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Schiller "Sonne Live"

Nach dem erfolgreichen Album "Sonne" lieferte Christopher von Deylen alias Schiller eine ebenso erfolgreiche und farbenfroh verzaubernde Tournee ab. Nun erscheint das Resümee der "Sonne Live" Tour mit einer Vertonung und Verfilmung des letztjährigen Abschlusskonzertes in der Berliner O2 World auf DVD, BluRay und als Doppel-CD. Gut zwei Stunden verzaubert der Soundtüftler seine Fans mit einer Mischung aus Elektro, Trance, Chillout und Pop und bettet seine musikalischen Darbietungen einmal mehr in ein Farbenmeer der besonderen Art. Die Lichteffekte sind optimal auf die jeweiligen Stücke abgestimmt und entsteht eine Symbiose aus Klang und Vision, die mehr als beeindruckend ist.
Klare gestochene Farben und interessante Kameraeinstellungen, unter anderem von oben auf Christopher von Deylen gerichtet, lassen im Rahmen der Möglichkeiten tief in das künstlerische Agieren auf der Bühne blicken und die immer wieder geschickt eingespielten Aufnahmen der Fans in den ersten Reihen vermitteln die verbindende Atmosphäre, die zwischen Künstler und Publikum durch das Zusammenwirken der diversen Elemente entstanden ist. Schiller verzaubert mit seinen Sounds und bringt eine Stimmung der Ruhe und des Ausgleichs über das Publikum. Man merkt förmlich selbst, wie man sich von den Sorgen des Alltags in die Songs von Schiller fallen lassen und in diesen aufgehen kann. Faszinierend elektronisch, faszinierend innovativ und immer wieder neu und anders.
Der Klang ist in Stereo und wahlweise 5.1 Dolby Surround zu wählen. Beide Varianten klingen sehr gut, wobei man sich natürlich mit der Dolby Surround Variante deutlich mehr inmitten des Geschehens wähnt.
27 Titel beinhaltet das Tourset von "Sonne Live" und hält fast alles für die Fans bereit, was diese von der Tour erwarten durften. Nur eines gibt es nicht und das ist wahrlich ein Wehrmutstropfen dickerer Art; die gleichnamige Single "Sonne" kommt im Setup überhaupt nicht vor. Dabei hätte man sich gewünscht, dass Schiller wenigstens für dieses Abschlusskonzert und zum Zwecke der Aufzeichnung Unheilig hätte gewinnen und den Song mit ihm zusammen spielen können. Schade eigentlich.
Das Bonusmaterial der hier vorliegenden DVD ist sehr schwach und wirkt lustlos zusammengestellt. Ungewöhnlich für Schiller Veröffentlichungen. Es gibt das Video zur "Sonne (Chillout Version)", einen ganz knappen Zeitraffer über den Aufbau der Bühne (hätte man sich schenken können) und dann noch ein gut 20 minütiges Instrumental bei dem dann ganz viele Fans von Schiller namentlich eingeblendet werden. Diese konnten sich zuvor für das "Wall Of Friends" Event eintragen. Sicherlich nett für alle, die das gemacht haben. Für alle anderen überflüssig.

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Team Ghost veröffentlichen Debütalbum

Seit Jahren hat es eine Vielzahl von erstaunlicher und großartiger elektronischer Musik aus Europa gegeben, aber seit längerem keine wirbelnden, lauten Gitarren in Kombination dazu! Nun ist es endlich soweit, dass diese beiden Richtungen von TEAM GHOST wieder in eine Verschmelzung von atmosphärischen Synthie-Texturen, wie Tangerine Dream oder Brian Eno es uns vorgemacht haben und zu messerscharfen Indie Rock alá Sonic Youth und My Bloody Valentine kombiniert werden. Nicolas Fromageau hatte sich das immer vorgenommen und mit der Gründung von TEAM GHOST 2009 wurde die Vision Wirklichkeit!

2004 beendete er seine beneidenswerte Rolle als die eine Hälfte von M83, wechselte zu neuen musikalischen Schritten und zusätzlich zog der Sänger, Gitarrist und Produzent vom sonnigen Antibes an der französischen Riviera ins trübe Paris und frönte seiner Vorliebe für düstere, Gothic verstärkte und atmosphärische Sound-Texturen. „Als ich M83 verließ, hatte ich keine Ahnung, was ich genau wollte,“ erklärt Nicolas, „aber ich wusste, dass ich Profi-Musiker sein wollte. Also ließ ich mir Zeit zum Experimentieren, um herauszufinden, welche Art von Musik ich machen wollte. Ich glaube, dass Team Ghost noch düsterer ist als M83, da ich Bands wie Joy Division, Cocteau Twins u.a. mag und mich von ihnen beeinflussen lasse. Ich versuche einfach, einen neuen Sound zu schaffen und nicht ein zweites M83.”

Der zentrale Kern der Band bildete sich vor ungefähr zwei Jahren mit dem Beitritt von Christophe Guérin an der Gitarre und Gesang, Felix Delacroix am Schlagzeug und Pierre Blanc am Bass, neben dem Art Director und „Phantom“ Mitglied Jean-Philippe Talaga. Die Gruppe erregte in Frankreich und im Ausland schnell große Aufmerksamkeit, spielte auf persönliche Einladung des Duos Crystal Castles als Vorgruppe ihrer Europa-Tour und erhielt unentwegt vom Pitchfork Online Magazin, dem Leitfaden der Electro/EBM/Dark Szene, große Anerkennung.

