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Zarah-Wilde Jahre – Staffel 1

Die neue vom ZDF produzierte Serie „Zarah-Wilde Jahre“ kann man auf gewisse Weise als das feminine Gegenstück zur ProSieben Erfolgsserie „Stromberg“ betrachten. Hielt bei „Stromberg“ der Macho-Abteilungsleiter einer Versicherungsschadenabteilung seine Leute chauvinistisch auf Trab, so gibt sich bei „Zarah-Wilde Jahre“ dieses Mal eine Frauenrechtlerin und somit Emanzipationsvorreiterin bei einem Zeitungsverlag die Ehre.
Die klischeehaft sehr gut in Szene gesetzte Männerdomäne „Zeitung“ wird sinnbildlich in ihren Grundfesten erschüttert, als Zarah Wolf von einem renommierten Verleger das Angebot bekommt, in dessen Zeitungsredaktion einen verantwortungsvollen Posten in der Redaktion des erfolgreichen Magazins „Relevant“ zu bekleiden. Von den Möglichkeiten dieses Angebots mehr als beeindruckt und zudem ihre Chance für die vermehrte Durchsetzung von Frauenrechten auf breiter medialer Ebene witternd, nimmt Zarah Wolf, sehr gut, schnippisch und wortgewandt von Claudia Eisinger in Szene gesetzt, den Job an. Und ab diesem Zeitpunkt ist der Zeitungsredaktion der „Relevant“ nichts mehr so, wie es war.
Die Serie spielt in den 1970er Jahren, also der Zeit, in der die Bewegung für Emanzipation und damit verbunden Frauenrechte, so richtig in Fahrt gekommen ist. Es geht um Mitbestimmung, den § 218 BGB, um Werteverständnis und Chauvinismus. Die Serie ist mit sehr guten Schauspielern besetzt, die das Flair der damaligen Zeit – Hamburg, im Jahr 1973 – sehr gut in sich aufgenommen und teilweise ohnehin damals selbst miterlebt haben. So gelingt mit Schauspielern wie Torben Liebknecht, Jörn Hentschel, Ole Puppe, oder auch Leon Ulrich, der auch schon bei „Stromberg“ mitgespielt hat, eine sehr authentische Umsetzung der Themen, stets mit einem Comedy haften Augenzwinkern, aber dennoch mit unterschwelliger Nachhaltigkeit und einem das Format nicht überfordernden Tiefgang.
Die erste Staffel der Serie umfasst sechs Folgen und führt den Zuschauer gut in das Geschehen und die Besonderheiten der einzelnen Charaktere ein. Ohne mit zu vielen Informationen überfrachtet zu werden, wird in den einzelnen Folgen gut herausgearbeitet, wie das Redaktionsleben vor und nach Zarah Wolf gewesen ist. Die eigentliche Männerdomain, die auch immer wieder mit chauvinistischen Anmerkungen und Handlungen vorherrschte, erfährt eine fulminant feminine Wendung. Der Männer-Clan wird mit den Waffen der Frauen des Öfteren in seine Schranken gewiesen und so bietet diese Auftaktstaffel von „Zarah-Wilde Jahre“ sehr feine Unterhaltung mit einem Kernthema, in dem sich auch heute noch die Vielzahl der Zuschauer widerfinden dürfte.
Neben den interessanten Bildeinstellungen und Kameraperspektiven, mit denen das Produktionsteam der Serie das Geschehen in und rund um die Zeitungsredaktion und das private Umfeld der Hauptperson einfängt, weiß auch der Soundtrack zu begeistern. Denn man hat zur Untermalung diverser Szenen schöne und zeitlose Musik aus den 1970er Jahren beigezogen. So gibt es verträumte Songs von The Mamas & The Papas, The Doors, The Rolling Stones, Aretha Franklin oder auch Simon & Garfunkel zu genießen.
Das Bild liegt in guter Qualität mit einer angenehmen Farbtiefe und einem sehr ausgewogenen Kontrast vor. Die Art der Umsetzung ist farblich ein klein wenig dezenter gehalten, um den Geist der damaligen Zeit besser wiedergeben zu können. Und auch der in Dolby Digital 2.0 vorliegende Ton ist klar und jederzeit gut verständlich, ohne es an einer angenehmen räumlichen Tiefe fehlen zu lassen.
Und so ist dem ZDF mit der ersten Staffel von „Zarah-Wilde Jahre“ ein sehr guter Aufschlag gelungen, auf dessen Fortsetzung man sich schon jetzt freuen kann – und die zudem ein Thema beleuchtet, dass man im Kern zwar gerne in der Vergangenheit ansiedelt, das aber auch heute leider noch immer mal wieder im Fokus steht.

