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Heino - ...und tschüss

Heino macht Schluss. Mit 80 Jahren geht der Schlagersänger nun in selbst auferlegte Rente. Und zum Schluss liefert Heino dann noch einmal ein sehr interessantes und musikalisch absolut tanzbares Album ab, das den aktuellen musikalischen Strömungen folgt und der elektronischen Tanzmusik auf recht zeitlose Weise huldigt.
Für "...und tschüss" hat Heino sich wieder die unterschiedlichsten Songs ausgesucht und diese neumodisch gecovert. Ein bisschen cool, mit etwas Old-School-Rocker Atmosphäre und mit eine elektronischen Lässigkeit, die den Hörer zum verwunderten Augenreiben bewegt, interpretiert der Schlagerkönig Klassiker wie Hubert Kahs "Sternenhimmel", Kraftwerks "Das Model", Karats "Über sieben Brücken musst du geh'n" oder auch den Stadion Klassiker der Toten Hosen "Tage wie diese". Die einzelnen Songs wirken mal richtig cool und dann aber auch wieder durchaus schwierig, einfach, weil Heino bestimmten Titeln mit seiner Stimme und seiner "rollenden" Art zu singen, keinen bleibenden und fesselnden Stempel aufdrücken kann.
Allerdings sind unter den 14 Tracks dann auch diverse, die nicht wirklich leicht zu singen sind und wenn man dann bedenkt, dass Heino mittlerweile 80 Jahre alt ist, dann relativiert sich wieder so einiges und man kann vor seiner Leistung nur den Hut ziehen. Und zu guter Letzt darf sich dann auch noch seine Frau Hannelore mit einer eigens umgeschriebenen Version des alten Hildegard Knef Evergreens "Für mich soll's rote Rosen regnen" - hier nennt sich der Song dann "Für dich soll's rote Rosen regnen", für ihre lange gemeinsame Zeit mit ihrem Mann gesanglich bedanken. Eine nette Geste, die natürlich gesanglich nicht ganz auf der Höhe ist, aber hier geht es nur um die Geste und Verneigung für das musikalische Werk von Heino und die gemeinsame Zeit mit ihrem Mann.
Die "...und tschüss (Premium Edition)" enthält neben dem normalen Album mit zusätzlichen Tracks dann aber auch noch eine zweite CD mit den größten Heino Hits seiner musikalischen Karriere und ein abschließendes "...und tschüss Heino-Medley". Und so geht eine große Karriere, vor der man sich angesichts der Dauer und des Erfolges nur verneigen kann, mit einem guten letzten Album zu Ende.

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