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Prince - The Movie Collection (Blu-Ray)

In neu überarbeiteter und sehr gut restaurierter Fassung gibt es die drei Filme, in denen Prince als Schauspieler und Sänger mitgewirkt hat, nun erstmalig auf Blu-Ray. "Purple Rain" entstand im Original 1984 und war nicht nur der Soundtrack zum gleichnamigen Album, sondern hatte auch viele autobiografische Inhalte.
"Under The Cherry Moon" wurde 1986 gedreht und Prince führte bei diesem rein in schwarz/weiß gedrehten Film nicht nur die Regie, sondern spielte zugleich ebenfalls die Hauptrolle. Der Sänger verkörpert in diesem Film einen Gigolo, der sich an der Côte d’Azur in eine Tochter aus reichem Hause verliebt. Alles im Stil der 1950er Jahre und mit den Songs zum gleichnamigen Album umgarnt. Der vielleicht bekannteste Song dieser Ära dürfte nach wie vor "Kiss" sein. Ansonsten war der Film allerdings ein Flop auf ganzer Linie, denn er spielte nicht einmal die Produktionskosten wieder ein. Darüber hinaus gab es noch jede Menge Schmach und diverse Negativ-Preise für den Film und seinen Hauptdarsteller.
Diese beiden ersten Filme gibt es neben der englischen original Tonspur auch mit den damaligen deutschen Synchronisationen. Vom dritten Film dieser "The Movie Collection", "Graffiti Bridge" handelt es sich um einen Film, den Prince 1990 erneut als Regisseur einspielte. Doch auch dieser, eigentlich als Fortsetzung der "Purple Rain" Verfilmung gedachte Streifen blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück und konnte - ebenso wie "Under The Cherry Moon" nicht einmal seine Produktionskosten einspielen. Dieser Film ist damals nur in den USA erschienen und wurde aufgrund der schlechten Kritiken und des mangelnden Erfolgs nie synchronisiert. Folglich gibt es bei diesem Film nur die englische bzw. amerikanische sowie eine Latino Tonspur.
Bei allen drei Filmen kann man das überschaubare künstlerische Talent von Prince als Schauspieler deutlich erkennen. Doch mit dem Abstand von rund 30 Jahren fällt es einem jetzt leichter, es mit Leichtigkeit und einem Schmunzeln als musikalisches Relikt und Vermächtnis des großartigen Sängers zu sehen.
Das Beste an allen Filmen sind die Musiksongs, die Prince samt Band in dieser darbietet. Dafür musste er sich nicht verstellen und konnte zudem das machen, was seit je her seine Passion war, geniale Musik komponieren und spielen.
Während "Purple Rain" noch mit interessantem Bonusmaterial in Form von Interviews und mehr aufwartet, gibt es bei "Under The Cherry Moon" und "Graffiti Bridge" nur noch die jeweiligen Trailer als Bonus zu sehen. Die neue Bild-Abtastung ist sehr gut. Die Bilder aller Filme haben eine - bedenkt man das Alter der Aufnahmen - sehr gute Qualität. Und auch der im DTS HD Master Audio Format vorliegende Ton klingt ausgewogen und sehr klar.
Alles in allem eine lohnenswerte Veröffentlichung für alle Prince Fans, die ihnen die Kino- bzw. Spielfilme des leider viel zu früh verstorbenen Ausnahmemusikers in sehr guter Qualität präsentiert. Für alle anderen eine schöne Erinnerung an die naive Umsetzung mit semi-professionellen Schauspielern, die aber durch das Flair der 1980er einen besonders liebenswerten Beigeschmack erhält.

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Sascha Grammel - Ich find's lustig

Sascha Grammel ist mit seinem neuen Programm unterwegs und passender Weise hat er diesem den Titel "Ich find's lustig" gegeben. Und wie auch schon bei seinen Programmen und den dazugehörigen Tourneen zuvor, so hat er natürlich auch dieses Mal wieder viele alte Bekannte Handpuppen dabei, denen er auf sein unvergleichlich leichte und sympathische Weise ein Leben einhaucht. Und so gibt es natürlich auch auf "Ich find's lustig" ein Wiedersehen mit Josie, Frederic Freiherr von Furchensumpf, Professor Dr. Hacke oder auch Herrn Schröder & Ursula. Aber Sascha Grammel hat in sein Programm auch neue Charaktere eingebaut. So gibt es einen kleinen Käse oder auch eine Mieze. Und auch Außer Rüdiger ist mit dabei.
Es ist wunderbar, wie Sascha Grammel die Dialoge mit den einzelnen Puppen umsetzt, wie er seinen Puppen Leben einhaucht und jeder Puppe ganz besondere und unverwechselbare Eigenschaften einhaucht. Es sind die liebevollen, leicht neckenden Gespräche, die immer wieder von bewussten oder manchmal sogar zufälligen kleinen Kicherern und spontanen Pannen, die ihn manches Mal leicht aus dem Konzept zu bringen scheinen.
Das Publikum ist sofort mitten im Programm und lässt sich von Sascha Grammel und seinen Handpuppen über zwei Stunden hinweg verzaubern und in eine wunderbare Welt der Leichtigkeit entführen. Sascha Grammel hat die liebevolle Art und ein typisches Schwiegersohn-Image, das Menschen aller Alltagsgruppen erreicht. Und so kann man auch bei dieser aktuellen Tournee gemeinsam das Fazit ziehen "Ich find's lustig"!
Die DVD liefert den kompletten Mitschnitt des Sascha Grammel Auftritts aus dem Duisburger Theater am Marientor in hervorragend klaren Farben und aus vielen schönen Kameraperspektiven. Der Ton ist klar und in Dolby Digital 5.1 oder wahlweise auch als Stereo 2.0 wählbar. Und das Schönste - neben dem lustigen Ja-Nein-Würfel, der dieser DVD als Bonus beiliegt - ist die Tatsache, dass dieser Veröffentlichung noch eine zweite DVD beiliegt. Und auf dieser befindet sich das gesamte Programm für Hörgeschädigte mit Untertiteln und in die Gebärdensprache übersetzt. Eine tolle Idee und wunderbare Umsetzung, um auch die Leute zum Lachen zu bringen, die eigentlich nichts oder nur ganz wenig hören können. Und so finden es einfach alle lustig - und das zurecht! Ein tolles neues Programm!