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The Missing - Die komplette zweite Staffel

Nachdem bereits die erste Staffel der Krimiserie "The Missing" auf eine faszinierende Weise begeisterte, steht auch die zweite Staffel ihrer Vorgängerin in nichts nach. Dieses Mal dreht sich alles um verschwundene Mädchen. Und wieder ist es den Machern, den Brüdern Harry und Jack Williams, gelungen, eine erschreckende Szenerie zu kreieren, die aus mehreren wirklich an die Nerven gehenden Handlungssträngen besteht und nicht nur den ermittelnden Personen dieser zweiten Staffel, sondern auch vom Zuschauer alles abverlangt.
Alles beginnt mit dem Verschwinden eines britischen Mädchens, das mit ihren Eltern, die beide beim britischen Militär in Deutschland stationiert sind. Nachdem die Eltern ihr Kind schon aufgegeben zu haben schienen, kehrt ein Mädchen plötzlich wieder zurück und alle nehmen an, dass es sich um eben die verschwundene Tochter der Briten handelt. Doch schon bald kommen der Mutter Zweifel, die ihre damals verschwundene Tochter nicht wirklich in der nun nach elf Jahren zurückgekehrten Person wiederfinden kann.
Doch das ist nur der Anfang, denn dann überschlagenen sich die Ereignisse und "The Missing - Staffel 2" nimmt sofort richtig Fahrt auf und nimmt den Zuschauer mit auf eine grausame, kranke Geschichte, die sich in Deutschland, Frankreich und Syrien abspielt und die ganz tief in die militärischen Geheimnisse und Verhaltensweisen der 2001 im Irak stationierten britischen Armee eintaucht und letztlich dort den Ursprung für das Geschehen setzt.
Im Rahmen dieser Besprechung weiter auf den Inhalt der drei DVDs, auf denen sich die acht Folgen der zweiten "The Missing" Staffel befinden, einzugehen, würde dazu führen, die Handlung in nicht unwesentlichen Teilen auflösen zu müssen. Daher wird darauf verzichtet, denn diese zweite Staffel der Serie muss man unvoreingenommen und ohne weitere Vorkenntnisse auf sich wirken lassen. Man ist als Zuschauer ohnehin schon nach wenigen Minuten derart süchtig nach dem weiteren Geschehen, dass man die Folgen nahezu nahtlos anschauen will bzw. muss.
Wie schon bei der ersten Staffel, so spielt auch bei dieser zweiten Staffel der Serie der französische Ermittler Julien Baptiste eine Hauptrolle. Denn er ermittelte vor langer Zeit in Frankreich wegen eines verschwundenen Mädchens und musste im Rahmen seiner damaligen Ermittlungen miterleben, wie sich die Mutter des Mädchens aus Verzweiflung in den Tod stürzte. Und seit diesem Zeitpunkt hat er sich und dem Vater geschworen, den Fall um das Verschwinden des Mädchens aufzuklären.
Als das britische Mädchen dann 2014 wieder auftaucht, kommt der alte Fall auch bei Julien Baptiste, der erneut hervorragend von Tchéky Karyo gespielt wird, erneut wieder ins Bewusstsein und er nimmt seine Ermittlungen - nun bereits im Rentenalter - wieder auf.
Die Macher der Serie setzen die vielen emotionalen Berg- und Talfahrten der Familie, die Opfer einer Kindesentführung geworden ist, sehr emotional und tiefgründig um. Sie beschreiben die Zerrissenheit, die Hoffnung, die Vorwürfe und die Selbstzerstörung der einzelnen Familienmitglieder auf eine sehr intensive und vor allem realistische Art.
Und auch das Geschehen um die britische Militärbasis in Deutschland wird sehr gut dargestellt. Die Besonderheiten und die Verhaltensweisen und Schicksale der einzelnen Beteiligten werden durch immer wieder eingebundene Zeitsprünge eindrucksvoll vermittelt. Und so sieht der Zuschauer dann schon bestimmte Ergebnisse im Hier und Jetzt und erfährt dann durch die Rückblendungen, die sich im Jahr 2014, 2003 und auch 2001 abspielen, den Weg und die Entwicklung bis hin zur späteren Auflösung des Falls, die viel Positives, aber auch einen Wermutstropfen beinhaltet. Und so hat "The Missing - Staffel 2" einfach alles, was ein Krimi, ein Thriller und eine geniale Serie braucht, um einen uneingeschränkten Suchtfaktor zu entwickeln.
Tolle Schauspieler, teilweise erschreckend faszinierende Schauplätze und Kameraeinstellungen und ein Plot, der beklemmend, erschreckend und begeisternd zugleich ist, lassen "The Missing - Staffel 2" zu der vielleicht besten Krimi-Serie des Jahres 2017 werden.
Die Bildqualität ist hervorragend und besitzen eine kontrastreiche Farbtiefe. Der Ton, der wahlweise in englischer und deutscher Sprache mit entsprechenden Untertiteln verfügbar ist, kann in Dolby Digital 5.1 abgerufen werden. Aber auch auf dem normalen Fernseher klingt der Ton gut ausgesteuert und räumlich. Und so ist alles angerichtet, was man braucht, um sich über gut 470 Minuten hinweg genialer und spannender Krimi-Unterhaltung hinzugeben.

