Marathon – Mark Kellys Marathon

Mark Kelly ist seit 1981 Keyboarder der britischen Progressive Rockband Marillion. Seinerzeit vom damaligen Sänger der Band, Fish, angesprochen, ist der Brite den bisherigen Weg Marillions komplett mitgegangen.

Doch im Laufe der Zeit verspürte Mark Kelly immer mehr den Drang, sich auch auf Solopfade zu begeben und gründete sein Projekt Marathon, dessen erstes Album nun erschienen ist. Gemeinsam mit den Sängern Guy Vickers und Oliver M. Smith, Pete “Woody” Wood und John Cordy an den Gitarren, Henry Rogers am Schlagzeug) und seinem Neffen Conal Kelly am Bass ist das erste Marathon Album entstanden, das zudem in den Studios von Peter Gabriel aufgenommen wurde.

Das Album erinnert nicht nur auf musikalischer Ebene an die frühen, atmosphärischen Marillion Zeiten, sondern mit Oliver M. Smith hat Mark Kelly dann auch einen Sänger gewinnen können, der mit seiner Stimme dem früheren Marillion Frontmann Fish durchaus ähnelt und ein ähnliches Charisma versprüht. So bekommen die Songs eine schöne Dichte und schwebende Zeitlosigkeit.

„Mark Kellys Marathon“ ist eine wunderschöne Reise, toll arrangiert und soundtechnisch unaufdringlich ausgefeilt, die den Hörer irgendwie in eine Zeit transportiert, die scheinbar sorgenloser war, als es gerade die Gegenwart ist und die ihn gleichzeitig zurück in die Harmonie der Unendlichkeit entführt.

Nach dem dreiteilig aufgebauten „Amelia“ ist vor allem „When I Fell“ eine wahre Perle. Und auch das abschließende in vier Teile aufgeteilte, rund 15minütige Epos, das dem Progressiven alle Ehre macht, fasziniert auf vielschichtige Weise. „Mark Kellys Marathon“ ist ein tolles und zeitloses Album!

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