Steiner & Madlaina präsentieren neues Album

Steiner & Madlaina veröffentlichen ihr zweites Album „Wünsch mir Glück“ am 12.02.21. Die bisherigen Singles „Wenn ich ein Junge wäre (ich will nicht lächeln)“, geschrieben und gesungen von Nora Steiner sowie „Prost mein Schatz“, geschrieben und gesungen von Madlaina Pollina, haben schon bewiesen, was auch die neue Single unterstreicht: Die beiden haben einen verdammt guten Lauf in Sachen Songwriting.

Nun also „Denk was du willst“. Wieder von Madlaina Pollina geschrieben – und wieder ein sehr genauer und sprachlich außergewöhnlicher Blick auf Zwischenmenschlichkeiten. Saß man bei „Prost mein Schatz“ schon mit einem Glas Wein live bei einer Trennung am Tisch, wird es diesmal noch intimer. Denn „Denk, was du willst“ ist ein Lied über Lust. Über guten Sex, der eben nicht zwingend mit Liebe verbunden sein muss. Hier zeigt sich, was schon die Literatur bewiesen hat, wo man Anaïs Nins sinnliche Pornografie jederzeit den Geschichten um Henry Millers ungewaschenem Penis vorziehen sollte: Wenn Typen über das Thema schreiben, wird es meistens prollig, mechanisch, pathetisch oder schlichtweg übergriffig und misogyn – da gibt es in der Literatur und in der Musik unzählige Beispiele. Madlaina Pollina hingegen beginnt so: „Denk was du willst / Nur denk dabei an mich / Bis du’s nicht mehr erträgst / Und dich total vergisst / Ruf an / Damit ich es hören kann / Auch du bist nicht verliebt / Hier geht’s nur um den Sieg / Weil du mich wie eine Frau berührst / Mich mit Humor verführst / Will ich heute dir gehören / Ich hab Lust mich zu zerstören.“ Wem es da nicht – egal welchem Geschlecht man angehört – kribbelt, der fühlt auch sonst nix mehr.

Madlaina war anfangs ein wenig überrascht, weil das komplette Team den Song sofort als Single sah: „Es war ungefähr so: ‚Oh, da geht es um Sex, oder?‘ Kurze Pause. Dann: ‚Aber das ist super, das ist ne Single!‘ Da hätte ich nicht mit gerechnet, weil viele bei dem Thema eher rumdrucksen oder das nicht so explizit hören wollen. Die Reaktionen waren jedoch durchweg positiv, was mich sehr gefreut hat.“ Nora findet den Song auch musikalisch wichtig für das Album: „Er ist eine Brücke zu der Musik, die wir am Anfang gemacht haben. Auch wenn der Text von Madlaina neue Gefilde erschließt, ist die Musik sehr reduziert – fast nur Stimmen und Gitarre, so wie wir auch vor Jahren gemeinsam begonnen haben.“ Dazu muss man wissen, dass die übrigen Lieder tatsächlich eher wuchtiger klingen und zeigen, wie gut sich Steiner & Madlaina inzwischen mit ihrer Band verstehen, die aus Leonardo Guadarrama (Schlagzeug), Nico Sörensen (Bass) und Max Kämmerling (E-Gitarre) besteht. Hier waren sich die beiden und ihr Produzent Alex Sprave jedoch einig, dass der Song genauso richtig ist.

Das schönste Kompliment zu „Denk, was du willst“ kam übrigens von einem guten Freund, wie Madlaina lächelnd erzählt: „Er sagte zu mir: ‚Ich finde das Lied sehr inspirierend. Es motiviert mich total, mir Mühe zu geben und aufmerksamer auf ihre Wünsche einzugehen, wenn ich mit einer Frau schlafe.“ An dieser Stelle des Interviews lacht Nora auf und sagt: „Ah, das ist doch schön.“ Und Madlaina ergänzt: „Ich habe ihm nur gesagt: ‚Das freut mich …‘ Und mir gedacht: ‚… für dich und alle Frauen, die du dann hoffentlich besser befriedigen kannst.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.