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David Gilmour - Live At Pompeii

Geschichte wiederholt sich - und ebenso wie die Geschichte, so wiederholen sich auf der neuen Live-Veröffentlichung von ex-Pink Floyd Gitarrist und Sänger David Gilmour die Emotionen. Denn eines ist mit Sicherheit auch heute noch so ergreifend, wie es vor 46 Jahren war. Ein Auftritt im beeindruckenden und von der Geschichte des Römischen Reiches gezeichneten Amphitheater in Pompeii am Fuß des Vesuvs.
Nachdem David Gilmour im Jar 1971 zusammen seinen damaligen Bandkollegen von Pin Floyd schon einmal eine unvergleichbare Begegnung mit dieser antiken Stätte hatte, erlebt er Pompeii und das Amphitheater nun erneut, allerdings auf eine neue und veränderte Weise. Zum einen wurde dem Sänger die Ehrenbürgerurkunde der süditalienischen Stadt verliehen und zum anderen spielt David Gilmour seine beiden Konzerte nicht im leeren Amphitheater, sondern vor einem begeisterten und gerührten Publikum. Und nicht zuletzt dadurch bekommt dieser Live-Mitschnitt, der nun auf Blu-ray erschienen ist, eine ganz andere emotionale Weite und musikgeschichtliche Bedeutung.
Für die Auftritte hat man die antike Arena mit guten technischen Möglichkeiten versehen und damit eine das Konzert begleitende, sehr atmosphärische Lichtshow erschaffen. Seichte Farben unterlegen die vielen Pink Floyd Klassiker und die eigenen Songs, die David Gilmour während seines gut zwei Stunden dauernden Auftritts auf seine sanft zurückhaltende Weise dargeboten hat. Der Mitschnitt lebt natürlich von der Atmosphäre des Moments und dem Bewusstsein, dass sich der Sänger eben an diesem Ort schon vor über 45 Jahren befunden und ihn auch bei seiner damaligen Begegnung emotional und musikalisch in sich aufgesogen und in seinen Sounds hat wirken lassen. Und eben diesen Eindruck bekommt man auch im Hier und Jetzt.
"Live in Pompeii" ist quasi ein später Schritt zur Selbstfindung. Man hat den Eindruck, David Gilmour setzt sich an diesem Ort mit nunmehr über 70 Jahren noch einmal mit seiner eigenen Vergangenheit auseinander und arbeitet diese und seine ganz persönliche Geschichte durch die Eindrücke und das erneute Erleben der Momente im Amphitheater von Pompeii auf eine sehr persönliche und zurückhaltende Weise erneut auf.
Das Set, das der Brite im Rahmen des Konzertes an zwei Abenden spielte, umfasste zwei Abschnitte. Der erste Part beinhaltete elf Titel, der zweite dann noch zehn weitere Songs. Darunter sind unter anderem die zeitlosen Pink Floyd Klassiker wie "Wish You Were Here", "Shine On You Crazy Diamond" mit allen fünf Parts, "High Hopes" oder auch "Sorrow". Unterstützt wurde die musikalische Darbietung der Songs des Konzertes noch durch eine runde Videoleinwand.
Die Blu-ray bringt die Stimmung, die Atmosphäre und Zeitlosigkeit des Moments unvergleichbar farbenfroh und mit wunderbaren Kontrasten zum Ausdruck. Die Bildschnitte sind sehr behutsam und durchdacht umgesetzt worden. Und so wird das Anschauen dieses Live-Dokuments zu einem faszinierenden Erlebnis, bei dem die Magie des Ortes stets mitschwingt.
Der Ton ist klar und mit einem ausgewogenen räumlichen Klangvolumen versehen, so dass man sich beim 5.1. Dolby Surround Sound so fühlt, als wäre man inmitten der Arena, würde alles um sich herum vergessen und sich einzig und allein der schönen Musik hingeben. 
Als Bonus enthält die Blu-ray dann noch eine - leider viel zu kurze - Dokumentation mit dem Titel "Pompeii Then And Now", auf der man schöne Eindrücke und Informationen rund um die damaligen Pink Floyd Aufnahmen bekommt und zusammen mit David Gilmour durch die Katakomben der Arena wandelt, um in Form von ungezwungenen Interviews ein wenig mehr rund um seine Eindrücke und Emotionen, die mit diesen Ort verbundenen sind, zu erfahren. Zudem gibt es kurze Interviews mit damaligen Zeitzeugen, die als Kinder die Pink Floyd Aufnahmen im Amphitheater miterlebt haben. Und zu guter Letzt ist auch die Verleihung der Ehrenbürgerurkunde der Stadt in Bild und Ton festgehalten und mit in diese kurze Dokumentation eingebunden worden. Alles in allem ein wunderbares Zeitdokument und zugleich eine Huldigung des Lebenswerkes von David Gilmour - und zudem sicherlich auch ein Traum, den sich der Brite mit diesem Auftritt noch einmal selbst erfüllt hat.
Und parallel zu den Veröffentlichungen dieses Events auf Blu-Ray und DVD erscheint dann auch noch eine im schönen Digibook aufgemachte Doppel-CD Edition, so dass das Fanherz hier auf vielschichtige Weise glücklich gemacht wird.

