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The Mighty Oaks heulen mit ihrem Debütalbum!

Das Bild ist zum Hineinspringen. Ein sattgrünes Panorama von hoch oben aufgenommen. Nichts als Berge und Wälder sind zu sehen, bis zum Horizont, der in leichtem Dunst verschwindet. Majestätisch. Nein, das auf dem Foto ihrer letzten EP ist dann wohl nicht Deutschland. Nicht wo Mighty Oaks-Sänger Ian Hooper heute lebt, sondern irgendwo dort, wo er herkommt. Aus einem kleinen Ort in The Great Northwest. So nennt er das selbst. Beim stolzen inoffiziellen Namen für die Ecke der USA, die sich die wenigsten Menschen auf ihrem Staatentrip anschauen. Dabei: Seattle um die Ecke! Und The Puget Sound! Das heißt: Meerenge. Und was für eine!
Da schieben sich Landmassen in den Pazifik mit Bergen im Alpenformat und dem stolzen Logo Weltnaturerbe. Bayrischer Wald, ein Witz dagegen. Trotzdem ist Ian Hooper da erstmal weg. Wohin? Richtig: Bayern. “And if I’d go on today, I’d work for a simple life / And I’d find a way to walk amongst all the tall pines.” - Captains Hill Das kommt davon, wenn man internationale Politik und Deutsch studiert. Es gehörte eben dazu, dieses Austauschjahr an einer deutschen Universität. Die LMU in München. Hätte schlimmer kommen können. Mit im Paket steckte damals, Anfang der Nullerjahre, ein Praktikum beim stellvertretenden Sprecher für erneuerbare Energien der SPD! Bei den Sozis müssen seine langen Haare wohl noch durchgegangen sein. Es war das Ticket nach Berlin für Ian Hooper. Und in diese Stadt hat er sich verliebt. Aber er musste sich ranpirschen. Über Hamburg. Ein Glück. Sonst gäbe es die Mighty Oaks wohl nicht. Von wegen Berlin also: „Hamburch“ - wie es bei Craig Saunders heißt.
Dort spielte die Musik auch für ihn. Der Mann am Bass aus Bridgewater in Südwestengland (“Viele Kneipen, nix zu tun”) hatte seinen Plan A, die Schauspielerei, schon an den Nagel gehängt, bevor er England verließ. Aber sie war es, die ihn überhaupt erst für die Musik angespitzt hat. Im Studium musste er einen Song singen, machte sich davor erst tierisch in die Hosen und ging dann mit einem Gefühl von der Bühne, das er davor nie erreicht hatte: Endlich mal echt sein - das wars! Nach Hamburg kam er wegen der Liebe. Er nennt es heute noch die beste Entscheidung seines Lebens. Trotz Deutschkurs. Oder auch deswegen. Was andere in den Wahnsinn treibt - “What?!? ‘DIE Frau’, but ‘DEN Frauen’?!?” - ließ ihn zum Nerd werden. Volkshochschule funktioniert, sagt er. Besser natürlich noch, wenn man den Stoff gleich auf der Straße an echten Probanden ausprobieren kann. Oder an DER Freundin. Es ist geradezu beruhigend, dass wenigstens Claudio Donzelli aus Pesaro an der Adriaküste mit einer gesunden Skepsis ausgerüstet ist, was sein Verhältnis zur deutschen Grammatik angeht. Wenn es gehen muss, geht es. Besser gehts aber, wenn es nicht muss. Er ist zwar zwischen Hügeln und Meer in einer hübschen Stadt großgeworden, hatte aber trotzdem das Glück, mit Pesaro nicht in den Holiday-Charts der Deutschen aufzutauchen. Vielleicht kamen ihm auch deswegen nicht die geringsten Bedenken, herzuziehen, obwohl ihn weder die Wirtschaft, noch die Liebe, sondern allein die Neugier lockte.
Es muss hübsch ausgesehen haben, wie die Drei zum ersten am selben Fleck standen. Beim kleinen aber feinen Melodica Festival, Ausgabe Hamburg. Alle drei mit Gitarre, Songs und neuem Leben bewaffnet, um als Liedermacher die Bühne zu stürmen. Ein Zeitvertreib, den sich Ian Hooper übrigens nur zugelegt hatte, weil es als Lehrer für ihn recht wenig zu tun gab. Props dafür an die Hamburger Schulbehörde. Sie haben die Mighty Oaks irgendwie mitgegründet. “All through the night, burn the flames, and the world will know our names.” - Brother Eine ziemlich unwahrscheinliche Truppe hat sich da zusammengefunden: Drei Typen aus drei Ländern. Alle haben sie ihre Heimat verlassen und sind ausgerechnet in ein Land gegangen, das zwar viel Pop konsumiert, aber in der Produktion nun weiß Gott nicht England oder den USA irgendwas vormacht. Außer vielleicht dieses verflixte Berlin mit seiner immer unerklärlicher werdenden Anziehungskraft. Seit vier Jahren leben die Mighty Oaks jetzt hier. Ausgerechnet im elektroschwangeren Hipsterkiez Neukölln ist ihr Sound herangereift: Folk. Yep. Genau. Indie Folk auch noch. Die Bilder dazu sind schon reichlich angefüttert. Und die Vorbilder erst. So viele Lodenärmel kann keiner hochkrempeln wie holzbehangenes Volk auf die Bühnen drängt. Wie lange geht das nun schon so, dass Schellenkranz und Akustikgitarre die Synhtie-Leads und Overdrives aus dem Takt bringen? Länger als wir spontan meinen, muss man sagen. Bands wie die Mighty Oaks können auf eine direkte Erbfolge über Fleet Foxes, Crosby, Stills & Nash bis mindestens Neil Young verweisen und dürfen sich für bereits berühmte Zeitgenossen nur bedanken aber nicht verbiegen.
