Menu
A+ A A-

The Magpie Salute - High Water I

Diese Band ist ein Phänomen, denn es gibt nur wenige, die ihr Debut als Live Album herausbringen. So geschehen im Sommer 2017 als von "The Magpie Salute" ein opulentes Live Doppelalbum erscheint. Das können sich nur Musiker leisten, die schon auf eine gewisse Karriere zurückgreifen können, sich von Beginn an als Live-Band verstehen und seit der Gründung 2016 hauptsächlich Konzerte spielen. So z.B. im Januar 2017 gleich 4 ausverkaufte Shows im Gramercy Theatre in New York nacheinander.
Die Namen der Gründungsmitglieder Rich Robertson (Gitarre), Sven Pipien (Bass) und Marc Ford (Gitarre) dürften Retro-Rock-Begeisterten bekannt vorkommen - sie waren alle Mitglieder der legendären Black Crowes, die Rich Robinson im Januar 2015 offiziell aufgelöst hatte.
Nach den intensiven Live Erfahrungen der Band und den euphorischen Berichten über die Konzerte in den Medien hat es die Band dann ins Dark Horse Studio in Nashville verschlagen um komplett neues Material einzuspielen. Für die Studio Aufnahmen haben "The Magpie Salute" die 10-köpfige Live Band auf 6 Musiker reduziert, um sich auf das Wesentliche zu fokussieren.
Zusammen mit dem Sänger John Hogg, dem Keyboarder Matt Slocum und Schlagzeuger Joe Magistro hat die Band 12 Tracks aufgenommen die nun beim Provogue / Mascot Label erschienen sind.
Herausgekommen ist ein explosive Mischung aus Rock, Blues, Soul und Southern Rock.
Gleich der Opener "Mary the Gipsy" beginnt mit harten Gitarrenriffs, getrieben von einem hämmernden Schlagzeug - die Elster nimmt sofort Fahrt auf - getragen von einem herrlich verzerrten Gitarrensolo.
Der darauffolgende Titeltrack "High Water" - ein Midtempo-Song - lebt von Hoggs dynamischer Stimme und der sie umspielenden weichen Gitarre.
Besonders gut gefällt mir die Ballade "Sister Moon" bei dem als Grundlage ein Stakkato-Keyboard-Motiv den gefühlvollen, warmen Gesang trägt und die Gitarren daneben Glanzpunkte setzen.
Mit "Take it All" setzen die Musiker auf Southern Rock Elemente. Bei diesem Song sind die Gitarren klar bestimmend. Hier wird besonders deutlich, dass die Elstern ihre Wurzeln in den Krähen haben.
Dass sie auch ganz anders können zeigt die Band auf "Hand in Hand", einem akustischer Song mit Boogie-Woogie-Wurzeln - einfach fantastisch!
Insgesamt ist es ein sehr abwechslungsreiches Album, das zwar Grundelemente der Krähen aufnimmt, diese aber so erheblich um die Eigenschaften der Elstern erweitert, dass sich so ein eigenständiges Profil der Band ergibt.
Ein absoluter Tipp für den Liebhaber des Retro-Rock Genres!

Nach oben