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Klaus-Peter Wolf – Ostfriesenkiller

Im an sich ruhigen und unaufgeregten Ostfriesland kommt es zu diversen brutalen Morden. Die Zusammenhänge der Morde bleiben anfangs für die ermittelnden Polizisten um Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen, die von Christiane Paul gespielt wird, im Dunkeln. Doch irgendwie scheint ein Verein, der sich vorrangig um das wohl behinderter Personen zu kümmern scheint, in den Mittelpunkt des Interesses. Denn diverse Patienten, die in diesem Heim bzw. von deren Mitarbeitern betreut werden, sind sehr wohlhabend.
Gemeinsam mit ihren beiden Kollegen Frank Weller, gespielt von Christian Erdmann und Rupert, von Barnaby Metschurat sehr cool in Szene gesetzt nimmt die Hauptkommissarin die Ermittlungen auf und hat dabei oftmals das Problem, einen klaren Kopf zu behalten, da sie selbst auf privater Ebene einschneidende Probleme hat. Im Laufe der ergeben sich immer neue Anhaltspunkte und Verquickungen zwischen bestimmten Personen und den Mitarbeitern des Regenbogenvereins, die allmählich ein stets klarer werdendes Bild ergeben und letztlich die psychisch labile und behinderte junge Frau in den Mittelpunkt des Interesses der Hauptkommissarin rücken.
„Ostfriesenkiller“ ist die erste Verfilmung zu einem Serienauftakt rund um die Romane von Klaus-Peter Wolf. Mit vielen tollen und auch düsteren Bildern versteht der Regisseur Sven Bohse es hier sehr gut beklemmende Atmosphären zu erzeugen und Stimmungen durch geschickte Kameraeinstellungen noch zu manipulieren, um emotionale Empfindungen des Zuschauers unterschwellig zu steuern.
Der Film nimmt schnell Fahrt auf, verschiebt dann aber unnötig die Schwerpunkte. Denn nicht lange nach dem ersten Mord gerät plötzlich das zerrüttete Privatleben von Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen in den Fokus. Das lenkt anfangs etwas vom Geschehen ab und führt auch dazu, dass die Spannung nur bedingt aufrecht erhalten wird. Im weiteren Verlauf des Films werden viele Begebenheiten gezeigt, es tauchen viele Personen auf, die in den jeweiligen Szenen vermutliche Bedeutung für das weitere Geschehen haben könnten, dann aber erklärungslos wieder verschwinden und mit dem weiteren Verlauf des Films und des Falls als solches nichts mehr zu tun haben. Das verwirrt den Zuschauer an manchen Stellen etwas und kostet zudem Spannung, da man sich beim Zuschauen nach dem Sinn und Zweck dieser Personen fragt, um irgendwie ihre Bedeutungslosigkeit zu erkennen.
Christiane Paul verkörpert die Rolle der Hauptfigur, Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen, ganz ordentlich, wirkt manchmal allerdings ein wenig zu steif. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie wohl nicht nur das Problem ihrer zerrütteten Ehe, sondern noch weitere psychische Probleme in sich tragen dürfte. Die anderen Charaktere sind in ihren Rollen besser und wirken spezieller und dadurch nimmt man sie als Zuschauer besser an. Aber sicherlich wird Christiane Paul im Laufe der weiteren Verfilmungen noch tiefer in ihre Rolle und die Figur der Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen hineinwachsen.
Die Bilder der Blu-ray sind klar und mit einem sehr schönen Kontrastverhältnis versehen. Der Ton ist klar und räumlich ansprechend. Es gibt keine Tonschwankungen und so sind die technischen Voraussetzungen für eine gute Krimiunterhaltung uneingeschränkt gegeben. Wenngleich der Film als solches diese Qualität nicht komplett umsetzen kann. Es bleibt ein ordentlicher Auftakt, bei dem nicht nur die Schönheit der Landschaft rund um die ostfriesische Stadt Norden, sondern auch die Besonderheit der Einwohner und des gesamten Landstrichs sehr gut vermittelt werden.
Leider enthält die normale Blu-ray Edition von „Ostfriesenkiller“ bis auf einen überflüssigen, kurzen Filmtrailer kein weiteres Bonusmaterial. Das ist – gerade auch vor dem Hintergrund, dass es sich hier um den Auftaktfilm der Reihe um Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen handelt – wirklich enttäuschend. Aber wer Wert auf Bonusmaterial legt, der muss sich dann die „Ostfriesenkiller (Killer Edition)“ zulegen.