Ian Hooper selbst blieb eh keine andere Wahl. Die Mutter aus Irland, das Holz vor der Haustür, und ein Hang zu Dingen, die einfach funktionieren. Wie soll man auch sonst Musik machen, die gleichzeitig gewaltig und ehrfürchtig ist? Üppig und bescheiden? Mit einer Kraft und, ja, Aufrichtigkeit fast naiver Art, in deren Obhut man sich gerne begibt, und der man es erlaubt, ins Schwärmen zu geraten. Es ist gerade die Holzigkeit des Folks die das erlaubt. Bei den Mighty Oaks angereichert mit dreistimmigem Satzgesang, der demütig macht, verspielten Mandolinen und einem warm rollenden Bass. Eben dieser Sound rauschte in offene Ohren. Die Mighty Oaks konnten gar nicht so schnell “Gefällt mir” twittern, wie ihre Hörerzahlen im Netz anschwollen. Dabei stammte ihre erste EP von 2010 noch aus Donzellis Wohnzimmer. Zwei Jahre später setzten sie mit der “Just One Day - EP” nach. Am Release Tag saßen sie beim Italiener unter Hoopers Wohnung und schauten der Platte beim Klettern in den iTunes Charts zu. Der Abend wurde notgedrungen immer länger und feuchter. Platz 17 lautete das unglaubliche Endergebnis.
Ihre erste Welle trug die Band bis ins Vorprogramm der Shout Out Louds und Kings Of Leon. Genau dort hat es ein weiteres Mal Klick gemacht bei den Dreien. Als sie vor Zehntausenden die Show eröffneten und nach dem ersten Song eine riesige Woge des Jubels auf sie herabrollte, mussten sie sich einander nur kurz in die Augen sehen und wussten: Das ist es! Da wollen wir hin! Das Debüt-Album stand da noch auf der Wunschliste. Inzwischen ist es in der Welt. Es ist also wieder ein Neu-Anfang. “The call of the wild in me, will carry me across world.” - Seven Days Vielleicht muss sich einer so was antun, um Musik zu machen, die Menschen erobert: Weggehen von einer paradiesischen Heimat ins nasskalte Berlingrau, um die Sehnsucht aufzuwecken. Sich quasi einen Eichholzsplitter unter die Fingernägel rammen, der einen immer daran erinnert, was man zurückgelassen hat. Der Schmerz macht die Wahrhaftigkeit.
Oder, um hier mal abzunietzschen: “Erst jener lange langsame Schmerz, der sich Zeit nimmt, zwingt uns Philosophen in unsre letzte Tiefe zu steigen.” Was Ian Hooper auf der einen Seite als Heimweh in die Musik hineinsteckt, kommt als Fernweh bei uns auf der anderen Seite wieder raus. Oder wie sonst entstehen diese Bilder von gewaltigen Landschaften im Kopf, wenn Mighty Oaks loslegen? Natur ist ein zentraler Bezugspunkt auf ihrem Album. Auch in den Texten. Wenn Ian Hooper von seiner verstorbenen Mutter singt, dann denkt er an einen Ort, den sie besucht haben: “Captain's Hill” in Irland. Wenn er wie in “Just One Day” von Freiheit träumt, dann gibt es die eben nur unter einem endlosen Himmel. Und selbst in einem Song über seinen alten Neuköllner Hinterhof spielen Wind, Sonne und Bäume die Hauptrollen. Die Natursymbolik der Mighty Oaks reicht hoch bis zum Titel des Debütalbums: “Howl”. Das, was der Wolf wohl macht, wenn er den Mond sieht. Ein unüberhörbarer Ruf aus dem großen dunklen Wald, in dem gleichzeitig Lust und Leiden stecken.
Dem am 28.02.2014 erscheinenden Album gibt es nicht nur den Titel, sondern auch eine Klammer. Der letzte Song heißt „Howl“, der erste beginnt mit einem gesungenen “Howl” und ist gleichzeitig die Single: “Brother”. Eine Hymne auf die Freundschaft, die im besten Fall ein Bund fürs Leben ist. Wie bei einem Rudel Wölfe. Die Mighty Oaks haben mit ihrer Naturliebe, der Sehnsucht und dem unweigerlich zur Euphorie drängenden Sound instinktiv eine Ader angestochen, an der wir immer noch alle hängen: Die Romantik. Und die darf man hier ruhig epochal verstehen.
Das eingangs beschriebene Bild zum Hineinspringen ist vom Vorzeigemaler der Romantik Caspar David Friedrich: “Der Wanderer über dem Nebelmeer”, nur in Nordamerika und mit mehr Farbe. Der Wanderer begehrt die Welt, aber er kommt auch ganz spezifisch aus ihr heraus. Die Musik der Mighty Oaks ist gefüttert von eben dieser romantischen Sehnsucht, die sie alle von den kleinen Orten, aus denen sie kommen, ins Ausland getrieben hat. Es ist dieselbe Sehnsucht nach Musik und Leben, die sie auch zusammenhält.
Nicht umsonst sind sie schon zusammen an einige Orte ihrer Kindheit gereist, nach Italien oder in die USA. Dort, in den Wäldern von Washington State, haben sie auch das Video zur Single „Brother“ gedreht. Wir sehen zwei Jungs, die durch eine eben zutiefst romantisch eingefangene Landschaft streifen, der die natürliche Kraft gegeben scheint, diese idealisierten unverbrüchlichen Verbindungen zwischen Menschen zu erschaffen. In einer ganz kurzen Sequenz nur treffen die Beiden als junge Männer auf das Wolfsrudel, von dem das musikalische Howling zur Landschaft kommt: Mighty Oaks stehen in einer Kneipe auf der Bühne, und sind einfach nur das, was sie sein wollen: Der Soundtrack zum Leben.

