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Bonnie Tyler - Between The Earth And The Stars

Bonnie Tyler meldet sich nach ihrer erfolgreichen Tournee im letzten Jahr nun mit einem neuen Album zurück. "Between The Earth And The Stars" ist ihr mittlerweile 17. Album und darauf zeigt sich die britische Sängerin in musikalischer und auch gesanglicher Weise sehr nostalgisch.
Viele der 14 Titel des neuen Albums klingen sehr nach der Anfangszeit der Sängerin. Die Arrangements sind manchmal gefühlt etwas dünn und auch die Melodien einiger Stücke sind doch sehr gewöhnungsbedürftig. Diesbezüglich ist unter anderem der von Barry Gibb für Bonnie Tyler geschriebene Song "Seven Waves Away" zu nennen.
Gesanglich hat die Britin auch im Jahr ihres 50. Bühnenjubiläums noch verdammt viel Kraft in ihrer charismatisch rauen Stimme. Eine Tatsache, die man ihren drei Duett-Partnern auf dem neuen Album leider nicht zusprechen kann.
Vor allem Rod Stewart und Cliff Richard erschrecken den Hörer dann doch, da ihre Stimmen leider mittlerweile deutlich an Kraft und Ausdrucksstärke verloren haben. Und so wirken die Duette mit diesen beiden Gastsängern dann doch eher unglücklich, als dass sie sich belebend auf das Album auswirken würden.
Aber "Between The Earth And The Stars" enthält auch viele gute Songs, die die außergewöhnliche Stimme von Bonnie Tyler musikalisch hervorragend untermalen und zusammen mit ihr eine schöne und zeitlose Atmosphäre erschaffen, in der man sich auch nach fünf Jahrzehnten Bonnie Tyler noch immer verlieren kann.

Erste Staffel der neuen Krimiserie "Jäger" erscheint

Der Stockholmer Ex-Kriminalkommissar Erik Bäckström (Rolf Lassgård) will sich in seiner nordschwedischen Heimat zur Ruhe setzen. Seine Erfahrung wird in der abgelegenen Provinz jedoch schon bald gebraucht. Der Unternehmer Markus Lindmark (Pelle Heikkilä) fühlt sich durch Umweltaktivisten bedroht. Sein von der Politik unterstütztes Vorhaben, gemeinsam mit einer südafrikanischen Bergbaugesellschaft neu entdeckte Goldvorkommen zu fördern, stößt auf erbitterten Widerstand. Als ein Unbekannter mit Stahlkugeln auf Markus und seinen Mitarbeiter Johannes (Mikael Ersson) schießt, sieht der Unternehmer sein Millionenprojekt ernsthaft in Gefahr. Um weitere Zwischenfälle zu vermeiden, engagiert Markus den Ex-Polizisten Erik, dessen Schwester Karin (Annika Nordin) mit seinem Bruder Karl Lindmark (Sampo Sarkola) verheiratet ist. Obwohl ihn die bisher erfolglose Kommissarin Sanna (Ia Langhammer) und Polizist Richardsson (Johannes Kuhnke) aus ihrer Arbeit heraushalten wollen, kommt Erik über seinen Neffen Peter Bäckström (Johan Marenius Nordahl) an Informationen aus den Ermittlungen. Der junge Polizeianwärter sitzt schon bald zwischen zwei Stühlen. Auch Erik muss erkennen, dass er mit seiner direkten und aufrichtigen Art an Grenzen stößt. Als ein tödlicher Zwischenfall passiert, gerät Erik in einen Loyalitätskonflikt.



Im packenden Thriller Jäger – Tödliche Gier (orig.: Jägarna) verleiht Lassgård wie schon bei Wallander der desillusionierten Hauptfigur Erik Bäckström durch die eindringliche und authentische Darstellung sein ganz eigenes Format, und es ist enorm beeindruckend, wie es ihm gelingt, den verbitterten und leicht heruntergekommenen Einzelgänger und leidenschaftlichen Polizisten zu vereinen. Zwar hat sich Bäckström nach beruflichen Enttäuschungen von seinem Job als Ermittler mehr oder weniger abgewandt, kann aber letztendlich nicht anders, als seinem untrüglichen Gespür und tief verwurzelten Jagdinstinkt zu folgen…

Neben Rolf Lassgård beeindrucken weitere starke Schauspieler wie u. a. Pelle Heikkilä (Midnight Sun, Jordskott), Johannes Kuhnke (Die Brücke, Real Humans, Höhere Gewalt), Sampo Sarkola oder Anna Azcárate (Die Brücke, Die Frau des Nobelpreisträgers) durch die exzellente Darstellungen ihrer anspruchsvollen Rollen.

Jäger – Tödliche Gier ist eine aufwühlende und beunruhigende Krimiserie, dazu außergewöhnlich spannend. Die Handlung beginnt zunächst eher harmlos, steigert dann aber die Spannung durch eine immer düsterer werdende Ausweglosigkeit. Der Kampf zwischen Gier, Korruption, Integrität und Loyalität macht Jäger zu einem psychologisch tiefgründigen Thrillerdrama, das als dreiteilige Spielfilmreihe an Ostern in deutscher Erstausstrahlung ausgestrahlt wird (Das Erste, 18.04., 21.04. und 22.04.2019, jeweils um 21:45 Uhr).

 

Gruselserie (2) Yeti - Kreatur aus dem Himalaya

Nachdem die Auftaktfolge der neuen Gruselserie dann doch eher ernüchternd war, durfte man als Hörer auf die zweite Folge der Reihe gespannt sein. Auch wenn das Thema Yeti sicherlich nicht wirklich neu oder gar spannend, dafür aber umso vorhersehbarer ist, hat man es seitens des Europa Labels ganz ordentlich umgesetzt. Die gefundenen Bilder auf einer Kamera, die von einer Zeitungsredaktion ins Leben gerufenen Expedition und die Gruppe von wissbegierigen Bergsteigern auf der Suche nach der Yeti Kreatur im Himalaya - insgesamt ein Plot, der zumindest eine gewisse Spannung verspricht.
Und eines kann man im Nachgang zu dieser Folge sagen: sie ist besser als die Auftaktfolge. Allerdings sind die Sprecherleistungen an manchen Stellen etwas platt und wirken dann doch recht abgelesen. Die Sprecher bekommen keine richtige Atmosphäre in die Vertonung. Und trotz guter Hintergrundgeräusche kommt leider auch bei "Yeti - Kreatur aus dem Himalaya" keinerlei gruselige Stimmung auf. Es bleibt ein ordentliches Hörspiel mit durchschnittlicher Spannung, das den Hörer zwar nicht vom Hocker reißt, das aber auch nicht richtig enttäuscht.
Allerdings sollte man sich seitens des Produktionsteams im Hause Europa noch einmal die alten Folgen der Neon-Gruselserie anhören, um dann zu erkennen, auf welche simple aber geniale Weise das damalige Europa Team seinerzeit schauerliche und stimmungsvolle Gruselatmosphäre erzeugt hat. Und vielleicht gelingt der neuen Serie dann mit der dritten Folge ja doch noch der Durchbruch.

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