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The Flock – Truth

1968/69 entdeckten viele amerikanische Bands den Rock-Jazz und fügten ihren Kompositionen massive Bläsersätze zu. In Chicago machten Blood, Sweat and Tears und Chicago Transit Authority (später nur noch Chicago) Furore und wurden von der Plattenfirma CBS unter Vertrag genommen. Ebenfalls aus Chicago kam die Band The Flock, die neben den Bläsern über den Geigenvirtuosen Jerry Goodman verfügten, der den Bläsersound um ein klassisches Moment erweiterte.
Die Gruppe legte 1969 und 70 (ebenfalls bei CBS) zwei epochale Alben vor: The Flock und Dinosaur Swamps, die Esoteric Records nun als Remaster und erweitert als Doppel-CD veröffentlicht. Beide Alben haben nichts von ihrer Vitalität verloren und bereiten heute noch erheblichen Hörgenuss. Angetrieben von einer soliden Bass-Schlagzeug-Sektion können Gitarre, Keyboards, Bläser und Geiger sich frei entfalten und erzeugen so Fusion-Musik vom Feinsten. Erweitert wurden das Set um 6 Single-Tracks (Auskoppelungen aus den Alben) sowie 6 weitere Aufnahmen für CBS, 4 davon ehr Jams, die es allerdings in sich haben.
Das Remastering ist einwandfrei und bringt die Stücke besser zur Geltung als die alten Veröffentlichung der Original-Alben von BGO. Leider konnte die Band kommerziell nicht mit Chicago oder Blood, Sweat & Tears nicht konkurrieren, was wohl daran lag, dass die Musik weniger geglättet und schwerer zugänglich war, als deren Veröffentlichungen. Bei CBS verlor man schließlich das Interesse und übte sanften Druck auf Geiger Jerry Goodman aus, der schließlich die Gruppe verlies und sich dem Mahavishnu Orchestra anschloss, um dort Ruhm zu ernte.
1975 veröffentlichte der verbliebene Rest noch ein Album Inside Out, das allerdings an die Qualität der Vorgänger nicht anzuschließen vermochte. Wer allerdings Wert auf ca. 130 Minuten variationsreiche und gut zu hörend Musik legt, macht mit dem Erwerb der Neuauflage sicher keinen Fehler.

 






 

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Random Willson & Brokof – Brother Equal

Die Kooperation zwischen der Berliner Band Brokof und dem amerikanischen Singer/Songwriter Random Willson kam mehr zufällig denn gewollt zustande. Einer Begegnung im Studio folgte eine spontane Session und die Geist und die gegenseitige Befruchtung aus dieser Session bereiteten den Weg zum nunmehr vorliegenden Album „Brother Equal“. Musikalisch eine Mischung aus Folk, Amerikana und Singer/Songwriter, weiß das gemeinsame Zusammenspiel von Random Willson & Brokof aber auch durch autobiografische Texte und inhaltlich bebildert umschriebene Begebenheiten und Begegnungen zu gefallen.
Alles ist sehr harmonisch produziert und bricht nur seicht nach oben oder unten aus. „Brother Equal“ hat unter anderem den Umzug von Random Willson von New York nach Berlin zum Inhalt, beleuchtet die Unterschiedlichkeit der Metropolen, nimmt den Hörer mit auf eine emotionale Reise mit all ihren Veränderungen, Wesenszügen und Besonderheiten. Und mit dieser musikalischen Momentaufnahme blickt Random Willson gemeinsam mit Brokof gelassen auf seine Vergangenheit zurück und wirft gleichzeitig einen freudigen Blick in Richtung Zukunft voraus. Ein gutes und angenehm atmosphärisches Album.