© Christoph Schrag

Tourdaten:
13.04.2014 Berlin, Lido (ausverkauft)
14.04.2014 Hamburg, Uebel & Gefährlich
25.04.2014 Frankfurt, Hafen 2 26.04. Leipzig, Täubchenthal
01.05.2014 München, Strøm
02.05.2014 Köln, Kulturkirche
12.05.2014 Berlin, Lido

Weitere Infos:
http://www.mightyoaksmusic.com/
https://www.facebook.com/mightyoaksmusic
http://www.universal-music.de/mighty-oaks/home

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This Void veröffentlichen zweites Album

Wie entstehen eigentlich Kristalle? Der Versuchsaufbau ist scheinbar einfach: man bestücke fünf junge Musiker mit Instrumenten, schließe sie abgeschottet vom Tageslicht ins Tonstudio und bündle ihren kreativen Output ein paar Akkorde später ungefiltert auf einem Longplayer. Wofür die Natur Monate und Jahre braucht, haben THIS VOID gerade einmal sechs Studiotage benötigt – „Crystals“ lautet der Titel ihres zweiten, am 28.02.2014 erscheinenden Albums. „Wir haben uns durch den Zeitdruck der Gefahr entzogen im Nachhinein noch etwas umzuschmeißen was eigentlich cool war“ erklärt Sänger Daniel. Der erste Versuch hat gepasst. Was hier zu hören ist, funkelt im besten Sinne melancholischer Indiepopmusik: schön, aber gewiss nicht ohne Ecken und Kanten.

Friesisch herb und doch süffig möchte man sagen, denn THIS VOID kommen aus Jever. Keno Potthast, Daniel Möbes, Christian Lindemann, Max Schlake und Lukas Ernst kennen sich schon aus Schultagen und waren bereits mit ihrem in Eigenregie veröffentlichten Debütalbum „Seems We’re Drifting“ fleißig auf den Bühnen Norddeutschlands unterwegs. Unter anderem beim diesjährigen Dockville und beim Reeperbahn Festival wurden die frischen Songs von einem tanzbegeisterten Publikum erfolgreich auf den Live-Prüfstand gestellt. Mit ihrer neuen Platte „Crystals“ hat sich das Quintett nun so mirnichts dir nichts Zutritt in den Club der „Two Door Cinemas“ und „Bombay Bicycles“ der Szene erspielt. Kopfnick-Beats und Mitsumm-Hooks, mal kreischende, mal säuselnde Gitarren und hier und da ein Melodiefetzen aus der Elektronikkiste.

Aber THIS VOID können mehr als nur im Fahrwasser besagter Vorbilder zu schwimmen! Besonders hervorstechend ist der markante zweistimmige Gesang. Er bildet die Kopfnote für ein breites musikalisches Spektrum: vom atmosphärisch aufgeladenen „Help Me I’m Okay“ bis zum groovigen, R’n’B-lastigen „Them Guns“. Mal episch, mal leichtfüßig. Die Songs gehen direkt ins Ohr und trotzdem wachsen und reifen sie mit jedem Durchlauf – wie Kristalle eben. Ihre aktuelle Single „Forever“ ist ein Paradebeispiel für einen raffinierten Umgang mit dem musikalischen Erbe, gepaart mit einer ordentlichen Portion Mut zum musikalischen Abenteuer: „Der Song passt gut als erste Single, weil er für die Aufbruchsstimmung unserer Band steht“, erklärt Frontmann Daniel, „es ist eine symbolische Bergtour, inklusive aller möglichen Hindernisse und Anstrengungen, auf dem Weg zum Gipfel.“ Mast und Schotbruch den Gipfelstürmern!

