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Lapalux - Ruinism

Schräg, mit unterschiedlichsten und oftmals schrillen Sounds unterlegt, fordern die Songs des neuen Lapalux Albums „Ruinism“ den Hörer auf extreme Weise. Sphärisch und experimentell, manchmal mit Ansätzen von trance-artigen Flächen krampfen sich die zwölf Titel in das Ohr des Hörers. Vieles klingt verschroben und binnen kürzester Zeit anstrengend, so dass man sich das Album nur unter enormen Schmerzen für die eigenen Ohren anhören kann. Und das auch nur in Teilen. „Ruinism“ in Gänze durchzuhören ist nahezu unmöglich, es sei denn, der Hörer befindet sich auf ebenso schrägen Pfaden, wie sie durch die Tracks der neuen Lapalux CD dargeboten werden. Für Otto Normalverbraucher ist das Album bis auf ganz wenige Ausnahmen einfach nur eine Herausforderung, der man sich nicht unbedingt stellen will, weil das Konzept nur bedingt erkennbar und der Rest schlichtweg anstrengend ist. Und so ist „Ruinism“ ein Album, das die ruinösen Elemente der Musik in den Vordergrund stellt und gleichzeitig damit seine eigene Überflüssigkeit deutlich unterstreicht.

Nik P. - Ohne Wenn und Aber

Wenn man den Namen Nik P. hört, dann verbindet man ihn stets mit dem Schlager-Hit "Ein Stern (der deinen Namen trägt)". Doch Nik P. macht viel mehr (aus), als nur dieser eine Titel, der ihm auch über die Grenzen Österreichs hinaus einen enormen Erfolg bescherte.
Nun erscheint mit "Ohne Wenn und Aber" das mittlerweile 14. Album des Schlagersängers. Die normale Edition des Albums enthält zwölf Titel, die zwar allesamt im Schlagerstil gehalten sind, sich aber dennoch auffällig von vielen anderen Schlageralben unterscheiden. Es ist das musikalische Arrangement der Titel. Nik P. lässt hier nicht stumpf die Viervierteltaktbeats durch die Songs stampfen und besingt Oberflächlichkeit des täglichen Lebens und Liebe. Auf "Ohne Wenn und Aber" baut der Österreicher seine Titel musikalisch deutlich behutsamer auf, als viele seiner Genre verwandten Mitstreiter. Und so entsteht eine besondere Atmosphäre, die nicht nur eine andere Wertigkeit der Titel vermittelt, sondern auch nie so richtig den Gedanken an einen Schlager aufkommen lässt.
Vielmehr sind die Titel des Albums ordentlicher deutschsprachiger Pop mit Schlagereinflüssen. Und dabei nimmt sich Nik P. oftmals auch Einflüssen aus den vergangenen Jahrzehnten an und bindet diese in die neuen Titel ein.
Und so sind Songs wie "Alles geht vorbei", "Im Fieber der Nacht", "Dieser Ring" oder auch "Engel haben Flügel" eine repräsentative Auswahl aus einem Album, das für seine Grundausrichtung erfrischend abwechslungsreich ist, ohne dass die Songs darauf inhaltlich wirklich in die Tiefe gehen. Und allein dadurch ist "Ohne Wenn und Aber" dann doch wieder irgendwie Schlager. Aber das macht nichts, denn die Umsetzung ist einfach gelungen und macht in jeder Hinsicht Spaß.

Neues David Crosby Album "Sky Trails" erscheint

Es läuft ziemlich gut für David Crosby: der Mann, der zweimal in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, erlebt gerade einen noch nie da gewesenen Ausbruch an Produktivität und Kreativität.

Sky Trails (VÖ 29.09.2017) ist sein drittes Album mit eigenem Material innerhalb von vier Jahren und führt die furchtlose Folk Rock-Legende in eine neue Richtung, hin zu einem vollen Band-Sound mit tiefen, gefühlvollen Grooves. „Es ist ganz natürlich für mich”, sagt Crosby, der sich der Herausforderung der veränderten Songstrukturen freudig gestellt hat. „Ich habe mich in dem Bereich immer wohler gefühlt. Da ist Komplexität, Kniffligkeit und Subtilität in der Musik. Das mag ich.”

Der erste Song auf dem Album ist das mitreißende „She’s Got To Be Somewhere”, den Crosby und eine neunköpfige Band vor einiger Zeit in der Tonight Show zum ersten Mal gespielt haben. Der Track hört sich wie eine verloren gegangene Steely Dan-Aufnahme an, komplett mit kräftigen Bläsern, verrückten Gitarren und trällernden Melodien. „Wir haben das nicht bewusst gemacht”, sagt Crosby. „Es zieht uns ganz einfach in die Richtung, in die Donald [Fagen] geht. Ich habe Steely Dan von der ersten Note an geliebt.”

Unter folgendem Link gibt es schon mal ein kurzes Track Pre-Listening zu „She’s Got To Be Somewhere” und es gibt die Möglichkeit das Album vorzubestellen: https://crosby.lnk.to/SkyTrails

„Wir”, das sind übrigens Crosby und die Sky Trails-Musiker, im Kern sind das Saxophonist Steve Tavaglione, Bassist Mai Agan, Drummer Steve DiStanislao, und Crosbys Sohn, der Multi-Instrumentalist James Raymond, der das Album auch produziert hat.

Sky Trails ist der Nachfolger des von der Kritik gefeierten Lighthouse-Albums, das letztes Jahr veröffentlicht wurde und Lob von Organen wie Rolling Stone, Stereogum und NPR Music einheimste, und das wiederum das Nachfolgealbum zum 2014 veröffentlichten Croz war, Crosbys erstem Soloalbum seit 20 Jahren. Obwohl Crosby viele Songs für Sky Trails schrieb, während er an Lighthouse arbeitete, sind beide doch deutlich unterschiedliche Projekte. „Lighthouse war ganz überlegt und ganz bewusst akustisch”, sagt Crosby. „Sky Trails sollte von Anfang an mit einer kompletten Band aufgenommen werden.”

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