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Candice Renoir – Staffel 4

Die französische Krimiserie rund um die wunderbar charmant konfus und doch so emotional liebenswert und mit viel Kalkül ausgestattete sympathische Kommissarin Candice Renoir und ihr Team geht in die vierte Runde bzw. Staffel.
Und in dieser geht es nicht nur um zehn neue interessante und durchaus süffisant spannend aufgemachte Fälle für Candice Renoir und ihr Team, sondern es kommen auch wieder die privaten Situationen im Leben der Kommissarin und anderer Hauptdarsteller nicht zu kurz. Dadurch behält die Serie nicht nur ihren Charme, sondern bleibt auch angenehm kurzweilig.
Erneut schaffen es die Macher, das französische Lebensgefühl, die scheinbare Leichtigkeit des Seins auf der einen und die kriminelle und damit verbunden durchaus emotional anstrengende Polizeiarbeit mit all ihren Zwistigkeiten und internen Querelen unter Kollegen und mit ex-Kollegen auf der anderen Seite gekonnt in Szene zu setzen. Und so zieht diese vierte Staffel den Zuschauer erneut auf eine wunderbare leichte aber dennoch stets auch in Ansätzen tiefgründige Serie in ihren Bann.
Alle Handlungsstränge, sowohl beruflich und privat, werden fortgeführt und zum Staffelende hin, wartet dann noch eine Überraschung auf den Zuschauer und Fan der Serie.
Das Bild der drei DVDs ist sehr gut. Ausgewogen und mit einer angenehmen Tiefe und einem sehr guten Kontrast machen die zehn Folgen dem Auge sichtlich Spaß. Die Kameraführungen sind sehr gut und auch die Schnitte hat man gut gesetzt.
Den Ton gibt es wahlweise in deutscher oder französischer Sprache. Bei beiden Varianten liegt er dann in Dolby Digital 2.0 vor. Die Dialoge sind stets gut zu verstehen und auch das räumliche Gefühl kommt bei den Folgen gut zur Geltung.
Ein kleines Manko ist die Tatsache, dass diese DVD Box bis auf einige Trailer zu anderen Produktionen der Firma Edel: Motion keinerlei weiteres Bonusmaterial enthält.

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Der junge Inspektor Morse - Pilotfilm & Staffel 1

Diese Krimiserie ist wohl so ziemlich die beste, die in den letzten Jahren produziert worden ist. Das liegt nicht nur an den faszinierenden und zeitlos beeindruckenden Schauplätzen der englischen Universitätsstadt Oxford, sondern auch an den Inhalten der einzelnen Filme dieser Auftaktstaffel der „Der junge Inspektor Morse“ Serie. Die von Shaun Evens verkörperte Hauptfigur des Endeavour Morse gewinnt den Zuschauer sofort für sich. Es ist die zurückhaltende, vornehm britische und doch messerscharf kombinierende und stets aufmerksame Art des Inspektors, die ihn nicht nur sympathisch, sondern auch so brillant menschlich erscheinen lässt. „Der junge Inspektor Morse“ ist respektvoll und kombiniert im Stillen.
Er achtet auf Details und denkt oftmals über den Tellerrand hinaus. Und so schafft er es, nicht immer zur Freude seiner Kollegen und Vorgesetzten, stets auf seine eigene Weise die häufig kniffligen und verzwickt unlösbar erscheinenden Fälle zu lösen und die Täter anhand von winzigen Einzelheiten und auch mal durcheinen geschickten Bluff zu überführen.
Hatte die Hauptserie „Inspektor Morse“, die von 1987 bis 2000 produziert wurde, hauptsächlich Erfolg auf der britischen Insel, so hat diese Serie, die letztlich das Prequel zu „Inspektor Morse“ ist, definitiv die Qualität, sich auch in Deutschland zu einer Kultserie zu entwickeln. Die erste Staffel lief im Herbst 2017 bei ZDF Neo und kurz nach dem Ende der Ausstrahlungen erscheint die erste Staffel mit ihrem Pilotfilm und vier weiteren Filmen bzw. Fällen nun auf drei DVDs.
Das Bild dieser – im Original im Jahr 2011 produzierten – Folgen der Auftaktstaffel ist sehr gut. Die Bilder sind klar und die Farben haben eine wunderbare Tiefe. Das gilt sowohl für die hellen als auch für die dunkleren, düsteren Sequenzen in den Filmen. Zudem sind die Perspektiven, mit denen Produzent Dan McCulloch das Geschehen immer wieder einfängt sehr interessant und unterstreichen das Niveau der Filme neben dem Inhalt auch im Visuellen Bereich.
Der Ton liegt in deutsch und englisch jeweils in 2.0 Stereo Format vor. Das ist vollkommen ausreichend. Er ist klar und im Rahmen der Möglichkeiten sogar ein wenig räumlich wahrzunehmen. Außerdem ist die deutsche Synchronisation wirklich hervorragend gelungen. Hier passt wirklich alles und man hat nicht den Eindruck, dass es sich um eine synchronisierte Serie handelt. Genauso muss eine Synchronisation sein.
Das einzige klitzekleine Manke dieser ersten Staffel der „Der junge Inspektor Morse“ ist die Tatsache, dass die DVD Box leider über kein Serien bezogenes Bonusmaterial verfügt. Es gibt lediglich ein paar Vorschauen anderer Serien aus dem Hause itv. Aber angesichts der überragenden Qualität der Serie an sich, kann man diese Tatsache wirklich vernachlässigen. Und eines steht mit dieser Auftaktstaffel auch bereits in Stein gemeißelt fest: Wer „Lewis“ mag, der wird „Der junge Inspektor Morse“ lieben!