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Ein Herz und eine Seele - Alle 25 Folgen!

Die Serie "Ein Herz und eine Seele" war und ist auch heute noch eine der absoluten Kultserien der deutschen Fernsehgeschichte. Die insgesamt 25 Folgen rund um das sehr spezielle und vor allem politisch eingefahrene und zutiefst konservative Familienoberhaupt Alfred Tetzlaff waren - nicht nur in der Zeit ihrer Produktion - hohe deutsche Kabarett- und Comedy- und Sitcomkunst.
Die vier Hauptcharaktere bei "Ein Herz und eine Seele" hätten unterschiedlicher nicht sein können. Zum einen der neurotisch sturköpfige Alfred Tetzlaff, immer wieder grandios von Heinz Schubert in Szene gesetzt, seine naive und oftmals bewusst als Dummchen hingestellte Frau Else, die von Elisabeth Wiedemann gespielt wird, die von Hildegard Krekel leicht aufmüpfig gespielte Tochter der Tetzlaffs, Rita und zudem der vom unvergessenen Dieter Krebs gespielte Schwiegersohn Michael aus dem Osten Deutschlands, der zudem politisch dem sozialdemokratischen Lager zuzurechnen und damit das genaue Gegenteil von Alfred Tetzlaff ist.
Die Serie wurde von 1973 bis 1976 in insgesamt zwei Staffeln produziert. Allerdings muss man auch mit einigen Jahrzehnten Abstand fairer Weise sagen, dass die zweite Staffel nicht mehr als ein lauer Aufguss der ersten gewesen ist. Nach 21 Folgen war die Staffel eins von "Ein Herz und eine Seele" 1974 beendet und Elisabeth Wiedemann und Dieter Krebs haben mit dieser Folge auch ihre letzten Auftritte in der Serie gehabt. Für eine Fortsetzung standen beide nicht mehr zur Verfügung und wurden durch Helga Feddersen und Klaus Dahlen ersetzt. Doch diese Beiden konnten den Figuren der Ehefrau Else und dem Schwiegersohn Michael zu keiner Zeit das Leben einhauchen, das Elisabeth Wiedemann und Dieter Krebs in gegeben und das sich auch über 21 Folgen hinweg geprägt hat.
Und so war es letztlich nur eine Frage der Zeit, bis man ich dazu entschied, diese zweite Staffel, die eigentlich gar keine gewesen ist, nach gerade einmal vier Episoden wieder einzustellen und die Serie nach sodann 25 Folgen zu beenden. Doch es lag nicht nur an dem Wechsel der Schauspieler, auch die politische Lage, auf der sich viele der Gags und zugleich Spitzen der Serie gründeten, hatte sich verändert. Das alles führte letztlich dazu, dass sich Wolfgang Menge, Autor der Serie eingeschränkt in seinen Vorstellungen der inhaltlichen Umsetzung der neuen Folgen vorkam und auch aus diesem Grund die Motivation der Weiterführung nicht mehr wirklich in sich trug.
Gleichwohl ist es ein Segen, dass mit dieser Neuauflage von "Ein Herz und eine Seele - Alle 25 Folgen!" alle gedrehten Folgen der Familie Tetzlaff endlich wieder in ordentlicher Bildqualität für den Fernseh- und Sitcom-Fan zugänglich gemacht worden sind. Über sieben DVDs hinweg geht es um Zwischenmenschliches, um Wertvorstellungen jeder Art, egal ob politisch oder gesellschaftlich, um Spannungen, Rollenverteilungen im Haushalt und immer wieder im Alfred Tetzlaffs liebstes Thema: Politik. Aber es geht auch um Auseinandersetzungen mit der deutschen Geschichte.
Und die Dialoge sind derart aufgebaut, dass - manchmal im bewusst übertriebenen Sinne - immer beide Sichtweisen zu einem Thema vermittelt werden. So konnte sich der aufmerksame Zuschauer schon damals aus den vermittelten Standpunkten letztlich seine eigene Meinung bilden. Und diese Meinungsbildung wurde zudem noch mit jeder Menge Wortwitz, Humor und einmaligen Charakteren untermalt.
Unvergessen bleiben Folgen wie "Der Fernseher", "Besuch aus der Ostzone", Erntedankfest", "Der Sittenstrolch" oder auch "Sylvesterpunsch". Und dabei ist es egal, ob die jeweiligen Folgen in Schwarz-Weiß oder in Farbe gedreht worden sind. Allerdings muss man festhalten, dass die schwarz-weißen Folgen irgendwie mehr Flair und Atmosphäre hatten, als die in Farbe gedrehten.
Man darf bei der Qualität der Bilder keine allzu hohen Ansprüche stellen und muss zudem stets im Hinterkopf haben, dass die Folgen bereits über 40 Jahre alt sind. Dafür sind die Aufnahmen wirklich gut. Und auch der Ton ist im Mono 2.0 auf den DVDs enthalten, stets klar und gut verständlich. Es gibt keine Verzerrungen oder ähnliches. Das Bildformat ist im für die damalige Zeit typischen 4:3 Verhältnis. Man sollte unbedingt darauf achten, dass man seinen Fernseher ebenfalls auf dieses Format einstellt, da beim Skalieren des Bildes auf 16:9 so einiges vom Flair der Serie verloren geht.
Auch wenn sich die politischen Verhältnisse mittlerweile erneut des Öfteren geändert haben und sich einige der mittlerweile leider komplett verstorbenen Darsteller der Hauptcharaktere der Serie wahrscheinlich im Grabe umdrehen würden, wüssten sie um die heutigen Zeiten (Beispiel: Große Koalition in Berlin!), so ist und bleibt diese Serie ein Stück zeitloser Fernsehgeschichte, das es in dieser Form so nicht mehr wieder geben wird.

