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The Missing - Staffel 1

Mit der ersten Staffel der britischen Serie "The Missing" erscheint ein Film, der sich nicht nur über insgesamt acht Episoden hinweg entwickelt und letztlich auch aufklärt, sondern der den Zuschauer von der ersten Sekunde an packt und ihn in vielerlei Hinsicht nicht mehr loslässt. "The Missing" beinhaltet die Vielschichtigkeit der Gefühlswelt eines Elternpaares, nachdem auf scheinbar unmögliche Weise ihr fünfjähriger Sohn während eines Frankreichurlaubs plötzlich verschwunden ist. Es beginnt die schlimmste Zeit der Eltern und Tony und Emily Hughes beginnen unverzüglich -anfänglich zusammen mit der Polizei - nach der Suche ihres verschwundenen Kindes. Immer getragen von der Hoffnung, ihren Sohn Oliver lebend zu finden.
Der Reiz und die Grausamkeit der Verfilmung liegen darin, dass man seitens der Produzenten stets zwischen verschiedenen Zeitepochen wechselt. Es gibt Sequenzen, die spielen im Jahr 2006, als die Entführung während der Fußball-WM in Deutschland geschah, dann gibt es Teile, die spielen in der Gegenwart und dann wiederum sind die Folgen der ersten Staffel auch noch um Ausschnitte aus dem Jahr 2009 ergänzt. Ohne Einführungen oder Vorworte wird der Zuschauer stets direkt in die jeweiligen Zeiten versetzt, sieht sich den dargebotenen Umständen und Begebenheiten ausgesetzt und kann sich anhand der jeweiligen Szenen selbst zusammenreimen, was in der Zwischenzeit scheinbar passiert ist. Und letztlich sich sich die Puzzleteile dann in allen gezeigten Zeiträumen zu einem Gesamtbild zusammen.
Spannend, kurzweilig und bösartig erschreckend spinnt sich so eine Geschichte rund um Kindesentführung, Pädophile, Korruption, Bandenkriminalität und die Hoffnungslosigkeit in der sich letztlich auch Beziehungen verlieren und auch finden.
Der Vater des Kindes, Tony Hughes, wird mit seiner Nachgiebigkeit und Verbissenheit unglaublich genial von James Nesbitt gespielt. Er glaubt immer daran, seinen Sohn lebend zu finden, greift nach jedem noch so kleinen Strohhalm und macht viele Jahre nach dem Verschwinden plötzlich auf einem Foto eine Entdeckung, die dazu führt, dass neben ihm und der Mutter des Kindes auch der mittlerweile pensionierte polizeiliche Ermittler Julien Baptiste, ebenfalls unglaublich gut von Tcheky Karyo in Szene gesetzt, teilweise entgegen öffentlicher Vorgaben, die Suche nach dem Kind wieder aufnimmt.
In wunderbaren Bildern werden nicht nur die Stimmungen der verschiedenen Jahre und die unterschiedlichen Schauplätze des Geschehens eingefangen, sondern auch die Gesichter und Minen der Darsteller. Es liegt nicht nur eine dauerhaft spannende Atmosphäre über dem gesamten Geschehen. Vielmehr wird den Emotionen aller Beteiligten, egal welche Motivation sie zu bestimmten Handlungen treibt, ein beeindruckender Raum der Wirkung gegeben.
Die Bilder der acht Episoden sind klar und gestochen scharf. Sie fangen mit sehr schönen Kontrasten die Szenerien ein und vermitteln mit ihrer Tiefe, die Besonderheiten und teilweise auch bedrohlichen Eindrücke der unterschiedlichen Schauplätze. Der Ton liegt in einem sehr ausgewogenen und hervorragend klingenden Dolby Surround 5.1 Sound vor. Einzig das Bonusmaterial ist sehr nicht der Rede wert. Hier wären Blicke hinter die Kulissen, Interviews mit Darstellern, Regisseuren und anderen wünschenswert gewesen, denn gerade bei diesem hoch sensiblen Thema der Kindesentführung gebe es sicherlich die unterschiedlichsten Meinungen und Gefühle bei den Darstellern, die man als Zuschauer gerne erfahren hätte. Aber auch ohne wirkliches Bonusmaterial ist diese erste "The Missing" Staffel fesselnde Krimi-Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau!

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The Rolling Stones - Olé Olé Olé!

