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Lewis - Staffel 5

Die erfolgreiche britische Serie "Lewis" geht in ihre fünfte Runde. Und auch diese Runde geht über vier Episoden hinweg, wie sie nicht nur in Bezug auf die Inhalte sondern auch hinsichtlich der beiden Hauptcharaktere unterschiedlicher und spannender nicht sein könnte.
Speziell der Kontrast des ruhigen, durchdacht und mit einem unheimlichen Erfahrungsschatz ausgestatteten reiferen Inspectors Robert Lewis und seines jungen agilen und und wissbegierig unnachgiebigen Sergants James Hathaway machen diese neuen vier Folgen der Serie zu einem besonderen Erlebnis.
Zusätzliches Potential erlangt die Serie durch die Schauplätze, an denen die Morde in der britischen Studentenstadt Oxford passieren. Wunderschöne und oftmals monumental beeindruckende Gebäude und Umgebungen geben faszinierende Schauplätze ab und diese gewaltigen Eindrücke setzen den jeweiligen Fällen noch ein weiteres Attribut auf.
Die Umsetzungen und Dialoge sind in den Folgen sehr gut gelungen und so wird das Konsumieren dieser fünften Staffel der "Lewis" Serie nicht nur im englischen Original, sondern auch vorrangig in der deutschen Übersetzung auch verbal zu einem Leckerbissen.
Es ist zudem das dezente Gespür für bedeutsame und aussagekräftige Einstellungen und Kameraführungen, die den Zuschauer auch in visueller Hinsicht an die Folgen bindet.
Die Fälle sind allesamt spannend und auch die Auflösungen verhalten sich stets schlüssig und bleiben zumeist bis ca. zehn Minuten vor den Ende der einzelnen Episode im Dunkeln.
Die Hinweise und Ideen zur Lösung der Fälle verbleibt bei beiden Polizisten in einem angenehmen Gleichgewicht. Mit "Lewis" ist von der britischen Produktionsfirma itv definitiv eine der beeindruckendsten englischen Kriminalserien aller Zeiten produziert worden.
Die DVD Box kommt im Plastik-Jewelcase und ist ansonsten spärlich ausgestattet. Es gibt nur die vier DVDs. Auf jeder DVD befindet sich eine Folge der Staffel, ansonsten gibt es überhaupt kein Bonusmaterial. Das ist der einzige Wermutstropfen, denn bei dem ambitionierten Preis der DVD Box hätte man als Fan und Liebhaber der Serie definitiv einiges an Bonusmaterial erhofft und auch bekommen müssen.

Schandmaul ziehen Bilanz über 15 Jahre

Parallel zum Benefizkonzert für die Aktion „Wir helfen“ und den Jubiläumskonzerten „15 Jahre SCHANDMAUL“ in Köln erscheint am 30.08.2013 ein ungewöhnliches „Best Of“ - Album einer Band, die sich über die Jahre immer weiter entwickelte, zahlreiche außergewöhnliche Projekte realisierte und auf eine loyale und breite Fanbase blickt. Zwölf Klassiker, Publikumslieblinge und Geheimtipps wurden von SCHANDMAUL mit frischem Sound und z.T. veränderten Arrangements neu eingespielt. Hinzu kommen drei ganz neue, bisher unveröffentlichte Stücke wie „Herz aus Gold“ oder der Instrumental-Opener mit dem programmatischen Titel „Folk ’n’ Roll“ als spezieller Bonus für alle SCHANDMAUL Fans. Über eine Stunde Werkschau in neuem Soundgewand wird hier geboten, letztendlich ein vollwertiges neues Album! In der Extended Edition gibt es darüber hinaus 17 weitere Originale als Zusammenstellung der Highlights aus allen bisherigen Veröffentlichungen. Das CD-Booklet dieser Jubiläums-VÖ enthält persönliche Kommentare der Bandmitglieder und viel Bildmaterial aus 15 Jahren Bandgeschichte.

Covenant mit neuem Album in den Startlöchern

Nach einer Phase der Desorientierung und Umstrukturierung bei Covenant, finden die Mannen um Eskil Simonsson jetzt zu neuer Größer zurück. Nach dem Weggang von Daniel Myer (haujobb) schien die Band zerrissen, aber das neuen gesamtschwedische Lineup aus Eskil Simonsson (Vocals, Composition), Daniel Jonasson (Keys, Samplers) du Andreas Catjar (Keys, Guitar), sowie Alt-Covenant Joakim Montelius (Lyrics, Patterns) hat sich erstaunlich schnell in einen Arbeitsmodus zurückgefunden, und glänzt mit alten und neuen Stärken. Der Vorbote, die Single Last Dance hat sich schon seit einem ganzen Monat auf der Pole Position der deutschen Alternative Charts festgebissen, aber wird sicherlich nicht der „Last Dance“ auf „Leaving Babylon“ bleiben. Im Gegenteil: der Opener „Prime Movers“, das opulente „Ignorance & Bliss“ oder das entspannt groovende „For Our Time“ werden sicherlich ebenfalls die Tanzflächen erreichen. Aber Leaving Babylon hat viel mehr zu bieten, als nur simple Clubsongs.
So sind es gerade die experimentelleren Nummern, die aufhorchen lassen: Die spärlichen Gitarrenakkorde auf „I Walk Slow“, das Cembalo im Intro bei „Thy Kingdom Come“ oder das Piano bei der Schlussballade „Not To Be Here“ zeigen, dass sich Covenant auch in Sachen Arrangements weiterentwickelt haben, und mit jedem Album ein wenig weiter an ihrem eigenen Elektroniker-Denkmal zimmern, und auf Leaving Babylon die richtige Balance aus Eingängigkeit und Expermentierfreude gefunden haben.
„Es herrscht ein Krieg der Besitzlosen gegen das Eigentum, der Industrie gegen den Ackerbau, des Beweglichen gegen das Stabile, des krassen Materialismus gegen die von Gott eingeführte Ordnung“
Dies konstatierte schon 1810 in Preußen der Adelige Friedrich August Willhelm von Marwitz die Frühausläufer der industriellen Revolution. Dass diese Entwicklung jedoch schon viel früher angefangen hat, zeigen Covenant mit ihrer „Babylon Timeline“ im Booklet. Ein Krieg um Information, um die Ordnung des Wissens setzte historisch schon viel früher ein und ist doch im Zeitalter von „Big Data“ und „Prism“ in eine neue Stufe eingetreten. Und so beschäftigt sich das Album auch mit der allgegenwärtigen Beschleunigung von Kommunikation, die unsere Gesellschaft im Griff hält. „Signal to Noise“ heißt das Phänomen, wenn Kommunikation aus dem Signal ein Rauschen macht, in dem die eigentliche Information untergeht: „The floor collapses as we dance.“
Dass das spannende Thema von „Leaving Babylon“ neben der gelungenen Musik eine kongeniale Realisation im Artwork von Tobias Green findet, macht aus Leaving Babylon nicht nur ein gelungenes Album, dass die Karriere von Covenant fortschreibt, sondern ein gelungenes Gesamtkunstwerk.

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