Menu
A+ A A-

Götz Alsmann – In Rom

Nachdem für das Multitalent Götz Alsmann nunmehr kein „Zimmer frei!“ ist, hat sich der Sänger auf die musikalische Reise gemacht und fand sich sowohl „Am Broadway“ als auch bereits „In Paris“ wider. Und schon bei diesen beiden musikalischen Station, die er mit den Aufnahmen bezeichnender Klassiker aus den dortigen Sphären so wunderbar zeitlos und locker jazzig leicht mit Leben füllte, besucht er nun die letzte Stadt seiner musikalischen Welt-Rund-Reise.
Und so ist Götz Alsmann nun also „In Rom“ gelandet. Und der wandlungsfähige Entertainer hat sich auch im Dolche Vita Land dem dortigen Flair und den Klassikern der letzten Jahrzehnte angenommen. Er singt er sie neu arrangiert und in eingedeutschten Versionen, die aber dennoch das mediterrane Flair der Originale beibehalten. Um die für die Umsetzung der Titel notwendige Atmosphäre in sich aufzusaugen und diese sodann in die Songs zu übertragen, hat Götz Alsmann die Titel zu "In Rom" im von Filmkomponist Ennio Morricone mitbegründeten Tonstudio Forum Music Village aufgenommen. Und das Ergebnis bestätigt rückblickend die Perfektion der Studioauswahl.
Wunderbar klassisch leicht unterlegt, untermalt die Musik der Arrangements die Stimme des Sängers, ohne ihr Raum zu nehmen. Neben 17 italienischen Titeln gibt es dann aber mit „Caprifischer“ dann auch einen Titel, mit dem man ebenfalls das Lebensgefühl Italiens verbindet, der seinen Ursprung allerdings in den 1950er Jahren in Deutschland hat. Darüber hinaus hat sich dann auch noch ein Titel amerikanischen Ursprungs auf „In Rom“ eingeschlichen, denn der Song „Mambo Italiano“ stammt im Original von Rosemary Clooney, amerikanischen Pop- und Jazzsängerin und Schauspielerin, die mit ihm 1954 einen großen Erfolg in den Vereinigten Staaten hatte.
Alles in allem ist „In Rom“ eine interessante musikalische Reise, auf der sich Götz Alsmann mit italienischem Flair und deutschen Texten zeitlos und unbeschwert lebensfroh auslebt. Und zudem unterstreicht der Entertainer, dass er auch in musikalischer und gesanglicher Hinsicht jede Menge vielschichtige Qualität in sich vereint.

Massiv in Mensch – Am Port der guten Hoffnung

Die Vareler Elektroband Massiv in Mensch meldet sich mit einem neuen Album zurück. Auf „Am Port der guten Hoffnung“ gibt es einmal mehr eine Mischung aus Elektro, Synthpop und EBM. Musikalisch durchaus an den guten alten Sounds der 1980er und 1990er Jahre der dunklen Szene orientiert, liefern Massiv in Mensch auf „Am Port der guten Hoffnung“ eine mediterrane Erlebnisreise über die Seefahrt und alles, was im weitesten Sinne damit verbunden ist. So besingt die Band „Hamburg“, kommt in den „Sturm“, entdeckt „Monkey Island“, bewacht „Kontrolliertes Abbrennen“ und betritt „Niemandsland“. Alles elektronisch verspielt unterlegt, manchmal mit verfremdeten Stimmen verbal in Szene gesetzt und an die Sounds geheftet.
„Am Port der guten Hoffnung“ bewegt sich immer in den musikalischen Wellen zwischen VNV Nation und Welle: Erdball. Gesanglich in Ordnung, wissen die meisten der Titel zu gefallen und erinnern an den musikalischen Geist einer früheren elektronischen Szene, wie es sie heutzutage nur noch in Fragmenten gibt. Und als Beleg über die Vielschichtigkeit dieser Art von Musik gibt es auf der zweiten CD dieser Veröffentlichung viele interessante Remixes von befreundeten Bands sowie einige weitere Bonustracks. Alles in allem ein ordentliches Album, dem ein paar mehr richtige Höhepunkte und etwas mehr gesangliche Qualität durchaus gut getan hätten.

Lucas Laufen – Goodbye

Der Titel seiner ersten EP ist auch im wahren Leben des Lucas Laufen Programm gewesen. Denn der australische Singer / Songwriter hat sich im letzten Jahr aufgemacht und ist vom australischen Port Lincoln in die deutsche Hauptstadt Berlin umgezogen. Obwohl der Sänger schon während seiner Kindheit das Spielen von Musikinstrumenten wie dem Klavier oder der Trompete lernte, zog in letztlich die akustische Gitarre in ihren Bann. Und mit der Unterstützung dieses zeitlosen Instruments begann er dann auch, seine ersten Songs selbst zu schreiben und aufzunehmen. Die Titel der neuen „Goodbye“ EP entstanden noch – quasi als eine Art Abschiedsgeschenk an seine alte Heimat – in Port Lincoln.
Die „Goodbye“ EP enthält vier seichte und musikalisch sehr atmosphärische Titel, die sehr gefühlsintensiv von Lucas Laufen gesungen werden und mit denen er sein Potential auf reduzierte Art sehr persönlich andeutet. Es bleibt abzuwarten, wie sich der weitere musikalische Weg des gebürtigen Australiers gestalten wird. Der erste offizielle Aufschlag ist auf jeden Fall schon mal wirklich gut gelungen.

Diesen RSS-Feed abonnieren