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Helene Fischer – Das Konzert aus dem Kesselhaus

Im Rahmen der Veröffentlichung ihres aktuellen Albums gab Deutschlands derzeit erfolgreichste Sängerin Helene Fischer ein sehr persönliches und zugleich besonderes Konzert im kleineren Rahmen. Dafür suchte man das Münchner Kesselhaus, ein kleines Veranstaltungszentrum in der bayrischen Hauptstadt mit einem Fassungsvermögen von knapp 1000 Besuchern, aus.
Dort stellte Helene Fischer zum einen die Songs ihres neuen Albums sowie einige ihrer Klassiker vor und begeisterte nicht nur das Publikum, sondern konnte zugleich auch eine Art offizielle Generalprobe für ihre mittlerweile mega erfolgreich gestartete neue Tournee ablegen. Und schon nach einigen Sekunden wird beim Anschauen der in wunderbar klarer Farbenpracht vorliegenden Blu-ray Aufnahme klar, dass Helene Fischer die Zeit ihrer medialen Abstinenz sehr gut für sich und zum Relaxen genutzt hat.
Die sympathische Sängerin wirkt voller Energie, Freude und Lust auf ihre neuen Titel. Voller Hingabe und Spaß an neuen Songs wie „Herzbeben“, „Nur mit dir“, der wunderschönen Ballade „Schon lang nicht mehr getanzt“, der energetisch elektronischen kommenden Single „Achterbahn“ und dem durchaus an ihre Schlagerhochzeit erinnernden „Ich wollte mich nie mehr verlieben“ lebt Helene Fischer diesen sehr intimen Auftritt auf ihre ganz besondere Weise für sich und ihre Fans aus.
Die Aufnahmen, die nun von diesem Konzert veröffentlicht wurden, spiegeln die besondere Atmosphäre dieses Abends auf eine wunderbare zeitlose Weise wider. Die Kameraperspektiven sind durchdacht gewählt und bringen in Kombination mit den Bildschnitten die Stimmung in Kesselhaus nicht nur authentisch, sondern auch zum Greifen nach wieder.
Ein wenig schade ist die Tatsache, dass es auf der Blu-ray leider überhaupt kein zusätzliches Material in Form von einem Blick hinter die Kulissen oder den Videos der Singles „Herzbeben“ oder „Nur mit dir“ gibt. Aber die Qualität des Auftritts und das Wissen darüber, dass dieser Auftritt von Helene Fischer das erste offizielle Konzert der „Helene Fischer“ Album Ära ist, lassen den Fan mit Sicherheit mit der gewohnten Helene Fischer Leichtigkeit über das fehlende Bonusmaterial hinweg kommen.

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The Missing - Staffel 1

Mit der ersten Staffel der britischen Serie "The Missing" erscheint ein Film, der sich nicht nur über insgesamt acht Episoden hinweg entwickelt und letztlich auch aufklärt, sondern der den Zuschauer von der ersten Sekunde an packt und ihn in vielerlei Hinsicht nicht mehr loslässt. "The Missing" beinhaltet die Vielschichtigkeit der Gefühlswelt eines Elternpaares, nachdem auf scheinbar unmögliche Weise ihr fünfjähriger Sohn während eines Frankreichurlaubs plötzlich verschwunden ist. Es beginnt die schlimmste Zeit der Eltern und Tony und Emily Hughes beginnen unverzüglich -anfänglich zusammen mit der Polizei - nach der Suche ihres verschwundenen Kindes. Immer getragen von der Hoffnung, ihren Sohn Oliver lebend zu finden.
Der Reiz und die Grausamkeit der Verfilmung liegen darin, dass man seitens der Produzenten stets zwischen verschiedenen Zeitepochen wechselt. Es gibt Sequenzen, die spielen im Jahr 2006, als die Entführung während der Fußball-WM in Deutschland geschah, dann gibt es Teile, die spielen in der Gegenwart und dann wiederum sind die Folgen der ersten Staffel auch noch um Ausschnitte aus dem Jahr 2009 ergänzt. Ohne Einführungen oder Vorworte wird der Zuschauer stets direkt in die jeweiligen Zeiten versetzt, sieht sich den dargebotenen Umständen und Begebenheiten ausgesetzt und kann sich anhand der jeweiligen Szenen selbst zusammenreimen, was in der Zwischenzeit scheinbar passiert ist. Und letztlich sich sich die Puzzleteile dann in allen gezeigten Zeiträumen zu einem Gesamtbild zusammen.
Spannend, kurzweilig und bösartig erschreckend spinnt sich so eine Geschichte rund um Kindesentführung, Pädophile, Korruption, Bandenkriminalität und die Hoffnungslosigkeit in der sich letztlich auch Beziehungen verlieren und auch finden.
Der Vater des Kindes, Tony Hughes, wird mit seiner Nachgiebigkeit und Verbissenheit unglaublich genial von James Nesbitt gespielt. Er glaubt immer daran, seinen Sohn lebend zu finden, greift nach jedem noch so kleinen Strohhalm und macht viele Jahre nach dem Verschwinden plötzlich auf einem Foto eine Entdeckung, die dazu führt, dass neben ihm und der Mutter des Kindes auch der mittlerweile pensionierte polizeiliche Ermittler Julien Baptiste, ebenfalls unglaublich gut von Tcheky Karyo in Szene gesetzt, teilweise entgegen öffentlicher Vorgaben, die Suche nach dem Kind wieder aufnimmt.
In wunderbaren Bildern werden nicht nur die Stimmungen der verschiedenen Jahre und die unterschiedlichen Schauplätze des Geschehens eingefangen, sondern auch die Gesichter und Minen der Darsteller. Es liegt nicht nur eine dauerhaft spannende Atmosphäre über dem gesamten Geschehen. Vielmehr wird den Emotionen aller Beteiligten, egal welche Motivation sie zu bestimmten Handlungen treibt, ein beeindruckender Raum der Wirkung gegeben.
Die Bilder der acht Episoden sind klar und gestochen scharf. Sie fangen mit sehr schönen Kontrasten die Szenerien ein und vermitteln mit ihrer Tiefe, die Besonderheiten und teilweise auch bedrohlichen Eindrücke der unterschiedlichen Schauplätze. Der Ton liegt in einem sehr ausgewogenen und hervorragend klingenden Dolby Surround 5.1 Sound vor. Einzig das Bonusmaterial ist sehr nicht der Rede wert. Hier wären Blicke hinter die Kulissen, Interviews mit Darstellern, Regisseuren und anderen wünschenswert gewesen, denn gerade bei diesem hoch sensiblen Thema der Kindesentführung gebe es sicherlich die unterschiedlichsten Meinungen und Gefühle bei den Darstellern, die man als Zuschauer gerne erfahren hätte. Aber auch ohne wirkliches Bonusmaterial ist diese erste "The Missing" Staffel fesselnde Krimi-Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau!

