Walter Trout – Ordinary Madness

„Ordinary Madness“ ist das vierte Album von Walter Trout seit seiner Genesung nach dem ihn sehr bewegenden und essentiellen Einschnitt der erfolgreichen Lebertransplantation, die für ihn wie eine neue Geburt wirkte.

In den ersten 3 Alben hat er sich insbesondere mit der Aufarbeitung dieser Grenzerfahrung beschäftigt. Mit dem neuen Album nimmt er sich einer weiteren Dimension seines bisherigen Lebens an, in dem er insbesondere den ständigen Kampf mit den inneren Dämonen beschäftigt, die er immer wieder niederringen muss.

Die Nachdenklichkeit hat bewirkt, dass auch die Tracks ruhiger und melodischer geworden sind und das Gitarrenspiel nicht mehr so ungestüm ist wie auf den Alben vor 2015. Seine Gitarrensoli perlen aus den Boxen.

Der Title Track „Ordinary Mabness“ beginnt langsam mit einsetzendem Schlagzeug, einem Hammond Intro, dann setzt Walter Trout mit seinen Gesangspart auf und das Ganze mündet in einem grandiosen Gitarrensoli. Der Song wird als Slow-Blues dargeboten.
„My Foolish Pride“, „Heartland“ , „The Sun is Going Down“ und „All out of Tears“ sind vier balladeske Bluesnummern, die mit viel Gefühl daherkommen.

Aber natürlich dürfen bei einem Trout Album auch kräftige Bluesrocknummern nicht fehlen. „Final Curtain Call“ rockt gleich vom ersten Gitarrenton an. Genauso druckvoll geht „OK Boomer“ in die Vollen.

Insgesamt ist dies ein sehr abwechslungsreiches Album mit einem stärkeren Fokus auf intensives Songwriting als auf Gitarreneskapaden. Eine Empfehlung für jeden Bluesfan.

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