Mit der neuen "Olé Olé Olé!" Dokumentation, die den Zusatz "A Trip Across Latin America" hat, haben die rollenden Steine ihren letztjährigen Tourneeabschnitt durch eben die lateinamerikanischen Länder eindrucksvoll mit vielen schönen und vor allem sehr persönlichen und Fan nahen Bildern eingefangen. Die Dokumentation bringt nicht nur die Vorfreude und das Lebensgefühl der Menschen, die in Ländern wie Kuba, Peru, Chile, Argentinien, Brasilien oder auch Kolumbien leben zum Ausdruck. Vielmehr fängt der Film auch die Stimmung und Gefühle von Mike Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ronnie Wood auf eine sehr nahe und private Weise ein. 
Die Rolling Stones wussten es damals zu schätzen, in diesem politisch oft heiklen Teil der Welt live spielen zu dürfen und sie wussten natürlich auch um die Besonderheit ihrer Auftritte für ihre dortigen Fans und die Bewohner der Länder. Und so merkt man bei dieser Dokumentation auf sehr intime Weise, wie die britischen Megastars die einzelnen Länder und Städte, in denen sie auftraten genoßen und wie sie sich von den jeweiligen Atmosphären entschleunigen haben lassen. Aber "Olé Olé Olé!" fängt ebenso die ausnahmslos positive fanatische Freude der Rolling Stones Fans in diesen Ländern ein. Ihren Anmut, ihre fast noch vorhandene Ungläubigkeit ob des für sie oftmals einmalig bevorstehenden Ereignisses, ihre Idole endlich einmal live im eigenen Land erleben zu können.
Und so fasziniert diese Dokumentation nicht nur Rolling Stones Fans, sondern auch alle anderen Musikliebhaber. Zudem unterstreicht die Dokumentation auch die Faszination der einzelnen Länder an sich und ist so das perfekt Tourdokument, das sicherlich in die Sammlung eines jeden Fans der Rolling Stones gehört. In brillanten Farben, mit einer unglaublichen Auflösung und Bildschärfe und mit einem Kontrast, der den Zuschauer inmitten des berichteten Geschehens zieht, ist dieses Dokument vielleicht eines der besten in der langjährigen Geschichte der britischen Ausnahmeband. Den Ton dazu gibt es wahlweise in PCM Stereo oder DTS HD Master Audio Qualität. Allerdings reicht für die normale Dokumentation der Stereo Ton vollkommen aus.
Wenn man sich die dieser Dokumentation als Bonus noch beigefügten sieben Live-Aufnahmen alter  Stones Klassiker wie "Paint It Black", "Sympathy For The Devil" oder auch "Honky Tonk Women" anschaut, dann entfaltet jedoch der DTS HD Master Audio Sound eine buchstäbliche Faszination und unterstreicht die beeindruckenden Live-Bilder aus den jeweiligen Stadien mit einem wunderbar räumlichen Sound. 
Das der Blu-ray beiliegende Booklet zwar ganz wenig Informationen. Dafür werden aber alle Tourplakate aus den jeweiligen Lateinamerikanischen Ländern gezeigt, mit denen die Konzerte von Mike Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ronnie Wood angekündigt worden sind, gezeigt. Und viele von ihnen sind so unsagbar farbenfroh und kreativ, dass man sich diese am liebsten zu Hause aufhängen möchte. "Olé Olé Olé!" ist eine bemerkenswerte Dokumentation, die mit viel Feingefühl und behutsamen Gespür die Besonderheiten der lateinamerikanischen Länder und deren Bewohnern einfängt und sie zusammen mit der unglaublichen Stimmung und der Hingabe an die jeweiligen Auftritte der Rolling Stones dem Zuschauer sehr intensiv und zeitlos nahe bringt.

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The Fall-Tod in Belfast - Staffel 2