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The Rolling Stones - Olé Olé Olé!

Mit der neuen "Olé Olé Olé!" Dokumentation, die den Zusatz "A Trip Across Latin America" hat, haben die rollenden Steine ihren letztjährigen Tourneeabschnitt durch eben die lateinamerikanischen Länder eindrucksvoll mit vielen schönen und vor allem sehr persönlichen und Fan nahen Bildern eingefangen. Die Dokumentation bringt nicht nur die Vorfreude und das Lebensgefühl der Menschen, die in Ländern wie Kuba, Peru, Chile, Argentinien, Brasilien oder auch Kolumbien leben zum Ausdruck. Vielmehr fängt der Film auch die Stimmung und Gefühle von Mike Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ronnie Wood auf eine sehr nahe und private Weise ein. 
Die Rolling Stones wussten es damals zu schätzen, in diesem politisch oft heiklen Teil der Welt live spielen zu dürfen und sie wussten natürlich auch um die Besonderheit ihrer Auftritte für ihre dortigen Fans und die Bewohner der Länder. Und so merkt man bei dieser Dokumentation auf sehr intime Weise, wie die britischen Megastars die einzelnen Länder und Städte, in denen sie auftraten genoßen und wie sie sich von den jeweiligen Atmosphären entschleunigen haben lassen. Aber "Olé Olé Olé!" fängt ebenso die ausnahmslos positive fanatische Freude der Rolling Stones Fans in diesen Ländern ein. Ihren Anmut, ihre fast noch vorhandene Ungläubigkeit ob des für sie oftmals einmalig bevorstehenden Ereignisses, ihre Idole endlich einmal live im eigenen Land erleben zu können.
Und so fasziniert diese Dokumentation nicht nur Rolling Stones Fans, sondern auch alle anderen Musikliebhaber. Zudem unterstreicht die Dokumentation auch die Faszination der einzelnen Länder an sich und ist so das perfekt Tourdokument, das sicherlich in die Sammlung eines jeden Fans der Rolling Stones gehört. In brillanten Farben, mit einer unglaublichen Auflösung und Bildschärfe und mit einem Kontrast, der den Zuschauer inmitten des berichteten Geschehens zieht, ist dieses Dokument vielleicht eines der besten in der langjährigen Geschichte der britischen Ausnahmeband. Den Ton dazu gibt es wahlweise in PCM Stereo oder DTS HD Master Audio Qualität. Allerdings reicht für die normale Dokumentation der Stereo Ton vollkommen aus.
Wenn man sich die dieser Dokumentation als Bonus noch beigefügten sieben Live-Aufnahmen alter  Stones Klassiker wie "Paint It Black", "Sympathy For The Devil" oder auch "Honky Tonk Women" anschaut, dann entfaltet jedoch der DTS HD Master Audio Sound eine buchstäbliche Faszination und unterstreicht die beeindruckenden Live-Bilder aus den jeweiligen Stadien mit einem wunderbar räumlichen Sound. 
Das der Blu-ray beiliegende Booklet zwar ganz wenig Informationen. Dafür werden aber alle Tourplakate aus den jeweiligen Lateinamerikanischen Ländern gezeigt, mit denen die Konzerte von Mike Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ronnie Wood angekündigt worden sind, gezeigt. Und viele von ihnen sind so unsagbar farbenfroh und kreativ, dass man sich diese am liebsten zu Hause aufhängen möchte. "Olé Olé Olé!" ist eine bemerkenswerte Dokumentation, die mit viel Feingefühl und behutsamen Gespür die Besonderheiten der lateinamerikanischen Länder und deren Bewohnern einfängt und sie zusammen mit der unglaublichen Stimmung und der Hingabe an die jeweiligen Auftritte der Rolling Stones dem Zuschauer sehr intensiv und zeitlos nahe bringt.