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Diese Drombuschs – Die komplette Serie

Es war die Familiensaga der 1980er und auch frühen 1990er Jahre. Das Leben und die damit verbundenen Freuden, Probleme und Sorgen der Familie Drombusch.
Nun ist eine Neuauflage der gesamten Serie mit all ihren 39 Folgen als Gesamtbox bei Studio Hamburg Enterprises erschienen. Und auch gut 30 Jahre später sind die Themen, denen sich anfangs Sigi und Vera und später dann auch Ludwig mit den Generationen vor und nach ihnen stellen mussten noch immer so aktuell, wie vor gut 30 Jahren.
"Diese Drombuschs" hat es verstanden, den ganz normalen Wahnsinn einer Großfamilie wunderbar plastisch, stets mit hervorragenden Dialogen, deren wahre Aussagekraft sich so manches Mal erst mit ein wenig Abstand merklich nachdrücklich entfaltet, darzustellen.
Wer zu der Zeit der Originalausstrahlung noch Kind oder Jugendlicher gewesen und nun vielleicht selbst schon Elternteil ist, der nimmt die Aussagen der Charaktere der Serie, die man früher als solche gar nicht so wahr genommen hat, erst jetzt als wirklich pädagogisch wertvoll wahr. Wenngleich das sicherlich nicht der hauptsächliche Auftrag der Serie gewesen ist.
In der heutigen Zeit entschleunigt jede Folge von "Diese Drombuschs", entführt den Zuschauer im nostalgischen 4:3 Bildformat in eine Zeit, in der man nicht ausnahmslos von äußeren Begleitumständen wie Handys, Tablets oder E-Mails abgelenkt und größtenteils vereinnahmt, ja sogar schon fast abhängig gefangen genommen wurde.
"Diese Drombuschs" bringen eine Zeit zurück in die Gegenwart, in der man innerhalb der Familie noch mehr miteinander in direktem Kontakt stand, in der man sich gegenseitig sicherlich auch besser weil unabgelenkter wahrnahm. Aber "Diese Drombuschs" sind keinesfalls nur eine "Heile Welt" Serie. Denn es werden in den insgesamt 39 Folgen die unterschiedlichsten Eventualitäten verarbeitet. Allesamt aus dem Leben gegriffen und ebenso dargestellt.
Angefangen von einer rebellierenden spätpubertierenden Tochter, über uneheliche Kinder, Schicksalsschläge, Todesfälle, Intrigen, Habgier, Betrug und Neid verarbeitet die aus der Feder von Robert Stromberger stammende Serie sämtliche Begebenheiten des täglichen Familienlebens.
Die Serie lief über insgesamt sechs Staffeln und zwischen den einzelnen Staffeln liegt stets ein - auch in der Geschichte - kleiner zeitlicher Abstand.
Und nicht nur aufgrund der Tatsache, dass sich die 39 Folgen dieser Ausnahmeserie einfach wunderbar und mit einem sehr sympathischen Hauch von Nostalgie anschauen lassen, sondern auch die liebevolle Umsetzung des Schicksals der großen Familie und das Gespür für die im wahrsten Sinne des Wortes an vielen Stellen "richtigen" Worte geben dieser Produktion auch heute noch zu Recht das Prädikat "wertvoll".
Wenn man aus heutiger Sicht auf die Darstellerliste blickt, dann fällt auf, dass das Produktionsteam gemeinsam mit den Regisseuren Claus Peter Witt, Michael Meyer und Michael Günther die damalige Elite der deutschen Schauspieler gekonnt mit vielen jungen und talentierten Nachwuchsschauspielern dieser Zeit kombiniert und zu einem großen und in sich stimmigen Ensemble vereint hat.
Als damals bereits bekannte Darsteller konnte man unter anderem Witta Pohl als Vera Drombusch, Hans-Peter Korff als Siegfried „Sigi“ Drombusch, Günter Strack als „Onkel“ Ludwig Burlitz, Grete Wurm als Margarete „Oma“ Drombusch, Sigmar Solbach als Maximilian Lechner, Michael Degen als Martin Sanders, Hans Clarin als Herr Heckenroth oder auch Utz Richter als Rechtsanwalt Kehlhausen gewinnen.
Und an damals noch frischen, heute dann mehr oder weniger bekannten und teilweise durchaus noch aktiven Schauspielern waren unter anderem
Sabine Kaack als Marion Drombusch, der leider viel zu früh gestorbene
Mick Werup als Christoph „Chris“ Drombusch, Eike Schweikhardt als Thomas „Thommi“ Drombusch, Marion Kracht als Bettina „Tina“ Drombusch oder auch Anja Jaenicke als Yvonne „Yvonnche“ Boxheimer mit dabei.
Die Qualität der Bilder ist gemessen am Alter der Serie sehr gut. Es fand zwar keine hochwertige digitale neue Abtastung statt, die das Bildniveau auf den aktuellen Stand gebracht hätte, aber dadurch wäre dann sicherlich auch das Flair der Serie verloren gegangen. Man sollte bei den Einstellungen seines Fernsehers darauf achten, dass dieser das Bild nicht auf 16:9 Format automatisch umrechnet. Vielmehr sollte man ggf. das gute alte 4:3 Format manuell einstellen, um die Bilder Handlungen und speziell auch die Personen im richtigen Format genießen zu können. Der Ton ist sehr ausgewogen und ohne Schwankungen in der Lautstärke in 2.0 Stereo enthalten.
Ein wenig schade ist die Tatsache, dass es aus der damaligen Zeit wohl keine Extras wie Trailer, entfallene Szenen oder Interviews mit den Schauspielern mehr gegeben hat, die man ansonsten hier bei dieser Gesamtbox noch als Boni mit hätte zu den 39 Folgen mit dazugeben können. Aber auch so ist diese "Diese Drombuschs" Gesamtbox eine wunderbar zeitlose Dokumentation einer Familiengeschichte in all ihren Facetten, die man sich immer wieder anschauen kann.

