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Jack Savoretti - Singing To Strangers

Das neue Album "Singing To Strangers" hat Jack Savoretti in Zusammenarbeit mit Cam Blackwood produziert. Letzterer hat in der näheren Vergangenheit unter anderem für George Ezra gearbeitet und verleiht dem neuen Jack Savoretti Album eine bemerkenswerte atmosphärische Schwere.
Im Studio von Ikone Ennio Morricone entstanden gemeinsam mit Jack Savorettis Live Band elf neue Songs, die einmal mehr aufzeigen, dass der Sänger immer wieder die Synergien von hingebungsvollen Sounds und seiner leicht kratzigen, aber vielleicht gerade dadurch charismatischen Stimme auf vielschichtige Weise nutzt.
Die neuen Titel sind hervorragend produziert und reflektieren die immer wieder in Jack Savoretti aufkommenden Gedanken, dass er - ausgenommen der eigenen Familie und Freunde - seine Musik immer für ihm unbekannte Menschen erschafft. Doch wer sind die Menschen auf der anderen, der Konsumenten-Seite wohl?!
Fragen und Gedanken dazu spiegelt der Sänger sehr intensiv in Songs wie "What More Can I Do?", "Digging For Your Love", "Touchy Situation" oder auch "Things I Thought I'd Never Do" wider.
Als Bonus hält das Album dann noch eine Live-Version des von Kylie Minogue co-geschriebenen Songs "Music's Too Sad Without You" bereit. Ein weiterer Titel, der das Thema dieses Albums wunderbar abrundet und einen schönen Abschluss des "Singing To Strangers" Albums dargestellt.

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Kathy Kelly - Wer lacht überlebt

Kathy Kelly, langjähriges Mitglied der Kelly Family und auch Produzentin der meisten Kelly Family Alben, veröffentlicht mit "Wer lacht überlebt" ihr neues Album. Dieses Album ist zugleich ihr erstes rein deutschsprachiges und gibt gerade bei den Songtexten einen deutlich intensiveren Eindruck in das Seelenleben der Sängerin.
Die elf Stücke auf "Wer lacht überlebt" reflektieren und schauen zugleich voraus. Kathy Kelly lebt den Moment, versucht die Dinge des Lebens stets mit einer gewissen Leichtigkeit zu nehmen, um den positiven Blick auf die Situationen nicht zu verschleiern und es sich damit selbst unnötig schwer zu machen.
Musikalisch sind die neuen Stücke sehr abwechslungsreich arrangiert und so macht die Sängerin stetig Abstecher in andere Musikrichtungen. Aber über allem steht das große Zelt des Pop, unter dem sich Songs wie "Das Leben ist ein Zirkus", "Ein Jahr Paris", "Holland in Not" oder auch "Du brichst mir das Herz" munter, frivol und stets lebensbejahend aber auch durchaus einmal atmosphärisch und ein wenig nachdenklich versammeln. Und jeder Hörer, der sein Ohr in dieses musikalische Zelt hineingehören lässt, wird durch die Magie der Musik und des Gesangs von Kathy Kelly verzaubert werden und alles um ihn herum für eine runde Dreiviertelstunde vergessen.

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dArtagnan - In jener Nacht

Die drei musikalischen Musketiere von dArtagnan melden sich mit ihrem dritten Streich zurück. Das neue Album trägt den Titel "In jener Nacht" und das Trio zeigt sich bei den 14 neuen Songs in gewohnter sicherer Manier. Eine Mischung aus Folk, Mittelalter, Shanty und Rock bestimmt die Untermalung der Titel.
Inhaltlich bewegen sich dArtagnan ebenfalls auf gewohnten Pfaden und singen einmal mehr über Verbundenheit, Vagabunden, Liebe und Kampfgeist gegen die Ungerechtigkeiten des Mittelalters, die man allerdings auch problemlos auf die Gegenwart übertragen kann.
Musikalisch sind die neuen Songs durchaus abwechslungsreich und so vermittelt die Band unterschiedliche Stimmungen und Schwerpunkte.
So kommt herbei ihr musikalischen Gaukler und frönt neuen Klängen aus Dudelsack und co und singet mit die neuen Botschaften von Titeln wie "In jener Nacht", "Entfache mein Feuer", "Sprengt die Ketten" oder auch Die Welt in der wir leben".
Das "In jener Nacht" Album von dArtagnan bedient nicht nur die Mittelalterszene, sondern stellt sich, musikalisch angenehm, breiter auf und begeistert so - auch durch die hervorragende Produktion - auf ganzer Strecke.