Nach dem Finale der ersten „The Fall“ Staffel setzt die zweite Staffel mit einer leichten Zeitversetzung ein. Nachdem sich der Serienkiller Paul Spector telefonisch bei Detective Superintendant Stella Gibson gemeldet hat, scheint er spurlos von der Bildfläche verschwunden.
Doch die Ermittler nehmen den Kontakt zum ersten Opfer, das mehrere Jahre vor den aktuellen Vorfällen von Paul Spector brutal zugerichtet worden ist. Doch gerade, als Rose Stagg sich dazu bereit erklärt hat, bei der Polizei auszusagen und den Killer mit ihrer Aussage zu belasten, wird sie nachts - vor den Augen ihrer kleinen Tochter - aus ihrem Haus von Spector entführt und verschleppt. Ein weiterer Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der am Ende nicht nur mit einem grausamen Fund und einem verhaßten Mordanschlag auf Polizisten und Serienkiller erschreckend und emotional zugleich endet.
Neben der eigentlichen Haupthandlung rund um den Serienkiller Paul Spector, dessen Charakter dieses Mal noch intensiver und vor allem pädagogischer beleuchtet wird, entwickeln sich aber auch die aktuell noch ein wenig im Schatten des eigentlichen Zentralgeschehens stehenden Geschehnisse eindrucksvoll und dennoch grausam weiter. Der religiöse Hass der nordirischen Gesellschaft wird ebenso mit in die Serie eingebunden, wie das Thema häusliche Gewalt und gegenseitiger Respekt.
Im Laufe der Staffel entsteht zwischen Stella Gibson, gespielt Gillian Anderson, und dem Serienkiller Paul Spector, erneut unglaublich charismatisch und kompromisslos durchdacht von Jamie Dornan in Szene gesetzt, ein intensiveres Verhältnis. Nicht nur, dass der Killer in Stella Gibsons Hotelzimmer einbricht und ihr dadurch verdeutlicht, dass auch sie nicht vor ihm sicher ist.
Als Paul Spector von der Polizei gefasst wird, kommt es zu einem Nerven zerreißenden Verhör, das Stella Gibson Auge in Auge mit dem Killer geführt werden muss, da er nicht bereit ist, mit jemand anderem zu sprechen. Und als der Killer sich dazu bereit erklärt, die Polizei an den Ort zu führen, an dem diese Rose Stagg finden sollen, spitzt sich auch diese Staffel zu dem zuvor angesprochenen Finale zu.
Die Arbeit der Polizei wird des öfteren dadurch erschwert, dass ein Maulwurf in den Reihen der Ermittler der Presse Informationen zusteckt. Und speziell diese Tatsache hat massiven Einfluss auf das Ende dieser Staffel.
In dieser Staffel bekommt Stella Gibson zudem auf eigenen Wunsch einen neuen jungen Ermittler zur Unterstützung. Dieser begegnet ihr zum ersten Mal, als sie zu einem Leichenfund gerufen wird, von dem man annimmt, dass es sich bei ihr um Rose Stagg handeln könnte. Doch diese Annahme stellt sich vor Ort und beim Anblick der Leiche als falsch heraus.
Tolle Schauspieler, faszinierende Kulissen und atmosphärisch dichte und kreative Kameraeinstellungen machen somit auch die zweite Staffel der „The Fall - Tod in Belfast“ Serie zu einem Fernseherlebnis der Spitzenklasse. Die Spannung wird über die knapp 400 Minuten auf aller höchstem Niveau gehalten und man kann als Zuschauer den Blick nicht mehr von der Mattscheibe nehmen, sobald die ersten Sekunden der Staffel begonnen haben. Und so ist auch diese zweite Staffel von "The Fall - Tod in Belfast" ist in jeder Hinsicht erschreckend genial und ein Muss für jeden Freund grandioser Krimi-Kost!

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Matze Knop - Diagnose dicke Hose

Die Videodokumentation von Matze Knops aktueller "Diagnose dicke Hose" Stand-Up Comedy Show umfasst neben der gut zweistündigen Show noch eine runde Stunde weiteres Bonusmaterial. Aufgenommen wurde die Show im Steintor Varieté in Halle und Matze Knop bietet neben diversen spontanen Gags im Zusammenspiel mit dem Publikum auch diverse seiner über die letzten Jahre stets weiter entwickelten Kultfiguren wie die Parodie von Jürgen Klopp, Dieter Bohlen, Edmund Stoiber oder natürlich auch Supa Richie dar.
Es gelingt Matze Knop von Beginn, sein Publikum in seinen Bann zu ziehen. Mal liefert der Comedian wirklich gute und oftmals auch spontane Gags. Allerdings gibt er auch viele eher durchschnittliche Späße und Pointen zum Besten, über die man als normaler Zuschauer nur bedingt lachen kann. Aber das Publikum in Halle geht - egal ob der Qualität der Sprüche - stets mit und so entstand an diesem Abend in Halle eine sehr persönliche und enge Atmosphäre zwischen Matze Knop und seinem Publikum.
Die Phasen, in denen Matze Knop seine spontanen Einlagen im Zusammenspiel mit seinem Publikum zum Besten gibt, sind die Höhepunkte der Show. Wenn er allerdings mit den mittlerweile schon etwas verbrauchten Figuren wie Supa Richie oder Jürgen Klopp zu begeistern versucht, dann spürt man auch beim Schauen der DVD, dass das Publikum darauf nur bedingt anspringt. Außerdem sind die Witze - speziell bei Supa Richie - sehr flach und wenig innovativ.
So ist "Diagnose dicke Hose" ein ordentliches Comedy-Programm, das ab und zu ein wenig zu oft auf die alten Figuren setzt. Die Videoeinspielungen in die Show, mit denen Matze Knop seine Figuren in das Programm einbindet, wirken zu aufgesetzt und die darin enthaltenen Witze sind häufig recht gezwungen und lassen die spielerische Leichtigkeit vermissen, die ansonsten die Qualität der gegenwärtigen Comedians ausmacht.
Ganz interessant ist das Bonusmaterial der DVD, speziell der Blick hinter die Kulissen bei der "Heiligabend mit Carmen Nebel" Show. Die Vorbereitung auf seinen Auftritt und die Sprüche sind spontan, echt und wirklich lustig. Weiteres Bonusmaterial gibt es dann noch in Form von Einspielern von "Knops Kultliga" oder auch  die "Platzhirsche in Afghanistan" Dokumentation, bei der die Reise des Comedian nach Afghanistan zur Unterhaltung der dort stationierten Bundeswehrsoldaten in Bildern festgehalten wurde.
Alles in allem eine gute DVD Veröffentlichung, bei der das Bonusmaterial allerdings interessanter, abwechslungsreicher und auch in vielen Bereichen authentischer ist, als das eigentliche Hauptprogramm. Die "Diagnose dicke Hose" Show leidet an diversen Stellen an den abgedroschenen Figuren, die allesamt ihren Zenit überschritten haben und dadurch auch nur schwerlich noch frisch und frei zu begeistern wissen. Da sind die Stand-Up Einlagen von Matze Knop während der Show dann doch ein anderes Kaliber und haben eine deutliche bessere und vor allem lustigere Qualität.

