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Burges Gränzer Schade - Jenseits schillernder Welten

Sängerin und Pianistin Katharina Burges, Schriftsteller Torsten Gränzer und Musiker Göran Schade haben sich zusammengetan, um in einer musikalischen Mischung aus Klassik und Elektronik eine Sammlung avantgardistischer Momentaufnahmen zu erschaffen, die ihren künstlerischen Entfaltungswünschen keine Grenzen setzen.
Die auf "Jenseits schillernder Welten" enthaltenen Texte sind nicht neu, sondern wurden bereits vor einiger Zeit von Torsten Gränzer geschrieben. Katharina Burges hatte die Idee und Lust, diese lyrischen Gedankenspiele auf poetische Weise und mit musikalischer Ergänzung neu für sich zu entdecken und für die Allgemeinheit zu interpretieren.
Inhaltlich drehen sich die 13 Stücke des Albums in nicht immer leicht zugänglicher Weise um Themen wie Missbrauch, Weltenschmerz, Sehnsüchte oder auch Todestriebe. Und so gedanklich hin und her gerissen die Texte sind, so verwirrend greift auch die Musik diese Themen auf und lebt sich in ihnen aus. "Jenseits schillernder Welten" hält sich bewusst von jedwedem kommerziellen Einflüssen fern und ist dadurch nicht nur ein sehr eigenständiges, sondern auch nicht leicht zu konsumierendes Werk geworden. Für die Liebhaber dieser Prosa mit einem Hang zum Avantgardistischen dürfte das Album aber sicherlich zu einer interessanten Entdeckung werden.

Schandmaul - Artus

Das neue Album der Schandmäuler führt die Band musikalisch ein wenig von ihren ittelalterlichen Folk-Wurzeln weg. Vielmehr ist die Ausrichtung der neuen zwölf Titel etwas kommerzieller und zudem rockiger. Die Gitarren nehmen im Gegensatz zu den vorherigen Alben der mittlerweile seit über 20 Jahren musikalisch aktiven Münchener Band auf "Artus" mehr Raum ein.
Allerdings haben Schandmaul es geschafft, diese Entwicklung auf eine sehr angenehme und fast schon seichte Weise umzusetzen. Denn neben der Musik waren es von je her die alten Inhalte der Texte, die einen immer wieder in die Welten der Gaukler und Ritter entführten. Und diesen Thematiken steht auch "Artus" in nichts nach.
Schandmaul bringen die "Vagabunden", wollen "Auf und davon", spielen "Die Oboe" und singen in poetisch erzählter Form in einer musikalischen Trilogie "Die Tafelrunde", den "Gral" und "Die Insel". Und eben diese drei Titel gibt es auf der limitierten Doppel-CD Ausgabe des Albums dann auch in orchestral umgesetzter und neu arrangierter Form auf der zweiten CD als Boni zu genießen.
"Artus" ist eine konsequente Weiterentwicklung der Band, ohne die alten Werte aus den Augen zu verlieren, aber auch ohne bahnbrechende Neuerungen. Aber wie soll man auch anhand mittelalterlicher musikalischer Stilmittel die Neuzeit stets neu erfinden?! Der König ist tot, lang lebe der König!

Pink - Hurts 2 B Human

Das neue Album von Pink ist einfach nur hervorragend - und das von der ersten bis zur letzten Sekunde. Die Amerikanerin reflektiert auf ihre unnachahmliche Weise die Thematiken des Lebens und damit verbunden ihrer eigenen aktuellen Lebensphase.
Musikalisch ist "Hurts 2 B Human" ein wenig ruhiger, aber so kommt die ausdrucksstarke Stimme von Pink umso besser zur Geltung. Mal beschwingt, mit Nachdruck aber auch mit viel reflektierender Nachdenklichkeit zieht die erfolgreiche Sängerin den Hörer in ihren Bann.
Titel wie der elektrisierende Opener "Hustle", das coole "(Hey Wey) Miss You Sometime", der Titelsong "Hurts 2 B Human", das nachdenklich, aber dennoch irgendwie im Duett mit Cash Cash etwas trotzig energetisch gesungene "Can We Pretend" oder auch das geniale und das Album beschließende "The Last Song Of Your Life" zeigen einmal mehr das große musikalische Spektrum, in dem sich Pink nun seit nahezu zwei Jahrzehnten gekonnt, immer wieder ein wenig neu ausgerichtet und dennoch ungleich erkennbar bewegt, auf beeindruckende und zeitlose Weise auf.

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