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David Gilmour - Live At Pompeii

Geschichte wiederholt sich - und ebenso wie die Geschichte, so wiederholen sich auf der neuen Live-Veröffentlichung von ex-Pink Floyd Gitarrist und Sänger David Gilmour die Emotionen. Denn eines ist mit Sicherheit auch heute noch so ergreifend, wie es vor 46 Jahren war. Ein Auftritt im beeindruckenden und von der Geschichte des Römischen Reiches gezeichneten Amphitheater in Pompeii am Fuß des Vesuvs.
Nachdem David Gilmour im Jar 1971 zusammen seinen damaligen Bandkollegen von Pin Floyd schon einmal eine unvergleichbare Begegnung mit dieser antiken Stätte hatte, erlebt er Pompeii und das Amphitheater nun erneut, allerdings auf eine neue und veränderte Weise. Zum einen wurde dem Sänger die Ehrenbürgerurkunde der süditalienischen Stadt verliehen und zum anderen spielt David Gilmour seine beiden Konzerte nicht im leeren Amphitheater, sondern vor einem begeisterten und gerührten Publikum. Und nicht zuletzt dadurch bekommt dieser Live-Mitschnitt, der nun auf Blu-ray erschienen ist, eine ganz andere emotionale Weite und musikgeschichtliche Bedeutung.
Für die Auftritte hat man die antike Arena mit guten technischen Möglichkeiten versehen und damit eine das Konzert begleitende, sehr atmosphärische Lichtshow erschaffen. Seichte Farben unterlegen die vielen Pink Floyd Klassiker und die eigenen Songs, die David Gilmour während seines gut zwei Stunden dauernden Auftritts auf seine sanft zurückhaltende Weise dargeboten hat. Der Mitschnitt lebt natürlich von der Atmosphäre des Moments und dem Bewusstsein, dass sich der Sänger eben an diesem Ort schon vor über 45 Jahren befunden und ihn auch bei seiner damaligen Begegnung emotional und musikalisch in sich aufgesogen und in seinen Sounds hat wirken lassen. Und eben diesen Eindruck bekommt man auch im Hier und Jetzt.
"Live in Pompeii" ist quasi ein später Schritt zur Selbstfindung. Man hat den Eindruck, David Gilmour setzt sich an diesem Ort mit nunmehr über 70 Jahren noch einmal mit seiner eigenen Vergangenheit auseinander und arbeitet diese und seine ganz persönliche Geschichte durch die Eindrücke und das erneute Erleben der Momente im Amphitheater von Pompeii auf eine sehr persönliche und zurückhaltende Weise erneut auf.
Das Set, das der Brite im Rahmen des Konzertes an zwei Abenden spielte, umfasste zwei Abschnitte. Der erste Part beinhaltete elf Titel, der zweite dann noch zehn weitere Songs. Darunter sind unter anderem die zeitlosen Pink Floyd Klassiker wie "Wish You Were Here", "Shine On You Crazy Diamond" mit allen fünf Parts, "High Hopes" oder auch "Sorrow". Unterstützt wurde die musikalische Darbietung der Songs des Konzertes noch durch eine runde Videoleinwand.
Die Blu-ray bringt die Stimmung, die Atmosphäre und Zeitlosigkeit des Moments unvergleichbar farbenfroh und mit wunderbaren Kontrasten zum Ausdruck. Die Bildschnitte sind sehr behutsam und durchdacht umgesetzt worden. Und so wird das Anschauen dieses Live-Dokuments zu einem faszinierenden Erlebnis, bei dem die Magie des Ortes stets mitschwingt.
Der Ton ist klar und mit einem ausgewogenen räumlichen Klangvolumen versehen, so dass man sich beim 5.1. Dolby Surround Sound so fühlt, als wäre man inmitten der Arena, würde alles um sich herum vergessen und sich einzig und allein der schönen Musik hingeben. 
Als Bonus enthält die Blu-ray dann noch eine - leider viel zu kurze - Dokumentation mit dem Titel "Pompeii Then And Now", auf der man schöne Eindrücke und Informationen rund um die damaligen Pink Floyd Aufnahmen bekommt und zusammen mit David Gilmour durch die Katakomben der Arena wandelt, um in Form von ungezwungenen Interviews ein wenig mehr rund um seine Eindrücke und Emotionen, die mit diesen Ort verbundenen sind, zu erfahren. Zudem gibt es kurze Interviews mit damaligen Zeitzeugen, die als Kinder die Pink Floyd Aufnahmen im Amphitheater miterlebt haben. Und zu guter Letzt ist auch die Verleihung der Ehrenbürgerurkunde der Stadt in Bild und Ton festgehalten und mit in diese kurze Dokumentation eingebunden worden. Alles in allem ein wunderbares Zeitdokument und zugleich eine Huldigung des Lebenswerkes von David Gilmour - und zudem sicherlich auch ein Traum, den sich der Brite mit diesem Auftritt noch einmal selbst erfüllt hat.
Und parallel zu den Veröffentlichungen dieses Events auf Blu-Ray und DVD erscheint dann auch noch eine im schönen Digibook aufgemachte Doppel-CD Edition, so dass das Fanherz hier auf vielschichtige Weise glücklich gemacht wird.

