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Gizmodrome – Gizmodrome

Wenn man sich das Cover des ersten Gizmodrome Albums „Gizmodrome“ anschaut, dann sieht man auf den ersten Blick vier reifere Musiker, die entspannt und zurückhaltend sympathisch aussehen. Der Schriftzug des Albums steht der Optik der Bandmitglieder ein wenig entgegen, wirkt er doch durchaus neuzeitlich und etwas ausgeflippter, als es die Bandmitglieder zu sein scheinen. Soweit zum ersten Blick.
Schaut man sich das Cover des Albums jedoch etwas näher an, so stutzt man über die Namen, die unter den vier zu sehenden Köpfen stehen. Und spätestens dann bekommt man mit, dass sich hinter Gizmodrome vier Musiker verstecken, die in den letzten 40 Jahren schon unglaubliche Erfolge feiern konnten und sich nichts mehr beweisen müssen.
Denn die Band besteht aus dem früheren The Police Mitglied Stewart Copeland, dem Level 42 Sänger Mark King, Adrian Belew, der früher bei King Crimson mit von der Partie war und Vittorio Cosma, der seines Zeichens in der italienischen Musikszene unglaubliche Erfolge feierte. Also haben sich mit diesen Vieren jede Menge Erfahrung, Professionalität und Lust am Kreieren neuer Songs getroffen. Und entgegen der gegenwärtigen Trends, dass man sich die unterschiedlichen Spuren online zuschickt und ein Produzent diese dann zusammen bastelt, hat das Quartett die Titel zu seinem ersten Album live und gemeinsam im Studio eingespielt.
Die Ausrichtung der zwölf Songs des ersten Gizmodrome Albums ist eine Mischung aus Rock, Progressive, Blues und Jazz. Man merkt den Musikern die Lust auf Spontanität und das bewusste Risiko des Ausprobierens an. Das macht die Songs nicht immer einfach, sondern verleiht ihnen oftmals komplexe Strukturen, die sich durch interessante Rhythmuswechsel in den Songs aufzeigen. Allerdings – wie bei den guten alten Progressive Rock Bands der Vergangenheit, findet man sich nach den musikalischen Ausbrüchen einzelner Musiker dann immer wieder im Ganzen zusammen und lässt die Songs so immer wieder in musikalischer Harmonie münden. Dennoch ist das Album nicht leicht zugänglich, sondern will sich nach und nach erarbeitet wissen.

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