Menu
A+ A A-

Leyya lädt in die "Sauna" ein

„Sauna?“
„Sauna.“

Seit Marco Kleebauer und Sophie Lindinger entschieden haben, wie sie ihr neues Album nennen werden, wiederholt sich dieser kleine Dialog mit erstaunlicher Beständigkeit. Dabei sind die beiden keineswegs leidenschaftliche Schwitzgenossen oder Aufgussprofis – die beiden hatten etwas ganz anderes im Sinn: Die Sauna als Ort der Zusammenkunft, ohne soziale Schranken, wo die Nacktheit aller auch eine ultimative Gleichheit schafft. Ein Melting Pot - nicht zuletzt der damit verbundenen Temperaturen wegen. Und nichts symbolisiert diese Freiheit und Gleichheit besser, als der im Artwork allgegenwärtige Regenbogen – der noch dazu die Buntheit und Diversität darstellt, die Leyya auch ihrer Musik als Stempel mitgeben. „Sauna soll die Platte sein, bei der du die Farben raushörst.“, sagen sie.

Die thematische Hitze steckt teils sogar in den Titeln des Albums („Heat“), den Schweiß hört man gerade bei Stücken wie „Oh Wow“ geradezu tropfen. Die vertrackte Elektronik und Melancholie früherer Stücke wurde richtiggehend herausgeschwitzt. So sehr die Stücke auf „Sauna“ mit Fiepen, Blubbern, Quietschen und gelegentlichem aus dem Rhythmus fallen gegen jede Konvention verstoßen, so sehr schreit die Platte in ihren grell leuchtenden Farben „Pop!“ – und der war lange nicht so spannend wie hier.

Dass Leyya nicht auf ausgetretenen Pfaden spazieren zu gedenken, haben schon die Stücke gezeigt, die seit dem Erfolg des Debüts „Spanish Disco“ (2015) veröffentlicht wurden. Der unwiderstehlich hämmernde Beat von „Butter“, die Leichtigkeit und Verspieltheit von „Zoo“, der vertrackte Reggae-Rhythmus von „Oh Wow“. Die Vielfältigkeit und Buntheit ist Prinzip – und hat als Regenbogen sogar den Sprung auf das Albumcover geschafft. Und es zeigt, dass Leyya nach dem Erfolg von „Superego“ keineswegs Lust hatte, eine Eintagsfliege zu bleiben.

Leyya hatten 2015 praktisch aus dem Nichts zu einem bemerkenswerten Erfolgslauf angesetzt. „Superego“ war der Anlassfall, der seither mehrere Millionen Spotify-Plays, Radioeinsätze und TV- und Werbeverwertungen auf der ganzen Welt nach sich zog. Die Band erhielt 2017 den prestigeträchtigen „FM4 Award“ bei den Amadeus Austrian Music Awards, erspielte sich auf den großen Festivals Publikum und Schlagzeilen. Die Liste prominenter Auftritte - Primavera, Iceland Airwaves, Reeperbahn Festival, Sziget – sie wurde seither beeindruckend lang.

Wiewohl der damit fast klischeehafte Druck des vielfach herbeizitierten „schwierigen zweiten Albums“ auch beim Komponieren ein Thema war: Einschüchtern haben sich Marco Kleebauer und Sophie Lindinger davon nicht lassen. Im Gegenteil: „Sauna“ ist ein Album, das elegant den Spagat zwischen modernem Pop, nerdigen Effekten und originellen Instrumentierungen findet, als wäre es die leichteste Fingerübung der Welt.

Das Duo hat sich bei all dem entstandenen Tamtam seine Verspieltheit erhalten. Sophie Lindinger und Marco Kleebauer sprechen vom „Innovationsfaktor Naivität“: „Wir möchten nicht immer dasselbe machen. Und wir haben durchaus den Anspruch, auch Inspirationsquelle für andere zu sein.“ Hört man sich in der in den letzten Jahren aufblühenden Musikstadt Wien um, so ist das keineswegs zu hoch gegriffen. Kleebauer produzierte bereits zwischendurch für seine Nebenprojekte Ant Antic und Karma Art sowie für Newcomer wie Naked Cameo oder zuletzt Oehl. Dass größere Namen anklopfen, scheint nur noch eine Frage der Zeit. Sophie Lindinger lieh ihre markante Stimme samt Texten etwa dem erfolgreichen Elektroniktüftler MOTSA.

