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Madeline Juno – DNA

Madeline Juno geht mit ihrem dritten Album neue Wege. Nicht nur, dass sämtliche der 16 Songs in deutscher Sprache gesungen sind. Vielmehr besingt die junge Sängerin auch ausnahmslos das Thema „Liebe“ in all seiner Vielschichtigkeit und emotionalen Bandbreite. Die Texte der einzelnen Stücke klingen sehr persönlich, so dass man davon ausgehen darf, dass „DNA“ einen starken autobiografischen Hintergrund hat.
Madeline Juno singt von dem Gefühl der Leere nach dem Ende einer Beziehung, erkennt, dass zwei Menschen unter bestimmten Voraussetzungen einfach nicht zueinander passen und man dieses auch nicht erzwingen kann. Aber gleichzeitig sucht sie in Titeln wie „Drei Worte“ auch nach Geborgenheit und Anerkennung.
Mit geschickt formulierten und durchaus direkten Texten bekommen die einzelnen Stücke auf dem Album eine intensive Ausdruckskraft. Madeline Juno lässt wenig Platz für Interpretationen, sondern beschreibt Begebenheiten sehr klar und nennt bestimmte Tatsachen und Verhaltensweisen beim Wort. Das verleiht „DNA“ nicht nur eine persönliche, sondern auch nachdrückliche Note. Das Album behandelt die gesamte Bandbreite der emotionalen Berg- und Talfahrt, die eine zwischenmenschliche Beziehung so mit sich bringen kann. Die Sehnsucht nach Geborgenheit, das Entschleunigen zu Zweit, der Schmerz der Trennung und das Wiederaufrappeln danach. „DNA“ ist wortgewandt ohne gewaltig zu sein und Madeline Juno bettet die oftmals schweren Themen auf eine interessante Weise in musikalische Strukturen ein, die stets eine kurzweilige Spannungskurve ihr eigen nennen.
So wird das Album trotz seiner 16 Titel zu keinem Zeitpunkt langweilig, sondern bleibt zeitlos interessant, denn mit den Inhalten von Songs wie „Halt mich fest“, „Gift“, „Von jetzt an“, „Phantomschmerz“, „Ohne Kleider“ oder auch „Wenn ich angekommen bin“ kann sich ein jeder von uns unmittelbar identifizieren, denn nicht ereilt jeden Menschen in so vielen unterschiedlichen Facetten wie das vielschichtige Thema der Liebe und das Bedürfnis, geliebt werden zu wollen.

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