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Klaus-Peter Wolf – Ostfriesenkiller

Im an sich ruhigen und unaufgeregten Ostfriesland kommt es zu diversen brutalen Morden. Die Zusammenhänge der Morde bleiben anfangs für die ermittelnden Polizisten um Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen, die von Christiane Paul gespielt wird, im Dunkeln. Doch irgendwie scheint ein Verein, der sich vorrangig um das wohl behinderter Personen zu kümmern scheint, in den Mittelpunkt des Interesses. Denn diverse Patienten, die in diesem Heim bzw. von deren Mitarbeitern betreut werden, sind sehr wohlhabend.
Gemeinsam mit ihren beiden Kollegen Frank Weller, gespielt von Christian Erdmann und Rupert, von Barnaby Metschurat sehr cool in Szene gesetzt nimmt die Hauptkommissarin die Ermittlungen auf und hat dabei oftmals das Problem, einen klaren Kopf zu behalten, da sie selbst auf privater Ebene einschneidende Probleme hat. Im Laufe der ergeben sich immer neue Anhaltspunkte und Verquickungen zwischen bestimmten Personen und den Mitarbeitern des Regenbogenvereins, die allmählich ein stets klarer werdendes Bild ergeben und letztlich die psychisch labile und behinderte junge Frau in den Mittelpunkt des Interesses der Hauptkommissarin rücken.
„Ostfriesenkiller“ ist die erste Verfilmung zu einem Serienauftakt rund um die Romane von Klaus-Peter Wolf. Mit vielen tollen und auch düsteren Bildern versteht der Regisseur Sven Bohse es hier sehr gut beklemmende Atmosphären zu erzeugen und Stimmungen durch geschickte Kameraeinstellungen noch zu manipulieren, um emotionale Empfindungen des Zuschauers unterschwellig zu steuern.
Der Film nimmt schnell Fahrt auf, verschiebt dann aber unnötig die Schwerpunkte. Denn nicht lange nach dem ersten Mord gerät plötzlich das zerrüttete Privatleben von Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen in den Fokus. Das lenkt anfangs etwas vom Geschehen ab und führt auch dazu, dass die Spannung nur bedingt aufrecht erhalten wird. Im weiteren Verlauf des Films werden viele Begebenheiten gezeigt, es tauchen viele Personen auf, die in den jeweiligen Szenen vermutliche Bedeutung für das weitere Geschehen haben könnten, dann aber erklärungslos wieder verschwinden und mit dem weiteren Verlauf des Films und des Falls als solches nichts mehr zu tun haben. Das verwirrt den Zuschauer an manchen Stellen etwas und kostet zudem Spannung, da man sich beim Zuschauen nach dem Sinn und Zweck dieser Personen fragt, um irgendwie ihre Bedeutungslosigkeit zu erkennen.
Christiane Paul verkörpert die Rolle der Hauptfigur, Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen, ganz ordentlich, wirkt manchmal allerdings ein wenig zu steif. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie wohl nicht nur das Problem ihrer zerrütteten Ehe, sondern noch weitere psychische Probleme in sich tragen dürfte. Die anderen Charaktere sind in ihren Rollen besser und wirken spezieller und dadurch nimmt man sie als Zuschauer besser an. Aber sicherlich wird Christiane Paul im Laufe der weiteren Verfilmungen noch tiefer in ihre Rolle und die Figur der Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen hineinwachsen.
Die Bilder der Blu-ray sind klar und mit einem sehr schönen Kontrastverhältnis versehen. Der Ton ist klar und räumlich ansprechend. Es gibt keine Tonschwankungen und so sind die technischen Voraussetzungen für eine gute Krimiunterhaltung uneingeschränkt gegeben. Wenngleich der Film als solches diese Qualität nicht komplett umsetzen kann. Es bleibt ein ordentlicher Auftakt, bei dem nicht nur die Schönheit der Landschaft rund um die ostfriesische Stadt Norden, sondern auch die Besonderheit der Einwohner und des gesamten Landstrichs sehr gut vermittelt werden.
Leider enthält die normale Blu-ray Edition von „Ostfriesenkiller“ bis auf einen überflüssigen, kurzen Filmtrailer kein weiteres Bonusmaterial. Das ist – gerade auch vor dem Hintergrund, dass es sich hier um den Auftaktfilm der Reihe um Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen handelt – wirklich enttäuschend. Aber wer Wert auf Bonusmaterial legt, der muss sich dann die „Ostfriesenkiller (Killer Edition)“ zulegen.

