Menu
A+ A A-

Diese Drombuschs – Die komplette Serie

Es war die Familiensaga der 1980er und auch frühen 1990er Jahre. Das Leben und die damit verbundenen Freuden, Probleme und Sorgen der Familie Drombusch.
Nun ist eine Neuauflage der gesamten Serie mit all ihren 39 Folgen als Gesamtbox bei Studio Hamburg Enterprises erschienen. Und auch gut 30 Jahre später sind die Themen, denen sich anfangs Sigi und Vera und später dann auch Ludwig mit den Generationen vor und nach ihnen stellen mussten noch immer so aktuell, wie vor gut 30 Jahren.
"Diese Drombuschs" hat es verstanden, den ganz normalen Wahnsinn einer Großfamilie wunderbar plastisch, stets mit hervorragenden Dialogen, deren wahre Aussagekraft sich so manches Mal erst mit ein wenig Abstand merklich nachdrücklich entfaltet, darzustellen.
Wer zu der Zeit der Originalausstrahlung noch Kind oder Jugendlicher gewesen und nun vielleicht selbst schon Elternteil ist, der nimmt die Aussagen der Charaktere der Serie, die man früher als solche gar nicht so wahr genommen hat, erst jetzt als wirklich pädagogisch wertvoll wahr. Wenngleich das sicherlich nicht der hauptsächliche Auftrag der Serie gewesen ist.
In der heutigen Zeit entschleunigt jede Folge von "Diese Drombuschs", entführt den Zuschauer im nostalgischen 4:3 Bildformat in eine Zeit, in der man nicht ausnahmslos von äußeren Begleitumständen wie Handys, Tablets oder E-Mails abgelenkt und größtenteils vereinnahmt, ja sogar schon fast abhängig gefangen genommen wurde.
"Diese Drombuschs" bringen eine Zeit zurück in die Gegenwart, in der man innerhalb der Familie noch mehr miteinander in direktem Kontakt stand, in der man sich gegenseitig sicherlich auch besser weil unabgelenkter wahrnahm. Aber "Diese Drombuschs" sind keinesfalls nur eine "Heile Welt" Serie. Denn es werden in den insgesamt 39 Folgen die unterschiedlichsten Eventualitäten verarbeitet. Allesamt aus dem Leben gegriffen und ebenso dargestellt.
Angefangen von einer rebellierenden spätpubertierenden Tochter, über uneheliche Kinder, Schicksalsschläge, Todesfälle, Intrigen, Habgier, Betrug und Neid verarbeitet die aus der Feder von Robert Stromberger stammende Serie sämtliche Begebenheiten des täglichen Familienlebens.
Die Serie lief über insgesamt sechs Staffeln und zwischen den einzelnen Staffeln liegt stets ein - auch in der Geschichte - kleiner zeitlicher Abstand.
Und nicht nur aufgrund der Tatsache, dass sich die 39 Folgen dieser Ausnahmeserie einfach wunderbar und mit einem sehr sympathischen Hauch von Nostalgie anschauen lassen, sondern auch die liebevolle Umsetzung des Schicksals der großen Familie und das Gespür für die im wahrsten Sinne des Wortes an vielen Stellen "richtigen" Worte geben dieser Produktion auch heute noch zu Recht das Prädikat "wertvoll".
Wenn man aus heutiger Sicht auf die Darstellerliste blickt, dann fällt auf, dass das Produktionsteam gemeinsam mit den Regisseuren Claus Peter Witt, Michael Meyer und Michael Günther die damalige Elite der deutschen Schauspieler gekonnt mit vielen jungen und talentierten Nachwuchsschauspielern dieser Zeit kombiniert und zu einem großen und in sich stimmigen Ensemble vereint hat.
Als damals bereits bekannte Darsteller konnte man unter anderem Witta Pohl als Vera Drombusch, Hans-Peter Korff als Siegfried „Sigi“ Drombusch, Günter Strack als „Onkel“ Ludwig Burlitz, Grete Wurm als Margarete „Oma“ Drombusch, Sigmar Solbach als Maximilian Lechner, Michael Degen als Martin Sanders, Hans Clarin als Herr Heckenroth oder auch Utz Richter als Rechtsanwalt Kehlhausen gewinnen.
Und an damals noch frischen, heute dann mehr oder weniger bekannten und teilweise durchaus noch aktiven Schauspielern waren unter anderem
Sabine Kaack als Marion Drombusch, der leider viel zu früh gestorbene
Mick Werup als Christoph „Chris“ Drombusch, Eike Schweikhardt als Thomas „Thommi“ Drombusch, Marion Kracht als Bettina „Tina“ Drombusch oder auch Anja Jaenicke als Yvonne „Yvonnche“ Boxheimer mit dabei.
Die Qualität der Bilder ist gemessen am Alter der Serie sehr gut. Es fand zwar keine hochwertige digitale neue Abtastung statt, die das Bildniveau auf den aktuellen Stand gebracht hätte, aber dadurch wäre dann sicherlich auch das Flair der Serie verloren gegangen. Man sollte bei den Einstellungen seines Fernsehers darauf achten, dass dieser das Bild nicht auf 16:9 Format automatisch umrechnet. Vielmehr sollte man ggf. das gute alte 4:3 Format manuell einstellen, um die Bilder Handlungen und speziell auch die Personen im richtigen Format genießen zu können. Der Ton ist sehr ausgewogen und ohne Schwankungen in der Lautstärke in 2.0 Stereo enthalten.
Ein wenig schade ist die Tatsache, dass es aus der damaligen Zeit wohl keine Extras wie Trailer, entfallene Szenen oder Interviews mit den Schauspielern mehr gegeben hat, die man ansonsten hier bei dieser Gesamtbox noch als Boni mit hätte zu den 39 Folgen mit dazugeben können. Aber auch so ist diese "Diese Drombuschs" Gesamtbox eine wunderbar zeitlose Dokumentation einer Familiengeschichte in all ihren Facetten, die man sich immer wieder anschauen kann.

