Gary Numan – Intruder

Gary Numan ist sicherlich einer der Elektro-Pioniere der letzten 50 Jahre. Mit seiner früheren Band Tubeaway Army setzte der Brite bereits Ende der 1970er Jahre völlig neue Maßstäbe und präsentierte dem vom Punk durchzogenen Großbritannien plötzlich coole Elektrosounds, die völlig verquer zu allen anderen Tendenzen und Trends zu sein schienen.

Gary Numan liebte es schon vor über 40 Jahren, gegen den Strom zu schwimmen – und er liebt es auch noch heute auf genau dieselbe Art und Weise wie damals. Und noch immer ist der Mastermind in der Lage, die scheinbar perfekten elektronischen Soundlandschaften zu erschaffen, die seine Gedanken und Sorgen, seine mahnenden Botschaften und erhobenen Zeigefinger mehr als eindrucksvoll und nachhaltig unterstreichen.

Sein neues Album „Intruder“ ist ein komplexes Werk voll dunkeldüsterer Eleganz. Kraftvoll und atmosphärisch, nachdrücklich und düster, mahnend und elektrisierend. Die Schwere, die so einigen Songs des neuen „Intruder“ Albums innewohnt, entwickelt sich konträr zum doch recht klaren Gesang von Gary Numan und so entsteht eine interessante und kurzweilige Symbiose der Gegensätze.

„Intruder“ ist eine Botschaft und Mahnung, eine Momentaufnahme inmitten einer Pandemie und zugleich ein düsterer Ausblick mit den Anleihen diverser Rückblicke – musikalisch und inhaltlich. Es ist Obacht geboten – in jeder Hinsicht. Doch solange der Meister musikalisch weiterhin über uns alle wacht, sind wir auf (s)eine ganz besondere Weise genial und zeitlos in sicheren Sphären.

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