Erste Single von E.no erscheint

Wer hat sie nicht schon durchlebt, diese gummizähen Nächte, in denen man wach im Bett liegt und beharrlich schürfende Gedanken wie einen Fiebertraum durchwälzt? Tagsüber bis zum Rand mit Aufgaben befüllt, jede freie Lücke zum Atmen mit Instagramstories und der nächsten Folge auf Netflix gestopft. Und nachts schließlich nachholen, was man tagsüber nicht zu fühlen schafft, während man rückstandslos die To-Do-Liste der nächsten Woche im Kopf bearbeitet. Als gäbe es keinen Morgen mehr.

Nach gut einem Jahr Arbeit an seinem im Februar 2021 erscheinenden Debütalbum bringt der Berliner Musiker und Produzent e.no nun vorab seine erste Singleauskopplung mit einer unmissverständlichen Botschaft heraus: „Why should I run?“

Flüchtig besehen bringt uns der Song ein bisschen vom Sommer zurück, der gerade auf leisen Sohlen aus dem Blickfeld verschwindet. Süß-versöhnliche, 80er-infizierte Synthie-Melodien und ein flockiger Beat, die sich in Richtung Nu Disco lehnen und in Deutschland höchstens an den Kölner Roosevelt erinnern. Gleichzeitig machen die Lyrics und e.nos präsenter Gesang unmissverständlich klar, dass mit „Why should I run?“ kein x-beliebiger Hintergrund-Popsong serviert wird. Wir verbrennen rastlos die Gegenwart und strampeln uns vorwärts zu Zielen, blicken gleichzeitig verklärt auf goldgerahmte Erinnerungen vergangener Zeiten. Ist da noch Leben, das dein verstecktes Kind umkreist?, fragt e.no. Vielleicht tut uns ein Moment Innehalten im endlosen Lauf unverhofft wohl, und sei es nur für die Dauer dieses Songs.

e.no ist der Sänger, Multiinstrumentalist und Produzent Eno Thiemann aus Berlin. Inspiriert von nordischen Singer/Songwritern, Indiepop, trashigem 90er-Dance und Funky Breaks, changiert und vermittelt er zwischen handgemachtem, ehrlichem Songwriting und der kopflastigen Parallelwelt der Elektronik.

Für sein im Februar 2021 erscheinendes Debütalbum „Why does Everybody look like Someone I know?“ hat er sich eine Vielzahl an befreundeten Gastmusikern eingeladen. Gemeinsam mit ihnen durchspielt er eine erstaunliche Spannbreite an Popmusik. In zwölf Songs unternimmt er Ausflüge in Folk, Soul, Acousticpop, Techno, Disco, Breakbeat und Hip Hop, immer mit unverkennbarem Fokus auf dem Text. Ein Album über die klare Uneindeutigkeit, schillernde Vielseitigkeit bis fahle Beliebigkeit des urbanen Lebens in der heutigen (digitalen) Zeit.

e.no spielt regelmäßig solo und als Teil des Indiepopduos November Me auf Festivals und in Clubs in Deutschland und international, u.a. in Prag, Kopenhagen, Bukarest und New York, und produziert andere Bands und Projekte.

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