weiterlesen ...

Backstreet Boys - 20 Jahre

Mit "20 Jahre" erscheint ein schönes Package, das eine Dokumentation und ein Live-Konzert zum 20 jährigen Jubiläum der Backstreet Boys beinhaltet. "Show 'Em What You're Made Of" ist eine sehr informative und vor allem persönliche Dokumentation über den musikalischen Werdegang der Backstreet Boys. Der knapp 100 minütige Bericht bietet eine schöne Mischung aus aktuellen Eindrücken und Interviews mit den Bandmitgliedern und ständigen Rückblicken auf besondere und wegweisende Ereignisse -  sowohl schöne als auch unschöne - der letzten zwei Dekaden Bandgeschichte.
Die Bandmitglieder besuchen alte Orte und Personen und erinnern sich dort an bestimmte Begebenheiten, die irgendwie Einfluss auf die einzelnen Bandmitglieder hatten. Und so entsteht eine wunderbare Reise zurück zu den Anfangen der Freunde, die als gecastete Boyband Ende des letzten Jahrtausends die erfolgreichste Musikgruppe der Welt gewesen sind. Alle Bandmitglieder reflektieren ihre Vergangenheit sachlich und nehmen kein Blatt vor den Mund, auch bei tragischen Erlebnissen oder eigens verantworteten Schicksalsschlägen.
Sehr beeindruckend sind die Emotionen die dadurch entstehen, dass Mitte der 2000er Jahre plötzlich der Erfolg ausbleibt und die Band kurz vor den Zusammenbruch und damit verbunden dem endgültigen Aus steht. Doch die Jungs stehen diese Talfahrt mehr oder weniger gemeinsam durch und holten sich langsam aber sicher die alten Erfolge zurück.
Schön sind auch die vielen Personen, die den Jungs seinerzeit zur Seite standen und ihnen in den verschiedensten Bereichen geholfen oder sie begleitet haben. Sie kommen mit retrospektiven Interviews und Statements zur Sprache und geben so eine andere Sicht auf diverse Umstände der Bandgeschichte.
Und dann kommt das aktuelle Album und die Produktion zu diesem noch in den Mittelpunkt. Dabei kommen auch die Spannungen zwischen einzelnen Bandmitgliedern zur Sprache und werden durch deutliche Worte und Bilder unterstrichen. Alles in allem ist dieser Bericht nicht nur für Fans der Band, sondern für jeden Musikliebhaber ein wirklich interessantes und vor allem authentisches Dokument Musikgeschichte.
Und als Bonus gibt es dann sogar noch ein Konzert der "In A World Like This" Tour, das die Backstreet Boys zum 20jährigen Jubiläum im japanischen Saitama gaben, zu genießen. Großartige Bilder lassen einen bemerkenswert frischen und beeindruckenden Eindruck farbenprächtig erscheinen und machen dieses Ereignis zu einem unglaublichen Erlebnis.
Der Ton des Konzertes ist wahlweise in Dolby Surround 5.1 oder in Stereo 2.0 enthalten. Die Dokumentation hat einen im Stereo 2.0 Format unterlegten Ton. Leider fehlt bei dieser Veröffentlichung ein Booklet mit vielen Bildern und weiteren Informationen rund um "20 Jahre" Backstreet Boys.

weiterlesen ...

