassischem Pianospiel und minimaler Elektronik entwickelt; ein alleinstehendes Album, sowohl was seine Klangfarben angeht, als auch hinsichtlich des improvisierten Spiels.

Dans ma main folgt Blais 2016er Debütalbum II, das die kanadischen Billboard Classic Charts anführte und laut TIMES Magazine eines der wichtigsten Alben des Jahres war. Im letzten Jahr veröffentlichte er die Cascades-EP, eine gemeinsame Arbeit mit dem Grammy-nominierten Produzenten Mike Silver alias CFCF, die weithin bejubelt wurde.

Jean-Michel Blais wuchs im kanadischen Québec auf. Sein Elternhaus prägte ihn auf französische Popmusik, Québec-Volksmusik und den traditionellen Square Dance. Erst spät kam er mit klassischer Musik und Jazz in Berührung. Mit neun Jahren begann er, auf der Heimorgel zu improvisieren und nahm infolgedessen klassischen Klavierunterricht. Nachdem er mit 15 Jahren das Klavierspiel fast aufgegeben hätte, entdeckte er das Instrument für sich als Ausdrucksmittel und „musikalisches Tagebuch“. Mit 16 besuchte er das Musikkonservatorium in Trois-Rivières mit dem Ziel, klassischer Pianist zu werden. Allerdings stellte er dort fest, dass sein Platz nicht innerhalb der akademischen Musikwelt zu verorten war und brach seine Ausbildung nach zwei Jahren ab.

Erst nach längeren Auslandsaufenthalten in Berlin und Südamerika fand er als 25-Jähriger zurück zur Musik, zog nach Montréal und widmete sich dort wieder ersten musikalischen Ideen. Bis zum Erscheinen seines Debütalbums II im Jahr 2016, das ihn als neue Stimme im Grenzbereich neuer Klassik bekannt machte, arbeitete er als Sonderpädagogik-Lehrer.

Kompositorisch ist Blais Spiel vom musikalischen Impressionismus (Chopin, Ravel) beeinflusst, unschwer sind zudem Querbezüge zu Komponisten der Minimal Music wie Erik Satie, Philip Glass oder Harold Budd auszumachen.

Komponiert in nur einer Woche entstand das Album vornehmlich aus freier Improvisation. Es entwirft impressionistische Geschichten, traumwandlerisch und flüchtig skizziert und verbindet Neoklassik mit Industrial, Ambient und Techno. „Roses“, die erste Single bewegt sich zwischen Verzweiflung und Hoffnung; es ist ein Stück, das die kathartischen Möglichkeiten von Musik erforscht. Dabei wandelt Blais auf dem schmalen Grat zwischen der Welt des Pops und jener der Klassik. Das Stück verweist zu ungefähr gleichen Teilen auf Radioheads „Pyramid Song“ und Rachmaninows „Piano Concerto No 2: Adagio sostenuto“(1900) - inklusive der Versionen von Eric Carmen (1975) und Celine Dion (1990), die unter dem Namen „All By Myself" bekannt geworden sind.

Im pulsierenden „Blind” zeigt sich die Würde seines Genre-Tanzes: „Built as a subtle transition from acoustic to electronic, the piece blends styles, deconstructs categories, pushes back boundaries alongside a spectrum reflecting our human potential to self-transcendence”, erklärt Blais: “Might we be blind at night, at least we aren’t deaf.”

Dans ma main erforscht letztlich die Erfahrung der Spiritualität des Alltags, die Blais aus seiner Zeit als Musiktherapeut gewonnen hat. Auch das ist einer der Modi, in dem sein Album funktioniert. Musik als Therapie, auch als Selbsttherapie. Seine Musik ist durchdrungen von einer emotionalen Tiefe die ihre vermeintliche Wortlosigkeit widerlegt. Sie mag zwar instrumental sein, doch ist sie dadurch nicht weniger lyrisch.