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Backstreet Boys - 20 Jahre

Mit "20 Jahre" erscheint ein schönes Package, das eine Dokumentation und ein Live-Konzert zum 20 jährigen Jubiläum der Backstreet Boys beinhaltet. "Show 'Em What You're Made Of" ist eine sehr informative und vor allem persönliche Dokumentation über den musikalischen Werdegang der Backstreet Boys. Der knapp 100 minütige Bericht bietet eine schöne Mischung aus aktuellen Eindrücken und Interviews mit den Bandmitgliedern und ständigen Rückblicken auf besondere und wegweisende Ereignisse -  sowohl schöne als auch unschöne - der letzten zwei Dekaden Bandgeschichte.
Die Bandmitglieder besuchen alte Orte und Personen und erinnern sich dort an bestimmte Begebenheiten, die irgendwie Einfluss auf die einzelnen Bandmitglieder hatten. Und so entsteht eine wunderbare Reise zurück zu den Anfangen der Freunde, die als gecastete Boyband Ende des letzten Jahrtausends die erfolgreichste Musikgruppe der Welt gewesen sind. Alle Bandmitglieder reflektieren ihre Vergangenheit sachlich und nehmen kein Blatt vor den Mund, auch bei tragischen Erlebnissen oder eigens verantworteten Schicksalsschlägen.
Sehr beeindruckend sind die Emotionen die dadurch entstehen, dass Mitte der 2000er Jahre plötzlich der Erfolg ausbleibt und die Band kurz vor den Zusammenbruch und damit verbunden dem endgültigen Aus steht. Doch die Jungs stehen diese Talfahrt mehr oder weniger gemeinsam durch und holten sich langsam aber sicher die alten Erfolge zurück.
Schön sind auch die vielen Personen, die den Jungs seinerzeit zur Seite standen und ihnen in den verschiedensten Bereichen geholfen oder sie begleitet haben. Sie kommen mit retrospektiven Interviews und Statements zur Sprache und geben so eine andere Sicht auf diverse Umstände der Bandgeschichte.
Und dann kommt das aktuelle Album und die Produktion zu diesem noch in den Mittelpunkt. Dabei kommen auch die Spannungen zwischen einzelnen Bandmitgliedern zur Sprache und werden durch deutliche Worte und Bilder unterstrichen. Alles in allem ist dieser Bericht nicht nur für Fans der Band, sondern für jeden Musikliebhaber ein wirklich interessantes und vor allem authentisches Dokument Musikgeschichte.
Und als Bonus gibt es dann sogar noch ein Konzert der "In A World Like This" Tour, das die Backstreet Boys zum 20jährigen Jubiläum im japanischen Saitama gaben, zu genießen. Großartige Bilder lassen einen bemerkenswert frischen und beeindruckenden Eindruck farbenprächtig erscheinen und machen dieses Ereignis zu einem unglaublichen Erlebnis.
Der Ton des Konzertes ist wahlweise in Dolby Surround 5.1 oder in Stereo 2.0 enthalten. Die Dokumentation hat einen im Stereo 2.0 Format unterlegten Ton. Leider fehlt bei dieser Veröffentlichung ein Booklet mit vielen Bildern und weiteren Informationen rund um "20 Jahre" Backstreet Boys.