Paul Temple - Staffel 2

Zeitgleich mit der ersten deutschen Staffel der Paul Temple TV Serie, die Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre in England von der BBC produziert wurde, erscheint auch die zweite deutsche Staffel der damals im ZDF einmalig zu sehenden Serie bei Fernsehjuwelen.
Es handelt sich bei den Folgen der auf vier DVDs verteilten zweiten Staffel um die deutschen Episoden 14 bis 26. Die DVD-Box enthält leider neben den 13 Episoden der Staffel dieses Mal kein weiteres Bonusmaterial in Form von visuellen Berichten oder Interviews, Outtakes oder Ähnlichem. Das dürfte einmal mehr dem Umstand geschuldet sein, viele der damaligen Originalbänder aufgrund von zeitlich limitierten Aufbewahrungsfristen nicht mehr vorhanden gewesen sind.
Da die Serie - auch speziell in Deutschland - nur mäßigen Erfolg hatte, gab es nach den Erstausstrahlungen der Folgen auch niemals eine Wiederholung. Und so musste man seitens Fernsehjuwelen nun durch anderweitige Quellen, aus den ZDF Archiven, an viele der alten Aufnahmen kommen. Die gute Nachricht vorweg: es hat geklappt. Der leider zu akzeptierende Beigeschmack der guten Nachricht der Vollständigkeit der insgesamt 39 Folgen ist dann der, dass diverse Folgen eine nicht wirklich richtig gute Bildqualität haben, da das ZDF Material fast ausschließlich nur in Form von 16mm Sendekopien vorgelegen hat. Aber hier hat man seitens Fernsehjuwelen dann zu recht lieber auf die Vollständigkeit denn eine durchweg gute digitale Qualität der Bilder gesetzt. Insgesamt kann man aber feststellen, dass die Bildqualität über alle 13 Folgen hinweg im Durchschnitt etwas besser ist, als das bei den Folgen der ersten deutschen Staffel der Fall gewesen ist.
Die Serie basiert nur grob auf den sonstigen Fällen, die Autor Francis Durbridge für Funk und Fernsehen bis zu diesem Zeitpunkt geschrieben hatte. Der Autor selbst wollte gerne die Adaption seiner Charaktere für eine Krimi-Serie und schlug dem damaligen Produzententeam dann auch persönlich Francis Matthews als Hauptdarsteller und somit für die Rolle des Paul Temple vor. Wer die alten Verfilmungen von Paul Temple mit John Bentley kennt, der muss sich mit Francis Matthews erst ein wenig anfreunden, der er sieht nicht ganz so smart aus, wie der Brite aus den späten 1940er, frühen 1950er Jahre Verfilmungen. Aber die Serie hatte ohnehin den Auftrag, die Figur an die damalige Zeit der 1970er Jahre anzupassen.
Die Rolle von Steve Temple wurde mit der Schauspielerin Ros Drinkwater optisch sehr gut besetzt. Von der Art her ist Ros Drinkwater in ihrer Auslegung von Steve Temple allerdings etwas direkter und vor allem manchmal forsch und wirkt emanzipiert. Das ist eine andere Seite, als die, die die Paul Temple Fans ansonsten von den Hörspielen gewohnt waren. Denn eigentlich ist Steve Temple stets als die besorgte und umsorgende Person an der Seite des Paul Temple bekannt gewesen. Aber auch diese neue Seite steht ihr durchaus gut.
Die Inhalte der Folgen der zweiten Staffel sind ähnlich abwechslungsreich wie bei den vorangegangenen Folgen der ersten deutschen Staffel. Allerdings wird bei der vorliegenden zweiten Staffel deutlich, warum die Serie nach der dritten deutschen (in England war es die vierte) Staffel dann eingestellt worden ist. Die Episoden wurden zu allgemein. Die Figur des Paul Temple wurde nicht speziell, sondern mehr und mehr kommerziell und die Serie konnte sich - sicherlich auch durch die Art und Schnelligkeit der Produktion der Folgen - nicht mehr großartig von anderen Krimiserien der damaligen Zeit unterscheiden und abheben. Paul Temple wurde in seiner Art und mit seinen Fällen als Charakter irgendwie immer austauschbarer.
Aber gleichwohl lassen sich die 13 Folgen der zweiten deutschen TV-Staffel der "Paul Temple" Serie wirklich sehr angenehm und mit durchaus schönen Spannungsbögen anschauen.
Der Ton der DVDs ist - entgegen der Qualität der Bilder - erneut durchweg sehr gut. Er ist in Dolby Digital 2.0 Mono vorhanden. Es gibt zudem neben dieser deutschen Tonspur bei einigen wenigen Episoden noch die englische. Allerdings sind für die meisten Folgen die englischen Tonspuren nicht mehr verfügbar, so dass man sich wirklich nur sehr wenige Folgen im Original anschauen kann.
Auch bei dieser DVD-Box liegt erneut ein sehr ausführliches Booklet, das dem interessierten Zuschauer dann noch viele weiteren Informationen rund um die TV-Serie sowie zu den Erscheinungsdaten der in dieser zweiten Staffel enthaltenen Folgen gibt.
Alles in allem ist auch diese zweite deutsche Staffel mit ihren vier DVDs ein schönes Paket mit einem an sich schon als unwiederbringlich verschollen geglaubten Inhalt und 13 Folgen einer britischen Krimi-Serie, die den Blick auf Paul Temple einmal aus einer sehr interessanten anderen Richtung wagt, wenngleich er bei einigen Episoden allmählich ein wenig an ohnehin nur bedingt vorhandenem Charme verliert.
Fernsehjuwelen macht mit der Veröffentlichung dieser zweiten deutschen Paul Temple Staffel sicherlich die Träume vieler Francis Durbridge Fans und Krimi- Liebhaber der 1970er Jahre wahr. Und zudem gibt es nun diese Folgen erstmalig wieder seit ihrer Originalausstrahlung im ZDF in den frühen 1970er Jahren zu sehen.
Allein aus diesem Grund kann man über die oftmals mindere Bildqualität locker hinwegsehen und sich einfach an 13 weiteren Raritäten erfreuen!

weiterlesen ...