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Lacrimosa – Testimonium

Mit ihrem neuen Album „Testimonium“ huldigen Thilo Wolff und Anne Nurmi alias Lacrimosa den vielen verstorbenen Künstlern, die im Jahr 2016 – in vielen Fällen leider viel zu früh – gestorben sind. Das Duo hat ein Album geschaffen, das schon fast als epochales Gothic-Metal Monument zu bezeichnen ist. Angereichert mit vielen klassischen und Orgelsounds sind die in vier Akten auf dem Album enthaltenen Sounds ein begeisterndes und emotionales Requiem, das unmittelbar vom Hörer Besitz ergreift.
Die zehn neuen Lacrimosa Songs gehen mehr unter die Haut und verströmen eine Atmosphäre, die den Hörer auf nachdenkliche aber dennoch verzaubernd freie und in gewisser Hinsicht sogar dankbare Weise in ihren Bann zieht. Und mit dem Hintergrundwissen des Schwerpunktthemas des Albums, fühlt man sich beim Hören der neuen Lacrimosa Songs noch intensiver an die besungenen Künstler, deren Werke und seine eigenen vergangenen Schnittpunkte mit ihnen erinnert.
Thilo Wolff hat mit seinen Texten hier unglaubliche Arbeit geleistet. Songs wie „Wenn unsere Helden sterben“, „Nach dem Sturm“, das minimalistische „Lass die Welt nicht über mich fallen“ oder auch das impulsive „Black Wedding Day“ sind zeitlose Perlen, die zusammen mit den weiteren Titeln des „Testimonium“ Albums eine weitere schöne akustische und textliche thematisch beeindruckend geknüpfte Kette „Made in Switzerland“ bilden.

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Die Spezialisten – Staffel 1

Wenn man sich die Blockbuster-Serien über kriminaltechnische Ermittlungen aus den USA, wie zum Beispiel CSI, Bones oder auch Cold Case, vor Augen hält, dann fällt es einem schwer zu glauben, dass eine mit einigem zeitlichen Verzug produzierte deutsche Serie die Grundgedanken der amerikanischen Serien zwar aufgreifen, sie dann aber selbständig verfeinern und das Publikum durch eine ganz eigene Dynamik begeistern kann.
Doch die vom ZDF produzierte Serie „Die Spezialisten“ schafft dies scheinbar mühelos und mit einer spannenden und fesselnden Leichtigkeit zugleich. Die Hauptprotagonisten der Serie sind die Mitglieder der IEK, der Interdisziplinären Ermittlungs-Kommission. Es handelt sich dabei um eine Spezialeinheit des LKA Berlin mit sehr unterschiedlichen Charakteren, die sich aber gegenseitig auf vielschichtige Weise bereichern und so gemeinsam viele unterschiedliche Fälle aufklären, deren Verbrechen in der Vergangenheit geschehen sind. Mit gegenwärtig neuester Technik und durch das erneute Aufgreifen und Untersuchen der damaligen Feststellungen und Beweise gelingt es dem Team von Kriminaloberrätin Dr. Dorothea Lehberger, die Täter der Vergangenheit in der Gegenwart zu überführen und so die Verbrechen von damals zu sühnen.
Zum IEK Kernteam, das die Serie bestimmt, gehören die von Valerie Niehaus gespielte Rechtsmedizinerin Dr. Katrin Stoll, der von David Rott sehr gut in Szene gesetzte, manchmal etwas forsch gefühlsverlorene Kriminalhauptkommissar Henrik Mertens, der von Merlin Rose verkörperte Kriminalkommissar Jannik Meissner, der gerichtsmedizinische Assistent Rufus Haupenthal, der von Tobias Licht mit Leben gefüllt wird sowie die Kriminaltechnikerin und –biologin Samira Vaziri, die Narges Rashidi mit Charme und Selbstbewusstsein spielt.
Interessante Dialoge machen das Team lebendig und durch die unterschiedlichen Charaktere der einzelnen Mitglieder bekommt das gesamte Team stets neue und andere Denkansätze, die im Endeffekt dazu führen, dass sich das IEK bei den Ermittlungen in den einzelnen Fällen stets von mehreren Seiten der Lösung der Fälle nähern kann.
Und die ersten zehn Folgen der ersten Staffel greifen dann unter anderen allseits aus der Vergangenheit bekannte Thematiken wie die Rechte der Frauen, die Hysterie um die Immunschwäche AIDS, die Ost-West-Spannungen oder auch die Frauenrechte auf. Geschickt und komprimiert spannend werden die Fälle erzählt. Und dabei wird bewusst auf übermäßige Gewalt verzichtet. Hier wird der Fantasy der Zuschauer in vielen Bereichen genügend Raum zur Entfaltung gelassen. Und das ist ein weiterer Samen des Keimbodens der Serie.
Doch nicht nur die Fälle als solches stehen im Mittelpunkt der ersten Staffel. Auch die Hauptcharaktere werden mit jeder Folge ein wenig intensiver beleuchtet und so bekommt der Zuschauer alsbald eine schon fast private Nähe zu den Figuren. Ein gutes Stilmittel, um den Zuschauer an die Serie zu binden.
Die Folgen der ersten Staffel von „Die Spezialisten“ weiß durch schöne Aufnahmen, durchdachte Schauplätze, teilweise nostalgische Umsetzungen und zehn knackig Fälle vollends zu überzeugen. Wenn man als Zuschauer einmal in die Serie eingetaucht ist, dann ist es eine wahre und vor allem angenehm spannende, kurzweilige Folge, sich darin zu verlieren und jeden einzelnen Fall in sich aufzusaugen.
Das DVD Boxset der ersten Staffel beinhaltet neben den zehn Episoden der Staffel dann noch Bonusmaterial in Form von Kurzinterviews mit den Schauspielern und einem limitierten Blick hinter die Kulissen.