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Paul Temple - Staffel 2

Zeitgleich mit der ersten deutschen Staffel der Paul Temple TV Serie, die Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre in England von der BBC produziert wurde, erscheint auch die zweite deutsche Staffel der damals im ZDF einmalig zu sehenden Serie bei Fernsehjuwelen.
Es handelt sich bei den Folgen der auf vier DVDs verteilten zweiten Staffel um die deutschen Episoden 14 bis 26. Die DVD-Box enthält leider neben den 13 Episoden der Staffel dieses Mal kein weiteres Bonusmaterial in Form von visuellen Berichten oder Interviews, Outtakes oder Ähnlichem. Das dürfte einmal mehr dem Umstand geschuldet sein, viele der damaligen Originalbänder aufgrund von zeitlich limitierten Aufbewahrungsfristen nicht mehr vorhanden gewesen sind.
Da die Serie - auch speziell in Deutschland - nur mäßigen Erfolg hatte, gab es nach den Erstausstrahlungen der Folgen auch niemals eine Wiederholung. Und so musste man seitens Fernsehjuwelen nun durch anderweitige Quellen, aus den ZDF Archiven, an viele der alten Aufnahmen kommen. Die gute Nachricht vorweg: es hat geklappt. Der leider zu akzeptierende Beigeschmack der guten Nachricht der Vollständigkeit der insgesamt 39 Folgen ist dann der, dass diverse Folgen eine nicht wirklich richtig gute Bildqualität haben, da das ZDF Material fast ausschließlich nur in Form von 16mm Sendekopien vorgelegen hat. Aber hier hat man seitens Fernsehjuwelen dann zu recht lieber auf die Vollständigkeit denn eine durchweg gute digitale Qualität der Bilder gesetzt. Insgesamt kann man aber feststellen, dass die Bildqualität über alle 13 Folgen hinweg im Durchschnitt etwas besser ist, als das bei den Folgen der ersten deutschen Staffel der Fall gewesen ist.
Die Serie basiert nur grob auf den sonstigen Fällen, die Autor Francis Durbridge für Funk und Fernsehen bis zu diesem Zeitpunkt geschrieben hatte. Der Autor selbst wollte gerne die Adaption seiner Charaktere für eine Krimi-Serie und schlug dem damaligen Produzententeam dann auch persönlich Francis Matthews als Hauptdarsteller und somit für die Rolle des Paul Temple vor. Wer die alten Verfilmungen von Paul Temple mit John Bentley kennt, der muss sich mit Francis Matthews erst ein wenig anfreunden, der er sieht nicht ganz so smart aus, wie der Brite aus den späten 1940er, frühen 1950er Jahre Verfilmungen. Aber die Serie hatte ohnehin den Auftrag, die Figur an die damalige Zeit der 1970er Jahre anzupassen.
Die Rolle von Steve Temple wurde mit der Schauspielerin Ros Drinkwater optisch sehr gut besetzt. Von der Art her ist Ros Drinkwater in ihrer Auslegung von Steve Temple allerdings etwas direkter und vor allem manchmal forsch und wirkt emanzipiert. Das ist eine andere Seite, als die, die die Paul Temple Fans ansonsten von den Hörspielen gewohnt waren. Denn eigentlich ist Steve Temple stets als die besorgte und umsorgende Person an der Seite des Paul Temple bekannt gewesen. Aber auch diese neue Seite steht ihr durchaus gut.
Die Inhalte der Folgen der zweiten Staffel sind ähnlich abwechslungsreich wie bei den vorangegangenen Folgen der ersten deutschen Staffel. Allerdings wird bei der vorliegenden zweiten Staffel deutlich, warum die Serie nach der dritten deutschen (in England war es die vierte) Staffel dann eingestellt worden ist. Die Episoden wurden zu allgemein. Die Figur des Paul Temple wurde nicht speziell, sondern mehr und mehr kommerziell und die Serie konnte sich - sicherlich auch durch die Art und Schnelligkeit der Produktion der Folgen - nicht mehr großartig von anderen Krimiserien der damaligen Zeit unterscheiden und abheben. Paul Temple wurde in seiner Art und mit seinen Fällen als Charakter irgendwie immer austauschbarer.
Aber gleichwohl lassen sich die 13 Folgen der zweiten deutschen TV-Staffel der "Paul Temple" Serie wirklich sehr angenehm und mit durchaus schönen Spannungsbögen anschauen.
Der Ton der DVDs ist - entgegen der Qualität der Bilder - erneut durchweg sehr gut. Er ist in Dolby Digital 2.0 Mono vorhanden. Es gibt zudem neben dieser deutschen Tonspur bei einigen wenigen Episoden noch die englische. Allerdings sind für die meisten Folgen die englischen Tonspuren nicht mehr verfügbar, so dass man sich wirklich nur sehr wenige Folgen im Original anschauen kann.
Auch bei dieser DVD-Box liegt erneut ein sehr ausführliches Booklet, das dem interessierten Zuschauer dann noch viele weiteren Informationen rund um die TV-Serie sowie zu den Erscheinungsdaten der in dieser zweiten Staffel enthaltenen Folgen gibt.
Alles in allem ist auch diese zweite deutsche Staffel mit ihren vier DVDs ein schönes Paket mit einem an sich schon als unwiederbringlich verschollen geglaubten Inhalt und 13 Folgen einer britischen Krimi-Serie, die den Blick auf Paul Temple einmal aus einer sehr interessanten anderen Richtung wagt, wenngleich er bei einigen Episoden allmählich ein wenig an ohnehin nur bedingt vorhandenem Charme verliert.
Fernsehjuwelen macht mit der Veröffentlichung dieser zweiten deutschen Paul Temple Staffel sicherlich die Träume vieler Francis Durbridge Fans und Krimi- Liebhaber der 1970er Jahre wahr. Und zudem gibt es nun diese Folgen erstmalig wieder seit ihrer Originalausstrahlung im ZDF in den frühen 1970er Jahren zu sehen.
Allein aus diesem Grund kann man über die oftmals mindere Bildqualität locker hinwegsehen und sich einfach an 13 weiteren Raritäten erfreuen!