Paul Temple - Staffel 1

Fernsehjuwelen bringt die mittlerweile wohl schon fast in Vergessenheit geratene TV-Serie Paul Temple wieder zurück auf den Bildschirm. Die deutsche Filmfirma hat weder Kosten noch Mühen gescheut, die gesamten 39 Folgen der Serie, die zu Anfang der 1970er in deutscher Fassung im ZDF liefen, zu besorgen und diese im Rahmen der Möglichkeiten digital zu überarbeiten. Was sich auf den ersten Blick scheinbar einfach liest, war es dann auf den zweiten allerdings nicht wirklich. Schon zu Anfang, bevor das DVD Menü sich für den Fan der alten Klassiker Folgen der TV-Serie öffnet, weißt Fernsehjuwelen darauf hin, dass viele der damaligen Originalbänder aufgrund von zeitlich limitierten Aufbewahrungsfristen nicht mehr vorhanden gewesen sind. Da die Serie - auch speziell in Deutschland - nur mäßigen Erfolg hatte, gab es nach den Erstausstrahlungen der Folgen auch niemals eine Wiederholung. Und so musste man seitens Fernsehjuwelen nun durch anderweitige Quellen, aus den ZDF Archiven, an diese Aufnahmen kommen. Die gute Nachricht vorweg: es hat geklappt. Der leider zu akzeptierende Beigeschmack der guten Nachricht der Vollständigkeit der insgesamt 39 Folgen ist dann der, dass diverse Folgen eine nicht wirklich richtig gute Bildqualität haben, da das ZDF Material fast ausschließlich nur in Form von 16mm Sendekopien vorgelegen hat. Aber hier hat man seitens Fernsehjuwelen dann zu recht lieber auf die Vollständigkeit denn eine durchweg gute digitale Qualität der Bilder gesetzt.
Die Serie basiert nur grob auf den sonstigen Fällen, die Autor Francis Durbridge für Funk und Fernsehen bis zu diesem Zeitpunkt geschrieben hatte. Der Autor selbst wollte gerne die Adaption seiner Charaktere für eine Krimi-Serie und schlug dem damaligen Produzententeam dann auch persönlich Francis Matthews als Hauptdarsteller und somit für die Rolle des Paul Temple vor. Wer die alten Verfilmungen von Paul Temple mit John Bentley kennt, der muss sich mit Francis Matthews erst ein wenig anfreunden, der er sieht nicht ganz so smart aus, wie der Brite aus den späten 1940er, frühen 1950er Jahre Verfilmungen. Aber die Serie hatte ohnehin den Auftrag, die Figur an die damalige Zeit der 1970er Jahre anzupassen.
Die Rolle von Steve Temple wurde mit der Schauspielerin Ros Drinkwater optisch sehr gut besetzt. Von der Art her ist Ros Drinkwater in ihrer Auslegung von Steve Temple allerdings etwas direkter und vor allem manchmal forsch und wirkt emanzipiert. Das ist eine andere Seite, als die, die die Paul Temple Fans ansonsten von den Hörspielen gewohnt waren. Denn eigentlich ist Steve Temple stets als die besorgte und umsorgende Person an der Seite des Paul Temple bekannt gewesen. Aber auch diese neue Seite steht ihr durchaus gut.
Die erste Staffel von "Paul Temple" beinhaltet 13 Folgen, bei denen man eine Chronologie bei einem Blick in das umfangreiche Booklet des DVD Boxsets leider nicht feststellen kann. Da die Fälle aber in sich abgeschlossen sind, ist das nicht wirklich ein Problem. Man merkt aber, dass das ZDF seinerzeit ist mit einem zeitlichen Verzug in die Serie eingestiegen ist. Die eigentliche erste Staffel lief nur in England. Die erste deutsche Staffel ist also eigentlich die zweite originale. Und daher tauchen auch immer wieder männliche und weibliche HelferInnen, die den Schriftsteller und Hobbydetektiv unterstützen, auf, die man irgendwie nicht so richtig zuordnen kann.
Die einzelnen Folgen sind inhaltlich recht abwechslungsreich und im typischen Stil der 1970er Krimi-Serien produziert worden. Einzig die massiven Autoverfolgungsfahrten fehlen. Hier arbeitete man mit anderen Schwerpunkten. In diversen Folgen tauchen - ähnlich wie bei den Romanen - recht viele Personen auf und man muss sich dann schon wirklich konzentrieren, um die Zusammenhänge nicht aus den Augen zu verlieren. Gleichwohl entwickelt jede Folge - egal in welcher Bildqualität - ihren eigenen Charme. Und so lassen sich die 13 Folgen der ersten deutschen TV-Staffel der "Paul Temple" Serie wirklich sehr angenehm und mit durchaus schönen Spannungsbögen anschauen.
Der Ton der DVDs ist - entgegen der Qualität der Bilder - durchweg sehr gut. Er ist in Dolby Digital 2.0 Mono vorhanden. Es gibt zudem neben dieser deutschen Tonspur bei einigen wenigen Episoden noch die englische. Allerdings sind für die meisten Folgen die englischen Tonspuren nicht mehr verfügbar, so dass man sich wirklich nur sehr wenige Folgen im Original anschauen kann.
Neben den 13 Episoden gibt es dann noch ein schönes rund viertelstündiges Interview mit Francis Matthews, in dem er interessante rückblickende Informationen rund um die damalige Entstehung der Serie, die Auswahl der Kleidung, sein persönliches Verhältnis zu Paul Temple und mehr Preis gibt. Dazu gibt es ein sehr ausführliches Booklet, das dem interessierten Zuschauer dann noch viele weiteren Informationen rund um die TV-Serie sowie zu den Erscheinungsdaten der in dieser ersten Staffel enthaltenen Folgen gibt.
Alles in allem also schon wirklich schönes Paket mit einem an sich schon als unwiederbringlich verschollen geglaubten Inhalt und 13 Folgen einer britischen Krimi-Serie, die den Blick auf Paul Temple einmal aus einer sehr interessanten anderen Richtung wagt. Und zudem eine lohnenswerte Veröffentlichung wegen ihrer Rarität. Und wer sich dessen bewusst ist, der kann über die oftmals mindere Bildqualität locker hinwegsehen!