Tracklist :
01. Awakening
02. Help Me I´m Okay
03. Them Guns
04. Crystals
05. Someone Is
06. Tides are Running
07. Forever
08. Oh Boy
09. Watered Mouth
10. Tied Up
11. Let Go
12. All Of Us

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Welle: Erdball machen "Tanzmusik für Roboter"

Jetzt ist es ENDLICH soweit! Ein neues WELLE: ERDBALL-Album zeigt sich am Horizont – und was für eines! War das 2011er-Album „Der Kalte Krieg“ in weiten Teilen eine bis dato unerfüllte Leidenschaft von Sänger Honey, ein ambitioniertes Projekt, dem er sich einfach widmen musste, so ist „Tanzmusik für Roboter“ nun wieder das, was jeder will und braucht – ein WELLE: ERDBALL-Album reinsten Wassers; sieben Jahre nach dem letzten „echten“ Album „Chaos Total“. Für die Band selbst ist das am 21.02.2014 erscheinende Werk „Tanzmusik für Roboter“ der Meilenstein schlechthin; ihr bislang wichtigstes Album nach eigener Aussage, ganz im Stile der klassischen Meisterwerke „Die Wunderwelt der Technik“ oder „Der Sinn Des Lebens“. Die Erwartungen sind also hoch gesteckt.
Im Vorfeld der Veröffentlichung geschah bereits ein einschneidendes Ereignis – WELLE: ERDBALL und Sängerin Plastique, die viele Jahre das Gesicht der Band entscheidend mitprägte, gehen getrennte Wege. In einer beispiellosen Aktion (neudeutsch/englisch „Casting“), in die auch die Hörerschaft einbezogen wurde (2.000 e-mails gingen allein in den ersten vier Stunden des Votings beim Sender ein!), wurde eine neue Sängerin gefunden, deren Identität und Äußeres aber noch bis zur Veröffentlichung des neuen Oeuvres ein Geheimnis bleiben wird. Dass sie aber bei weitem nicht nur eine Anziehpuppe sein wird, belegt die Tatsache, dass sie gleich vier (in Worten: vier) neue Songs des kommenden Albums singen wird! Ein wirklicher Vertrauensbeweis also. Kein Wunder, mussten sich doch alle Bewerberinnen im bandeigenen Funkhausstudio bei Mastermind Honey einem echten IQ-Test unterziehen, der vom Start weg die Spreu vom Weizen trennte!
Aber „Tanzmusik für Roboter“ bietet noch mehr. Viele Songs wurden ausschließlich mit jeweils verschiedenen Klangerzeugern produziert – so entstand „Mimikry“ beispielsweise auf einem „MB Senso-Spiel“ (wer kennt das noch?), „Liebe der 3. Art“ mithilfe eines Nintendo DS lite, oder „Herzschlag-Alarm“ auf einem Casio VL-1 Tone; dem Instrument, das schon Stephan Remmler (TRIO) bei „Da Da Da“ in den Händen hielt. Und natürlich darf auch das fünfte Bandmitglied, der Commodore C-64, nicht fehlen – er hat nicht nur selbstständig den Text zu „Vielen Dank für die Information“ geschrieben (lasst euch überraschen!), sondern zeichnet auch für den Sound von „Gib mir meine Zukunft wieder“ verantwortlich, welches im Übrigen klarer Tanzflur-Gewinner des neuen Albums ist. WELLE-Style eben!
Abgerundet wird die Limited Edition des Albums durch eine DVD mit allen Videoproduktionen des Funkhaus-Studios für WELLE: ERDBALL und befreundeten Bands sowie mit einer kompletten Europa-Tournee

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Die Happy sind mit ewiger Liebe zurück!