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Paul Temple - Staffel 1

Fernsehjuwelen bringt die mittlerweile wohl schon fast in Vergessenheit geratene TV-Serie Paul Temple wieder zurück auf den Bildschirm. Die deutsche Filmfirma hat weder Kosten noch Mühen gescheut, die gesamten 39 Folgen der Serie, die zu Anfang der 1970er in deutscher Fassung im ZDF liefen, zu besorgen und diese im Rahmen der Möglichkeiten digital zu überarbeiten. Was sich auf den ersten Blick scheinbar einfach liest, war es dann auf den zweiten allerdings nicht wirklich. Schon zu Anfang, bevor das DVD Menü sich für den Fan der alten Klassiker Folgen der TV-Serie öffnet, weißt Fernsehjuwelen darauf hin, dass viele der damaligen Originalbänder aufgrund von zeitlich limitierten Aufbewahrungsfristen nicht mehr vorhanden gewesen sind. Da die Serie - auch speziell in Deutschland - nur mäßigen Erfolg hatte, gab es nach den Erstausstrahlungen der Folgen auch niemals eine Wiederholung. Und so musste man seitens Fernsehjuwelen nun durch anderweitige Quellen, aus den ZDF Archiven, an diese Aufnahmen kommen. Die gute Nachricht vorweg: es hat geklappt. Der leider zu akzeptierende Beigeschmack der guten Nachricht der Vollständigkeit der insgesamt 39 Folgen ist dann der, dass diverse Folgen eine nicht wirklich richtig gute Bildqualität haben, da das ZDF Material fast ausschließlich nur in Form von 16mm Sendekopien vorgelegen hat. Aber hier hat man seitens Fernsehjuwelen dann zu recht lieber auf die Vollständigkeit denn eine durchweg gute digitale Qualität der Bilder gesetzt.
Die Serie basiert nur grob auf den sonstigen Fällen, die Autor Francis Durbridge für Funk und Fernsehen bis zu diesem Zeitpunkt geschrieben hatte. Der Autor selbst wollte gerne die Adaption seiner Charaktere für eine Krimi-Serie und schlug dem damaligen Produzententeam dann auch persönlich Francis Matthews als Hauptdarsteller und somit für die Rolle des Paul Temple vor. Wer die alten Verfilmungen von Paul Temple mit John Bentley kennt, der muss sich mit Francis Matthews erst ein wenig anfreunden, der er sieht nicht ganz so smart aus, wie der Brite aus den späten 1940er, frühen 1950er Jahre Verfilmungen. Aber die Serie hatte ohnehin den Auftrag, die Figur an die damalige Zeit der 1970er Jahre anzupassen.
Die Rolle von Steve Temple wurde mit der Schauspielerin Ros Drinkwater optisch sehr gut besetzt. Von der Art her ist Ros Drinkwater in ihrer Auslegung von Steve Temple allerdings etwas direkter und vor allem manchmal forsch und wirkt emanzipiert. Das ist eine andere Seite, als die, die die Paul Temple Fans ansonsten von den Hörspielen gewohnt waren. Denn eigentlich ist Steve Temple stets als die besorgte und umsorgende Person an der Seite des Paul Temple bekannt gewesen. Aber auch diese neue Seite steht ihr durchaus gut.
Die erste Staffel von "Paul Temple" beinhaltet 13 Folgen, bei denen man eine Chronologie bei einem Blick in das umfangreiche Booklet des DVD Boxsets leider nicht feststellen kann. Da die Fälle aber in sich abgeschlossen sind, ist das nicht wirklich ein Problem. Man merkt aber, dass das ZDF seinerzeit ist mit einem zeitlichen Verzug in die Serie eingestiegen ist. Die eigentliche erste Staffel lief nur in England. Die erste deutsche Staffel ist also eigentlich die zweite originale. Und daher tauchen auch immer wieder männliche und weibliche HelferInnen, die den Schriftsteller und Hobbydetektiv unterstützen, auf, die man irgendwie nicht so richtig zuordnen kann.
Die einzelnen Folgen sind inhaltlich recht abwechslungsreich und im typischen Stil der 1970er Krimi-Serien produziert worden. Einzig die massiven Autoverfolgungsfahrten fehlen. Hier arbeitete man mit anderen Schwerpunkten. In diversen Folgen tauchen - ähnlich wie bei den Romanen - recht viele Personen auf und man muss sich dann schon wirklich konzentrieren, um die Zusammenhänge nicht aus den Augen zu verlieren. Gleichwohl entwickelt jede Folge - egal in welcher Bildqualität - ihren eigenen Charme. Und so lassen sich die 13 Folgen der ersten deutschen TV-Staffel der "Paul Temple" Serie wirklich sehr angenehm und mit durchaus schönen Spannungsbögen anschauen.
Der Ton der DVDs ist - entgegen der Qualität der Bilder - durchweg sehr gut. Er ist in Dolby Digital 2.0 Mono vorhanden. Es gibt zudem neben dieser deutschen Tonspur bei einigen wenigen Episoden noch die englische. Allerdings sind für die meisten Folgen die englischen Tonspuren nicht mehr verfügbar, so dass man sich wirklich nur sehr wenige Folgen im Original anschauen kann.
Neben den 13 Episoden gibt es dann noch ein schönes rund viertelstündiges Interview mit Francis Matthews, in dem er interessante rückblickende Informationen rund um die damalige Entstehung der Serie, die Auswahl der Kleidung, sein persönliches Verhältnis zu Paul Temple und mehr Preis gibt. Dazu gibt es ein sehr ausführliches Booklet, das dem interessierten Zuschauer dann noch viele weiteren Informationen rund um die TV-Serie sowie zu den Erscheinungsdaten der in dieser ersten Staffel enthaltenen Folgen gibt.
Alles in allem also schon wirklich schönes Paket mit einem an sich schon als unwiederbringlich verschollen geglaubten Inhalt und 13 Folgen einer britischen Krimi-Serie, die den Blick auf Paul Temple einmal aus einer sehr interessanten anderen Richtung wagt. Und zudem eine lohnenswerte Veröffentlichung wegen ihrer Rarität. Und wer sich dessen bewusst ist, der kann über die oftmals mindere Bildqualität locker hinwegsehen!