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Mord auf Shetland - Staffel 1

Wunderbare Landschaften, faszinierende Lichtverhältnisse und die scheinbare Leichtigkeit des Seins umgeben die Shetland Inseln im Nordosten Schottlands. Entsprechend begeistert war Detective Inspector Jimmy Perez, als er nach dem Tod seiner Frau gemeinsam mit seiner Stieftochter zurück auf die Inseln zieht. Doch entgegen seiner Hoffnung auf etwas Ruhe und Zeit zur Besinnung, wird er - kaum angekommen - von einem ersten Mord an einer alten Frau überrascht. Es bleibt wenig Zeit, seine neuen Kollegen kennenzulernen. Gemeinsam mit seiner auf den ersten Blick ein wenig verträumt und ein wenig ungeschickt wirkenden Kollegin Alison „Tosh“ McIntosh und dem jungen Sandy Wilson nimmt der zurückhaltend und durchdacht wirkende Detective Inspector die Ermittlungen zu seinem ersten Fall auf den Shetland Inseln auf. Und es werden weitere folgen…
Diese DVD-Box von Edel: Motion enthält neben dem Pilotfilm der Serie „Mord auf Shetland“ noch drei weitere Fälle für Detective Inspector Jimmy Perez und sein kleines Team. Inhaltlich vielschichtig geht es unter anderem um den Mord an einer jungen Frau während der Mittsommernacht oder auch um einen scheinbar tragischen Autounfall eines kurzzeitig auf die Inseln zurückgekehrten Reporters und eines gläubigen Ehemanns der Ex-Freundin des Reporters.
Die einzelnen Folgen der vier DVDs umfassenden Box sind sehr gut aufgebaut und bringen die teilweise düstere und aufgrund der besonderen Lichtverhältnisse oftmals auf das Gemüt drückende Stimmung der Shetland Inseln sehr gut zur Geltung. Man spielt seitens des Produzententeams sehr gut mit den natürlichen Begebenheiten und erzeugt dadurch eine stets latent vorhandene Spannung. Inhaltlich entwickeln sich die jeweiligen Fälle auf kurzweilige und anfänglich geradlinige Weise, um sich dann im Laufe der Fälle stets weiter zu öffnen, neuen Charakteren Raum zu geben, um sich zu entfalten und ihren Platz in der jeweiligen Episode einzunehmen. Die Fälle sind sehr vielschichtig und inhaltlich intelligent durchdacht. Die Auflösungen entwickeln sich über die Spieldauer der einzelnen Episoden von jeweils knapp zwei Stunden, indem unterschiedlich gewonnene Erkenntnisse dieses außergewöhnlichen Ermittlerteams letztlich wieder zu einem großen Ganzen zusammenlaufen und am Ende der jeweiligen Folge eine in sich schlüssige und zu keiner Zeit an den Haaren herbeigezogen wirkende Auflösung präsentieren.
Und auch wenn das oftmals wolkenverhangene und Regen trächtige Wetter, das die Witterung der Shetland Inseln bestimmt, die mit den Bildern vermittelte Stimmung bestimmt, so schafft die filmische Umsetzung der einzelnen Folgen es doch, auf eine gewisse Weise ein wenig seichter aber nicht minder fesselnd als viele andere schwedische Kriminalverfilmungen zu wirken.
Douglas Henshall füllt die Rolle des Detective Inspectors Jimmy Perez hervorragend aus und haucht der Figur ein auf ganzer Ebene authentisches Leben ein. Denn neben seinen beruflichen Herausforderungen sieht er sich privat mit seiner Stieftochter und deren leiblichen Vater, der ebenfalls auf den Shetland Inseln wohnt, stets weiteren vielschichtigen und oftmals pubertierend gesteuerten Herausforderungen ausgesetzt. Die privaten Situationen hat man sehr gut in die einzelnen Fälle eingebunden und so kann sich der Zuschauer mit jeder weiteren Episode ein wenig mehr mit der Hauptfigur der Serie identifizieren. Aber natürlich entwickeln sich auch die Nebencharaktere seiner beiden Kollegen stets etwas weiter.
Man ist schon nach einigen Minuten des Pilotfilms den Charakteren verfallen und so zieht „Mord auf Shetland“ den Zuschauer auf eine intelligente und subtil fesselnde Weise in ihren Bann und lässt ihn bis zur letzten Sekunde des abschließenden vierten Films nicht mehr los. Man kann nur hoffen, dass in den kommenden Monaten auch die weiteren Fälle der „Mord auf Shetland“ Serie auf DVD veröffentlicht werden, denn diese Serie ist weit mehr als nur ein faszinierender Geheimtipp!