„Wir haben einfach blöde Ideen konsequenter umgesetzt“, sagt Marco Kleebauer – und bringt damit auf den Punkt, dass der Überraschungseffekt als Konzept in der sonst so perfekt durchgestylten Popwelt nicht nur ein legitimes, sondern auch ein durchaus sinnvolles Konstrukt sein kann.

Nach der Blütezeit der Indie-Rock-Kapellen der 00er-Jahre und dem Aufkommen der DJ- und Producer-Projekte danach fand man es außerdem höchste Zeit, das Bandformat wieder zu rehabilitiere und neu zu erfinden. Bei aller Producer-Mentalität ist Leyya sowohl im Studio als auch Live (als Quartett) eigentlich ein Band-Projekt. Jeder ein Multi-Instrumentalist, jeder setzt Samples ein wie ein Spielzeug, das man am Weihnachtsabend nach allen Facetten der Kunst ausprobiert wird. Vielleicht kommt daher die geradezu kindliche Spielfreude und das fast spürbare Glitzern in den Augen (und Ohren).

Lauv besingt Paris im Regen

Der 23-jährige (Independent-) Sänger, Songwriter und Produzent Lauv veröffentlich heute einen neuen Track und das Video zu “Paris in the Rain”: https://lauv.lnk.to/ParisInTheRainVideo

Lauv über den Song: “Ich bin so aufgeregt, diesen Song endlich mit der Welt zu teilen. Seit ich zum ersten Mal in Paris war, wollte ich ein Lied darüber schreiben. Die Inspiration kam tatsächlich nach dem Anschauen des Films 'Midnight in Paris'. Für mich ist das Einzige, das noch romantischer ist als die Idee, im Regen (in der Nacht, in den 1920ern natürlich) durch Paris zu gehen, mit jemandem zusammen zu sein, der dich genau das fühlen lässt … egal wo du bist."

Die Veröffentlichung des Songs folgt der Ankündigung von Lauvs Welttournee "I met you when I was 18". Der Startschuss fällt am 18. Januar in Seattle, WA. Auf der Tour wird er unter anderem Städte in Nordamerika, England, Australien und Deutschland besuchen. In ausgewählten Städten sind noch Tickets für die fast ausverkaufte Tour verfügbar.

Vor kurzem tat sich Lauv mit Spotify zusammen, um ein fortlaufendes Playlisten-Projekt mit dem Titel "I met you when I was 18" vorzustellen. Die Sammlung der Songs wurde während eines bedeutsamen Zeitraums in seinem Leben als Student an der New York University geschrieben und umfasst Themen jugendlicher Liebe und Verwirklichung. Lauv wird regelmäßig neue Songs zu dieser Playliste hinzufügen.

Zuletzt veröffentlichte Lauv einen neuen Track und das Video zu ‘Easy Love’ und steuerte seinen Gesang zu DJ Snakes Single "A Different Way" bei. Lauv hat zudem an Cheat Codes & Demi Lovato's US-Top-10-Hit-Single "No Promises” mitgeschrieben sowie den Track co-produziert und war als Songschreiber an “Boys” von Charli XCX (“Best New Track” - Pitchfork) beteiligt. Sein Welt-Hit “I Like Me Better” hat mittlerweile über 220 Millionen Streams und steigt kontinuierlich weiter in den globalen Charts. Insgesamt hat Lauv über eine halbe Milliarde Streams weltweit.

Mit „I Like Me Better“ feiert Lauv in Deutschland aktuell große Erfolge: GOLD-Status, #7 der deutschen Single Charts, #10 der Airplay-Charts, #3 der iTunes Charts, #3 Shazam Charts, #8 Spotify Charts. Aber auch international regnet es Auszeichnungen: Platin in Australien, Norwegen, Holland und Schweden, sowie weitere Goldauszeichnungen in Belgien, Dänemark und Österreich.