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Helene Fischer – Das Konzert aus dem Kesselhaus

Im Rahmen der Veröffentlichung ihres aktuellen Albums gab Deutschlands derzeit erfolgreichste Sängerin Helene Fischer ein sehr persönliches und zugleich besonderes Konzert im kleineren Rahmen. Dafür suchte man das Münchner Kesselhaus, ein kleines Veranstaltungszentrum in der bayrischen Hauptstadt mit einem Fassungsvermögen von knapp 1000 Besuchern, aus.
Dort stellte Helene Fischer zum einen die Songs ihres neuen Albums sowie einige ihrer Klassiker vor und begeisterte nicht nur das Publikum, sondern konnte zugleich auch eine Art offizielle Generalprobe für ihre mittlerweile mega erfolgreich gestartete neue Tournee ablegen. Und schon nach einigen Sekunden wird beim Anschauen der in wunderbar klarer Farbenpracht vorliegenden Blu-ray Aufnahme klar, dass Helene Fischer die Zeit ihrer medialen Abstinenz sehr gut für sich und zum Relaxen genutzt hat.
Die sympathische Sängerin wirkt voller Energie, Freude und Lust auf ihre neuen Titel. Voller Hingabe und Spaß an neuen Songs wie „Herzbeben“, „Nur mit dir“, der wunderschönen Ballade „Schon lang nicht mehr getanzt“, der energetisch elektronischen kommenden Single „Achterbahn“ und dem durchaus an ihre Schlagerhochzeit erinnernden „Ich wollte mich nie mehr verlieben“ lebt Helene Fischer diesen sehr intimen Auftritt auf ihre ganz besondere Weise für sich und ihre Fans aus.
Die Aufnahmen, die nun von diesem Konzert veröffentlicht wurden, spiegeln die besondere Atmosphäre dieses Abends auf eine wunderbare zeitlose Weise wider. Die Kameraperspektiven sind durchdacht gewählt und bringen in Kombination mit den Bildschnitten die Stimmung in Kesselhaus nicht nur authentisch, sondern auch zum Greifen nach wieder.
Ein wenig schade ist die Tatsache, dass es auf der Blu-ray leider überhaupt kein zusätzliches Material in Form von einem Blick hinter die Kulissen oder den Videos der Singles „Herzbeben“ oder „Nur mit dir“ gibt. Aber die Qualität des Auftritts und das Wissen darüber, dass dieser Auftritt von Helene Fischer das erste offizielle Konzert der „Helene Fischer“ Album Ära ist, lassen den Fan mit Sicherheit mit der gewohnten Helene Fischer Leichtigkeit über das fehlende Bonusmaterial hinweg kommen.