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The Fall-Tod in Belfast - Staffel 2

Nach dem Finale der ersten „The Fall“ Staffel setzt die zweite Staffel mit einer leichten Zeitversetzung ein. Nachdem sich der Serienkiller Paul Spector telefonisch bei Detective Superintendant Stella Gibson gemeldet hat, scheint er spurlos von der Bildfläche verschwunden.
Doch die Ermittler nehmen den Kontakt zum ersten Opfer, das mehrere Jahre vor den aktuellen Vorfällen von Paul Spector brutal zugerichtet worden ist. Doch gerade, als Rose Stagg sich dazu bereit erklärt hat, bei der Polizei auszusagen und den Killer mit ihrer Aussage zu belasten, wird sie nachts - vor den Augen ihrer kleinen Tochter - aus ihrem Haus von Spector entführt und verschleppt. Ein weiterer Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der am Ende nicht nur mit einem grausamen Fund und einem verhaßten Mordanschlag auf Polizisten und Serienkiller erschreckend und emotional zugleich endet.
Neben der eigentlichen Haupthandlung rund um den Serienkiller Paul Spector, dessen Charakter dieses Mal noch intensiver und vor allem pädagogischer beleuchtet wird, entwickeln sich aber auch die aktuell noch ein wenig im Schatten des eigentlichen Zentralgeschehens stehenden Geschehnisse eindrucksvoll und dennoch grausam weiter. Der religiöse Hass der nordirischen Gesellschaft wird ebenso mit in die Serie eingebunden, wie das Thema häusliche Gewalt und gegenseitiger Respekt.
Im Laufe der Staffel entsteht zwischen Stella Gibson, gespielt Gillian Anderson, und dem Serienkiller Paul Spector, erneut unglaublich charismatisch und kompromisslos durchdacht von Jamie Dornan in Szene gesetzt, ein intensiveres Verhältnis. Nicht nur, dass der Killer in Stella Gibsons Hotelzimmer einbricht und ihr dadurch verdeutlicht, dass auch sie nicht vor ihm sicher ist.
Als Paul Spector von der Polizei gefasst wird, kommt es zu einem Nerven zerreißenden Verhör, das Stella Gibson Auge in Auge mit dem Killer geführt werden muss, da er nicht bereit ist, mit jemand anderem zu sprechen. Und als der Killer sich dazu bereit erklärt, die Polizei an den Ort zu führen, an dem diese Rose Stagg finden sollen, spitzt sich auch diese Staffel zu dem zuvor angesprochenen Finale zu.
Die Arbeit der Polizei wird des öfteren dadurch erschwert, dass ein Maulwurf in den Reihen der Ermittler der Presse Informationen zusteckt. Und speziell diese Tatsache hat massiven Einfluss auf das Ende dieser Staffel.
In dieser Staffel bekommt Stella Gibson zudem auf eigenen Wunsch einen neuen jungen Ermittler zur Unterstützung. Dieser begegnet ihr zum ersten Mal, als sie zu einem Leichenfund gerufen wird, von dem man annimmt, dass es sich bei ihr um Rose Stagg handeln könnte. Doch diese Annahme stellt sich vor Ort und beim Anblick der Leiche als falsch heraus.
Tolle Schauspieler, faszinierende Kulissen und atmosphärisch dichte und kreative Kameraeinstellungen machen somit auch die zweite Staffel der „The Fall - Tod in Belfast“ Serie zu einem Fernseherlebnis der Spitzenklasse. Die Spannung wird über die knapp 400 Minuten auf aller höchstem Niveau gehalten und man kann als Zuschauer den Blick nicht mehr von der Mattscheibe nehmen, sobald die ersten Sekunden der Staffel begonnen haben. Und so ist auch diese zweite Staffel von "The Fall - Tod in Belfast" ist in jeder Hinsicht erschreckend genial und ein Muss für jeden Freund grandioser Krimi-Kost!

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Matze Knop - Diagnose dicke Hose

