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Derek Smalls - Smalls Change

Man muss sein Leben und alles drum herum stets mit Humor nehmen, denn ändern kann man es zwar in vielerlei Hinsicht. doch in einer Hinsicht nicht. Man wird immer "nur" älter. Und diese Tatsache gibt nicht nur zahllosen Comedians viel Stoff für ihr Programm, sondern schafft es manchmal auch als thematische Grundlage für ein quasi sich über diese Begebenheit empörendes Album. Und um diese Thematik dann entsprechend augenzwinkernd und dennoch mit dem notwendigen Druck und der nachdrücklichen musikalischen Härte umzusetzen, müssen eigentlich zwei Herzen in einer Brust schlagen.
Und von daher liegt es ja schon fast nahe, dass der britische Schauspieler und Comedian Harry Shearer unter seinem musikalischen Pseudonym Derek Smalls nun nach seiner Spinal Tap Zeit endlich mal ein Solowerk veröffentlicht, das eben diesem Themenkomplex eine Art musikalisches Denkmal setzt. Und natürlich geht auch das nicht ohne diverse Augenzwinkern. Denn schon bei Albumtitel "Smalls Change" konnte es sich der Brite nicht verkneifen, den Titel noch mit dem Hinweis "Meditations Upon Ageing" zu versehen.
Und so gibt es auf "Smalls Change" 14 Titel zu hören, die allesamt rockig und oftmals mit viel sich den Tatsachen entgegenstemmenden Bässen und Druck versehen sind, es aber auch durchaus nicht an ein wenig besinnlicheren Ausrichtungen missen lassen. Die Stimme von Derek Smalls ist sicherlich nicht die perfekteste, aber in ihrer Art - leicht rau und kratzig - passt sie zur musikalischen Umsetzung der Albumsongs und irgendwie vermeint man in ihr auch immer wieder den Schelm herauszuhören.
Für die Produktion des Albums konnte Derek Smalls zudem Größen wie Dweezil Zappa, David Crosby, Donald Fagen oder auch Paul Schaffer gewinnen. Und zusammen laden sie alle den Hörer auf eine kraftvolle musikalische Reise über die stets mit Humor verpackte zweite Lebenshälfte ein. 

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