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Götz Alsmann – In Rom

Nachdem für das Multitalent Götz Alsmann nunmehr kein „Zimmer frei!“ ist, hat sich der Sänger auf die musikalische Reise gemacht und fand sich sowohl „Am Broadway“ als auch bereits „In Paris“ wider. Und schon bei diesen beiden musikalischen Station, die er mit den Aufnahmen bezeichnender Klassiker aus den dortigen Sphären so wunderbar zeitlos und locker jazzig leicht mit Leben füllte, besucht er nun die letzte Stadt seiner musikalischen Welt-Rund-Reise.
Und so ist Götz Alsmann nun also „In Rom“ gelandet. Und der wandlungsfähige Entertainer hat sich auch im Dolche Vita Land dem dortigen Flair und den Klassikern der letzten Jahrzehnte angenommen. Er singt er sie neu arrangiert und in eingedeutschten Versionen, die aber dennoch das mediterrane Flair der Originale beibehalten. Um die für die Umsetzung der Titel notwendige Atmosphäre in sich aufzusaugen und diese sodann in die Songs zu übertragen, hat Götz Alsmann die Titel zu "In Rom" im von Filmkomponist Ennio Morricone mitbegründeten Tonstudio Forum Music Village aufgenommen. Und das Ergebnis bestätigt rückblickend die Perfektion der Studioauswahl.
Wunderbar klassisch leicht unterlegt, untermalt die Musik der Arrangements die Stimme des Sängers, ohne ihr Raum zu nehmen. Neben 17 italienischen Titeln gibt es dann aber mit „Caprifischer“ dann auch einen Titel, mit dem man ebenfalls das Lebensgefühl Italiens verbindet, der seinen Ursprung allerdings in den 1950er Jahren in Deutschland hat. Darüber hinaus hat sich dann auch noch ein Titel amerikanischen Ursprungs auf „In Rom“ eingeschlichen, denn der Song „Mambo Italiano“ stammt im Original von Rosemary Clooney, amerikanischen Pop- und Jazzsängerin und Schauspielerin, die mit ihm 1954 einen großen Erfolg in den Vereinigten Staaten hatte.
Alles in allem ist „In Rom“ eine interessante musikalische Reise, auf der sich Götz Alsmann mit italienischem Flair und deutschen Texten zeitlos und unbeschwert lebensfroh auslebt. Und zudem unterstreicht der Entertainer, dass er auch in musikalischer und gesanglicher Hinsicht jede Menge vielschichtige Qualität in sich vereint.

