Kylie – Disco (Guest List Edition)

Fast auf den Punkt exakt ein Jahr nach dem Erscheinen ihres aktuellen „Disco“ Albums veröffentlicht Kylie Minogue nun eine weitere Edition des Albums. Nach der normalen und der „Disco (Deluxe Edition)“ kommt mit der „Disco (Guest List Edition)“ nun die dritte Version des Albums auf den Markt. Da dann im Dezember 2021 noch die „Disco (Extended Mixes)“ als reine Doppel-Vinyl Veröffentlichung folgt, kommt also noch eine weitere Edition zum Sammelsurium dazu.

Die nun erschienene „Disco (Guest List Edition)“ liegt für diese Rezension als Doppel-CD vor. Und irgendwie hat man das Gefühl, das die Plattenfirma und die Künstlerin hiermit ihre Fans etwas vor den Kopf stoßen. Dass sich auf der ersten CD das originale „Disco“ Album mit seinen zwölf Titeln befindet, war zu erwarten und geht auch vollkommen in Ordnung.

Das sich dann aber auf der zweiten CD gleich zu Anfang die vier Bonus-Titel der letztjährigen „Disco (Deluxe Edition)“ befinden, ist ein Unding und macht somit die seinerzeit angepriesene besondere Edition komplett überflüssig. Wenn auf Deluxe Editionen Bonus-Titel sind, dann müssen diese exklusiv sein und auf der entsprechenden Edition verbleiben.

Die Schmankerl der zweiten CD der „Disco (Guest List Edition)“ kommen dann gleich im Anschluss, denn Kylie hat hier drei Duette mit Years & Years, Jessy Ware und Altmeisterin Gloria Gaynor aufgenommen. Allesamt pure Disco, allesamt tanzbar, genial und typische Kylie. Speziell das Duett mit Gloria Gaynor, „Can’t Stop Writing Songs About You“ ist wunderschön geworden. Als weitere Ergänzungen gibt es dann noch sieben weitere Remixe von Albumtracks, wobei man sich die Frage stellen muss, ob hier gleich drei verschiedene Versionen von „Say Something“ nacheinander angeordnet werden mussten.

Die besten Remixes sind der coole „Real Groove (feat. Dua Lipa) (Studio 2043 Initial Talk Remix)“ und der „Say Something (F9 Club Remix)“. Die anderen Tracks sind gut zu hören und eine weitere nette ergänzende Erweiterung dieser neuen Edition.

Alles in allem ist die „Disco (Guest List Edition)“ lohnenswert, wenngleich aber – wie zuvor angesprochen – mit kleinen Nebenwirkungen.

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