weiterlesen ...

Paul Temple - Wer ist Rex?

Die Originalverfilmung des Films "Paul Temple - Wer ist Rex?" stammt aus dem Jahr 1945 und dieser Fall ist der zweite, den Paul Temple, der bekannte Schriftsteller und Hobbydetektiv, zusammen mit Steve, die mittlerweile seine Frau geworden ist, lösen muss. Dieses Mal geht es um diverse mysteriöse Frauenmorde, der erste geschieht in einem Zug an einer jungen Frau. Einem weiteren Mord wohnen Paul und Steve Temple sogar aktiv bei, denn beim Besuch eines Nachtclubs bricht plötzlich eine berühmte Sängerin mitten in ihrem Auftritt zusammen und ist tot. Diese Sängerin wollte der Polizei den Hinweis auf einen gewissen "Rex" geben, der hinter dem Mord im Zug stecken soll. Denn an der Fensterscheibe des Zugabteils, in welchem die junge Frau tot aufgefunden wurde, stand in Großbuchstaben das Wort "REX" geschrieben.
Nachdem Paul Temple - nicht zuletzt aufgrund der Geschehnisse im Nachtclub, die er zusammen mit seiner Frau live miterleben musste - die Ermittlungen aufnimmt, geraten schnell eine unbekannte und in grau gekleidete Dame sowie ein mysteriöser Psychiater und dessen Sprechstundenhilfe in den Mittelpunkt der Ermittlungen des Hobbydetektivs. Immer wieder gibt es neue Wendungen und es tauchen, in guter alter Francis Durbridge Manier, stets neue Personen auf, die sich merkwürdig verhalten und den Fall über seine gesamten knapp 90 Minuten hinweg stets auf hohem spannenden Niveau halten. Und am Ende enttarnt Paul Temple den wahren Rex im Rahmen der vom Autoren Francis Durbridge so geliebten und zum Ende seiner Romane immer wieder in Szene gesetzten großen Runde.
Dieser Film fasziniert zwar nicht durch die Bildqualität der Restauration, denn dazu war das nachzubearbeitende Originalmaterial wohl einfach zu schlecht. Vielmehr sind es die Kameraperspektiven und die Vielschichtigkeit der Handlung. Erstmals ist hier John Bentley als Paul Temple zu sehen und dieser verkörpert den Charakter auf hervorragende Weise und sollte dies im Nachgang dann auch noch bei weiteren Verfilmungen der Reihe tun. Er haucht der Figur diese wunderbare und vom Autoren beabsichtigte Mischung aus Charmeur und taktischem Denker ein und man kann es beim Zusehen förmlich greifen, dass John Bentley diese Rolle wahrlich adaptiert hat und sie lebt. Selbiges gilt für Dinah Sheridan, die bei "Wer ist Rex?" als Paul Temples Ehefrau Steve zu sehen ist.
Die Dialoge mussten aufgrund der nicht vorhandenen deutschen Tonspur für die Originalverfilmung neu übersetzt und synchronisiert werden. Selbiges gilt natürlich auch für die atmosphärischen Geräuschuntermalungen. Beides ist gut gelungen, einzig in manchen Szenen hat man darauf verzichtet, die Nebengeräusche mit aufzunehmen und umzusetzen. So zum Beispiel, als Paul und Steve Temple im Speisesaal eines Hotels ihr Essen zu sich nehmen wollen. Die ebenfalls dort befindlichen Personen sind bei der Neuvertonung komplett stumm gehalten. Das sind aber nur Feinheiten, die die Tatsache, dass man seitens Pidax und Renown Pictures diese für alle Francis Durbridge Fans grandiose Verfilmung endlich für den deutschen Markt zugänglich gemacht hat, nicht wirklich beeinträchtigen.
Der Ton ist solide in Dolby Digital 2.0 aufgenommen und stets mit einem leichten Grundrauschen versehen worden, damit auch bei den aktuell aufgenommenen Untermalungen und Dialogen stets das Flair der Zeit der Originalaufnahme aufkommt. Und dieses Ziel hat man seitens des Produktionsteams wunderbar erreicht.
Als Bonusmaterial gibt es neben dem letzten Teil des Interviews mit Nicholas Durbridge, dem jüngsten Sohn von Francis Durbridge dann noch Trailer zu den weiteren Paul Temple Filmen von Pidax sowie einen Ausschnitt aus der TV Serie "Ich trage einen großen Namen", bei der Nicholas Durbridge im Jahr 2010 zu Gast war.
Im Booklet gibt es darüber hinaus noch die unveröffentlichte Kurzgeschichte "Paul Temple und der Langfinger", sowie jede Menge Angaben zu den Sprechern und allen anderen Beteiligten am Film und ein interessantes Vorwort mit vielen weiteren Informationen rund um die Paul Temple Serie vom diesbezüglichen Fachmann, Dr. Georg Pagitz. Alles in allem also eine wunderbare Veröffentlichung eines alten Klassikers, die nicht nur die Paul Temple Fans, sondern alle Freunde nostalgisch anspruchsvoller Krimiunterhaltung begeistern dürfte.

