MD One – Twelve Stars

Selten wurden die Erwartungen von einem Album derart übertroffen, wie dieses beim ersten Album der beiden Franzosen Marc Vindret und David Bernard-Granger alias MD One der Fall gewesen ist. Erinnert das Cover des Albums doch sehr an die letzte, seinerzeit unter tragischen Umständen erschienene Veröffentlichung von David Bowie, so ist die Musik dann aber eine gänzlich andere.

MD One leben die Möglichkeiten des elektronischen Rock und Pop auf eine schier grenzenlose Weise aus. Die zwölf Titel des Albums haben stets andere Schwerpunkte in ihren Arrangements und unterstreichen dadurch die Vielschichtigkeit in der Denk- und Produktionsweise des französischen Duos. Es finden sich verschiedenste Elemente in die Sounds der Franzosen wieder, die auf ihre eigene Weise bekannt aber zeitlos neu erscheinen und die eine Atmosphäre ausstrahlen, der man als Hörer unmittelbar verfallen ist, ohne dieser jemals wieder entkommen zu können.

Es ist die Unbeschwertheit, mit der die Songs entstanden zu sein scheinen. Mal leicht und beschwingt, mal kraftvoll, mal nachdenklich und fragil – MD One liefern auf „Twelve Stars“ alle Arten von Gefühlen und Stimmungen ab, die ein hervorragendes Album braucht. Zudem gehen die Sounds und der Gesang von David Bernard-Granger eine perfekte Verbindung ein und schaffen damit das Fundament für diese unglaubliche Anziehungskraft des Albums.

Gesanglich zeigen sich MD One ebenfalls breiter aufgestellt, denn das erste Album der Band enthält sowohl englisch- als auch französischsprachige Songs und unterstreicht somit auch auf dieser Ebene seine Vielschichtigkeit. „Twelve Stars“ ist eines der Top 5 Alben des Jahres 2021 – und bei dieser Bewertung ist es egal, dass die zweite Jahreshälfte gerade erst begonnen hat.

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