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Austra "Olympia"

So elektronisch kann Kanada klingen! Austra beweisen mit ihrem neuen Album, dass der Erfolg des Erstlingswerkes "Feel It Break" keine Eintagsfliege war und die Ideenquellen für eine Weiterentwicklung des eigenen musikalischen Gedankenguts noch lange nicht versiegt sind. Austra kommen aus Toronto und haben sich mittlerweile nicht nur durch ihr Debütalbum, sondern auch auf Touren mit großen Bands wie Gossip, oder Grimes einen Namen gemacht. Nun ist es also Zeit für ein zweites Album, dessen Titel eindrucksvoll das Selbstbewusstsein von Austra Frontfrau Katie Stelmanis und ihren Mannen unterstreicht.
"Olympia" kommt elektronisch verspielt, experimentell schon fast aufreizend und melodiös verzerrend und extravagant daher. Wer von Austra die schlanke Einfachheit der Synthpopsounds erwartet hat, der wird bereits mit dem synthetisch kalten und gesanglich warmen kontrastreich dargebotenen Opener "What We Done" eines Besseren belehrt. Austra stehen nicht für Geradlinigkeit. Eine Linie scheint langweilig, die Kanadier lieben es mit schrägen Aufs und Abs.
Die zwölf Titel des Albums sind oftmals musikalisch herausfordernd und leicht provozierend eingespielt. Und trotz der dominant klingenden Elektronik haben Austra im Sextett die Songs allesamt im Studio eingespielt. Zudem hat sich Sängerin Katie Stelmanis beim neuen Album dann auch in puncto Songwriting deutlich mehr involviert, als die bei "Feel It Break" der Fall gewesen ist. Nicht zuletzt dieser Aspekt verleiht "Olympia" eine deutliche ausdrucksvollere Note.
Die Sounds der einzelnen Titel zeichnen sich durch relativ viel Monotonie im Grundkonstrukt aus. Durch schräge Melodienbögen wird diese Monotonie immer wieder interessant, anders und innovativ durchbrochen. Dazu kommt dann noch der durchaus an die isländische Ikone Björk erinnernde schräge und manches Mal schon fast Nerven zerreibende Gesang von Katie Stelmanis, der einen anfangs verzaubert, zwischenzeitlich betäubt und in Ansätzen ab und zu auch schon mal etwas unterschwellig stresst, zum Ende des Albums hin dann aber wieder mit viel Gefühl und Persönlichkeit versöhnt.
So liefert eine Band der Extreme ein Album ab, das alles ist, nur nicht eins: langweilig und gewöhnlich! Austra sind auf Weg zum Olymp einen weiteren Schritt weitergekommen. Und auf die weiteren Schritte darf man sich schon jetzt freuen.

Willkommen zur dritten Runde "Disco Pop"

Am 12.07.2013 ist es soweit! Die "Disco Pop" Compilation Serie geht in die dritte Runde. Auch dieses Mal gibt es wieder jede Menge seltener Maxi- und Remixversionen für die Fans der 80er Jahre zu genießen. Pokorny Music Solutions hat bei dieser Zusammenstellung erneut das Gespür für die richtige Mischung von Klassikern und eher unbekannteren Perlen der 80er bewiesen.

Tracklisting:
CD 1:
01. The Great Commandment (New 12" Mix) - Camouflage
02. John (Extzended Remix) - Desireless
03. Get Ready (The Extraterrestrial Bass Mix - Carol Hitchcock
04. Dancing Girls (Special Extended Version) - Nik Kershaw
05. Heaven Is A Place On Earth (Heavenly Ver - Belinda Carlisle
06. Every Day (I Love You More) (12" Version - Jason Donovan
07. Love For Sale (Extended D.J. Edit) - Boytronic
08. Elephant Sorrow (Long Version) - This Theatre
09. Oh Well (88 Dance Mix) - Oh Well
10. Ecstasy (Full Dance Mix) - System X
11. Mind Of A Toy (Dance Mix) - Visage

CD 2:
01. Running In The Night (Extended Mix) - 2nd Secret Affair
02. Danger In Her Eyes (88-Dance-Mix) - Deborah Sasson
03. Night City (Remix) - Secret Service
04. Elevator Boy (12" Version) - Laid Back
05. You Keep Me Hangin' On (W.C.H. Mix) - Kim Wilde
06. My Inner Voices (Extended Version) - Two Of Us
07. Shattered Dreams (12" Extended Mix) - Johnny Hates Jazz
08. I Just Can't Wait (12" Version) - Mandy
09. Americanos (Magimix) - Holly Johnson
10. Je Ne Sais Pas Pourquoi (Moi Non Plus Mi - Kylie Minogue
11. Come Into My Video (12" Version) - Blue Sky

Welle: Erdball "20 Jahre"

Jubiläen sind da, um entsprechend und vor allem gebührend gefeiert zu werden. Das dachten sich auch Honey und Alf, die beiden Köpfe von Welle:Erdball. Seit nunmehr 20 Jahren ist das Minimal-Synthpopduo nun bereits aktiv und mittels ihres unverwüstlichen musikalischen Freundes, dem scheinbar niemals alternden Commodore C64, bereichern sie den alternativen Elektrobereich auf immer wieder neue und extravagante Art und Weise.
Und da Welle:Erdball schon immer anders als andere Bands waren, so verhält es sich auch bei ihrem Best-Of Jubiläums-Album "20 Jahre" anders als bei sonstigen Retrospektiven.
Das in einem Samtbox erscheinende Set besteht aus zwei CDs, einer DVD, einem umfassenden dicken Booklet, einem Pin und einem Sticker. Das Gesamtpaket ist also schon beim Aufmachen in seiner Aufmachung sehr innovativ. Und auch wenn die CDs und die DVD lediglich in Pappschubern vorliegen, tut das dem positiven Gesamteindruck keinen Abbruch.
Auf den CDs befinden sich nicht die chronologisch veröffentlichten Singles oder sonstige von außen an die Band herangetragenen Tracklistingwünsche. Vielmehr hat auf CD 1 Honey seine Favoriten aus 20 Jahren Welle:Erdball, auf CD 2 dann Alf die seinigen vereint.
So kommt eine sehr persönliche Zusammenstellung zustande, hinter der vor allem die Band und nicht primär das Label steht. Insgesamt hat sich jedes Bandmitglied 16 Titel ausgesucht, so dass das musikalische Spektrum insgesamt 32 Songs umfasst. Und als besonderen Leckerbissen gibt es dann diverse Titel in überarbeiteten neuen Versionen.
Die DVD enthält dann noch eine Dokumentation über die bisherigen 20 Jahre Welle:Erdball und rundet das Gesamtpaket extravagant aber durchaus innovativ und im typischen Welle: Erdball  Stil ab.

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