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Die drei Fragezeichen (Special) und die schwarze Katze

Die Neuauflage des alten Hörspielklassikers war seinerzeit ausnahmslos für die Surround-Aufführung in Planetarien produziert worden. Nachdem bereits die ersten derartigen Produktion im Nachgang in Stereoversionen auf CDs erschienen sind, verhält es sich bei "Die drei Fragezeichen und die schwarze Katze" ebenso.
Man konnte für die neue Aufnahme, eine Art "Extended Version" noch so einige Originalsprecher von früher gewinnen. Die neue Aufnahme bewegt sich sehr eng an der originalen Buchvorlage und bietet über zwei CDs und rund 90 Minuten hinweg eine gelungene Hörspielunterhaltung. Einzig die Qualität der Stimme von Oliver Rohrbeck wirft hier Fragen auf, hebt sich sich doch leider deutlich von den anderen Sprechern ab.
Ansonsten macht diese Neuauflage Spaß und begeistert durch die ältere Vokoder-Titelmelodie und Thomas Fritsch als Erzähler.

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Hugo Helmig - Juvenile

Zwei Jahre nachdem Hugo Helmig mit seiner Debüt-Single "Please Don't Lie" schon den Durchbruch schaffte, veröffentlicht der junge Sänger nun mit "Juvenile" sein erstes Album.
Darauf sind elf Songs enthalten, die sich in den vielschichtigen Welten des Pop bewegen, immer wieder mit Singer / Songwriter und Soul Anleihen und stets von der außergewöhnlichen Stimme des jungen Dänen geleitet.
Die Songs des "Juvenile" Albums bestechen allesamt durch ihre besondere Atmosphäre und die innovativen Arrangements. Es ist bemerkenswert, wie reif und dennoch frisch das erste Album des Dänen klingt.
Und mit Songs wie unter anderem "Don't Wake Up", dem "My Fault" oder auch "Eyes Wide Shut" liefert der Sänger schlicht und einfach perfekte Songs ab, die man immer und immer wieder hören kann, ohne dass sie etwas von ihrer Faszination verlieren.

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Vivie Ann - When The Harbour Becomes The Sea

"When The Harbour Becomes The Sea" ist das zweite Album der Wahlhamburgerin Vivie Ann. Die zwölf neuen Songs drehen sich um das Chaos des Lebens, die Schnelllebigkeit und die oftmals zu hinterfragende Verlässlichkeit bestimmter Personen, Dinge und Umstände. Plötzlich kann dann nichts mehr so sein, wie zuvor und man muss sich in den neuen Begebenheiten erst einmal neu zurechtfinden. Was schwarz war ist plötzlich weiß...und umgekehrt.
Vivie Ann hat ihre neuen Stücke mit wunderbarem Indie-Pop untermalt. Meistens nachdenklich, ein wenig schwer und atmosphärisch. Aber "When The Harbour Becomes The Sea" schaut auch positiv voraus und hält den einen oder anderen schnelleren und beschwingten Titel für den Hörer bereit.
Das Album ist gut und in sich abwechslungsreich und dennoch stimmig. Die Sounds heben die klare Stimme der Sängerin gut hervor und so entsteht eine interessante Atmosphäre, die den Hörer dieses Album angenehm frei von Zwängen und genug Raum für die eigenen Gedanken und Empfindungen genießen lässt.

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Bonnie Tyler - Between The Earth And The Stars

Bonnie Tyler meldet sich nach ihrer erfolgreichen Tournee im letzten Jahr nun mit einem neuen Album zurück. "Between The Earth And The Stars" ist ihr mittlerweile 17. Album und darauf zeigt sich die britische Sängerin in musikalischer und auch gesanglicher Weise sehr nostalgisch.
Viele der 14 Titel des neuen Albums klingen sehr nach der Anfangszeit der Sängerin. Die Arrangements sind manchmal gefühlt etwas dünn und auch die Melodien einiger Stücke sind doch sehr gewöhnungsbedürftig. Diesbezüglich ist unter anderem der von Barry Gibb für Bonnie Tyler geschriebene Song "Seven Waves Away" zu nennen.
Gesanglich hat die Britin auch im Jahr ihres 50. Bühnenjubiläums noch verdammt viel Kraft in ihrer charismatisch rauen Stimme. Eine Tatsache, die man ihren drei Duett-Partnern auf dem neuen Album leider nicht zusprechen kann.
Vor allem Rod Stewart und Cliff Richard erschrecken den Hörer dann doch, da ihre Stimmen leider mittlerweile deutlich an Kraft und Ausdrucksstärke verloren haben. Und so wirken die Duette mit diesen beiden Gastsängern dann doch eher unglücklich, als dass sie sich belebend auf das Album auswirken würden.
Aber "Between The Earth And The Stars" enthält auch viele gute Songs, die die außergewöhnliche Stimme von Bonnie Tyler musikalisch hervorragend untermalen und zusammen mit ihr eine schöne und zeitlose Atmosphäre erschaffen, in der man sich auch nach fünf Jahrzehnten Bonnie Tyler noch immer verlieren kann.