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Paul Temple - Wer ist Rex?

Die Originalverfilmung des Films "Paul Temple - Wer ist Rex?" stammt aus dem Jahr 1945 und dieser Fall ist der zweite, den Paul Temple, der bekannte Schriftsteller und Hobbydetektiv, zusammen mit Steve, die mittlerweile seine Frau geworden ist, lösen muss. Dieses Mal geht es um diverse mysteriöse Frauenmorde, der erste geschieht in einem Zug an einer jungen Frau. Einem weiteren Mord wohnen Paul und Steve Temple sogar aktiv bei, denn beim Besuch eines Nachtclubs bricht plötzlich eine berühmte Sängerin mitten in ihrem Auftritt zusammen und ist tot. Diese Sängerin wollte der Polizei den Hinweis auf einen gewissen "Rex" geben, der hinter dem Mord im Zug stecken soll. Denn an der Fensterscheibe des Zugabteils, in welchem die junge Frau tot aufgefunden wurde, stand in Großbuchstaben das Wort "REX" geschrieben.
Nachdem Paul Temple - nicht zuletzt aufgrund der Geschehnisse im Nachtclub, die er zusammen mit seiner Frau live miterleben musste - die Ermittlungen aufnimmt, geraten schnell eine unbekannte und in grau gekleidete Dame sowie ein mysteriöser Psychiater und dessen Sprechstundenhilfe in den Mittelpunkt der Ermittlungen des Hobbydetektivs. Immer wieder gibt es neue Wendungen und es tauchen, in guter alter Francis Durbridge Manier, stets neue Personen auf, die sich merkwürdig verhalten und den Fall über seine gesamten knapp 90 Minuten hinweg stets auf hohem spannenden Niveau halten. Und am Ende enttarnt Paul Temple den wahren Rex im Rahmen der vom Autoren Francis Durbridge so geliebten und zum Ende seiner Romane immer wieder in Szene gesetzten großen Runde.
Dieser Film fasziniert zwar nicht durch die Bildqualität der Restauration, denn dazu war das nachzubearbeitende Originalmaterial wohl einfach zu schlecht. Vielmehr sind es die Kameraperspektiven und die Vielschichtigkeit der Handlung. Erstmals ist hier John Bentley als Paul Temple zu sehen und dieser verkörpert den Charakter auf hervorragende Weise und sollte dies im Nachgang dann auch noch bei weiteren Verfilmungen der Reihe tun. Er haucht der Figur diese wunderbare und vom Autoren beabsichtigte Mischung aus Charmeur und taktischem Denker ein und man kann es beim Zusehen förmlich greifen, dass John Bentley diese Rolle wahrlich adaptiert hat und sie lebt. Selbiges gilt für Dinah Sheridan, die bei "Wer ist Rex?" als Paul Temples Ehefrau Steve zu sehen ist.
Die Dialoge mussten aufgrund der nicht vorhandenen deutschen Tonspur für die Originalverfilmung neu übersetzt und synchronisiert werden. Selbiges gilt natürlich auch für die atmosphärischen Geräuschuntermalungen. Beides ist gut gelungen, einzig in manchen Szenen hat man darauf verzichtet, die Nebengeräusche mit aufzunehmen und umzusetzen. So zum Beispiel, als Paul und Steve Temple im Speisesaal eines Hotels ihr Essen zu sich nehmen wollen. Die ebenfalls dort befindlichen Personen sind bei der Neuvertonung komplett stumm gehalten. Das sind aber nur Feinheiten, die die Tatsache, dass man seitens Pidax und Renown Pictures diese für alle Francis Durbridge Fans grandiose Verfilmung endlich für den deutschen Markt zugänglich gemacht hat, nicht wirklich beeinträchtigen.
Der Ton ist solide in Dolby Digital 2.0 aufgenommen und stets mit einem leichten Grundrauschen versehen worden, damit auch bei den aktuell aufgenommenen Untermalungen und Dialogen stets das Flair der Zeit der Originalaufnahme aufkommt. Und dieses Ziel hat man seitens des Produktionsteams wunderbar erreicht.
Als Bonusmaterial gibt es neben dem letzten Teil des Interviews mit Nicholas Durbridge, dem jüngsten Sohn von Francis Durbridge dann noch Trailer zu den weiteren Paul Temple Filmen von Pidax sowie einen Ausschnitt aus der TV Serie "Ich trage einen großen Namen", bei der Nicholas Durbridge im Jahr 2010 zu Gast war.
Im Booklet gibt es darüber hinaus noch die unveröffentlichte Kurzgeschichte "Paul Temple und der Langfinger", sowie jede Menge Angaben zu den Sprechern und allen anderen Beteiligten am Film und ein interessantes Vorwort mit vielen weiteren Informationen rund um die Paul Temple Serie vom diesbezüglichen Fachmann, Dr. Georg Pagitz. Alles in allem also eine wunderbare Veröffentlichung eines alten Klassikers, die nicht nur die Paul Temple Fans, sondern alle Freunde nostalgisch anspruchsvoller Krimiunterhaltung begeistern dürfte.