Nach dem sphärisch, entrückten Sound ihrer zwei EPs – „I Never Did Anything Wrong To You“ und „Celebrate What You Can't See“, die man zuhause aufnahm und vom legendären Londoner Label Sonic Cathedral herausgegeben wurden, ist das am 15.03.2013 erschienene Debüt Album „Rituals“, nun das erste Album, welches mit dem französischen Produzenten Benoît de Villeneuve an der Gitarre/Gesang/Keyboards musikalisch vervollständigt und damit auch zum ersten Mal im Studio aufgenommen wurde. Das Band typische „Coldgaze“ ist klanglich abgestimmter - ein kunstvoll popiger Schlag in die Magengrube, verglichen mit der eher nebulösen Stimmung der EPs!

„Ich denke, das war eine natürliche Weiterentwicklung,“ meint Nicolas. „Irgendwie versuchen wir, experimentelle Popsongs zu machen. Eigentlich mögen wir Popmusik - darum sind die meisten Stücke im Album ziemlich kurz und knackig. Das Ziel war, die rohe Lebensenergie einer Band mit der Präzision einer synthetisierten Landschaft zu mischen,“ fügt Benoît hinzu. „Nicolas und ich arbeiteten in meinem eigenen Studio hart daran, viele unterschiedliche Sounds, Synths und Texturen aufzunehmen. Sobald wir fertig waren, gingen wir ins Studio und nahmen die vollständige Gruppe auf und hörten dabei über Kopfhörer, die zuvor aufgenommenen Stücke an. Aber es war wirklich einfach. Wir waren erstaunt. Es hätte auch ein wahrer Albtraum werden können!“ Obwohl die Aufnahmen flüssig waren, würde man ungern die schattenhafte, anti-utopische Innenlandschaft von „Rituals“ so bezeichnen.

Schwelende, elektronische Tracks wie „Away“ und „Broken Devices“ scheinen eine frostige Stadtlandschaft der Zukunft zu bewohnen, die an einen JG Ballard Roman erinnern, koloriert von ambienten Synthesizer-Sounds, die wie die ölige Seine verebben. In „Curtains“ und in der ersten Single „Dead Film Star“ drehen die Gitarren auf zu diskordanten Indie-Pop-Juwelen, und „Somebody's Watching“ vermischt sexuelle, voyeuristische Texte mit der Art von himmlischem Chor, den Popol Vuh für den Soundtrack von Werner Herzogs durchgedrehten Film „Aguirre“ verwendete.

„Songs müssen deine Phantasie ansprechen,“ sagt Benoît, „die Vergangenheit, die Zukunft, Maschinen, die Natur…“ „Und ich habe den perversen Stoff geschrieben,“ lacht Nicolas. Paris scheint die ganze Band musikalisch beeinflusst zu haben. Mit all seinen Pop-Smarts könnte „Rituals“ ein nächtlicher Reisebericht eines Ausflugs in die Dunkelheit der Hauptstadt Frankreichs sein, beim Erkunden ungesunder Obsessionen, Laster und digitaler Funktionsstörung unter dem verblassten Zauber der großartigen Prachtstraßen der Stadt. Nicolas fasst den Effekt von Paris ganz kurz und bündig zusammen: „Wir sind arm. Uns ist kalt. Scheiße, ich möchte an die französische Riviera zurückziehen!“ „Mit „Rituals“ hoffe ich, dass wir viel auf Tournee gehen. Wir spielen gern live! Das ist uns ganz wichtig. Live-Auftritte sind der beste Weg für eine Band, um sich zu verbessern, und hoffentlich, um genug Erfolg zu haben, damit man ein zweites, größeres Album machen kann. Wir sind sehr ehrgeizig!“

Mord in Serie zieht es nach "Japan"!

Am 22.03.2013 setzt Contendo Media die erfolgreiche Kriminalhörspielserie MORD IN SERIE mit der achten Folge fort. "Doragon - Brut des Drachen" stammt wie gewohnt aus der Feder von Markus Topf, als Sprecher wirken dieses Mal u.a. Oliver Rohrbeck, Detlef Bierstedt, Claudia Urbschat-Mingues, Uve Teschner, Lutz Mackensy und Dietmar Wunder mit.

Hier ist der Klappentext des neuen Krimi-Hörspiels:
Eine Reihe brutaler Anschläge versetzt die japanische Gemeinde Düsseldorfs in Angst. Nachwuchsreporter Tom Jordan wittert eine große Story und stellt erste Nachforschungen an.
Die Yakuza - die japanische Mafia - scheint für die Taten verantwortlich zu sein.
Ein kriminelles Mastermind, genannt „Doragon“ (Der Drache), zieht im Hintergrund die Fäden und baut sein Machtmonopol in Düsseldorfs Unterwelt rücksichtslos aus.
Gemeinsam mit der hübschen Hotelerbin Maiko sagt Jordan der Yakuza den Kampf an. Doch wie weit ist er bereit, zu gehen - für die Story seines Lebens?

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