Menu
A+ A A-

Mø - Forever Neverland

Verspielt, durchdacht, elektronisch und erneut mit jeder Menge Ohrwürmern versehen, meldet sich die Dänin Mø auf ihrem zweiten Album "Forever Neverland" zurück. Nachdem Mø schon auf ihrem Erstlingswerk "No Mythologies To Follow" allerfeinsten Nu Electro mit ganz viel Pop ablieferte, unterstreicht sie mit ihrem neuen Album, dass ihr die hohe Hürde, die Künstler für gewöhnlich mit dem zweiten Album ihrer Karriere zu überspringen haben, wahrlich nichts ausgemacht und sie nicht in kreativ hemmender Weise unter Druck gesetzt hat.
Die 14 neuen Songs sind cool arrangiert, grooven auf begeisternde Weise und bringen die Stimme der Dänin sehr gut zum Ausdruck. Und vor allem haben sie allesamt hervorragende Melodien, die unmittelbar ins Ohr gehen und den Hörer einfach nur süchtig nach dem Album werden lassen. Und Songs wie "I Want You", "Nostalgia", "If It's Over" oder auch "Beautiful Wreck" sind die besten Beispiele dafür.

Holygram - Modern Cults

Holygram sind Patrick Blümel (Gesang), Sebastian Heer (Schlagzeug), Marius Lansing (Gitarre), Pilo Lenger (Synthesizer) und Bennett Reimann (Bass). Das Quintett hat in den vergangenen Jahren schon viele Live-Auftritte als Support von Bands wie OMD oder auch ganz aktuell VNV Nation gehabt. Mit "Modern Cults" erscheint nun das erste offizielle Studioalbum der Kölner Band. Musikalisch präsentieren Holygram eine Mischung aus Dark Wave, Punk, Elektro und Indie Alternative.
Das erste Album der Band enthält in seiner normalen Edition elf Titel und Holygram verbinden darauf aktuelle Einflüsse mit Sounds aus dem vielleicht alternativ inspirierendsten Jahrzehnt, den 1980er Jahren.
Die Titel tragen allesamt eine leicht schwere und dunkle Atmosphäre in sich. So verbreitet das Album eine tragende Stimmung, die manchmal auch ein wenig düster und depressiv erscheint. Doche diese schwebende Schwere steht dem Album, das die Band in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Maurizio Baggio eingespielt hat, sehr gut und so kann man festhalten, dass Holygram die positiven Eindrücke, die die Band seit ihrer Gründung 2015 schon häufig hinterlassen hat, durch dieses Album nachdrücklich verstärkt werden.
Und mit Titeln wie "Hideaway", "Modern Cults", "She's Like The Sun" oder auch A Faction" unterstreichen die Kölner, dass die Vorschusslorbeeren, mit denen sie aufgrund ihrer sehr guten Live-Performance im Vorfeld an die Produktion des Albums herangegangen sind, mehr als berechtigt gewesen sind. Ein wirklich gutes und wunderbar dunkler Debütalbum.

Robben Ford - Purple House

Blues Gitarrist Robben Ford hat mit "Purple House" ein neues Album veröffentlicht. Der Altmeister, der in den vergangenen Jahrzehnten unter anderem in Bands wie Charles Ford Blues Band, The Yellowjackets oder auch The Blue Line gründete, ist aber auch seit vielen Jahren als Solokünstler unterwegs. Dazu wurde er von vielen bekannten Künstlern engagiert, um ihnen durch sein aussergewöhnliches Gitarrenspiel die besondere Note in ihren jeweiligen Songs zu verleihen. Unter anderem hat Robben Ford mit Miles Davis, Bob Dylan, George Harrison, Joni Mitchell, Chick Corea oder auch B.B. King zusammengearbeitet.
Mit "Purple House" hat der Amerikaner nun ein Album veröffentlicht, das den Blues auf sehr unterschiedliche Weise lebt und interpretiert. Auf neun Titeln zeigt Robben Ford sehr eindrucksvoll und ausgewogen, dass er in Zusammenarbeit mit vielen befreundeten Künstlern wie Gitarrist Drew Smithers, oder auch den beiden Gastsängern Shemekia Copeland und Travis McCready den Blues noch immer zeitlos und hingebungsvoll zu interpretieren und - wenngleich dieses Mal deutlich bedächtiger und harmonischer - auszuleben versteht. Und so ist "Purple House" ein gutes Album gewesen, dem aber auch gerade die für das Blues Genre so wichtige Spontanität an einigen Stellen ein wenig fehlt.

Diesen RSS-Feed abonnieren