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Blutsbande - Staffel 2

Die zweite Staffel der schwedischen Krimi- bzw. Familiendrama-Serie "Blutsbande" schließt inhaltlich fast nahtlos an die Auftaktstaffel an. Es liegen lediglich ein paar Monate zwischen den Geschehnissen der beiden Staffeln. Und bei den Schicksals erprobten Geschwistern der Familie Waldemar hat sich einmal mehr einiges getan. Oskar wurde von Liv verlassen und hält sich kurz vor den Weihnachtstagen allein und heruntergekommen im Gästehaus der Geschwister auf. Jonna soll sich ihre Rolle als Schauspielerin plötzlich durch zwanghafte Zärtlichkeiten erarbeiten und flieht letztlich zurück nach Aland. Und auch Lasse macht sich vor den Feiertagen auf, um aus dem fernen Stockholm zurück ins heimische Gästehaus zu kehren.
Dort müssen Lasse und Jonna erst einmal den völlig neben der Spur befindlichen Oskar aufrichten und unterstützen. Zudem muss das bereits im Vorfeld gut ausgebuchte Gästehaus für die Feiertage komplett saniert werden. Dazu ist jedoch Geld nötig, das alle drei Geschwister jedoch nicht haben. Doch ein Zufall spielt Lasse sehr viel Geld in die Hände. Und mit diesem will er die notwendigen Arbeiten am Haus durchführen lassen und den entsprechenden Handwerker bezahlen.
Doch schon nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass es sich bei diesem Geld um Falschgeld handelt. Und nicht nur deshalb wird die Polizistin des Ortes auf Lasse und seine Geschwister aufmerksam.
Dazu kommt noch die Tatsache, dass der Onkel der Geschwister die Leiche ihres Vaters, die Oskar am Ende der letzten Staffel im Meer versenkte, gefunden hat und die Geschwister zur Rede nach dem Schicksal seines Bruders stellt. Die Waldemars werden nervös und Lasse versucht auch seinen Onkel mit viel Geld zu schmieren. Doch als dieser sich ein Boot davon kaufen will, stellt nicht nur er fast, dass es sich auch bei diesem Geld um falsches handelt. Das Verhältnis zwischen ihm und seinen Neffen und seiner Nichte verschlechtert sich und im Zuge eines unglücklichen Umstands stirbt der Onkel auf dem Eis. Ein weiteres Problem entsteht für die Geschwister.
Dazu bereit die wiedergekehrte Liv Oskar so einige emotionale Probleme. Und das nicht nur, weil Oskar sich zwischenzeitlich mit der Pastorin Petra intim eingelassen hat. Liv war zwei Monate fort und kehrt schwanger zurück. Damit kündigt sich die nächste Herausforderung für alle Beteiligten an. Und zu guter letzt verliebt sich Lasses Tochter dann auch noch in einen estnischen Kriminellen.
So behandelt auch die zweite Staffel der "Blutsbande" Serie wieder jede Menge Probleme in vielschichtiger sozialer Hinsicht. Durch die vielen Verbandlungen der Beteiligten und die unterschiedlichen Charaktere entsteht so eine angenehme und vor allem subtile Spannung über die gesamten zehn Folgen dieser zweiten Staffel hinweg. Man hat zwar stets das Gefühl, die Erzählung plätschere leicht dahin, aber die Probleme kommen von ganz alleine. Und auch wenn die Geschwister oftmals etwas Gutes mit ihrem Handeln bewirken wollen, so treffen sie doch häufig die falschen Entscheidungen, deren Konsequenzen oftmals verheerend sein können.
Tolle Landschaftsaufnahmen, eine winterlich weihnachtliche Stimmung und eine schöne und spannende Handlung machen diese zweite Staffel der schwedischen Serie zu einer angenehm fesselnden und kurzweiligen Unterhaltung.
Die Farben der Bilder haben eine tolle Tiefe und reflektieren die schwedische Landschaft auf faszinierende Weise. Der Ton der Serie liegt in Dolby Digital 2.0 vor. Leider hat die DVD Box, die aus drei DVDs mit allen zehn Folgen der zweiten Staffel der "Blutsbande" besteht, keinerlei Bonusmaterial. Wer die Atmosphäre von schwedischen Produktionen mag und sich darauf einlässt, dass es sich bei "Blutsbande" mehr um ein Familiendrama, denn um eine Krimiserie handelt, der wird dem Zauber der Serie binnen kurzer Zeit erliegen und erkennen, dass die zweite Staffel eine wirklich sehr gute Fortsetzung der ersten Staffel ist.