weiterlesen ...

Paul Temple - Der grüne Finger

Pidax hat einen weiteren Film- und Krimiklassiker für die Fans des gepflegten britischen Krimis zugänglich gemacht. "Der grüne Finger" ist die Verfilmung des ersten Paul Temple Falles aus der Feder des unvergessenen Autoren Francis Durbridge. Die Verfilmung stammt aus dem Jahr 1946 und war zuvor noch nie in einer deutschen Fassung verfügbar. Zusammen mit Renown Pictures hat Pidax das 70 Jahre alte Filmmaterial digital im Rahmen der Möglichkeiten restaurieren und neu abtasten lassen. Und auch die deutsche Synchronisation musste komplett neu eingesprochen und nicht nur der eigentlichen Atmosphäre der damaligen Zeit und dem Charme der Verfilmung angespasst werden, sondern ebenfalls musste die deutsche Übersetzung sich komplett am Originalton orientieren, da es keinerlei Drehbücher aus der damaligen Zeit mehr dafür gab.
Inhaltlich hat Paul Temple es bei seinem ersten Fall mit einer skrupellosen und zudem sehr geschickt agierenden Juwelenbande zu tun. Doch nicht nur die Juwelenraube, sondern auch ein merkwürdiger Todesfall lassen den Hobby-Detektiv zusammen mit Scotland Yard ermitteln. Und im Laufe dieser Ermittlungen lernt Paul Temple nicht nur seine spätere Frau Steve kennen, welche die Schwester des Toten ist, sondern er macht ebenfalls Bekanntschaft mit diversen weiteren merkwürdigen Personen, die alle irgendwie in das Gesamtgeschehen eingebunden zu sein scheinen. Das Finale des ersten visuellen Falls von Paul Temple ist zwar nicht so spektakulär, wie dies bei den Hörspielen der gleichnamigen Reihe der Fall ist, aber dennoch entwickelt dieser Film einen unglaublichen Charme und eine nostalgische Zeitlosigkeit.
Anthony Hulme und Joy Shelton interpretieren ihre Rollen als Paul Temple und Steve Trent sehr gut und so entsteht eine schöne Verfilmung, die unter Berücksichtigung der Zeit ihrer Entstehung eine schöne seichte Spannungskurve aufweist. Als Bonusmaterial gibt es einen weiteren, dieses Mal den dritten Teil des Interviews mit Nicholas Durbridge, ein leider nur einminütiges altes Interview aus den 1970er Jahren mit Autor Francis Durbridge sowie einen Trailer und einen Blick hinter die Kulissen bezüglich der neuen Synchronisation.
Das Booklet der DVD enthält, in sehr liebevoller Zusammenstellung, viele schöne Informationen rund um den Autoren und die Serie um Paul Temple sowie die bislang unveröffentlichte Kurzgeschichte "Paul Temple und die Nachtigall". Insgesamt eine sehr schöne und liebevoll zusammen gestellte neue Collector's Edition eines bislang in Deutschland und mit deutscher Sprache unveröffentlichten Paul Temple Films.

weiterlesen ...