Das Stück “Igloo” etwa entlehnt seine Bilderwelt den Worten des Singer/Songwriters Safia Nolin. Blais interpretiert die einsamen Nächte, in denen man einem schlaflosen Geist gleich („wandering like an amnesic ghost“), durch die verschwommen Abbilder der eigenen Erinnerung wandert.

Auf “Chanson”, dem womöglich überraschendsten Stück, dem letzten des Albums, enthüllt Blais sein eigenes verstecktes Falsett. Ironischerweise sind die einzig kenntlichen Worte „ I speak“ – Ich spreche. Und überlässt den Zuhörer*innen die Interpretation: „What one hears becomes more relevant and telling than what is said”, sagt er.

Und so lässt sich das Album in seiner Gesamtheit als Erforschung eines noch unbekannten musikalischen Pfades betrachten. Als eine Reflektion auf das Mysterium und die Möglichkeiten des Menschseins: „“Like pieces of an unclear puzzle, a melting mirror, hope lays right there, into our singular hands, with which we love, we fail, we pray, we steal, we give, we try, we pay, we pluck, we muff, we scratch, we touch, we play, we hold each other’s hands.”

Tracklisting:
01 forteresse
02 roses
03 outsiders
04 dans ma main
05 blind
06 god(s)
07 igloo
08 sourdine
09 a heartbeat away
10 chanson

Die letzten Aufnahmen des "King Of Soul" zum ersten Mal auf einem Album

"(Sittin‘ On) The Dock Of The Bay" von Otis Redding wurde am Freitag, 16. März 1968 zum No.1-Hit in den Pop- & R&B-Charts und feiert 50. Jubiläum. Die neue Songsammlung "Dock Of The Bay Sessions" erscheint am 18. Mai über Rhino als CD, LP und digital und sammelt die letzten Aufnahmen des "King Of Soul" zum ersten Mal auf einem Album.

Heute gehört der Song "(Sittin‘ On) The Dock Of The Bay" - mit der charakteristischen, gepfiffenen Melodie am Ende - zu den bekanntesten und beliebtesten Songs der Musikgeschichte und zur Säule des bahnbrechenden Recording-Katalogs von Otis Redding. Noch immer fasziniert er ganze Generationen und gehört zu einer Handvoll von Songs aus den 1960ern, die über 100 Millionen Streams auf Spotify verzeichnen!

Tracklisting:
01. (Sittin’ On) The Dock Of The Bay
02. Think About It
03. Hard To Handle
04. The Happy Song (Dum-Dum)
05. Love Man
06. Direct Me
07. I’ve Got Dreams To Remember
08. Champagne And Wine
09. Pounds And Hundreds (LBS + 100S)
10. I’m A Changed Man
11. Gone Again
12. Amen

Marcus Meyn veröffentlicht sein erstes M.I.N.E Album

M.I.N.E bestehen aus Camouflage-Sänger Marcus Meyn, Fools Garden-Gitarrist/Komponist Volker Hinkel sowie Schlagzeuger/Keyboarder und Produzent Jochen Schmalbach (u.a. Madonna, Depeche Mode, Aha, Fanta 4).


Wie heißt es so wunderbar stimmungsvoll bei Hermann Hesse: Und jedem Anfang wohnt ein Zauberinne. Besser als Hesses Motto hätte wohl kaum ein anderes Zitat auf M.I.N.E zutreffen können. Denn in der Tat ist es der Zauber des Neuen, gepaart mit der großen Erfahrung und großartigen Musikalität aller Beteiligten, die das neue deutsche Elektro-Pop-Trio M.I.N.E so nachhaltig auszeichnet.