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Kommissar Beck - Staffel 5

Die Krimiserie Kommissar Beck geht in ihre 5. Staffel. Die neuen Episoden rund um den sympathischen aber auch zurückhaltenden und manchmal ein wenig verqueren schwedischen Kommissar Martin Beck bringen erneut acht spannende Fälle, die nicht nur durchdacht und in ihren Motiven durchaus grausam sind. Vielmehr findet auch die Zusammenarbeit von Martin Beck und seinem coolen und manchmal in seinem Verhalten etwas unkonventionellen Kollegen Gunvald Larsson auch ein Ende, denn in der fünften Folge dieser Staffel wird auf Gunvald Larsson mit tödlichem Ausgang geschossen.
Allerdings haben die Macher der Serie mit der erstmals in der sechsten Folge der Staffel eingeführten neuen Figur in Person des großen und leicht bedrohlich wirkenden, wie ein Wikinger aussehenden rothaarigen Steinar einen würdigen Nachfolger gefunden. Steinar ist vom Typ her zwar deutlich anders als sein Vorgänger, stellt aber dennoch einen sehr guten charakteristischen Kontrast zu Martin Beck dar. Und auch im Hinblick auf Martin Becks Privatleben und seine sich im Laufe der Staffel verschiebenden Wertvorstellungen findet speziell bei den letzten Episoden eine interessante Entwicklung statt, die dem Fan und Zuschauer der Serie am Ende der letzten Folge mit einer gewissen Unsicherheit zurück lässt.
Die Serie, die seit mittlerweile 18 Jahren produziert wird, hält unverändert ihren hohen Qualitätslevel. Das gilt nicht nur für die einzelnen neuen Fälle, sondern auch für die Schauspieler und das gesamte Produzententeam. Durch hervorragende Kameraeinstellungen werden spannende und unheimliche Atmosphären nicht nur geschaffen, sondern bestimmte Plätze und Orte eindrucksvoll in Szene gesetzt. So legt sich ein schauerlicher Schleier über viele Sequenzen der neuen Fälle und bindet den Zuschauer mit einer unglaublichen Sogwirkung an das Geschehen rund um die Schauplätze der einzelnen Verbrechen. Zudem lassen die Produzenten dadurch im wahrsten Sinne des Wortes die Bilder sprechen. Und diese Bilder sagen in vielen Situationen in den einzelnen neuen Fällen von "Kommissar Beck" deutlich mehr als Worte. Ein jeder Fall der neuen Staffel ist anders und scheint wirklich auch vom Thema her sehr unverbraucht.
Klasse schauspielerische Leistungen, sehr gute Dialoge und viele interessante und rätselhafte Charaktere machen auch diese 5. Staffel der "Kommissar Beck" Serie zu einem spannenden TV-Erlebnis, das nicht nur die Liebhaber skandinavischer Kriminalverfilmungen in seinen Bann zieht. Der Ton der vier DVDs der Staffel, die in zwei Boxen als 5.1 und 5.2 veröffentlicht wird, ist sehr ausgewogen und durch den räumlichen Dolby Digital 5.1 Klang bekommen die einzelnen Episoden einen zusätzlichen spannenden Pluspunkt!

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Modus – Der Mörder in uns – Staffel 1