Der Schwerkraft trotzen. Neugierig und aufgeregt sein. Die Welt in unmöglichen Farben sehen. So fühlt sich neue Liebe an! Auf dem Boden stehen. Beschützt und sicher sein. Die Welt schön finden, so wie sie ist. So fühlt sich langjährige Liebe an! "EVERLOVE", das neue, 8. Studio-Album von DIE HAPPY erscheint am 28.02.2014 und beinhaltet beides: Zum einen die vertraute & langjährige Liebe. Denn wie das Ehepaar, das durch Höhen und Tiefen gegangen und mit der Zeit unzertrennlich geworden ist, gehen die vier Bandmitglieder schon seit 20 Jahren gemeinsam ihren musikalischen Weg.
„Das halbe Leben verbringen wir jetzt schon zusammen und es ist ein gutes Gefühl, sich gegenseitiger, tiefer Freundschaft und Vertrautheit sicher sein zu können," verrät Drummer Jürgen Stiehle. Zum anderen die aufregende & neue Liebe. Im August 2013 kam Martas Tochter Marie zur Welt, mitten in der Songwriting-Phase zum neuen Album. Die überwältigenden Muttergefühle hatten natürlich großen Einfluss auf die Texte, die voll von grenzenloser Liebe und Glück sind. Und voller Faszination über das Wunder Leben. „Ich hatte so lange das Gefühl, es würde etwas fehlen“, erzählt Marta. „Jetzt ist es endlich da!“ Martas junges Mutterglück kommt gleich in mehreren Songs zum Ausdruck. Die Single "I COULD DIE HAPPY" ist eine einzige Liebeserklärung an Marie und in dem Album-Opener "MIRACLE RISING" singt sie über ihr noch ungeborenes Kind, wobei die Intensität des Songs die überschwänglichen Gefühle einer werdenden Mutter perfekt transportiert. "EVERLOVE", der Titeltrack, beschreibt die Beziehung der vier Bandmitglieder, die nach 20 gemeinsamen Jahren eine Art "Ewige Liebe" empfinden, die unbezahlbar und mit nichts zu vergleichen ist.
Gitarrist Thorsten Mewes sagt darüber: "Ich denke, man kann speziell bei diesem Song hören und spüren, wie sehr wir es nach wie vor lieben, gemeinsam Musik zu machen und auf der Bühne zu stehen. Und das wird auch immer so bleiben! Deswegen singen wir im Chor: "THIS IS EVERLOVE!“ Neben der Liebe haben natürlich auch andere Gemütszustände den Weg auf das Album gefunden, denn zur Liebe und zum Leben gehören eben auch Trennung, Schmerz, Wut, Verzweiflung, Trauer, Hoffnung … Und genau diese Mischung macht "EVERLOVE" zu einem Album der großen Emotionen. Es ist ehrlich, direkt, kraftvoll, mitreißend, ermutigend & tröstend. Der Song "RUN AWAY" zum Beispiel fordert dazu auf, einfach mal der eigenen Welt zu entfliehen, alle Ängste zu überwinden und den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Bei Herzschmerz hilft das hoffnungsvoll melancholische "HANG ON", womit sich die Band erstmals an eine Klavier-Ballade gewagt hat, das tröstende und mutmachende "TIME IS A HEALER" oder der Schlusspunkt "EMPTY", ein traurig-schönes Trennungslied mit großem Gefühls-Feuerwerk-Finale! Dass die Band nichts an Energie und Leidenschaft eingebüßt hat und immer noch darauf brennt, ihren Fans ordentlich Dampf zu machen, beweisen Songs wie "HYPNOTIZED", "TOO FAST" oder "SURRENDER", die an alte "SUPERSONIC SPEED"- Zeiten erinnern. "Ob wir damit gerade im Trend liegen oder nicht, war uns schon immer egal. Solange wir und unsere Fans Spaß damit haben, bleiben wir unserem "Pop-Core"-Stil treu", bekennt Bassist Ralph Rieker.
Auf "EVERLOVE" finden sich 13 neue Geschichten einer Band, die nie getrennte Wege gehen musste, um sich wieder zu finden oder neu zu erfinden. Deren Zusammengehörigkeitsgefühl auch in Auseinandersetzungen nie in Frage gestellt wurde. Die sich gegenseitig Raum gegeben hat für andere Projekte, ohne das Gemeinsame aus den Augen zu verlieren und sich dabei immer mit Achtung und Respekt begegnet ist. DIE HAPPY ist eine erwachsene und reife Band, die aber irgendwie nicht älter zu werden scheint. Die Zusammenarbeit mit Udo Rinklin, dem langjährigen Produzenten, der schon fast fünftes Bandmitglied ist, hat sich auch auf EVERLOVE bewährt. Er hält die Fäden der vier in Deutschland und Tschechien verstreuten Musiker zusammen, schreibt mit an den Songs und fungiert als musikalischer Mediator.
Neu im Team ist Co-Produzent Henning Rümenapp, Gitarrist der Guano Apes, der mit seinem frischen Input dafür gesorgt hat, dass EVERLOVE zu dem geworden ist, was es ist: ein emotionales, facettenreiches und mehr als hitverdächtiges Rock-Album, auf dem Martas außergewöhnliche Stimme strahlt wie immer! Und dieses Mal mit der extra Portion Selbstvertrauen und Stolz. Das Jahr 2014 steht im Zeichen von "EVERLOVE". Und der Fussball-WM. Das kann nur ein gutes Jahr werden! "ARE YOU READY??"

EVERLIVE:
19.03.2014 Osnabrück, Rosenhof
20.03.2014 Hannover, Musikzentrum
21.03.2014 Bremen, Aladin
22.03.2014 Wilhelmshaven, Pumpwerk
26.03.2014 Köln, Live Music Hall
27.03.2014 Saarbrücken , Garage
28.03.2014 Mannheim, Alte Seilerei
29.03.2014 Ulm, Roxy
30.03.2014 Schwäbisch Hall, Kantine
26 02.04.2014 Berlin, C-Club
03.04.2014 Leipzig, Werk 2
04.04.2014 Erfurt, Stadtgarten
05.04.2014 Dresden, Scheune
09.04.2014 Frankfurt, Batschkapp
10.04.2014 Nürnberg, Hirsch
11.04.2014 München, Backstage
12.04.2014 Radolfzell, Milchwerk
10.07.2014 Bad Rappenau, Black Sheep Festival
11.07.2014 Master of Rock Festival, Vizovice (CZ)

