Giancarlo de Cataldo – Alba Nera

Ein brutaler Fall rund um das Darknet, Latino-Banden, rumänische Zuhälter, Schattenbankiers und den Geheimdienst beschäftigt Kommissarin Alba in ihrem neuen Fall „Alba Nera“. Die Kommissarin sieht sich brutalen und skrupellosen Machenschaften gegenüber, die in ihrer Machart an frühere Taten eines ihr bekannten Serienkillers erinnern. Allerdings ist dieser bereits seit einigen Jahren tot. Und so muss die Kommissarin nicht nur in dessen Machenschaften eintauchen und diese auf die aktuellen schrecklichen Geschehnisse umlegen, sondern auch ein ums andere Mal geschickt Zusammenhänge ermitteln und ab und zu auf den Faktor Glück hoffen.

Der neue Kriminalroman des italienischen Autoren Giancarlo de Cataldo ist mit seinen 252 Seiten recht kurz. Und auf gewisse Weise wird ihm das ein wenig zum eigenen Verhängnis. Bestimmte Zusammenhänge und Umstände werden an diversen Stellen recht kurz und zudem manchmal recht umständlich beschrieben. Der Leser wird ebenfalls des Öfteren mit den Satzbauten und Kommata Setzungen mehr als gewohnt herausgefordert. Und so muss man sich – speziell im ersten Teil des Buches – mehr zum Lesen zwingen als das einen der Roman von selbst dazu einlädt.

Die Erzählung springt darüber hinaus immer wieder zwischen den Zeiten in und her, was auch nicht gerade zum besseren Zurechtfinden des Lesers führt. Und irgendwie verpasst Giancarlo de Cataldo (oder vielleicht auch mehr sein Übersetzer) es, eine enge Bindung zwischen seiner Hauptfigur und den Lesern herzustellen und die Erzählung sowie den Fall in spannender Weise in den Mittelpunkt des Buches zu rücken. Die zuvor beschriebenen vielschichtigen kleinen Hürden verschaffen dem Buch dann doch einige Einschränkungen bei der Wahrnehmung durch den Leser.

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