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Gruselserie (2) Yeti - Kreatur aus dem Himalaya

Nachdem die Auftaktfolge der neuen Gruselserie dann doch eher ernüchternd war, durfte man als Hörer auf die zweite Folge der Reihe gespannt sein. Auch wenn das Thema Yeti sicherlich nicht wirklich neu oder gar spannend, dafür aber umso vorhersehbarer ist, hat man es seitens des Europa Labels ganz ordentlich umgesetzt. Die gefundenen Bilder auf einer Kamera, die von einer Zeitungsredaktion ins Leben gerufenen Expedition und die Gruppe von wissbegierigen Bergsteigern auf der Suche nach der Yeti Kreatur im Himalaya - insgesamt ein Plot, der zumindest eine gewisse Spannung verspricht.
Und eines kann man im Nachgang zu dieser Folge sagen: sie ist besser als die Auftaktfolge. Allerdings sind die Sprecherleistungen an manchen Stellen etwas platt und wirken dann doch recht abgelesen. Die Sprecher bekommen keine richtige Atmosphäre in die Vertonung. Und trotz guter Hintergrundgeräusche kommt leider auch bei "Yeti - Kreatur aus dem Himalaya" keinerlei gruselige Stimmung auf. Es bleibt ein ordentliches Hörspiel mit durchschnittlicher Spannung, das den Hörer zwar nicht vom Hocker reißt, das aber auch nicht richtig enttäuscht.
Allerdings sollte man sich seitens des Produktionsteams im Hause Europa noch einmal die alten Folgen der Neon-Gruselserie anhören, um dann zu erkennen, auf welche simple aber geniale Weise das damalige Europa Team seinerzeit schauerliche und stimmungsvolle Gruselatmosphäre erzeugt hat. Und vielleicht gelingt der neuen Serie dann mit der dritten Folge ja doch noch der Durchbruch.

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Gruselserie (1) Polterabend - Nacht des Entsetzens

Europa lässt die "Gruselserie" - zumindest namentlich - wieder aufleben. Als die Ankündigung kam, waren die alten Kassettenkinder begeistert. Doch schon als das Label die neuen Cover veröffentlichte, schrumpfte die Euphorie ein wenig. Hatten die neuen im Comic-Stil gehaltenen Motive doch so gar nichts mit den alten Neon-Klassiker Covern gemeinsam.
Und auch der Titel der Auftaktfolge klang nicht gerade danach, als würde es den alten und jungen Hörspielfans beim Anhören des Hörspiels so richtig gruseln. Leider muss man nach dem Hören des Hörspiels konstatieren, dass die Geschichte rund um den Polterabend mit Zwischenfällen nicht viel Substanz hat. Sie wirkt an diversen Stellen recht lang gezogen und beim Hören kommt einfach keine richtige Spannung geschweige denn Gruselatmosphäre auf.
Zwar hat Europa hier jede Menge altbekannter Sprecher für die Vertonung gewinnen können. Aber die meisten von ihnen sind halt schon merklich in die Jahre gekommen und verleihen dem Polterabend einen eher gesetzten Touch. Die Auflösung der eher unglücklich denn schauerlich wirkenden Zwischenfälle ist dann zwar ganz gut, allerdings hat man von seiner großen Vorfreude im Laufe der Vertonung nahezu alles verloren und nimmt auch das Ende dann noch wahr, um die Auftaktfolge einfach nur zu Ende zu hören.
Einzig die Musiken sind ganz gut gelungen und man hat hier die alten Sounds, die Rechte mäßig noch genutzt werden durften, in Kombination mit neueren Sounds eingesetzt. Allerdings bleibt am Ende leider die Ernüchterung, dass die Auftaktfolge der neuen "Gruselserie" nicht mit den alten Klassikern mithalten kann.

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Roland Kaiser - Alles oder dich

Roland Kaiser meldet sich mit unglaublichen 66 Jahren mit seinem neuen Album zurück. Und auf "Alles oder dich" zeigt sich der große Sänger des deutschen Schlagers lebensbejahend und frisch wie selten zuvor. Die neuen Stücke entstanden in Zusammenarbeit mit namhaften Mitstreitern. Unter anderem waren hier Peter Schmidt und Michael Ilbert für die Abmischung verantwortlich. Joe LaPorta hat das neue Album in seinem New Yorker Studio gemastert.
Das Ergebnis klingt hervorragend. Sämtliche Titel sind auf musikalischer Ebene am oberen Limit eingespielt und produziert und die Musik ist perfekt auf die Stimme von Roland Kaiser abgestimmt. Zudem hat man es bei der Produktion des Albums verstanden, eine angenehme Abwechslung von tanzbaren und ruhigeren Songs in "Alles oder dich" einzubinden.
Die Stimme von Roland Kaiser klingt durchweg frisch und unverbraucht. Der charismatische Sänger führt mit seinem Gesang die Musik und so entsteht eine sehr schöne Atmosphäre, die zeitlos und nachhaltig ist. Stücke wie "Geniale Gefühle", "Stark", "Rede und Antwort", "Du bist alles was zählt" oder auch "Der Mann, den du verdienst" gehören zudem mit zum Besten, was Roland Kaiser während seiner langen musikalischen Laufbahn je veröffentlicht hat.

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