Die Videodokumentation von Matze Knops aktueller "Diagnose dicke Hose" Stand-Up Comedy Show umfasst neben der gut zweistündigen Show noch eine runde Stunde weiteres Bonusmaterial. Aufgenommen wurde die Show im Steintor Varieté in Halle und Matze Knop bietet neben diversen spontanen Gags im Zusammenspiel mit dem Publikum auch diverse seiner über die letzten Jahre stets weiter entwickelten Kultfiguren wie die Parodie von Jürgen Klopp, Dieter Bohlen, Edmund Stoiber oder natürlich auch Supa Richie dar.
Es gelingt Matze Knop von Beginn, sein Publikum in seinen Bann zu ziehen. Mal liefert der Comedian wirklich gute und oftmals auch spontane Gags. Allerdings gibt er auch viele eher durchschnittliche Späße und Pointen zum Besten, über die man als normaler Zuschauer nur bedingt lachen kann. Aber das Publikum in Halle geht - egal ob der Qualität der Sprüche - stets mit und so entstand an diesem Abend in Halle eine sehr persönliche und enge Atmosphäre zwischen Matze Knop und seinem Publikum.
Die Phasen, in denen Matze Knop seine spontanen Einlagen im Zusammenspiel mit seinem Publikum zum Besten gibt, sind die Höhepunkte der Show. Wenn er allerdings mit den mittlerweile schon etwas verbrauchten Figuren wie Supa Richie oder Jürgen Klopp zu begeistern versucht, dann spürt man auch beim Schauen der DVD, dass das Publikum darauf nur bedingt anspringt. Außerdem sind die Witze - speziell bei Supa Richie - sehr flach und wenig innovativ.
So ist "Diagnose dicke Hose" ein ordentliches Comedy-Programm, das ab und zu ein wenig zu oft auf die alten Figuren setzt. Die Videoeinspielungen in die Show, mit denen Matze Knop seine Figuren in das Programm einbindet, wirken zu aufgesetzt und die darin enthaltenen Witze sind häufig recht gezwungen und lassen die spielerische Leichtigkeit vermissen, die ansonsten die Qualität der gegenwärtigen Comedians ausmacht.
Ganz interessant ist das Bonusmaterial der DVD, speziell der Blick hinter die Kulissen bei der "Heiligabend mit Carmen Nebel" Show. Die Vorbereitung auf seinen Auftritt und die Sprüche sind spontan, echt und wirklich lustig. Weiteres Bonusmaterial gibt es dann noch in Form von Einspielern von "Knops Kultliga" oder auch  die "Platzhirsche in Afghanistan" Dokumentation, bei der die Reise des Comedian nach Afghanistan zur Unterhaltung der dort stationierten Bundeswehrsoldaten in Bildern festgehalten wurde.
Alles in allem eine gute DVD Veröffentlichung, bei der das Bonusmaterial allerdings interessanter, abwechslungsreicher und auch in vielen Bereichen authentischer ist, als das eigentliche Hauptprogramm. Die "Diagnose dicke Hose" Show leidet an diversen Stellen an den abgedroschenen Figuren, die allesamt ihren Zenit überschritten haben und dadurch auch nur schwerlich noch frisch und frei zu begeistern wissen. Da sind die Stand-Up Einlagen von Matze Knop während der Show dann doch ein anderes Kaliber und haben eine deutliche bessere und vor allem lustigere Qualität.

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Mord auf Shetland - Staffel 1