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Massiv in Mensch – Am Port der guten Hoffnung

Die Vareler Elektroband Massiv in Mensch meldet sich mit einem neuen Album zurück. Auf „Am Port der guten Hoffnung“ gibt es einmal mehr eine Mischung aus Elektro, Synthpop und EBM. Musikalisch durchaus an den guten alten Sounds der 1980er und 1990er Jahre der dunklen Szene orientiert, liefern Massiv in Mensch auf „Am Port der guten Hoffnung“ eine mediterrane Erlebnisreise über die Seefahrt und alles, was im weitesten Sinne damit verbunden ist. So besingt die Band „Hamburg“, kommt in den „Sturm“, entdeckt „Monkey Island“, bewacht „Kontrolliertes Abbrennen“ und betritt „Niemandsland“. Alles elektronisch verspielt unterlegt, manchmal mit verfremdeten Stimmen verbal in Szene gesetzt und an die Sounds geheftet.
„Am Port der guten Hoffnung“ bewegt sich immer in den musikalischen Wellen zwischen VNV Nation und Welle: Erdball. Gesanglich in Ordnung, wissen die meisten der Titel zu gefallen und erinnern an den musikalischen Geist einer früheren elektronischen Szene, wie es sie heutzutage nur noch in Fragmenten gibt. Und als Beleg über die Vielschichtigkeit dieser Art von Musik gibt es auf der zweiten CD dieser Veröffentlichung viele interessante Remixes von befreundeten Bands sowie einige weitere Bonustracks. Alles in allem ein ordentliches Album, dem ein paar mehr richtige Höhepunkte und etwas mehr gesangliche Qualität durchaus gut getan hätten.

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Lucas Laufen – Goodbye

Der Titel seiner ersten EP ist auch im wahren Leben des Lucas Laufen Programm gewesen. Denn der australische Singer / Songwriter hat sich im letzten Jahr aufgemacht und ist vom australischen Port Lincoln in die deutsche Hauptstadt Berlin umgezogen. Obwohl der Sänger schon während seiner Kindheit das Spielen von Musikinstrumenten wie dem Klavier oder der Trompete lernte, zog in letztlich die akustische Gitarre in ihren Bann. Und mit der Unterstützung dieses zeitlosen Instruments begann er dann auch, seine ersten Songs selbst zu schreiben und aufzunehmen. Die Titel der neuen „Goodbye“ EP entstanden noch – quasi als eine Art Abschiedsgeschenk an seine alte Heimat – in Port Lincoln.
Die „Goodbye“ EP enthält vier seichte und musikalisch sehr atmosphärische Titel, die sehr gefühlsintensiv von Lucas Laufen gesungen werden und mit denen er sein Potential auf reduzierte Art sehr persönlich andeutet. Es bleibt abzuwarten, wie sich der weitere musikalische Weg des gebürtigen Australiers gestalten wird. Der erste offizielle Aufschlag ist auf jeden Fall schon mal wirklich gut gelungen.

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Lapalux - Ruinism

Schräg, mit unterschiedlichsten und oftmals schrillen Sounds unterlegt, fordern die Songs des neuen Lapalux Albums „Ruinism“ den Hörer auf extreme Weise. Sphärisch und experimentell, manchmal mit Ansätzen von trance-artigen Flächen krampfen sich die zwölf Titel in das Ohr des Hörers. Vieles klingt verschroben und binnen kürzester Zeit anstrengend, so dass man sich das Album nur unter enormen Schmerzen für die eigenen Ohren anhören kann. Und das auch nur in Teilen. „Ruinism“ in Gänze durchzuhören ist nahezu unmöglich, es sei denn, der Hörer befindet sich auf ebenso schrägen Pfaden, wie sie durch die Tracks der neuen Lapalux CD dargeboten werden. Für Otto Normalverbraucher ist das Album bis auf ganz wenige Ausnahmen einfach nur eine Herausforderung, der man sich nicht unbedingt stellen will, weil das Konzept nur bedingt erkennbar und der Rest schlichtweg anstrengend ist. Und so ist „Ruinism“ ein Album, das die ruinösen Elemente der Musik in den Vordergrund stellt und gleichzeitig damit seine eigene Überflüssigkeit deutlich unterstreicht.

