Mila Mar melden sich mit neuem Album zurück

Mythen gehören zu der Weltkulturerbe- Stadt Harar in Äthiopien, wie das Gewirr ih- rer Altstadt-Gassen und die Düfte über den zahlreichen Märkten, auf denen Verkäufer und Käufer um Schmugglerware aus dem nahen Somalia oder dem fernen China dea- len. Eine dieser Legenden rankt sich um die allabendliche Fütterung der Tüpfelhyänen, bei der die Raubtiere den Menschen bis auf wenige Zentimeter nahekommen.

Das neue, am 28.02.2020 erscheinende Album von Mila Mar, ihr sechstes in 25 Jahren, heißt „Harar“. Die übliche Zeitrechnung in der Popkultur gilt nicht für diese Band, die noch nie zeitgenössische Style-Erwartungen erfüllt, sondern ihr eigenes Klanguniversum geschaffen hat. Zehn Songs zwischen den Zeiten, zwischen den Sprachen, zwischen den Welten. Zehn Songs voll surrealer Schönheit.

Den Klageliedern über Einsamkeit, Verlust- ängste und Vergänglichkeit der Vorgänger EP „Haime“ folgt auf „Harar“ eine optimis- tischere Aufbruchsstimmung. „Morki“,
der Opener des Albums, wirkt zunächst archaisch. Hier beginnt die Reise, die von Afrika („Hyäne“) über das Morgenland („Ismare“) bis nach Samiland führt.

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