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Ciaran Lavery - Sweet Decay

Ciaran Lavery kommt aus einem kleinen irischen Dorf. Ein Dorf der Art, das man hierzulande wohl Durchgangsort nennt. Eine Heimat, in der jeden jeden kennt und allein aus dieser Situation heraus eine gewisse Grundehrlichkeit zwischen den Bewohnern der Ortschaft herrscht. Man vertraut sich und ist aufeinander angewiesen. Und somit resultiert der ehrliche Umgang miteinander aus dieser kleinen Gemeinschaft. Verlässlichkeit auf die gesprochenen Worte lassen die vermeintlich veralteten Werte so aktuell erscheinen wie eh und je. Und eben diese Charakterzüge der Dorfbewohner haben auch Ciaran Lavery sehr geprägt. So verwundert es nicht, dass der Ire seine Songs inhaltlich ebenso strukturiert hat, wie dies der kleine Ort mit seiner sozialen Erziehung durch die bestehenden Umstände getan hat. Ehrlich, direkt und stets mit Respekt.
Auf "Sweet Decay" lebt Ciaran Lavery dieses Gefühl nun auf elf neuen Singer / Songwriter Songs sehr intensiv und persönlich aus. Das Album ist von einer gewissen Schwere und dennoch von einer besonderen Atmosphäre gekennzeichnet. Viele der Titel klingen nachdenklich und Ciaran Lavery reflektiert in ihnen seine gegenwärtige Lebenssituation und darauf basierend auch seine bislang gemachten Erfahrungen.
Neben Gitarren und Drums werden die Songs musikalisch auch durch den Einsatz von Piano, Trompeten und Streichern temporär bereichert. Dazu kommt die leicht raue und einfühlsam charismatische Stimme des Iren. Alles in allem eine sehr schön Kombination, die den Songs auf "Sweet Decay" eine Sogwirkung verleiht, der schwer zu entkommen ist und in deren Geflecht man sich mit jedem erneuten Hören des Albums immer mehr und mehr wohlwollend verfängt.

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