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Die drei Fragezeichen (Special) und das kalte Auge

Mit diesem Hörspiel erscheint das dritte und letzte Hörspiel der ersten Staffel der ursprünglich rein für die 3D Aufführung in Planetarien umgesetzten Special-Reihe der drei Fragezeichen. Ebenso wie die ersten beiden Folgen, so wurde auch "Die drei Fragezeichen und das kalte Auge" in Form einer Kurzgeschichte von Christoph Dittert geschrieben.
Die Hörspielumsetzung dauert rund eineinhalb Stunden und bietet in Ansätzen gute Unterhaltung. Allerdings muss man sich dafür wirklich komplett in die Vertonung fallen lassen und wenig Fragen hinsichtlich der Realitätsnähe aufkommen lassen.
Eine verschwundene Katze, verschwundene Vasen und eine bedrohliche Botschaft des Diebes, die ihren Ursprung in alt-indianischen Sagen haben soll. Und als plötzlich in Rocky Beach auch noch ein alter Indianer mit grauen, kalten Augen auftaucht, glaubt nicht nur Peter, dass es sich dabei um den mit der Botschaft gemeinten alten dämonischen Geist handelt.
Soweit liest und hört sich alles richtig gut. Doch dann schwenkt die Geschichte und diese Eckpfeiler werden um eine Ausstellung einer alten Sammlung eines älteren Mannes gestellt, die plötzlich gestohlen wird. Alles soll mit der rätselhaften Croatoan Botschaft zusammenhängen. Es tauchen skurrile Gestalten auf, die sich ebenso geben...und letztlich aber gar nichts mit dem weiteren Verlauf des Geschehens zu tun haben. So wird zum Beispiel Santiago Ziesmers Rolle als zweifacher Sprecher merkwürdiger fanatischer Zwillinge nicht richtig deutlich.
Es werden viele Fragmente vertont, aber diese finden letztlich nicht zueinander. Für die finale Auflösung und die Hintergründe und Absichten, den Diebstahl der Ausstellungssammlung betreffend, hätte man diese Nebenschauplätze nicht gebracht.
Wäre die Geschichte über eine runde Dreiviertelstunde auf den Kern konzentriert straff erzählt worden, so hätte diese Geschichte zu einer wirklichen Klassikerfolge werden können. Aber so verwirrt man den Hörer mehr mit den unterschiedlichen Geschehen und deren häufiger Bedeutungslosigkeit, als dass man ihn spannend unterhält.
So verpufft das Potential der Folge leider in Länge und Handlung. Die Stereoumsetzung der ursprünglichen 3 D Aufnahme ist größtenteils gut gelungen. Bei einigen Schnitten merkt man jedoch die Lautstärkendifferenzen und dadurch entstehen dann manchmal auch eine kleine Irritation beim Hören. Die Geräuschuntermalungen sind gelungen und so kommen die Effekte auch in Stereo noch gut zur Geltung. Man kann sich sogar an diversen Stellen vorstellen, wie sie wohl in der 3 D Version geklungen haben dürften.
Außerdem gibt es viele unterschiedliche Sprecher, die man für die Umsetzung dieser Vertonung gewinnen konnte. Und die Sprecher machen ihre Sache auch sehr gut. Doch das alleine rettet diese leider etwas unstrukturierte Geschichte dann auch nicht vor dem Mittelmaß. Schade, hier hat man eine große Chance vertan und hätte aus dem Special "Die drei Fragezeichen und das kalte Auge" noch deutlich mehr herausholen können.

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