Wunderbare Landschaften, faszinierende Lichtverhältnisse und die scheinbare Leichtigkeit des Seins umgeben die Shetland Inseln im Nordosten Schottlands. Entsprechend begeistert war Detective Inspector Jimmy Perez, als er nach dem Tod seiner Frau gemeinsam mit seiner Stieftochter zurück auf die Inseln zieht. Doch entgegen seiner Hoffnung auf etwas Ruhe und Zeit zur Besinnung, wird er - kaum angekommen - von einem ersten Mord an einer alten Frau überrascht. Es bleibt wenig Zeit, seine neuen Kollegen kennenzulernen. Gemeinsam mit seiner auf den ersten Blick ein wenig verträumt und ein wenig ungeschickt wirkenden Kollegin Alison „Tosh“ McIntosh und dem jungen Sandy Wilson nimmt der zurückhaltend und durchdacht wirkende Detective Inspector die Ermittlungen zu seinem ersten Fall auf den Shetland Inseln auf. Und es werden weitere folgen…
Diese DVD-Box von Edel: Motion enthält neben dem Pilotfilm der Serie „Mord auf Shetland“ noch drei weitere Fälle für Detective Inspector Jimmy Perez und sein kleines Team. Inhaltlich vielschichtig geht es unter anderem um den Mord an einer jungen Frau während der Mittsommernacht oder auch um einen scheinbar tragischen Autounfall eines kurzzeitig auf die Inseln zurückgekehrten Reporters und eines gläubigen Ehemanns der Ex-Freundin des Reporters.
Die einzelnen Folgen der vier DVDs umfassenden Box sind sehr gut aufgebaut und bringen die teilweise düstere und aufgrund der besonderen Lichtverhältnisse oftmals auf das Gemüt drückende Stimmung der Shetland Inseln sehr gut zur Geltung. Man spielt seitens des Produzententeams sehr gut mit den natürlichen Begebenheiten und erzeugt dadurch eine stets latent vorhandene Spannung. Inhaltlich entwickeln sich die jeweiligen Fälle auf kurzweilige und anfänglich geradlinige Weise, um sich dann im Laufe der Fälle stets weiter zu öffnen, neuen Charakteren Raum zu geben, um sich zu entfalten und ihren Platz in der jeweiligen Episode einzunehmen. Die Fälle sind sehr vielschichtig und inhaltlich intelligent durchdacht. Die Auflösungen entwickeln sich über die Spieldauer der einzelnen Episoden von jeweils knapp zwei Stunden, indem unterschiedlich gewonnene Erkenntnisse dieses außergewöhnlichen Ermittlerteams letztlich wieder zu einem großen Ganzen zusammenlaufen und am Ende der jeweiligen Folge eine in sich schlüssige und zu keiner Zeit an den Haaren herbeigezogen wirkende Auflösung präsentieren.
Und auch wenn das oftmals wolkenverhangene und Regen trächtige Wetter, das die Witterung der Shetland Inseln bestimmt, die mit den Bildern vermittelte Stimmung bestimmt, so schafft die filmische Umsetzung der einzelnen Folgen es doch, auf eine gewisse Weise ein wenig seichter aber nicht minder fesselnd als viele andere schwedische Kriminalverfilmungen zu wirken.
Douglas Henshall füllt die Rolle des Detective Inspectors Jimmy Perez hervorragend aus und haucht der Figur ein auf ganzer Ebene authentisches Leben ein. Denn neben seinen beruflichen Herausforderungen sieht er sich privat mit seiner Stieftochter und deren leiblichen Vater, der ebenfalls auf den Shetland Inseln wohnt, stets weiteren vielschichtigen und oftmals pubertierend gesteuerten Herausforderungen ausgesetzt. Die privaten Situationen hat man sehr gut in die einzelnen Fälle eingebunden und so kann sich der Zuschauer mit jeder weiteren Episode ein wenig mehr mit der Hauptfigur der Serie identifizieren. Aber natürlich entwickeln sich auch die Nebencharaktere seiner beiden Kollegen stets etwas weiter.
Man ist schon nach einigen Minuten des Pilotfilms den Charakteren verfallen und so zieht „Mord auf Shetland“ den Zuschauer auf eine intelligente und subtil fesselnde Weise in ihren Bann und lässt ihn bis zur letzten Sekunde des abschließenden vierten Films nicht mehr los. Man kann nur hoffen, dass in den kommenden Monaten auch die weiteren Fälle der „Mord auf Shetland“ Serie auf DVD veröffentlicht werden, denn diese Serie ist weit mehr als nur ein faszinierender Geheimtipp!

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Blutsbande - Staffel 2

Die zweite Staffel der schwedischen Krimi- bzw. Familiendrama-Serie "Blutsbande" schließt inhaltlich fast nahtlos an die Auftaktstaffel an. Es liegen lediglich ein paar Monate zwischen den Geschehnissen der beiden Staffeln. Und bei den Schicksals erprobten Geschwistern der Familie Waldemar hat sich einmal mehr einiges getan. Oskar wurde von Liv verlassen und hält sich kurz vor den Weihnachtstagen allein und heruntergekommen im Gästehaus der Geschwister auf. Jonna soll sich ihre Rolle als Schauspielerin plötzlich durch zwanghafte Zärtlichkeiten erarbeiten und flieht letztlich zurück nach Aland. Und auch Lasse macht sich vor den Feiertagen auf, um aus dem fernen Stockholm zurück ins heimische Gästehaus zu kehren.
Dort müssen Lasse und Jonna erst einmal den völlig neben der Spur befindlichen Oskar aufrichten und unterstützen. Zudem muss das bereits im Vorfeld gut ausgebuchte Gästehaus für die Feiertage komplett saniert werden. Dazu ist jedoch Geld nötig, das alle drei Geschwister jedoch nicht haben. Doch ein Zufall spielt Lasse sehr viel Geld in die Hände. Und mit diesem will er die notwendigen Arbeiten am Haus durchführen lassen und den entsprechenden Handwerker bezahlen.
Doch schon nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass es sich bei diesem Geld um Falschgeld handelt. Und nicht nur deshalb wird die Polizistin des Ortes auf Lasse und seine Geschwister aufmerksam.
Dazu kommt noch die Tatsache, dass der Onkel der Geschwister die Leiche ihres Vaters, die Oskar am Ende der letzten Staffel im Meer versenkte, gefunden hat und die Geschwister zur Rede nach dem Schicksal seines Bruders stellt. Die Waldemars werden nervös und Lasse versucht auch seinen Onkel mit viel Geld zu schmieren. Doch als dieser sich ein Boot davon kaufen will, stellt nicht nur er fast, dass es sich auch bei diesem Geld um falsches handelt. Das Verhältnis zwischen ihm und seinen Neffen und seiner Nichte verschlechtert sich und im Zuge eines unglücklichen Umstands stirbt der Onkel auf dem Eis. Ein weiteres Problem entsteht für die Geschwister.
Dazu bereit die wiedergekehrte Liv Oskar so einige emotionale Probleme. Und das nicht nur, weil Oskar sich zwischenzeitlich mit der Pastorin Petra intim eingelassen hat. Liv war zwei Monate fort und kehrt schwanger zurück. Damit kündigt sich die nächste Herausforderung für alle Beteiligten an. Und zu guter letzt verliebt sich Lasses Tochter dann auch noch in einen estnischen Kriminellen.
So behandelt auch die zweite Staffel der "Blutsbande" Serie wieder jede Menge Probleme in vielschichtiger sozialer Hinsicht. Durch die vielen Verbandlungen der Beteiligten und die unterschiedlichen Charaktere entsteht so eine angenehme und vor allem subtile Spannung über die gesamten zehn Folgen dieser zweiten Staffel hinweg. Man hat zwar stets das Gefühl, die Erzählung plätschere leicht dahin, aber die Probleme kommen von ganz alleine. Und auch wenn die Geschwister oftmals etwas Gutes mit ihrem Handeln bewirken wollen, so treffen sie doch häufig die falschen Entscheidungen, deren Konsequenzen oftmals verheerend sein können.
Tolle Landschaftsaufnahmen, eine winterlich weihnachtliche Stimmung und eine schöne und spannende Handlung machen diese zweite Staffel der schwedischen Serie zu einer angenehm fesselnden und kurzweiligen Unterhaltung.
Die Farben der Bilder haben eine tolle Tiefe und reflektieren die schwedische Landschaft auf faszinierende Weise. Der Ton der Serie liegt in Dolby Digital 2.0 vor. Leider hat die DVD Box, die aus drei DVDs mit allen zehn Folgen der zweiten Staffel der "Blutsbande" besteht, keinerlei Bonusmaterial. Wer die Atmosphäre von schwedischen Produktionen mag und sich darauf einlässt, dass es sich bei "Blutsbande" mehr um ein Familiendrama, denn um eine Krimiserie handelt, der wird dem Zauber der Serie binnen kurzer Zeit erliegen und erkennen, dass die zweite Staffel eine wirklich sehr gute Fortsetzung der ersten Staffel ist.