Mit der ersten Staffel der neuen skandinavischen Krimiserie „Modus“ erscheint eine vier Folgen umfassende Kriminalverfilmung, die auf den Romanen der norwegischen Erfolgsautorin Anne Holt basiert. Eine Serie erschreckender Morde wird begangen und durch Zufall wird der Mörder bei der Verübung seiner ersten Tat, dem Mord an einer jungen Frau in einem Hotel, von einer der beiden Töchter der Psychologin Johanne Vik beobachtet. Stina, so der Name der Tochter, leidet jedoch an Autismus und nachdem sie kurze Zeit später von eben diesem Mörder vor dem Überfahren durch einen Lkw gerettet wird, entspinnt sich ein wirres Geflecht aus Brutalitäten und Emotionen. Stina erhält während dieser Rettungsaktion eine Furcht einflößende Drohung durch den Mörder, zu Niemandem ein Wort über ihre Beobachtung zu sagen, da sonst ihre Mutter sterben müsse. Dadurch legt Stina ein für ihre Familie lange Zeit nicht zu deutendes noch mehr verschlossenes Verhalten an den Tag, das allen Sorge und Angst um sie und ihre kleinere Schwester bereitet.
Noch bevor man die ermordete Frau im Hotel überhaupt findet, kommt es zu einem weiteren Mord an einer Bischöfin. Es kommt zu weiteren Morden an einem jungen aufstrebenden Künstler und einem Kellner in einem Schwulenrestaurant. Das fünfte Opfer ist ein afghanischer Asylbewerber, der anschaffen geht, um überleben zu können. Darüber hinaus gerät immer wieder ein recht ungleiches schwules Paar in den Fokus der Geschichte. Der jüngere Mann ist eher emotional und unscheinbarer. Der ältere, mit Namen Marcus Ståhl, besitzt ein Firmenimperium und bleibt für lange Zeit ein undurchsichtiger Charakter.
Im Zuge der Ermittlungen rund um die Morde begegnen sich die früheren Kollegen Johanne Vik und Ingvar Nyman nach längerer Zeit wieder. Als der Mord an der Bischöfin passiert, bittet Kriminalkommissar Ingvar Nyman seine frühere Kollegin Johanne Vik, die nunmehr als Buchautorin und Psychologin arbeitet, um Hilfe, um hinter das Raster der Morde und die Motivation des Täters zu gelangen. Und dadurch, dass die Tochter der Psychologin den Mörder gesehen hat, entspinnt sich ein perfider, aber stets spannender Fall rund um religiösen Wahn, eine amerikanische Sekte und bedenkenswerte Moralvorstellungen.
Die Macher der vier Teile, von denen ein jeder knapp 90 Minuten Spielzeit aufweist, haben es gut verstanden, nach einer etwas längeren Anlaufphase die Spannungskurve, speziell bei den Folgen 3 und 4, hoch zu halten. Oftmals lässt man die Bilder für sich sprechen und bestimmte Situationen erhalten durch geschickte Kameraführungen eine sehr atmosphärische Intensität. Die Schauspieler der beiden Hauptcharaktere, Melinda Kinnaman als Johanne Vik und Henrik Norlén als Ingvar Nyman, brauchen ein wenig, bis sie im wahrsten Sinne des Wortes zueinander finden. Speziell Melinda Kinnaman als Johanne Vik wirkt oftmals etwas steif und unschlüssig bzw. ebenfalls überzogen in der Darstellung der Zwitterrolle von besorgter Mutter und Ermittlerin.
Ansonsten gehen die weiteren Schauspieler sehr gut ihren Rollen auf und verkörpern diese sehr authentisch. Speziell Marek Oravec als Mörder Richard Forrester, ist hier hervorzuheben. Man sieht bei ihm förmlich den Wahn in den Augen und dadurch lässt sich auf recht schnell erkennen, dass diese Person fremdgesteuert handelt.
Doch „Modus“ weiß nicht nur inhaltlich und auf schauspielerischer Ebene zu gefallen, sondern der Zuschauer bekommt auch grandiose Landschaftsaufnahmen präsentiert. Im Winter aufgenommen, faszinieren schneebedeckte Wälder, Seen und andere Flächen und untermalen das Geschehen auf ihre ganz eigene atmosphärische Weise. Das Ergebnis ist eine erste Staffel der „Modus“ Serie, die wirklich gute und über weite Strecken auch kurzweilige und spannende Kriminalunterhaltung im typisch skandinavischen Stil bietet. Man darf sich schon jetzt auf die zweite Staffel freuen und hoffen, dass sich die beiden Hauptfiguren der Serie darin in ihrer jeweiligen weiterentwickeln und speziell Melinda Kinnaman als Johanne Vik nicht ganz so steif agiert, wie dies bei dieser Auftaktstaffel des Öfteren wahrzunehmen war.
Das Bild der vier Folgen ist glasklar und die Abtastung der Blu-ray hervorragend. Die Bilder bestechen durch eine unglaubliche Farbtiefe und einen Kontrast, der das Auge einfach zum optischen Genießen einlädt. Der Ton liegt DTS-HD Master Surround 5.1 Qualität vor und ist klar und ausgewogen. Neben den vier Folgen der Staffel gibt es dann noch ein minimales Bonusmaterial von nicht einmal fünf Minuten in Form von Interviews mit einigen der beteiligten Schauspieler. Das Bonusmaterial ist leider viel zu dürftig, denn gerade beim Beginn der Verfilmung einer neuen Serie hätte man sehr viel umfassender hinter die Kulissen schauen, die Autorin zu ihren Absichten und auch die einzelnen Charaktere und deren Schauspieler vorstellen und beleuchten können.

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Prince - The Movie Collection (Blu-Ray)