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Lenn besingt die Farben des Lebens

Lenn Kudrjawizki veröffentlicht unter dem Künstlernamen "LENN“ am 14.02.2014 sein zweites Album "Colors Of Life".
Der studierte Musiker ist bekannt als Schauspieler aus internationalen Filmproduktionen wie „Die Päpstin“, dem Oscar prämierten Film „Die Fälscher“ und „Jack Ryan“, der im Februar 2014 weltweit in den Kinos startet.
"Colors of Life" erzählt Geschichten aus LENN’s bewegtem Leben, Reisen und Erfahrungen, die er in Zusammenarbeit mit Musikerin Mckinley Black und dem Berliner Musikproduzenten Felix Neumann zum Klingen bringt.
Die Affinität zur Filmmusik ist unverkennbar - einige der Grundideen entstanden bei den Dreharbeiten zu „Jack Ryan“, den er an der Seite von Chris Pine, Kevin Costner und Keira Knightley unter der Regie von Kenneth Brannagh gedreht hat.
Sowohl poppige als auch melancholische Songs berühren und lassen den Zuhörer weinen, tanzen, nachdenken, träumen. Musik, die die frostigen Winterabende verschönert.

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Schandmaul "Unendlich"

Selten passte ein Symbol so gut zu einem Album wie dieses beim neuen Schandmaul Album "Unendlich" der Fall ist. Ist das unendliche Zeichen doch irgendwie eine umgefallene Acht. Doch dieses soll nicht bedeuten, dass Schandmaul eben auch umgefallen sind, sondern vielmehr unterstreicht man damit nicht nur auf vertikaler sondern auch auf graphisch horizontaler Ebene die achte Albumveröffentlichung der bereits über 15 Jahre andauernden Bandgeschichte.
Und im Vorfeld dieser Veröffentlichung hat sich bei den Schandmäulern einiges getan. Nicht nur, dass diverse Bandmitglieder Eltern geworden sind. Man hat mit Vertigo auch eine neue Labelheimat gefunden und das erfolgreiche Kapitel der Zusammenarbeit mit FAME Recordings geschlossen, um neue Erfahrungen zu sammeln und weitere Schritte zu gehen.
Anlässlich des 15 jährigen Bandjubiläums gab es zwei famose Live-Auftritte am Kölner Tanzbrunnen und eine "Best Of" CD, für die man diverse alte Songs aus den ersten Alben der Band nochmals komplett neu arrangiert und eingespielt hat. Und im Zuge dessen entstanden dann auch immer wieder neue Ideen für neue Songs, die nun auf "Unendlich" das Licht der Welt erblicken und einmal mehr unterstreichen, dass sich bei Schandmaul auch trotz der vielen Dinge, die in den letzten Jahren rund um die Band passiert sind, nicht wirklich Viel im Hinblick auf das musikalische Umsetzen neuer Gedanken und das Produzieren neuer Songs getan hat.
Die Schandmäuler liefern auch auf "Unendlich" das ab, was sie einfach sehr gut können. Folk, der begeistert, der Energie versprüht und der vor allem die Mittelalteratmopshäre in die Gegenwart transferieren. Zeitlos, gauklerhaft und mit jeder Menge abwechslungsreicher musikalischer Masken kommen seichte frivole Inhalte ohne Schwere oder Zwänge auf den Hörer zu. Dieser kann sich von der unbedarften Art und der gauklerischen Hektik, die vielen der Titel auf "Unendlich" innewohnt einfach schnell aus den Ärgernissen der Gegenwart in eine Zeit tragen lassen, in der man mit den Irrungen und Wirrungen des Lebens noch anders umgegangen ist.
Die normale Edition des Albums umfasst 15 Titel und bietet Schandmaul pur. Es gibt wenig musikalische Veränderungen, die Band bleibt sich selbst treu. Mal schnell, mal balladesk in verträumter Extraklasse und auch mal instrumental. Schandmaul können es einfach und mit diesem Album unterstreichen sie einmal mehr eindrucksvoll, dass die Band zurecht das Aushängeschild im Bereich des deutschsprachigen Folk ist.

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Heinz Rudolf Kunze "Stein vom Herzen - Live"