Die Brücke – Staffel III

Saga Norén bekommt es bei der dritten Staffel von "Die Brücke" nicht nur mit diversen brutalen Morden zu tun, sondern aufgrund der langjährigen Inhaftierung ihres alten dänischen Partners Martin Rohde auch mit einem neuen Partner an ihrer Seite. Und dieser Partner, Henrik Sabroe, bietet der eigenwilligen und in Ansätzen autistischen Saga Norén wahrlich die Stirn, unterstützt sie aber ebenso effektiv bei den Ermittlungen, wie er ihr privates Leben zu bereichern scheint. Allerdings haben beide Polizisten auch ähnlich gelagerte private Probleme, die im Laufe der Serie immer mehr zu Tage gefördert werden. Dadurch werden die Charaktere dem Zuschauer auf eine geschickte und persönliche Weise immer näher gebracht.
Die ermordeten Personen scheint anfänglich nichts miteinander zu verbinden, allesamt werden die Leichen wie spezielle Kunstwerke hergerichtet und quasi in Szene gesetzt. Die Ermittlungen nehmen, wie schon in den Staffeln zuvor, schnell Fahrt auf und immer wenn man glaubt, eine Spur zu haben, wird sowohl der Zuschauer als auch das Ermittlerduo wieder von einer neuen Begebenheit in eine andere Richtung gelenkt. So bleibt die Spannungskurve stets auf sehr hohem Niveau. Und das bis hin zur Lösung im Staffelfinale.
Leider muss man sich nach dieser Staffel erneut von einer wichtigen Figur der ersten beiden Staffeln der Serie verabschieden, da diese ebenfalls Opfer des Mörders und von diesem anfänglich schwer verletzt wird. Im Nachgang verliert sie dann den Kampf um ihr Leben auf der Intensivstation.
Schauspielerisch liefern speziell Sofia Helin als Saga Norén und Thure Lindhardt als ihr neuer Partner Henrik Sabroe famose Leistungen ab und verleihen den Charakteren ein unglaublich interessantes, manchmal leicht irritierendes und nachdenklich stimmendes Bild mit vielen emotionalen Facetten und hintergründigen Schicksalen.
Die Bildqualität der Blu-Rays ist hervorragend. Gestochen scharf - auch was die dunklen Szenen angeht - liefern die runden Scheiben die optimalen optischen Rahmenbedingungen für rund neun Stunden allerfeinste schwedische Krimi Unterhaltung. Der Ton ist in DTS-HD 5.1 Surround Sound enthalten. So kommen die einzelnen Effekte bestmöglich zur Geltung.
Wie schon bei den ersten beiden Staffeln, so schafft es das Produktionsteam auch bei der dritten Staffel von "Die Brücke" eine stets bedrohliche dunkle Atmosphäre zu erzeugen, die gepaart mit optischer Grausamkeit die Einmaligkeit dieser Serie auf unglaublich faszinierende Art in Szene setzt.

weiterlesen ...

Mord mit Aussicht- Ein Mord mit Ausicht

Nach drei erfolgreichen, und in geschickter Kombination von Spannung und Slapstick auch unglaublich unterhaltsamen Staffeln der "Mord mit Aussicht" Serie, gibt nun nun auch ein Special in Spielfilmlänge.
"Ein Mord mit Aussicht" steht dann über seine 90 Minuten für alles, für das die Serie nicht stand: Langweilig, flache Dialoge, ein unspektakulärer Fall und (angesichts des Drehbuchs wohl auch nicht überraschend) unmotivierte Schauspieler. Man wollte die Serie mit diesem Film nach den ersten drei Staffeln in die schon länger angekündigte lange Pause überführen. Doch statt am Ende Sehnsucht und Hoffnung nach einer schnellen Fortsetzung zu sähen, hat man es geschafft, bei den Fans und Freunden der Serie ein großes Durchatmen ob der nun anstehenden dauerhaften Unterbrechung hervorzurufen.
Und so kann man dem Film einfach nur ein schlechtes Zeugnis ausstellen und die Frage aufwerfen, ob der Regisseur vor den Dreharbeiten alle Qualitätsmerkmale der Serie vergessen oder während der Dreharbeiten sein Gespür für seichte, aber dennoch wortwitzige und damit familientaugliche Unterhaltung mit dem speziellen Niveau verloren hat. Dieser Film bietet bis auf 90 Minuten überwiegende Langeweile und hat sich das Proädikat "muss man nicht sehen" auf seine ganz eigene Weise mehr als verdient. Schade, eigentlich!

weiterlesen ...

