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Jonas Jonasson "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand"

Manche Bücher lassen einen aufgrund ihres speziellen Titels aufhorchen und strahlen somit schon ohne näheres Schauen auf den Inhalt eine gewisse Faszination und Spannung auf den Leser aus. Bei "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" von Jonas Jonasson war dieses zweifellos auch der Fall. Doch neben dem ungewöhnlichen Titel ist auch der Name des Autoren zudem durchaus süffisant. Und eben dieser Begriff der Süffisanz beschreibt diesen sicherlich außergewöhnlichsten Roman der letzten Jahre mehr als bezeichnend.
Ein Hunderjähriger, der sich spontan aus dem Altenheim aus dem Staub macht, um sich vor den offiziellen Feierlichkeiten zu seinem Ehrentag zu drücken. Der aufgrund seiner (altersbedingten?!) Naivität und Furchtlosigkeit plötzlich im Besitz von viel Geld und verfolgt von diversen Kleinkriminellen sieht. Und der ein bewegtes Leben über die letzten 100 jahre hinweg gehabt und noch immer hat.
Spannend, lustig und süffisant anders hat Jonas Jonasson diesen Roman umgesetzt und ohne das Beachten von Logikgrenzen eine 416 Seiten lange Grundlage für Unterhaltung der anderen Art geschaffen.
Die Formulierungen sind gut gewählt und die Übersetzung lässt den bewusst durch den Autoren eingebrachten Humor auch in deutscher Sprache sehr gut durchdringen und so wird ein jeder Leser, der sich darauf einlässt, einfach einmal etwas anderes auf sich zukommen zu lassen, hellauf begeistert von diesem Roman der so anderen Art sein.

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Der Xer "Mordsmusik"

Xavier Naidoo einmal anders. Da es für einen Künstler, der seit über einer Dekade einen Riesenerfolg unter seinem Namen hat, sich plötzlich auf ganz andere intensivere Art auszuleben, hat sich der Megastar daher ein neues Pseudonym zugelegt.
Und nun gibt es mit "Mordsmusik" das erste musikalische Output von Xavier Naidoo unter seinem Pseudonym Der Xer. Neun Titel, die nichts mit dem bisherigen Schaffen Naidoos zu tun haben, warten auf den Hörer und lassen diesen bereits mit den ersten Tönen interessiert, gespannt und sicherlich auch etwas irritiert aufhorchen.
Naidoo ist aggressiv, sowohl in musikalischer als auch in verbaler Hinsicht, es kommt kein Gedanke an Harmonien oder Einfühlsamkeit auf. Der Xer ist der Mr. Hyde in Xavier Naidoo und er lebt ihn ähnlich aus. Komplett anders, komplett neu und befreit von Vorurteilen und äußeren Zwängen.
Die neun Titel auf "Mordsmusik" sind sowohl deutsch- als auch englischsprachig und zeigen auch inhaltliche eine zielgerichtete Härte, die den musikalischen Unterlegungen in keinem Punkt nachsteht. Wer Naidoo also endlich einmal aus sich herausgehend und sich auslebend erleben will, der kommt an diesen neuen Stücken "Mordsmusik" definitiv nicht vorbei. Es knallen die Synthesizer, es stampfen die Beats und veränderte und verzerrte Vocals runden das "verkleidete" zweite Gesicht des Ausnahmekünstlers zudem noch ab. Es ist Zeit für eine musikalisch mörderische Reise. Es ist Zeit für den Xer.

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Mesh "Automation Baby"

Mesh sind mit einem neuen Album im Gepäck zurück. Mark Hockings und Richard Silverthorn sind sich bei "Automation Baby" musikalisch treu geblieben, ohne jedoch auf der Stelle stehen geblieben zu sein. Musikalisch eindrucks- und kraftvoll wie selten, befassen sich Mesh im Kern in den Titeln des neuen Werkes mit der gegenwärtigen Gleichgültigkeit und der leichtfertigen Hingabe persönlicher Daten und Beziehungen auf Basis des digitalen Zeitalters. Bereits die erste Single "Born To Lie" lies erahnen, womit das britische Duo aus Bristol mit "Automation Baby" auf die Elektrogemeinde zukommen würde.
Und Mesh liefern mit diesem neuen Album 14 neue Tracks ab, von denen erstmals zwei Titel - "AB Incidental No. 1" und "AB Incidental No. 2" - instrumental aber sehr atmosphärisch sind. Die anderen zwölf werden neben ihren musikalischen Schwerpunkten gesanglich und inhaltlich durch die unverwechselbare Stimme von Mesh Frontmann Mark Hockings bestimmt. Richard Silverthorn hat den neuen Mesh Tracks dann in musikalischer Hinsicht eine neue Dominanz verschafft. "Automation Baby" ist nachdrücklich, energetisch und emotional, intensiv und bis ins Detail in Zusammenarbeit mit Olaf Wollschläger produziert.
Bereits nach den ersten Sekunden des kraftvollen Openers "Just Leave Us Alone" ist man unvermittelt wieder im Mesh Fieber und lässt sich gerne mit auf die neue musikalische und inhaltliche Reise der Briten nehmen.
Das Duo zeigt auf seinem neuen Album zugleich aber auch sein Gespür für wunderschöne und atmosphärisch fesselnde Balladen eindrucksvoll auf. So gehören Titel wie "This Is The Time", "The Way I Feel" oder auch "You Couldn't See This Coming" wohl zu den besten Balladen, die in den letzten Jahren veröffentlicht worden sind. Man darf sich schon jetzt darauf freuen, wenn Mark Hockings und Richard Silverthorn die neuen Titel live im Rahmen ihrer für den April 2013 anstehenden "Automation Baby" Tour präsentieren werden. Mesh haben auch nach über 20 Jahren nichts von ihrer Faszination und ihrer musikalisch Einmaligkeit verloren und gehören zurecht zu den besten Elektrobands aller Zeiten!

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