Meyn, Hinkel und Schmalbach arbeiten schon seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Hinkel hat für Camouflage erstmals auf dem Album Sensor (2003) Gitarre gespielt und war mit der Gruppe anschließend regelmäßig auf Tournee, Schmalbach stieg bereits 2001 als Live-Schlagzeuger ein. Beide sind auf der Camouflage-Scheibe Greyscale(2015) auch als Co-Produzenten und Co-Autoren vertreten. „Die Konstellation aus Volker, Jochen und mir funktioniert einfach perfekt“, freut sich Marcus Meyn, „denn wir sind das Live-Element von Camouflage und kennen daher unsere gegenseitigen Stärken und Schwächen. Wir nutzen bei M.I.N.E einfach den Vorteil der kurzen Wege, halten spontan neue Ideen fest, arrangieren sie und testen sie bereits beim nächsten Konzert vor Publikum. So etwas geht nur, wenn man sowohl großes Vertrauen zueinander hat als auch ganz ähnliche musikalische Visionen teilt. Durch unsere gemeinsame künstlerische Erfahrung gilt für M.I.N.E die Losung: alt vertraut aber neu!“

Am 25.05.2018 erscheint das M.I.N.E-Debütalbum "Unexpected" Truth Within. Komponiert von allen drei Bandmitgliedern belegt die Scheibe, dass die Mischung aus Meyns charismatischer Stimme, den handwerklichen, kompositorischen und produktionstechnischen Fähigkeiten seiner beiden Bandkollegen Hinkel und Schmalbach sowie das sichere Gespür für eingängige Melodien und griffige Arrangements auf ganzer Linie fruchtet. Dabei findet man unter den zwölf neuen Songs natürlich die eine oder andere Nummer, die ganz ähnlich auch bei Camouflage vorstellbar gewesen wäre. Meyn: „Wenn ich mir ein Stück wie ´Dangerous` anhöre, entdecke ich so manche Parallele. Andererseits erinnert mich der Song an ´Road To Nowhere` von Talking Heads, nur dass unser Track neben dem monotonen 80er-Jahre-Flair noch fordernder, dunkler und mysteriöser klingt.“ Ähnliches gilt auch für ´Things We´ve Done` mit seinem sphärischen Electro-Vibe und dem pulsierenden Groove.

Demgegenüber haben M.I.N.E ihr stilistisches Spektrum deutlich breiter aufgestellt, wie das von einem starken Gitarrenriff durchzogene ´The One` deutlich zeigt. Apropos: Das treibende ´Reach Out` ist laut Meyn ebenfalls von „totaler Gitarren-Dominanz“ gekennzeichnet und dokumentiert, wohin bei M.I.N.E speziell die Reise auf der Bühne geht. In diesem Zusammenhang muss auch ´To The Wonder` erwähnt werden, ein Stück, das mit jedem weiteren Entwicklungsschritt an Profil und Klasse gewonnen hat. „Erst bekam der Song durch Volkers Gitarrenarbeit ein anderes Flair, dann haben wir das Tempo verlangsamt und damit die Intensität gesteigert.“ Ein ganz spezielles Feeling findet man auch beim wohl außergewöhnlichsten Track des Albums: Als letzte Nummer für Unexpected Truth Within entstand unmittelbar vor dem Studiotermin die Klavierballade ´A World Without A Smile`, die durch Meyns gefühlvollen Gesang und eine kurze Akustikgitarrensequenz auf gleich drei Ebenen glänzt.

All das und noch viel mehr werden die Zuschauer in den kommenden Monaten zu sehen und hören bekommen. Im Januar 2018 erschien die erste Single ´The One`, im März folgte eine zweite Auskopplung, und für Spätsommer 2018 ist eine große Tournee geplant. Meyn: „Natürlich liegt bei den Konzerten unser Schwerpunkt auf dem Material von Unexpected Truth Within, aber wir werden sicherlich auch einige Camouflage-Hits und einen Song meines Projekts Resistance D einbauen.“ Und was hätte Hermann Hesse dazu gesagt? Möglicherweise: Auch jedem Konzert wohnt ein besonderer Zauber inne!

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