Die verlorene Tochter

Ein Familiendrama, das sich über sechs Folgen hinweg erstreckt und mit einer Laufzeit von rund 270 Minuten nach anfänglichen Anfangsschwierigkeiten eine spannungsgeladene Geschichte erzählt. Dieser Thriller über die plötzlich nach einer Schulparty verschwundene Tochter einer Großfamilie, die seit Jahrzehnten in der Bierbrauerei tätig ist, weisst viele Handlungsstränge auf, die sich größtenteils erst dann – oftmals auch in Rückblicken – entwickeln, als die verschwundene und tot geglaubte Tochter nach zehn Jahren plötzlich wieder da ist.

Zwar hat die von Henriette Confurius gespielte Isa ihr Gedächtnis und damit auch ihre Geschichte und Vergangenheit verloren, doch Stück für Stück kommen die Erinnerungen an den Zeitpunkt und die Umstände ihres Verschwindens wieder zurück und parallel dazu entspinnt sich die Vergangenheit und die Scheinheiligkeiten vieler in der Erzählung vorkommenden Charaktere.

Es geht um Bestechlichkeit, Vergewaltigung, Hass und Geldgier und das alles, obwohl es doch anfangs scheinbar „nur“ um ein pubertierendes Mädchen, das seinen eigenen Dickkopf durchsetzen und es ihrer Familie auf naive Weise zeigen wollte, dass ihm die familiären Bande und Knebel einfach ein Graus waren.

Zu Beginn kommt die Erzählung etwas unglücklich in Tritt, die Figuren und auch die Einstiegshandlung wirken ein wenig holperig. Doch so ab der dritten Episode entwickelt die Geschichte dann eine Eigenwirkung, die spannend und mit immer neuen Enthüllungen kurzweilig ist.

Viele bekannte und hervorragende Schauspieler konnten für die Mini-Serie gewonnen werden und so darf man sich als Zuschauer unter anderem auf Christian Berkel, Götz Schubert oder auch Claudia Michelsen freuen.

Die bei Edel Motion erschienene DVD enthält neben den sechs Episoden der Serie noch ein Booklet mit diversen Informationen rund um die Verfilmung und Interviews mit den Schauspielern.

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