Wolfgang Schäuble – Grenzerfahrungen

Das neue Buch von Wolfgang ist schon von seiner Aufmachung und Umsetzung her sein vielleicht interessantestes. Beeinflusst von dem Jahr des absoluten Wandels im Denken und Handeln, vom Unvorhersehbaren und kaum Angenommenen oder gar Geglaubten…von der Pandemie, die auch in der politischen Welt nahezu alles auf den Kopf gestellt hat und es noch immer tut.

Im Zuge dieses in seinen Ursachen noch nicht final feststehenden Wandels, gilt es auch die Politik in ihre Facetten sowie die Werte der Gesellschaft und deren gemeinsame Optimierung neu zu beleuchten und zu hinterfragen. Wolfgang Schäuble, einer der größten und bedeutendsten deutschen Politiker der Gegenwart, tut dies mit seinen aktuellen „Grenzerfahrungen“ sehr bemerkenswert.

Das Buch ist nicht eine einheitlich zusammengeschriebene Meinungsmitteilung zu den Themen, die den Autoren aktuell bewegen. Vielmehr ist es ein Meinungsaustausch, der im Gespräch mit anderen entstanden ist und dadurch bekommt „Grenzerfahrungen“ auch eine etwas objektivere Färbung. Und Wolfgang Schäuble geht mit namhaften Gesprächspartner in den Dialog – manchmal sogar mithilfe einer weiteren Person, die die Diskussionen um Grundwerte und viele andere Themen moderiert und somit das Abschweifen der Gesprächspartner angenehm wohlwollend verhindert.

In diesem Buch sind sieben Essays und Gespräche zusammengefasst, die Wolfgang Schäuble mit Rutger Bregman, Ralf Fücks, Maja Göpel, Sylvie Goulard, Diana Kinnert, Ivan Krastev und auch Armin Nassehi geführt hat. Und durch die Abwechslung und auch unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Ansichten und Ursprünge gibt „Grenzerfahrungen“ neue Ansätze, Ideen und Meinungen aller Beteiligten zu den wirklich wichtigen Themen dieser Zeit. Ein starkes Buch, das durch die Art und Weise seiner Umsetzung kurzweilig und inhaltlich sehr interessant und phasenweise sogar spannend ist.

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