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The Missing - Staffel 1

Mit der ersten Staffel der britischen Serie "The Missing" erscheint ein Film, der sich nicht nur über insgesamt acht Episoden hinweg entwickelt und letztlich auch aufklärt, sondern der den Zuschauer von der ersten Sekunde an packt und ihn in vielerlei Hinsicht nicht mehr loslässt. "The Missing" beinhaltet die Vielschichtigkeit der Gefühlswelt eines Elternpaares, nachdem auf scheinbar unmögliche Weise ihr fünfjähriger Sohn während eines Frankreichurlaubs plötzlich verschwunden ist. Es beginnt die schlimmste Zeit der Eltern und Tony und Emily Hughes beginnen unverzüglich -anfänglich zusammen mit der Polizei - nach der Suche ihres verschwundenen Kindes. Immer getragen von der Hoffnung, ihren Sohn Oliver lebend zu finden.
Der Reiz und die Grausamkeit der Verfilmung liegen darin, dass man seitens der Produzenten stets zwischen verschiedenen Zeitepochen wechselt. Es gibt Sequenzen, die spielen im Jahr 2006, als die Entführung während der Fußball-WM in Deutschland geschah, dann gibt es Teile, die spielen in der Gegenwart und dann wiederum sind die Folgen der ersten Staffel auch noch um Ausschnitte aus dem Jahr 2009 ergänzt. Ohne Einführungen oder Vorworte wird der Zuschauer stets direkt in die jeweiligen Zeiten versetzt, sieht sich den dargebotenen Umständen und Begebenheiten ausgesetzt und kann sich anhand der jeweiligen Szenen selbst zusammenreimen, was in der Zwischenzeit scheinbar passiert ist. Und letztlich sich sich die Puzzleteile dann in allen gezeigten Zeiträumen zu einem Gesamtbild zusammen.
Spannend, kurzweilig und bösartig erschreckend spinnt sich so eine Geschichte rund um Kindesentführung, Pädophile, Korruption, Bandenkriminalität und die Hoffnungslosigkeit in der sich letztlich auch Beziehungen verlieren und auch finden.
Der Vater des Kindes, Tony Hughes, wird mit seiner Nachgiebigkeit und Verbissenheit unglaublich genial von James Nesbitt gespielt. Er glaubt immer daran, seinen Sohn lebend zu finden, greift nach jedem noch so kleinen Strohhalm und macht viele Jahre nach dem Verschwinden plötzlich auf einem Foto eine Entdeckung, die dazu führt, dass neben ihm und der Mutter des Kindes auch der mittlerweile pensionierte polizeiliche Ermittler Julien Baptiste, ebenfalls unglaublich gut von Tcheky Karyo in Szene gesetzt, teilweise entgegen öffentlicher Vorgaben, die Suche nach dem Kind wieder aufnimmt.
In wunderbaren Bildern werden nicht nur die Stimmungen der verschiedenen Jahre und die unterschiedlichen Schauplätze des Geschehens eingefangen, sondern auch die Gesichter und Minen der Darsteller. Es liegt nicht nur eine dauerhaft spannende Atmosphäre über dem gesamten Geschehen. Vielmehr wird den Emotionen aller Beteiligten, egal welche Motivation sie zu bestimmten Handlungen treibt, ein beeindruckender Raum der Wirkung gegeben.
Die Bilder der acht Episoden sind klar und gestochen scharf. Sie fangen mit sehr schönen Kontrasten die Szenerien ein und vermitteln mit ihrer Tiefe, die Besonderheiten und teilweise auch bedrohlichen Eindrücke der unterschiedlichen Schauplätze. Der Ton liegt in einem sehr ausgewogenen und hervorragend klingenden Dolby Surround 5.1 Sound vor. Einzig das Bonusmaterial ist sehr nicht der Rede wert. Hier wären Blicke hinter die Kulissen, Interviews mit Darstellern, Regisseuren und anderen wünschenswert gewesen, denn gerade bei diesem hoch sensiblen Thema der Kindesentführung gebe es sicherlich die unterschiedlichsten Meinungen und Gefühle bei den Darstellern, die man als Zuschauer gerne erfahren hätte. Aber auch ohne wirkliches Bonusmaterial ist diese erste "The Missing" Staffel fesselnde Krimi-Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau!

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The Rolling Stones - Olé Olé Olé!

Mit der neuen "Olé Olé Olé!" Dokumentation, die den Zusatz "A Trip Across Latin America" hat, haben die rollenden Steine ihren letztjährigen Tourneeabschnitt durch eben die lateinamerikanischen Länder eindrucksvoll mit vielen schönen und vor allem sehr persönlichen und Fan nahen Bildern eingefangen. Die Dokumentation bringt nicht nur die Vorfreude und das Lebensgefühl der Menschen, die in Ländern wie Kuba, Peru, Chile, Argentinien, Brasilien oder auch Kolumbien leben zum Ausdruck. Vielmehr fängt der Film auch die Stimmung und Gefühle von Mike Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ronnie Wood auf eine sehr nahe und private Weise ein. 
Die Rolling Stones wussten es damals zu schätzen, in diesem politisch oft heiklen Teil der Welt live spielen zu dürfen und sie wussten natürlich auch um die Besonderheit ihrer Auftritte für ihre dortigen Fans und die Bewohner der Länder. Und so merkt man bei dieser Dokumentation auf sehr intime Weise, wie die britischen Megastars die einzelnen Länder und Städte, in denen sie auftraten genoßen und wie sie sich von den jeweiligen Atmosphären entschleunigen haben lassen. Aber "Olé Olé Olé!" fängt ebenso die ausnahmslos positive fanatische Freude der Rolling Stones Fans in diesen Ländern ein. Ihren Anmut, ihre fast noch vorhandene Ungläubigkeit ob des für sie oftmals einmalig bevorstehenden Ereignisses, ihre Idole endlich einmal live im eigenen Land erleben zu können.
Und so fasziniert diese Dokumentation nicht nur Rolling Stones Fans, sondern auch alle anderen Musikliebhaber. Zudem unterstreicht die Dokumentation auch die Faszination der einzelnen Länder an sich und ist so das perfekt Tourdokument, das sicherlich in die Sammlung eines jeden Fans der Rolling Stones gehört. In brillanten Farben, mit einer unglaublichen Auflösung und Bildschärfe und mit einem Kontrast, der den Zuschauer inmitten des berichteten Geschehens zieht, ist dieses Dokument vielleicht eines der besten in der langjährigen Geschichte der britischen Ausnahmeband. Den Ton dazu gibt es wahlweise in PCM Stereo oder DTS HD Master Audio Qualität. Allerdings reicht für die normale Dokumentation der Stereo Ton vollkommen aus.
Wenn man sich die dieser Dokumentation als Bonus noch beigefügten sieben Live-Aufnahmen alter  Stones Klassiker wie "Paint It Black", "Sympathy For The Devil" oder auch "Honky Tonk Women" anschaut, dann entfaltet jedoch der DTS HD Master Audio Sound eine buchstäbliche Faszination und unterstreicht die beeindruckenden Live-Bilder aus den jeweiligen Stadien mit einem wunderbar räumlichen Sound. 
Das der Blu-ray beiliegende Booklet zwar ganz wenig Informationen. Dafür werden aber alle Tourplakate aus den jeweiligen Lateinamerikanischen Ländern gezeigt, mit denen die Konzerte von Mike Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ronnie Wood angekündigt worden sind, gezeigt. Und viele von ihnen sind so unsagbar farbenfroh und kreativ, dass man sich diese am liebsten zu Hause aufhängen möchte. "Olé Olé Olé!" ist eine bemerkenswerte Dokumentation, die mit viel Feingefühl und behutsamen Gespür die Besonderheiten der lateinamerikanischen Länder und deren Bewohnern einfängt und sie zusammen mit der unglaublichen Stimmung und der Hingabe an die jeweiligen Auftritte der Rolling Stones dem Zuschauer sehr intensiv und zeitlos nahe bringt.