Live:
23.04.18 Köln, Stollwerck
24.04.18 Berlin, Columbia Theater

Andy Grammer veröffentlicht sein drittes Album

Es gibt da eine sehr schöne Geschichte über einen Straßenkünstler von der Santa Monica Promenade, der mittlerweile mit seiner Musik weltweit zehn Millionen Menschen erreicht hat.
Gut fünf Jahre ist es her, dass der New Yorker Andy Grammer quasi an einer kalifornischen Straßenecke seine Ausbildung zum Popstar machte und währenddessen schon das einzigartige Format schuf, das ihn heute als Künstler ausmacht. Die Menschen, die sich damals versammelten, um ihn auf der Straße performen zu sehen, wurden zu Millionen von Fans, die mittlerweile im ganzen Land ausverkaufte Touren von ihm besuchen. Die Arbeitsmoral, seine seelische Stärke und der großzügige Geist, die sich an diesem öffentlichen Platz herausbildeten, nahm er mit auf sein erstes Werk - ein Album voller Optimismus, Mut und guter Stimmung. “So schwer es da draußen manchmal auch gewesen sein mag, ich würde nichts davon ändern wollen“, so Grammer. „Auf der Straße konnte ich beurteilen, welche Songs gut waren. Wenn die Leute anhielten und mir für eine Weile zuhörten, wusste ich gleich: Der Song ist ein Knaller.“

Von S-Curve Records unter Vertrag genommen, veröffentlichte Grammer 2011 sein selbstbetiteltes Debütalbum und wurde so zum ersten männlichen Popstar innerhalb eines Jahrzehnts, der es - seit John Mayer 2002 - mit seinen ersten beiden Singles in die Top Ten des Pop Radios schaffte. Die beiden Songs ‘Keep Your Head Up‘ und ‘Fine By Me‘ (ausgezeichnet mit Platin und Gold) brachten ihm zusammen über zwei Millionen Downloads ein.

Für sein zweites Album aus dem Jahr 2014, Magazines or Novels, festigte Andy Grammer seine Rolle als Songwriter und Hitmacher in der Popmusiklandschaft. Während dieser Zeit wurde er nicht nur bekannter, seine Songs, die immer noch das „Netter-Junge-Flair“ versprühten, wurden viel persönlicher und die Hits noch größer. Andys Musik zog sich zwei Jahre lang geradewegs durch sämtliche Radio- und TV-Stationen. Als Teilnehmer der Sendung „Dancing with the Stars“ offenbarte er der Welt sogar ein bisher verstecktes Talent. Das Resultat: Die ansteckende Monogamie-Hymne ‘Honey, I’m Good‘ bekam Dreifach-Platin und wurde einer der zehn am besten verkauften Songs des Jahres. Er sprang an die Spitze der iTunes Pop Charts und verbrachte 13 Wochen in Folge in den Top Ten. ‘Honey, I’m Good‘ war außerdem auf Nummer 1 in den Billboard Dance Charts und Adult Charts. Der euphorische Nachfolger ‘Good to be Alive (Hallelujah)‘ wurde mit Gold ausgezeichnet.

2016 treffen wir einen neuen Andy Grammer. Das ist der Andy, der entspannt auf die letzten fünf Jahre blicken kann und weiß, dass der Kampf nach oben hinter ihm und ein blauer Himmel vor ihm liegt. In den letzten sechs Monaten war Andy damit beschäftigt, Energie zu tanken und an einem neuen Album zu schreiben. Daraus ist eine knackige erste Single namens ‘Fresh Eyes‘ entstanden. Auf dieser samtigen, Groove-lastigen Pop-Perle lässt Andy selbstbewusst die Romantik im Mittelpunkt stehen. Ganz wörtlich genommen ist ‘Fresh Eyes‘ die Momentaufnahme des Augenblicks, indem man realisiert, dass man sich gerade erneut in den anderen verliebt hat. „Es sind die kleinen Dinge“, sagt Grammer, „aber die Welt bleibt für eine Sekunde stehen und man denkt sich nur: ‚Oh mein Gott, ich liebe diese Person so sehr!‘“

Tracklisting:
01. Smoke Clears
02. Freeze
03. The Good Parts
04. Spaceship
05. Fresh Eyes
06. 85
07. Always
08. Workin On It
09. Grown Ass Man Child
10. This Ain´t Love
11. Civil War
12. Grow
13. Give Love (feat LuchMoney Lewis)

Diesen RSS-Feed abonnieren