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Fantasy - Das Beste von Fantasy-Das große Jubiläumsalbum (Live)

Wie zu eigentlich jeder Albumveröffentlichung der letzten Jahre, so erscheint zum aktuellen "Das Beste von Fantasy" Album nun das dazugehörige Live-Album. Die Songs sind im Rahmen der aktuellen Fantasy Tournee aufgezeichnet worden und so können sich alle Fans des Schlagerduos auf die größten Erfolge von Freddy und Martin freuen.
Die Veröffentlichung enthält insgesamt 18 Titel und darunter befinden sich natürlich auch die Live-Versionen von Hits und Klassikern wie "Du bist wunderschön", "Ich brenn durch mit dir (Berlin)", "Eine Nacht im Paradies", "Endstation Sehnsucht", "Wenn die Sterne schlafen gehn", "Du bist mein erster Gedanke" oder auch "Blinder Passagier". Eine sicherlich für die Fans der Band schöne Veröffentlichung, die unter Berücksichtigung des anstehenden Festes der Liebe wieder einmal reichlich Abnehmer finden dürfte.

Wolfgang Petry - Genau jetzt!

Er kann es scheinbar doch nicht so einfach sein lassen. In einer Zeit, in der der deutsche Schlager sich einer Beliebtheit wie wohl nie zuvor erfreut, hat es den eigens ernannten Schlager-Rentner Wolfgang Petry dann scheinbar doch wieder so in den Fingern und der Kehle gejuckt, dass er nach seinem mäßig erfolgreichen Album mit der Pete Wolf Gang, ein neues Solo-Album veröffentlicht.
Das neue Werk hat die Vorschusslorbeeren bekommen, den Sänger zurück auf die Schlagerpiste zu befördern. Allerdings wird schon nach kurzer Zeit des Hörens sehr deutlich, dass es auf "Genau jetzt!" den alten Wolfgang Petry nicht wieder zu hören gibt.
Zwar enthält das neue Album diverse Titel, die musikalisch genau in die Schlagerschiene passen und den Viervierteltakt direkt über die Ohren des Hörers in dessen Füße pumpen. Allerdings lassen viele Songs die Authentizität vermissen. Vieles wirkt aufgesetzt und irgendwie wie vorgeben und nur runtergesungen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Song "Glücklich sein". Der Gesang klingt total unmotiviert und nimmt den Hörer trotz der guten Instrumentalisierung überhaupt nicht mit.
Neben den typischen Schlagerbeats gibt es dann auf "Genau jetzt!" noch ein paar seicht rockigere Titel, die dem Album eine musikalische Abwechslung verpassen, die sehr angenehm ist. Im Großen und Ganzen muss man allerdings konstatieren, dass es dieses Album nicht mehr gebraucht hätte, denn mittlerweile gibt es so viele andere aktive Schlagersänger, die weit besseres Material abliefern, als es Wolfgang Petry mit "Genau jetzt!" tut. Und so hat sich Wolfgang Petry mit dieser Veröffentlichung wohl nur bedingt einen Gefallen getan.

Elisabeth George - Wer Strafe verdient

Der aktuelle Roman der amerikanischen Kriminal-Autorin Elisabeth George rund um ihre Hauptfigur, Inspector Thomas Lynley, trägt den Titel "Wer Strafe verdient" und ist zugleich der 20. Fall für den eigenwilligen Ermittler.
Das Buch ist über seine mehr als 850 Seiten hinweg gut strukturiert. Zu Beginn skizziert die Autorin das Leben im kleinen englischen Städtchen Ludlow vielleicht ein wenig zu intensiv, allerdings kann man sich als Leser dadurch sehr gut in das spezielle Leben der dortigen Einwohner hineindenken und im weiteren Verlauf des Romans dann auch die beschriebenen Verhaltensweisen diverser Einwohner besser nachvollziehen und verstehen.
"Wer Strafe verdient" dreht sich um ein mysteriöses Verbrechen, dessen der örtliche Diakon des kleinen Ortes beschuldigt wird. Aufgrund der ersten Wahrnehmungen deutet bei dem Todesfall, dessen sich Sergeant Barbara Havers gemeinsam mit DI Thomas Lynley annimmt, alles auf einen Selbstmord hin. Doch nichts ist bekanntlich auf den ersten Blick so, wie es scheint. Nicht der Fall als solches und auch nicht die scheinbare Idylle des kleinen Städtchens Ludlow.
Und mehr tiefer die beiden Ermittler in das kleine Städtchen, seine Hierarchien und die Besonderheiten der Verhältnisse der Einwohner eintauchen, umso seltsamer erscheinen die Dinge plötzlich.
Elisabeth George hat mit "Wer Strafe verdient" nicht nur einen neuen und zugleich sehr spannenden und recht kurzweiligen Roman rund um Sergeant Barbara Havers und DI Thomas Lynley verfasst, sie zeigt mit den angesprochenen Umständen und Verhaltensweisen der Figuren des Romans zugleich einmal mehr die gesellschaftlichen Abgründe der heutigen Zeit auf.

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