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Ivar Leon Menger – Monster 1983 Staffel 3

Die insgesamt großartige Hörspiel-Odyssee um die Geschehnisse im kleinen Küstenort Harmony Bay gehen mit dieser dritten Staffel zu Ende. Vieles, was sich bereits im Rahmen der zweiten Staffel der Serie aufzuklären begann, wird mit den abschließenden zehn Folgen der dritten Staffel nun tatsächlich zu einem Ende geführt.
Auffallend ist, dass sich die Erzählperspektive ändert und man sich plötzlich im Jahr 1995 und nicht ist mehr, wie es mal war. Da muss man sich als Hörer erst einmal zurechtfinden und es dauert sehr lange, nahezu bis zum Ende, bis man hinter den Grund und die Ursache des Geschehens von 1995 kommt.
Zwischendurch gibt es immer wieder gut inszenierte Rückblenden ins Jahr 1983 und die Geschichte und die damit verbundenen Schicksale der Beteiligten Personen und Einwohner des Ortes Harmony Bay werden größtenteils zu Ende erzählt.
Der innere Kampf von Amy mit dem in ihr hausenden Nachtmahr ist manchmal zu überpräsent dargestellt und auch das ständige Husten vieler Charaktere, das stets die Frage aufwerfen soll, ob sie „Wirte“ des Nachtmahrs sind oder nicht, wird manchmal doch etwas übertrieben. Gleichwohl passiert doch noch so einiges in Harmony Bay und speziell das Schicksal von Thomas Cody nimmt dabei einigen Raum ein.
Alles in allem muss man konstatieren, dass die Macher der Serie auch bei der dritten Staffel wieder jede Menge hochkarätiger Sprecher mit an Bord hatten, unglaublich fesselnde Geräuschuntermalungen umgesetzt haben und atmosphärisch erneut auf höchstem Qualitätsniveau unterwegs sind.
Und auch wenn diese abschließende Staffel inhaltlich einige Längen offenbart, so ist sie dennoch ein würdiger Abschluss einer der großartigsten Hörspielvertonungen, die jemals erschienen sind. Man kann sich nur vor Ivar Leon Menger und seinem Team verneigen und hoffen, dass diese genialen Macher auch zukünftig weiterhin derart faszinierende und spannende Hörspiele produzieren werden.

Christian Berkel – Der Apfelbaum

Mit „Der Apfelbaum“ hat Schauspieler Christian Berkel nicht nur sein Debüt als Autor, sondern zugleich ebenfalls einen wunderbaren Roman in Form der Erzählung und Reflexion der eigenen Familiengeschichte veröffentlicht.
Und diese Erzählung, die parallel zu einer Entdeckungsreise der eigenen Wurzeln des Autors geworden ist, weiß den Leser vielschichtig in ihren Bann zu ziehen. Christian Berkel beleuchtet die unterschiedlichen Protagonisten mal mehr mal weniger intensiv und schafft so eine kurzweilige Spannungskurve in vielerlei gesellschaftlicher Hinsicht.
Es geht um Religion, um soziales und politisches Verhalten, um Ethik und um Liebe und Schicksale. Und nicht zuletzt geht es vor allem auch um Selbsterkennung und die eigene Einordnung in den Stammbaum der Abstammung von Christian Berkel selbst.
Und diese Entdeckungsreise bringt der Schauspieler und Autor in „Der Apfelbaum“ wunderbar zu Papier, so dass man sich als Leser sehr schnell darauf einlässt und mit auf die Spurensuche nach der Herkunft und Geschichte der Familie des Christian Berkel begibt.
So ist dieses Buch nicht nur sehr gut beschrieben, durch die wechselnden Zeiten und Erzählperspektiven und die Zeitspanne, die es letztlich umfasst, wird „Der Apfelbaum“ nicht nur zu einer interessanten Nachkriegsliteratur, sondern zu einem Dokument des Wandels der Zeit, des Denkens und der Gesellschaft. Ein starkes Debüt eines Schauspielers, der definitiv auch ein richtig guter Buchautor ist.

Sing meinen Song - Das Weihnachtskonzert Volume 5

Wie bei allen anderen Staffeln von "Sing meinen Song", so erscheint auch im Jahr 2018 neben dem offiziellen Soundtrack zur TV Serie noch ein dazugehöriges Weihnachtsalbum, auf dem sich die Künstler der Staffel mit Weihnachtsliedern anderer Künstler oder volkstümlicher Herkunft auf ihre eigene Weise ausleben.
So sind dieses Mal Alphaville Frontmann Marian Gold, Mary Roos, Rea Garvey, Mark Forster, Leslie Clio, ex-Wir sind Helden Frontfrau Judith Holofernes und Revolverheld Sänger Johannes Strate mit von der weihnachtlichen Partie.
Und diese bunte Mischung verschiedenster Künstler aus den unterschiedlichsten musikalischen Bereichen covert dieses Mal Songs wie "Starman" von David Bowie, "Last Christmas" von Wham!, "White Christmas" von Bing Crosby oder auch "What A Wonderful World" von Louis Armstrong. Das gelingt mal besser, mal schlechter.
Insgesamt ein weiteres nettes Weihnachtsalbum der "Sing meinen Song" Serie, das man sich mal ganz gut nebenbei anhören kann, das dann aber doch nicht ganz das Zeug dazu hat, in die alljährliche Weihnachtsrotation aufgenommen zu werden.

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