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Volker Kutscher - Marlow

Mit "Marlow" setzt Erfolgsautor Volker Kutscher seine Reihe um Kriminalkommissar Gereon Rath fort. Nachdem die ersten sechs Bände der Reihe bei Kiepenheuer & Witsch erschienen sind, hat die Reihe nun ab Buch sieben im Piper Verlag ein neues Zuhause bekommen.
Das Buch spielt im Jahr 1935 und hat thematisch unter anderem die Erpressung von Hermann Göring zum Inhalt. Doch auch die Weiterentwicklung der Hauptfiguren der Serie kommt in "Marlow" nicht zu kurz. Und wie es der Titel schon vermuten lässt, spielt Untergrund Boss "Marlow" im siebten Band der Reihe eine nicht unbedeutende Rolle.
Volker Kutscher versteht es einmal mehr, mit seinem Schreibstil den Leser sofort in die Geschichte und damit verbunden in die damalige Zeit zu entführen. Er beschreibt die damaligen Umstände rund um die damaligen Begebenheiten des Reichsparteitages auf eine verständliche und erschreckend nahe Weise. Die Strukturierungen der Sätze und die Gliederung der unterschiedlichen Handlungsstränge sind dem Autoren hervorragend geglückt und über mehr als 500 Seiten hinweg hält Volker Kutscher das historische Spannungsniveau auf allerhöchster Ebene. Man muss diesen Roman einfach zu Ende lesen, sobald man ihn das erste Mal in die Hand genommen hat.
"Marlow" ist eine unglaublich fesselnde Fortsetzung einer der mit Abstand besten historischen Kriminal-Buchreihen, die jemals erschienen sind.

Die drei Fragezeichen (196) Geheimnis des Bauchredners

Eine Puppe eines verstorbenen Bauchredners fällt in den Besitz von Patricia Osborne, der Tante von Allie Jamison, einer alten Bekannten der drei Detektive. Als diese Puppe dann plötzlich zum Leben zu erwachen scheint und spricht, bittet Allie Jamison Justus, Peter und Bob einmal bei ihrer Tante vorbeizufahren, sich die Puppe anzuschauen und das Rätsel der Puppe zu lösen. Es entwickelt sich ein kurzweiliger, spannender und in vielen Bereichen wunderbar nostalgisch anmutender Fall für die drei Fragezeichen, der in einer innovativen Finale seine durchdachte Auflösung findet.
Schon gleich nach Beginn des Hörspiels taucht man unweigerlich in die Atmosphäre der frühen Folge und zugleich ersten Begegnung der drei Detektive mit Allie Jamison und ihrer Tante Patricia ein. Die Erzählung kommt ohne viele einleitende Erklärungen und Szenen gleich zur Sache und auch der Charakter der Patricia Osborne wird durch die Anfangssequenz kurz und klar dargestellt, so dass der Hang zum Übernatürlichen bei Allie Jamisons Tante, der erneut von Originalsprecherin Barbara Focke gesprochen und mit Leben erfüllt wird, sich auch den Hörers gleich erschließt, die das Hörspiel "Die drei Fragezeichen (25) und die singende Schlange" (noch) nicht kennen.
Tolle Sprecher und klasse Geräusche lassen diese Folge zu einem wahrlich fantastischen Hörerlebnis werden. Mit "Geheimnis des Bauchredners" hat André Marx endlich wieder den Charme und die Qualität der Serie rund um Justus, Peter und Bob zutage gefördert, die schon immer in ihr steckte, durch andere Autoren allerdings in den letzten Jahren immer mehr verwischte. Ein richtig starkes Hörspiel, das man immer und immer wieder hören kann.

Daniel Caccia - Alles ist New York

Daniel Caccia fängt mit seinem neuen Album "Alles ist New York" die zeitlose Stimmung der amerikanischen Großstadt ein. Mit hervorragend arrangierten Songs im guten alten Swing Sound der Frank Sinatra Ära, enthält das neue Album des gebürtigen Kroaten 14 Titel, die einen wunderbaren Big Band Sound in sich vereinen und stets eine positive Stimmung verbreiten, mal mehr jazzig, aber im Schwerpunkt schlichtweg den Swing huldigen und zeitlos ausleben.
Gepaart mit deutschen Texten, weiß Daniel Caccia mit Titeln wie "Ich bin dann mal weg", "Berlin ist eine Frage der Dosis", "Küsse, die man nicht bekommen hat", "Ohne deine Nummer", "Zeit für Champagner" oder auch dem finalen "Ich wünsch mir nur bei dir zu sein" bestens zu unterhalten und so entführt das Album "Alles ist New York" den Hörer zurück in die unbeschwerte Zeit des Swings, lädt ihn in eine imaginäre Bar irgendwo in einer atmosphärischen Ecke New Yorks ein und lässt ihn einfach alles um ihn herum vergessen und es zählt plötzlich nur noch die Musik. Und so ist dieses Album nicht nur eine wunderbare Hommage und zugleich Wiederbelebung des Swings, sondern auch das perfekte Album für die Besinnung auf die eigentliche Leichtigkeit, die das Leben zwar haben sollte, für die man sich jedoch in der gegenwärtigen Zeit immer wieder bewusst seine eigenen Freiräume schaffen muss.

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