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Kommissar Beck - Staffel 5

Die Krimiserie Kommissar Beck geht in ihre 5. Staffel. Die neuen Episoden rund um den sympathischen aber auch zurückhaltenden und manchmal ein wenig verqueren schwedischen Kommissar Martin Beck bringen erneut acht spannende Fälle, die nicht nur durchdacht und in ihren Motiven durchaus grausam sind. Vielmehr findet auch die Zusammenarbeit von Martin Beck und seinem coolen und manchmal in seinem Verhalten etwas unkonventionellen Kollegen Gunvald Larsson auch ein Ende, denn in der fünften Folge dieser Staffel wird auf Gunvald Larsson mit tödlichem Ausgang geschossen.
Allerdings haben die Macher der Serie mit der erstmals in der sechsten Folge der Staffel eingeführten neuen Figur in Person des großen und leicht bedrohlich wirkenden, wie ein Wikinger aussehenden rothaarigen Steinar einen würdigen Nachfolger gefunden. Steinar ist vom Typ her zwar deutlich anders als sein Vorgänger, stellt aber dennoch einen sehr guten charakteristischen Kontrast zu Martin Beck dar. Und auch im Hinblick auf Martin Becks Privatleben und seine sich im Laufe der Staffel verschiebenden Wertvorstellungen findet speziell bei den letzten Episoden eine interessante Entwicklung statt, die dem Fan und Zuschauer der Serie am Ende der letzten Folge mit einer gewissen Unsicherheit zurück lässt.
Die Serie, die seit mittlerweile 18 Jahren produziert wird, hält unverändert ihren hohen Qualitätslevel. Das gilt nicht nur für die einzelnen neuen Fälle, sondern auch für die Schauspieler und das gesamte Produzententeam. Durch hervorragende Kameraeinstellungen werden spannende und unheimliche Atmosphären nicht nur geschaffen, sondern bestimmte Plätze und Orte eindrucksvoll in Szene gesetzt. So legt sich ein schauerlicher Schleier über viele Sequenzen der neuen Fälle und bindet den Zuschauer mit einer unglaublichen Sogwirkung an das Geschehen rund um die Schauplätze der einzelnen Verbrechen. Zudem lassen die Produzenten dadurch im wahrsten Sinne des Wortes die Bilder sprechen. Und diese Bilder sagen in vielen Situationen in den einzelnen neuen Fällen von "Kommissar Beck" deutlich mehr als Worte. Ein jeder Fall der neuen Staffel ist anders und scheint wirklich auch vom Thema her sehr unverbraucht.
Klasse schauspielerische Leistungen, sehr gute Dialoge und viele interessante und rätselhafte Charaktere machen auch diese 5. Staffel der "Kommissar Beck" Serie zu einem spannenden TV-Erlebnis, das nicht nur die Liebhaber skandinavischer Kriminalverfilmungen in seinen Bann zieht. Der Ton der vier DVDs der Staffel, die in zwei Boxen als 5.1 und 5.2 veröffentlicht wird, ist sehr ausgewogen und durch den räumlichen Dolby Digital 5.1 Klang bekommen die einzelnen Episoden einen zusätzlichen spannenden Pluspunkt!

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