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Die drei ??? - Das Rätsel der Sieben

In den letzten Jahren gab es ja immer wieder mal Sonderfolgen der drei Fragezeichen Serie. Und sicherlich war auch mal das ein oder andere Highlight dabei. Aber überwiegend waren die Sonderfolgen recht speziell und die Geschichten darin ab des Weges, den die offiziellen Folgen der Serie "Die drei ???" beschritten. Nun gibt es also mit "Das Rätsel der Sieben" eine neue Box, die drei CDs umfasst und insgesamt sieben Kurzgeschichten von sieben verschiedenen Autoren in ihren jeweiligen Hörspielumsetzungen enthält.
Waren die letzten richtigen Folgen der Serie wieder sehr gut, so bleibt nach dem Hören dieser Sonderfolge und den sieben Fällen ein fader Beigeschmack. Teilweise sind die Fälle arg konstruiert, teilweise trotz ihrer Kürze schnell durchschaubar und langweilig. Und irgendwie kommt beim Konsumieren kein richtiges Hörvergnügen auf. Denn gerade wenn man sich in eine Geschichte eingefunden hat, wird diese schon wieder irgendwie, Hauptsache kurz, gelöst. So bietet "Das Rätsel der Sieben" einige interessante Appetizer, aus denen man sicherlich hätte gute richtige Fälle werden lassen können. Aber der überwiegende Teil der Geschichten lässt kein richtiges "Die drei ??? - Flair" aufkommen und somit wird dieses Boxset wohl bei den meisten Fans nach einmaligem Hören einfach zur Komplettierung der eigenen Sammlung in den Tiefen des heimischen CD-Regals landen und verstauben.

The Clash "The Rise And The Fall Of The Clash"

The Clash waren eine der bemerkenswertesten, wegweisendsten und bedauerlichsten Punkrockbands ihrer Zeit. Das typische Beispiel für das nahe Beieinanderliegen von Erfolg, Wahn, Drogen und Abhängigkeiten. Nachdem sich die Band um Joe Strummer, Mick Jones, Paul Simonon und Nicky "Topper" Headon Mitte der 70er Jahre gegründet hat, begann ein langsamer aber steter Aufstieg, der The Clash immer mehr an die Spitzen der Charts und in immer größere Hallen und Stadien zu Konzerten brachte. Allerdings brachte es die vier Musiker dann auch immer mehr in die Hände eines gierigen Managers, aus dessen Klauen sich Sänger und The Clash Gesicht Joe Strummer erst durch die späte Auflösung der Band 1985 lösen konnte. Doch da hatten The Clash - nicht nur aufgrund diverser unüberlegter Umbesetzungen innerhalb der Band - bereits so ziemlich alles verloren, was man verlieren konnte.
Die Dokumentation "The Rise And The Fall Of The Clash" ist nicht mehr ganz neu, erscheint jedoch jetzt erstmals in Europa auf DVD und dokumentiert den Werdegang und Fall der Ausnahme Punkband auf interessante Weise. Regisseur Danny Garcia und die Mit-Produzenten Robin Banks und David Mingay haben einige interessante Bildmaterialien aus der damaligen Zeit in der Dokumentation verarbeitet. Diese sind allerdings nur Begleitwerk und unterstreichen in Phasen die vielen aktuellen Interviews mit Leuten, welche die damalige Bandgeschichte aus nächster Nähe und die verschiedensten Arten miterlebt haben und nun für diese Dokumentation noch einmal aus ihrer Sicht Revue passieren lassen. Am spannendsten sind dabei die Aussagen von The Clash Gitarrist Mick Jones, der seitens des größenwahnsinnigen Managers Bernie Rhodes 1983 aus der Band geworfen wurde, und die Ansichten von Pearl Harbor (Ex-Frau von Paul Simonon), David Mingay und The Clash Bodyguard Ray Jordan.
So entstanden 90 spannende Minuten, die für viele beim Betrachten der noch immer unfassbaren Selbstzerstörung einer erfolgreichen Band auf ergreifende und fast schon mitfühlende Art und Weise dokumentiert. The Clash waren auch in dieser Hinsicht wohl leider einzigartig, denn so scheint sich keine andere Band selbst demontiert zu haben. Der Stoff aus dem Helden sind wurde damals mit Alkohol ud jeder Menge Drogen unterlegt. Das Ergebnis ist bekannt. The Clash sind Geschichte. Und die einzelnen Kapitel dieser Geschichte werden mit "The Rise And The Fall Of The Clash" umfangreich und vor allem ehrlich und ungeschönt erzählt. Eine klasse Veröffentlichung über eine Ausnahmeband - leider in jeder Hinsicht.

Silent Circle "The Original Maxi-Singles Collection"

Silent Circle waren eines der typischen One-Album-Wonder der 80er Jahre und sprangen zum damals zum richtigen Zeitpunkt auf den Zug des Disco- und Italo-Pop auf, als dieser seine Hochphase erlebte. Die Band bestand ursprünglich aus Axel Breitung, CC Behrens, Harald Schäfer und Martin Tychsen. Später zog sich Axel Breitung dann aus dem Projekt zurück und befasste sich schwerpunktmäßig mit der Produktion für andere Bands. Die verbliebenen drei Mitglieder veröffentlichten in den 90er Jahren noch einige weitere Alben, die aber komplett unbeachtet und erfolglos blieben. Den Namen Silent Circle verbindet man in Musikreisen immer mit den 80er Jahren und einigen ihrer damalig bekanntesten Titel, von denen es einige sogar bis in die mittleren Regionen der seinerzeit offiziellen Verkaufs-Charts schafften. Einzig mit "Stop The Rain In The Night" landeten Silent Circle auf Platz 15 der Charts.
Nun erscheint bei Pokorny Music Solutions eine Zusammenstellung aller 80er Jahre Silent Circle Maxi-Singles. Digital restauriert und komplett neu mit 32bit Technologie überarbeitet bekommt der Fan der 80er Jahre diese mittlerweile sicherlich als Perlen zu bezeichnenden Songs in einem sehr guten Klang nun zeitlos auf digitalen Medien, denn "The Original Maxi-Singles Collection" von Silent Circle ist sowohl als CD und auch als digitaler Download erhältlich. Insgesamt gibt es elf Titel auf der Veröffentlichung zu genießen und für alle Liebhaber der guten alten und vor allem unverfälschten Maxi-Versionen der damaligen Zeit ist diese Zusammenstellung ein wahrer Genuss. Es heißt also entspannen, Ohren und Anlage auf und Klassikern wie "Touch In The Night", "Moonlight Affair", "Danger Danger", "Touch In The Night" oder auch "Stop the Rain" in ihren langen Versionen Gehör schenken und einfach nur in nostalgischer Zeitlosigkeit mit einem Schuss 80er Naivität für eine gute Stunde versinken.
Als CD Cover hat man hier auf das Original-Cover der Silent Circle Maxi-Single "Hide Away - Man Is Comin'" zurückgegriffen. Das Cover als solches zeigt die Gesichter und nackten Schulterpartien der Bandmitglieder und ist auf gewisse Art verträumt und im naiven 80er Stil gehalten. Somit eine gute Entscheidung, die auch optisch in die gute alte Zeit des besten Musikjahrzehnts überhaupt einlädt und zum Inhalt überleitet.

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