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The Fall-Tod in Belfast - Staffel 2

Nach dem Finale der ersten „The Fall“ Staffel setzt die zweite Staffel mit einer leichten Zeitversetzung ein. Nachdem sich der Serienkiller Paul Spector telefonisch bei Detective Superintendant Stella Gibson gemeldet hat, scheint er spurlos von der Bildfläche verschwunden.
Doch die Ermittler nehmen den Kontakt zum ersten Opfer, das mehrere Jahre vor den aktuellen Vorfällen von Paul Spector brutal zugerichtet worden ist. Doch gerade, als Rose Stagg sich dazu bereit erklärt hat, bei der Polizei auszusagen und den Killer mit ihrer Aussage zu belasten, wird sie nachts - vor den Augen ihrer kleinen Tochter - aus ihrem Haus von Spector entführt und verschleppt. Ein weiterer Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der am Ende nicht nur mit einem grausamen Fund und einem verhaßten Mordanschlag auf Polizisten und Serienkiller erschreckend und emotional zugleich endet.
Neben der eigentlichen Haupthandlung rund um den Serienkiller Paul Spector, dessen Charakter dieses Mal noch intensiver und vor allem pädagogischer beleuchtet wird, entwickeln sich aber auch die aktuell noch ein wenig im Schatten des eigentlichen Zentralgeschehens stehenden Geschehnisse eindrucksvoll und dennoch grausam weiter. Der religiöse Hass der nordirischen Gesellschaft wird ebenso mit in die Serie eingebunden, wie das Thema häusliche Gewalt und gegenseitiger Respekt.
Im Laufe der Staffel entsteht zwischen Stella Gibson, gespielt Gillian Anderson, und dem Serienkiller Paul Spector, erneut unglaublich charismatisch und kompromisslos durchdacht von Jamie Dornan in Szene gesetzt, ein intensiveres Verhältnis. Nicht nur, dass der Killer in Stella Gibsons Hotelzimmer einbricht und ihr dadurch verdeutlicht, dass auch sie nicht vor ihm sicher ist.
Als Paul Spector von der Polizei gefasst wird, kommt es zu einem Nerven zerreißenden Verhör, das Stella Gibson Auge in Auge mit dem Killer geführt werden muss, da er nicht bereit ist, mit jemand anderem zu sprechen. Und als der Killer sich dazu bereit erklärt, die Polizei an den Ort zu führen, an dem diese Rose Stagg finden sollen, spitzt sich auch diese Staffel zu dem zuvor angesprochenen Finale zu.
Die Arbeit der Polizei wird des öfteren dadurch erschwert, dass ein Maulwurf in den Reihen der Ermittler der Presse Informationen zusteckt. Und speziell diese Tatsache hat massiven Einfluss auf das Ende dieser Staffel.
In dieser Staffel bekommt Stella Gibson zudem auf eigenen Wunsch einen neuen jungen Ermittler zur Unterstützung. Dieser begegnet ihr zum ersten Mal, als sie zu einem Leichenfund gerufen wird, von dem man annimmt, dass es sich bei ihr um Rose Stagg handeln könnte. Doch diese Annahme stellt sich vor Ort und beim Anblick der Leiche als falsch heraus.
Tolle Schauspieler, faszinierende Kulissen und atmosphärisch dichte und kreative Kameraeinstellungen machen somit auch die zweite Staffel der „The Fall - Tod in Belfast“ Serie zu einem Fernseherlebnis der Spitzenklasse. Die Spannung wird über die knapp 400 Minuten auf aller höchstem Niveau gehalten und man kann als Zuschauer den Blick nicht mehr von der Mattscheibe nehmen, sobald die ersten Sekunden der Staffel begonnen haben. Und so ist auch diese zweite Staffel von "The Fall - Tod in Belfast" ist in jeder Hinsicht erschreckend genial und ein Muss für jeden Freund grandioser Krimi-Kost!

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