In neu überarbeiteter und sehr gut restaurierter Fassung gibt es die drei Filme, in denen Prince als Schauspieler und Sänger mitgewirkt hat, nun erstmalig auf Blu-Ray. "Purple Rain" entstand im Original 1984 und war nicht nur der Soundtrack zum gleichnamigen Album, sondern hatte auch viele autobiografische Inhalte.
"Under The Cherry Moon" wurde 1986 gedreht und Prince führte bei diesem rein in schwarz/weiß gedrehten Film nicht nur die Regie, sondern spielte zugleich ebenfalls die Hauptrolle. Der Sänger verkörpert in diesem Film einen Gigolo, der sich an der Côte d’Azur in eine Tochter aus reichem Hause verliebt. Alles im Stil der 1950er Jahre und mit den Songs zum gleichnamigen Album umgarnt. Der vielleicht bekannteste Song dieser Ära dürfte nach wie vor "Kiss" sein. Ansonsten war der Film allerdings ein Flop auf ganzer Linie, denn er spielte nicht einmal die Produktionskosten wieder ein. Darüber hinaus gab es noch jede Menge Schmach und diverse Negativ-Preise für den Film und seinen Hauptdarsteller.
Diese beiden ersten Filme gibt es neben der englischen original Tonspur auch mit den damaligen deutschen Synchronisationen. Vom dritten Film dieser "The Movie Collection", "Graffiti Bridge" handelt es sich um einen Film, den Prince 1990 erneut als Regisseur einspielte. Doch auch dieser, eigentlich als Fortsetzung der "Purple Rain" Verfilmung gedachte Streifen blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück und konnte - ebenso wie "Under The Cherry Moon" nicht einmal seine Produktionskosten einspielen. Dieser Film ist damals nur in den USA erschienen und wurde aufgrund der schlechten Kritiken und des mangelnden Erfolgs nie synchronisiert. Folglich gibt es bei diesem Film nur die englische bzw. amerikanische sowie eine Latino Tonspur.
Bei allen drei Filmen kann man das überschaubare künstlerische Talent von Prince als Schauspieler deutlich erkennen. Doch mit dem Abstand von rund 30 Jahren fällt es einem jetzt leichter, es mit Leichtigkeit und einem Schmunzeln als musikalisches Relikt und Vermächtnis des großartigen Sängers zu sehen.
Das Beste an allen Filmen sind die Musiksongs, die Prince samt Band in dieser darbietet. Dafür musste er sich nicht verstellen und konnte zudem das machen, was seit je her seine Passion war, geniale Musik komponieren und spielen.
Während "Purple Rain" noch mit interessantem Bonusmaterial in Form von Interviews und mehr aufwartet, gibt es bei "Under The Cherry Moon" und "Graffiti Bridge" nur noch die jeweiligen Trailer als Bonus zu sehen. Die neue Bild-Abtastung ist sehr gut. Die Bilder aller Filme haben eine - bedenkt man das Alter der Aufnahmen - sehr gute Qualität. Und auch der im DTS HD Master Audio Format vorliegende Ton klingt ausgewogen und sehr klar.
Alles in allem eine lohnenswerte Veröffentlichung für alle Prince Fans, die ihnen die Kino- bzw. Spielfilme des leider viel zu früh verstorbenen Ausnahmemusikers in sehr guter Qualität präsentiert. Für alle anderen eine schöne Erinnerung an die naive Umsetzung mit semi-professionellen Schauspielern, die aber durch das Flair der 1980er einen besonders liebenswerten Beigeschmack erhält.

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Sascha Grammel - Ich find's lustig

Sascha Grammel ist mit seinem neuen Programm unterwegs und passender Weise hat er diesem den Titel "Ich find's lustig" gegeben. Und wie auch schon bei seinen Programmen und den dazugehörigen Tourneen zuvor, so hat er natürlich auch dieses Mal wieder viele alte Bekannte Handpuppen dabei, denen er auf sein unvergleichlich leichte und sympathische Weise ein Leben einhaucht. Und so gibt es natürlich auch auf "Ich find's lustig" ein Wiedersehen mit Josie, Frederic Freiherr von Furchensumpf, Professor Dr. Hacke oder auch Herrn Schröder & Ursula. Aber Sascha Grammel hat in sein Programm auch neue Charaktere eingebaut. So gibt es einen kleinen Käse oder auch eine Mieze. Und auch Außer Rüdiger ist mit dabei.
Es ist wunderbar, wie Sascha Grammel die Dialoge mit den einzelnen Puppen umsetzt, wie er seinen Puppen Leben einhaucht und jeder Puppe ganz besondere und unverwechselbare Eigenschaften einhaucht. Es sind die liebevollen, leicht neckenden Gespräche, die immer wieder von bewussten oder manchmal sogar zufälligen kleinen Kicherern und spontanen Pannen, die ihn manches Mal leicht aus dem Konzept zu bringen scheinen.
Das Publikum ist sofort mitten im Programm und lässt sich von Sascha Grammel und seinen Handpuppen über zwei Stunden hinweg verzaubern und in eine wunderbare Welt der Leichtigkeit entführen. Sascha Grammel hat die liebevolle Art und ein typisches Schwiegersohn-Image, das Menschen aller Alltagsgruppen erreicht. Und so kann man auch bei dieser aktuellen Tournee gemeinsam das Fazit ziehen "Ich find's lustig"!
Die DVD liefert den kompletten Mitschnitt des Sascha Grammel Auftritts aus dem Duisburger Theater am Marientor in hervorragend klaren Farben und aus vielen schönen Kameraperspektiven. Der Ton ist klar und in Dolby Digital 5.1 oder wahlweise auch als Stereo 2.0 wählbar. Und das Schönste - neben dem lustigen Ja-Nein-Würfel, der dieser DVD als Bonus beiliegt - ist die Tatsache, dass dieser Veröffentlichung noch eine zweite DVD beiliegt. Und auf dieser befindet sich das gesamte Programm für Hörgeschädigte mit Untertiteln und in die Gebärdensprache übersetzt. Eine tolle Idee und wunderbare Umsetzung, um auch die Leute zum Lachen zu bringen, die eigentlich nichts oder nur ganz wenig hören können. Und so finden es einfach alle lustig - und das zurecht! Ein tolles neues Programm!

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