Konstantin Wecker – Weltenbrand

Der Liedermacher Konstantin Wecker ist dieser Tage einmal mehr auf einer ausgedehnten Tournee, auf der er seine musikalischen Höhepunkte der letzten 40 Jahre präsentiert. Doch dieses Mal tut er dieses gemeinsam mit seiner aus dem Pianisten Jo Barnickel, dem Gitarristen Severin Trogbacher und der Cellistin Fany Kammerlander bestehenden Band und dem Orchester der Bayerischen Philharmonie.

Und so erstrahlen die Songs von Konstantin Wecker – die ohnehin zeitlos aktuell sind – auch musikalisch in einem anderem Licht, bekommen Kammerspiel artige neue Schwerpunkte und damit eine neue Hülle, mit der das Liedergut des Konstantin Wecker neu erstrahlt.

Immer wieder kommentiert der Liedermacher die einzelnen Stücke, stellt politische und soziale Bezüge der Gegenwart zu ihnen her und lässt sein Publikum in gewohnter Weise an seinen diesbezüglichen Einstellungen teilhaben.

Mit zwischenzeitlichen verbalen Intros kommt „Weltenbrand“ auf eine Titelanzahl von ingesamt 46 – und durch die komplett neue musikalische Gewichtung der Songs bekommen diese ein neues Gewand, ohne an Aussagekraft zu verlieren. Und so beweist Konstantin Wecker, dass er sich musikalisch breit ausdehnen kann, ohne sich verstellen zu müssen und ohne die Intensität seiner Sichtweisen damit abzumildern.

„Weltenbrand“ ist eine Veröffentlichung, die ihre inhaltlich Nachdrücklichkeit auch oder vielleicht sogar gerade wegen der Kammerspiel artigen Umsetzung erfährt. Ein schönes Live-Dokument für alle, die den Konzerten beiwohnen durften und für alle anderen, denen dieses versagt blieb.

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