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Nik P. - Ohne Wenn und Aber

Wenn man den Namen Nik P. hört, dann verbindet man ihn stets mit dem Schlager-Hit "Ein Stern (der deinen Namen trägt)". Doch Nik P. macht viel mehr (aus), als nur dieser eine Titel, der ihm auch über die Grenzen Österreichs hinaus einen enormen Erfolg bescherte.
Nun erscheint mit "Ohne Wenn und Aber" das mittlerweile 14. Album des Schlagersängers. Die normale Edition des Albums enthält zwölf Titel, die zwar allesamt im Schlagerstil gehalten sind, sich aber dennoch auffällig von vielen anderen Schlageralben unterscheiden. Es ist das musikalische Arrangement der Titel. Nik P. lässt hier nicht stumpf die Viervierteltaktbeats durch die Songs stampfen und besingt Oberflächlichkeit des täglichen Lebens und Liebe. Auf "Ohne Wenn und Aber" baut der Österreicher seine Titel musikalisch deutlich behutsamer auf, als viele seiner Genre verwandten Mitstreiter. Und so entsteht eine besondere Atmosphäre, die nicht nur eine andere Wertigkeit der Titel vermittelt, sondern auch nie so richtig den Gedanken an einen Schlager aufkommen lässt.
Vielmehr sind die Titel des Albums ordentlicher deutschsprachiger Pop mit Schlagereinflüssen. Und dabei nimmt sich Nik P. oftmals auch Einflüssen aus den vergangenen Jahrzehnten an und bindet diese in die neuen Titel ein.
Und so sind Songs wie "Alles geht vorbei", "Im Fieber der Nacht", "Dieser Ring" oder auch "Engel haben Flügel" eine repräsentative Auswahl aus einem Album, das für seine Grundausrichtung erfrischend abwechslungsreich ist, ohne dass die Songs darauf inhaltlich wirklich in die Tiefe gehen. Und allein dadurch ist "Ohne Wenn und Aber" dann doch wieder irgendwie Schlager. Aber das macht nichts, denn die Umsetzung ist einfach gelungen und macht in jeder Hinsicht Spaß.

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Neues David Crosby Album "Sky Trails" erscheint

Es läuft ziemlich gut für David Crosby: der Mann, der zweimal in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, erlebt gerade einen noch nie da gewesenen Ausbruch an Produktivität und Kreativität.

Sky Trails (VÖ 29.09.2017) ist sein drittes Album mit eigenem Material innerhalb von vier Jahren und führt die furchtlose Folk Rock-Legende in eine neue Richtung, hin zu einem vollen Band-Sound mit tiefen, gefühlvollen Grooves. „Es ist ganz natürlich für mich”, sagt Crosby, der sich der Herausforderung der veränderten Songstrukturen freudig gestellt hat. „Ich habe mich in dem Bereich immer wohler gefühlt. Da ist Komplexität, Kniffligkeit und Subtilität in der Musik. Das mag ich.”

Der erste Song auf dem Album ist das mitreißende „She’s Got To Be Somewhere”, den Crosby und eine neunköpfige Band vor einiger Zeit in der Tonight Show zum ersten Mal gespielt haben. Der Track hört sich wie eine verloren gegangene Steely Dan-Aufnahme an, komplett mit kräftigen Bläsern, verrückten Gitarren und trällernden Melodien. „Wir haben das nicht bewusst gemacht”, sagt Crosby. „Es zieht uns ganz einfach in die Richtung, in die Donald [Fagen] geht. Ich habe Steely Dan von der ersten Note an geliebt.”

Unter folgendem Link gibt es schon mal ein kurzes Track Pre-Listening zu „She’s Got To Be Somewhere” und es gibt die Möglichkeit das Album vorzubestellen: https://crosby.lnk.to/SkyTrails

„Wir”, das sind übrigens Crosby und die Sky Trails-Musiker, im Kern sind das Saxophonist Steve Tavaglione, Bassist Mai Agan, Drummer Steve DiStanislao, und Crosbys Sohn, der Multi-Instrumentalist James Raymond, der das Album auch produziert hat.

Sky Trails ist der Nachfolger des von der Kritik gefeierten Lighthouse-Albums, das letztes Jahr veröffentlicht wurde und Lob von Organen wie Rolling Stone, Stereogum und NPR Music einheimste, und das wiederum das Nachfolgealbum zum 2014 veröffentlichten Croz war, Crosbys erstem Soloalbum seit 20 Jahren. Obwohl Crosby viele Songs für Sky Trails schrieb, während er an Lighthouse arbeitete, sind beide doch deutlich unterschiedliche Projekte. „Lighthouse war ganz überlegt und ganz bewusst akustisch”, sagt Crosby. „Sky Trails sollte von Anfang an mit einer kompletten Band aufgenommen werden.”

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