Gerade einmal ein Vierteljahr nach dem Erscheinen von Heinz Rudolf Kunzes aktuellem Studioalbum "Stein vom Herzen" erscheint nun ein Live-Mitschnitt, den der Sänger im Rahmen eines Radio-Konzertes bei Radio Berlin im November 2013 gespielt und aufgezeichnet hat. Vor kleinem Kreis hat sich Heinz Rudolf Kunze hier für seine in den kommenden Monaten anstehende ausgedehnte Tournee warm gespielt. Und das auf eine Art und Weise wie sie wohl nur Kunze beherrscht. Nicht nur voller musikalischer Hingabe bei der Darbietung von überwiegend neuen Titeln. Natürlich hat der Altmeister mit "Mit Leib und Seele", "Dein ist mein ganzes Herz", "Vertriebener" oder auch einige Klassiker mit in das Programm eingebunden.
Und natürlich mangelt es auch bei diesem Live-Auftritt der besonderen weil schon fast privat und damit äußerst persönlichen Art nicht an einer Vielzahl von Wortbeiträgen Kunzes, der noch nie mit seiner politischen Meinung und Einstellung im Rahmen von Konzerten hinter den Berg gehalten hat. Diese spiegelt sich in seinen Songs wider und daher ist diese Art des Einbindens in Live-Auftritte nicht nur authentisch, sondern auch wichtig, um die Gedanken rund um und die Inhalte vieler Titel aus Kunzes Sichtweise richtig zu verstehen und zu deuten. Inwieweit sich der Hörer dann der subjektiven Meinung des Künstlers anschließt, steht natürlich wieder auch einem ganz anderen Blatt. Aber bedingungsloser gedanklicher Anschluss und Gehorsam ist von Heinz Rudolf Kunze weder gefordert noch beabsichtigt. Vielmehr möchte er sein Publikum zum Nachdenken und Hinterfragen bestimmter sozialpolitischer und zwischenmenschlicher Themen der gegenwärtigen Zeit ermuntern. Und sollte jemand den Dialog und die Diskussion diesbezüglich suchen wollen, so ist Kunze seit je her der Letzte, der sich einem solchen Wunsch verweigert.
Die Aufnahme aus den heiligen Hallen des heiligen RBB Studios umfasst 14 Songs. Man merkt der Band und auch Kunze selbst an, mit welcher Freude, Energie und Nachdrücklichkeit die neuen und auch alten Songs präsentiert werden. Und natürlich kann noch nicht alles auf Anhieb klappen, wie sich der Künstler ab und an offensiv bewusst wird. Muss aber ja auch gar nicht, denn so wird der Künstler zum Mensch, nahbar und persönlich. Und genau so war dieses Konzert und eben diese Stimmung und Atmosphäre wird durch die Aufnahme hervorragend für alle, die diesem Ereignis nicht beiwohnen konnten, wundervoll in die heimischen Wohnzimmer transferiert. Und als Bonus gibt es dann noch drei im Heimstudio von Heinz Rudolf Kunze in der Wedemark aufgenommene Demo-Versionen der Album Titel "Der Clown schrei 'Feuer'", "Wahrheit eines Sieges" und "Küsse unterm Kleid". Das "Stein vom Herzen - Live bei Radio Berlin" Album ist eine schöne Ergänzung zum Studioalbum, rundet diese Aufnahme-Ära schön ab und steigert die Vorfreude auf die anstehenden weiteren Live-Präsentationen der Songs.

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Die drei ??? (166) und die brennende Stadt

Eine starke neue Folge der "Die drei ???" Serie, die aus der Feder von Christoph Dittert stammt und vom Europa Team ebenso klasse in ein Hörspiel voller Spannung, Nostalgie und Atmosphäre umgesetzt worden ist. Die drei Freunde werden von ihrem alten, mittlerweile in Rente befindlichen Polizeifreund, Kommissar Reynolds beauftragt, eine Botschaft seines bereits vor einiger Zeit verstorbenen Bruders zu entschlüsseln und das sich hinter diesem postumen Testament verbergende Rätsel zu lösen. 
Und der Fall führt Justus, Peter und Bob nach Centralia, eine Stadt, die aufgrund diverser merkwürdiger Vorkommnisse in der Vergangenheit nunmehr verlassen ist. Doch schon bald bemerken die Detektive, dass sie nicht die einzigen sind, die dem Rätsel des Testaments auf den Spuren sind. Es beginnt ein spannender Wettlauf gegen die Zeit und gegen eine Gespielin, deren familierer Hintergrund sich im Laufe der Geschichte immer mehr auflöst und die plötzlich in einer verwandschaftlichen Verbandelung zum alten Kommissar steht. Und da sich der Kern des Rätsels um einen Bankraub aus früheren diebischen Zeiten des Bruders des Freundes der drei Detektive handelt, treibt hier nicht zuletzt der Wert des zu suchenden Gutes alle Beteiligten bei der Suche an.
Hier stimmt einfach alles. Der Titel des neuen Falles ist Programm und auch das Cover des Hörspiels ist hervorragend umgesetzt und steht in unmittelbarer Beziehung zur Vertonung. Die Sprecher haben sich von der tollen Vorlage beflügeln lassen und liefern hier wirklich Top-Leistungen ab. Die Dialoge sind zudem sehr gut von der Buchvorlage in das Hörspielmanuskript umgesetzt worden. Und auch wenn "Die drei ??? und die brennende Stadt" mit ganz wenigen Sprechern auskommt, so tut dieses der zeitlosen Faszination des Hörspiels keinen Abbruch.
Die Geräusche sind sehr gut und vor allem dicht und untermalen den neuen Fall sehr authentisch und atmosphärisch. Und auch die verwendeten Sounds sind in einer gesunden Mischung aus neueren und einigen alten Klanglandschaften zusammengestellt und laden den Hörer auch auf dieser Ebene zu einer guten Stunde zeitloser Hörspielunterhaltung ein.