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Paul Temple - Der grüne Finger

Pidax hat einen weiteren Film- und Krimiklassiker für die Fans des gepflegten britischen Krimis zugänglich gemacht. "Der grüne Finger" ist die Verfilmung des ersten Paul Temple Falles aus der Feder des unvergessenen Autoren Francis Durbridge. Die Verfilmung stammt aus dem Jahr 1946 und war zuvor noch nie in einer deutschen Fassung verfügbar. Zusammen mit Renown Pictures hat Pidax das 70 Jahre alte Filmmaterial digital im Rahmen der Möglichkeiten restaurieren und neu abtasten lassen. Und auch die deutsche Synchronisation musste komplett neu eingesprochen und nicht nur der eigentlichen Atmosphäre der damaligen Zeit und dem Charme der Verfilmung angespasst werden, sondern ebenfalls musste die deutsche Übersetzung sich komplett am Originalton orientieren, da es keinerlei Drehbücher aus der damaligen Zeit mehr dafür gab.
Inhaltlich hat Paul Temple es bei seinem ersten Fall mit einer skrupellosen und zudem sehr geschickt agierenden Juwelenbande zu tun. Doch nicht nur die Juwelenraube, sondern auch ein merkwürdiger Todesfall lassen den Hobby-Detektiv zusammen mit Scotland Yard ermitteln. Und im Laufe dieser Ermittlungen lernt Paul Temple nicht nur seine spätere Frau Steve kennen, welche die Schwester des Toten ist, sondern er macht ebenfalls Bekanntschaft mit diversen weiteren merkwürdigen Personen, die alle irgendwie in das Gesamtgeschehen eingebunden zu sein scheinen. Das Finale des ersten visuellen Falls von Paul Temple ist zwar nicht so spektakulär, wie dies bei den Hörspielen der gleichnamigen Reihe der Fall ist, aber dennoch entwickelt dieser Film einen unglaublichen Charme und eine nostalgische Zeitlosigkeit.
Anthony Hulme und Joy Shelton interpretieren ihre Rollen als Paul Temple und Steve Trent sehr gut und so entsteht eine schöne Verfilmung, die unter Berücksichtigung der Zeit ihrer Entstehung eine schöne seichte Spannungskurve aufweist. Als Bonusmaterial gibt es einen weiteren, dieses Mal den dritten Teil des Interviews mit Nicholas Durbridge, ein leider nur einminütiges altes Interview aus den 1970er Jahren mit Autor Francis Durbridge sowie einen Trailer und einen Blick hinter die Kulissen bezüglich der neuen Synchronisation.
Das Booklet der DVD enthält, in sehr liebevoller Zusammenstellung, viele schöne Informationen rund um den Autoren und die Serie um Paul Temple sowie die bislang unveröffentlichte Kurzgeschichte "Paul Temple und die Nachtigall". Insgesamt eine sehr schöne und liebevoll zusammen gestellte neue Collector's Edition eines bislang in Deutschland und mit deutscher Sprache unveröffentlichten Paul Temple Films.

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Die Brücke – Staffel III

Saga Norén bekommt es bei der dritten Staffel von "Die Brücke" nicht nur mit diversen brutalen Morden zu tun, sondern aufgrund der langjährigen Inhaftierung ihres alten dänischen Partners Martin Rohde auch mit einem neuen Partner an ihrer Seite. Und dieser Partner, Henrik Sabroe, bietet der eigenwilligen und in Ansätzen autistischen Saga Norén wahrlich die Stirn, unterstützt sie aber ebenso effektiv bei den Ermittlungen, wie er ihr privates Leben zu bereichern scheint. Allerdings haben beide Polizisten auch ähnlich gelagerte private Probleme, die im Laufe der Serie immer mehr zu Tage gefördert werden. Dadurch werden die Charaktere dem Zuschauer auf eine geschickte und persönliche Weise immer näher gebracht.
Die ermordeten Personen scheint anfänglich nichts miteinander zu verbinden, allesamt werden die Leichen wie spezielle Kunstwerke hergerichtet und quasi in Szene gesetzt. Die Ermittlungen nehmen, wie schon in den Staffeln zuvor, schnell Fahrt auf und immer wenn man glaubt, eine Spur zu haben, wird sowohl der Zuschauer als auch das Ermittlerduo wieder von einer neuen Begebenheit in eine andere Richtung gelenkt. So bleibt die Spannungskurve stets auf sehr hohem Niveau. Und das bis hin zur Lösung im Staffelfinale.
Leider muss man sich nach dieser Staffel erneut von einer wichtigen Figur der ersten beiden Staffeln der Serie verabschieden, da diese ebenfalls Opfer des Mörders und von diesem anfänglich schwer verletzt wird. Im Nachgang verliert sie dann den Kampf um ihr Leben auf der Intensivstation.
Schauspielerisch liefern speziell Sofia Helin als Saga Norén und Thure Lindhardt als ihr neuer Partner Henrik Sabroe famose Leistungen ab und verleihen den Charakteren ein unglaublich interessantes, manchmal leicht irritierendes und nachdenklich stimmendes Bild mit vielen emotionalen Facetten und hintergründigen Schicksalen.
Die Bildqualität der Blu-Rays ist hervorragend. Gestochen scharf - auch was die dunklen Szenen angeht - liefern die runden Scheiben die optimalen optischen Rahmenbedingungen für rund neun Stunden allerfeinste schwedische Krimi Unterhaltung. Der Ton ist in DTS-HD 5.1 Surround Sound enthalten. So kommen die einzelnen Effekte bestmöglich zur Geltung.
Wie schon bei den ersten beiden Staffeln, so schafft es das Produktionsteam auch bei der dritten Staffel von "Die Brücke" eine stets bedrohliche dunkle Atmosphäre zu erzeugen, die gepaart mit optischer Grausamkeit die Einmaligkeit dieser Serie auf unglaublich faszinierende Art in Szene setzt.

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