Paul Temple und der Fall Marquis

Dieser zweite Paul Temple Fall ist in einer Hinsicht etwas ganz Besonderes. Denn zu dieser Verfilmung gab es bislang keine deutsche Tonspur. So hat das Pidax Team die Synchronisation in Auftrag gegeben und den Film erstmals in deutscher Sprache für die Paul Temple Fans der ersten Stunde und alle, die es aktuell geworden sind und noch werden, neu synchronisiert.
Durch eine gut angewandte Technik hat man es seitens der Macher sehr gut verstanden, die Stimmen derart zu bearbeiten, dass man das Gefühl hat, die Synchronisation stammte aus der damaligen Zeit. Denn der Film stammt immerhin im Original aus dem Jahr 1952. Auch die Restauration des Bildmaterials ist gut gelungen. Wenn man speziell den originalen Vorspann als Vergleich hinzuzieht, dann ist der Film selbst von einer deutlich besseren Qualität.
Inhaltlich geht es um diverse Morde, für die sich der Marquis, einem Mann ohne Gesicht und lauter Geheimnissen. Alsbald führt die Spur den Schriftsteller und Hobby-Detektiv Paul Temple, der auch in dieser Verfilmung von dem wunderbaren John Bentley gespielt wird, und seine Frau Steve, die ebenfalls sehr gut und authentisch von Patricia Dainton in Szene gesetzt wird, zu einem mysteriösen Archäologen. Und plötzlich scheint die Lösung des Rätsels um den Grund der Morde des Marquis eine ganz neue Dimension zu erlangen.
Die Figur des Archäologen Sir Felix Raybourne wird vom großartigen Christopher Lee gespielt und dieser einmalige Schauspieler haucht der Figur ein unglaubliches Charisma ein.
Als Bonusmaterial darf der Zuschauer knappe zehn Minuten hinter die Kulissen gucken. Dort geben die Macher der Neusynchronisation einen Einblick und Informationen zu den neuen Sprachaufnahmen, man sieht die Sprecher kurz in Aktion und bekommt erklärende Worte von den Verantwortlichen. Dazu gibt es dann noch den zweiten Teil des Interviews mit dem Sohn von Francis Durbridge, Nicolas Durbridge. Auch in dieser knappen halben Stunde gibt der Sohn des großen Autoren wieder interessante Einblicke und Informationen in Bezug auf seinen Vater preis.
Und auch das Booklet dieser DVD Veröffentlichung kommt wieder mit einer unveröffentlichten Kurzgeschichte, die den Titel "Ein Geschenk von Paul Temple" trägt und vielen Informationen rund um die Figur Paul Temple daher. Und so ist auch "Paul Temple und der Fall Marquis" eine schöne und speziell für Nostalgiker und Fans der alten Francis Durbridge Hörspiele und Filme, Veröffentlichung.

weiterlesen ...

Paul Temple - Jagd auf Z

Pidax macht den alten Straßenfeger Serienfans ein wahres Geschenk. Mit "Paul Temple - Jagd auf Z" erscheint eine britische Verfilmung um den Hobby-Ermittler und Schriftsteller aus der Feder des unvergessenen Francis Durbridge, die man kurz vor der Vernichtung retten konnte und nun einem breiten Krimipublikum mit schönen und nostalgischem Bonusmaterial zugänglich macht.
Paul Temple wird hier von John Bentley gespielt. Und dieser haucht der Figur einen Charme und Witz zugleich ein, wie sich das der Autor auch vorgestellt haben dürfte.
Der Fall als solches ist überschaubar interessant, die Leistungen der Schauspieler sind es ebenfalls und doch entwickelt die Verfilmung rund um eine Spionage-Bande einen interessanten Charme. Paul Temple und seine Frau Eva (warum auch immer man sich damals dazu entschlossen hat, aus Steve Eva zu machen) werden um ihre Hilfe gebeten und ehe sie sich versehen, sind sie schon mittendrin und machen Jagd auf Z.
Das Filmmaterial ist digital überarbeitet worden und daher ist die Qualität angesichts des Alters und Zustands der Originalaufnahmen wirklich sehr gut. Von Ton kann man das leider nicht behaupten, er sirrt oftmals und klingt recht blechern, fast wie etwas dauerhaft übersteuert. Aber immerhin konnte man auch diesen ins 21. Jahrhundert retten und bei dieser Aufnahme ist das das Einzige, was zählt.
Dazu gibt es dann noch ein knapp halbstündiges Interview mit Nicolas Durbridge, dem Sohn des Autoren, in dem dieser interessante Auskünfte über seinen Vater und dessen Entwicklung bis hin zum Erfolgsautor gibt. Das Interview ist sehr persönlich und es ist Nicolas Durbidge anzumerken, das er in gewisser Weise geehrt ist, (s)einen familiären Teil zu dieser Neuveröffentlichung des Film beizutragen.
Des Weiteren gibt es noch den damaligen deutschen Vorspann in unbearbeiteter und daher sehr pixeliger Form sowie einen Trailer mit auf der DVD als zusätzliches Material.
Das Booklet hält dann neben einem interessanten Vorwort von Dr. Georg Pagitz über die Entstehung der Figur des Paul Temple auch noch die bis dato unveröffentlichte Kurzgeschichte "Paul Temple und die Puppe des Bauchredners" für die Fans bereit.
Alles in allem eine klasse Veröffentlichung einer längst verschollen geglaubten Filmperle, die in keinem Regal eines nostalgisch veranlagten Krimifans fehlen darf.

weiterlesen ...
Diesen RSS-Feed abonnieren