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SDP "Bunte Rapublik Deutschpunk"

SDP feiern Jubiläum. Zehn Jahre gibt es das Deutsch-Pop-Indie-Punk Projekt um Vincent und Dag nun schon. Daher ist es Zeit für einen neuen Streich auf musikalischer und inhaltlich frivoler Ebene. Und so legen die Beiden nun mit "Bunte Rapublik Deutschpunk" ihr neues Album vor.
Das Album ist abwechslungsreich, frech von den Texten, aufmüpfig in den Aussagen und stets mit einer erfrischenden Leichtigkeit in der Produktion und Umsetzung der Songs. Das Berliner Duo nimmt den Hörer auf unterschiedlichste Weise mit auf eine Reise, die an breit gefächerten inhaltlichen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. So hagelt es bei "Mittelfinger" auf unverkennbar subjektive Weise Kritik am Datenschutz der heutigen Zeit und den ganzen anderen negativen Sozialeinflüssen aus der Wahrnehmung von SDP. "Ein Lied für die Fans von anderen Bands" beleuchtet den Narzissmus, mit dem diverse Künstler heutzutage durch die Welt gehen, immer in dem Glauben, sie seien die einzig Wahren und die Besten.
Und auch sonst wandeln die beiden stets zwischen den Welten, besingen oberflächliche Dinge des täglichen Lebens und sprechen einem damit dann oftmals irgendwie aus der Seele. Und dass die beiden sich selbst nicht wirklich ernst nehmen, ist ein weiterer positiver Aspekt, der ihre Texte und Songs an sich bereichert. Über 17 Titel hinweg übernimmt SDP die Macht über den Hörer und selten war man geneigt, sich derart unterwürfig in Hinblick auf ein CD Album zu geben.
Mal cool mit Ego Fresh, mal umgangssprachlich flach wie bei „Hätte hätte Fahrradkette“ mit Unterstützung von Keule und dann wieder interpretationsfreudig wie bei dem Version von Extrabreits „Hurra Hurra die Schule brennt“. Aber bei vielen Songs bekommt man dann auch einen direkten Vergleichsgedanken in Richtung Die Ärzte in den Kopf. Titel wie „Wer ficken will muss freundlich sein“, „Als ich Mädchen noch scheiße fand“, „Arschloch“ oder auch „Mach mal Platz für dich selber“ zeigen hier deutlich auf, dass sich SDP durchaus als Fans der Kult-Deutschpunk-Band verstehen.
"Bunte Rapublik Deutschpunk" ist einfach nur ein verdammt cooles Album, ohne großartige inhaltliche Tiefe aber mit jeder Menge Unterhaltungswert!

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Boy George "This Is What I Do"

Die Stimme von Culture Club ist mit einem neuen Soloalbum zurück. Boy George veröffentlicht nach einer dreijährigen Pause mit "This Is What I Do" eines seiner authentischten und ab jeder Mainstreamzwänge produzierten Alben. Der extravagante britischen Sänger, der spätestens seit seinem 50. Geburtstag im Jahr 2011, die nun für ihn wirklich wichtigen Dinge im Leben in seinen Fokus gerückt hat, liefert mit diesem Werk ein solides Album ab, das den Geist vieler musikalischer Vorlieben von Boy George der letzten drei Dekaden reflektiert. Es gibt auf diesem Album seichten Pop, Reggae im guten alten Stil von Culture Club, es geht ein bisschen Country und fließend leichten Indie-Style zu hören. Und wenn man sich nach dem grandiosen Opener "King Of Everything", einem leicht beschwingten und einfach nur wunderschön melodiösen Song, an die mittlerweile doch reifere und etwas tiefere Stimme von George Alan O'Dowd gewöhnt hat, nimmt der Brite den Hörer mit auf eine beschwingte, atmosphärische und zugleich entspannte Reise durch zwölf neue Titel.
Und für das Gelingen hat sich Boy George dann auch jede Menge Erfahrung mit ins Boot geholt. So wurde das Album unter anderem von keinem Geringeren als Dave Bascombe produziert. Dave Bascombe hat in der Vergangenheit bereits für Bands wie Depeche Mode, Erasure oder auch Tears For Fears die Hände an den Reglern gehabt und maßgeblich zu deren Erfolgen mit den jeweiligen Alben beigetragen. Und auch "This Is What I Do" bekommt einen runden, warmen und spannungsgeladen ausgeglichenen Touch durch den Produzenten. Die restlichen Produktionsanteile hatte Youth, ebenfalls kein Unbekannter für alle musikalischen Freunde der 80er Jahre. Und so ist also alles angerichtet, die die perfekte Stunde zeitloser Popmusik, mit all ihren Facetten, mit glitzernden Sounds und stilvoll huldigenden Höhepunkten, wie zum Beispiel dem Yoko Ono Cover "Death Of Samantha". Boy George lädt endlich wieder ein und wer dieser Einladung nicht folgt, der muss sich gewiss sein, definitiv etwas verpasst zu haben.

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