DION – Stomping Ground

Der in der Bronx geborene Rock’n’Roll / Bluessänger und Songschreiber Dion DiMucci kurz „DION“ ist ein Urgestein der amerikanischen Musikszene und hat in den 50er und 60er Jahren seine größten Erfolge gefeiert. Der Rolling Stone wählte ihn 2008 unter die 100 besten Sänger aller Zeiten. Sein sicherlich erfolgreichster und bekanntester Song „The Wanderer“ von 1961 ist hier in Europa vielen Musikfans durch das Cover von „Status Quo“ bekannt.

Bereits 2020 hatte er das vielbeachtete Album „Blues with Friends“ veröffentlicht bei dem er von so namhaften Musikern wie Jeff Beck, Paul Simon, Van Morrison und Steven van Zandt unterstützt wurde. Dieses Konzept führt er mit dem neu erschienen Album „Stomping Ground“ nahtlos fort.

Einem Musiker wie DION fällt es offensichtlich leicht, andere Stars für die Zusammenarbeit zu begeistern, denn die Besetzung des neuen Albums liest sich wie ein Who is Who der Rock und Blues Szene. Auf der Gästeliste findet man so hochkarätige Namen wie Bruce Springsteen und Patti Scialfa, Billy F. Gibbons, Eric Clapton, Joe Bonamassa, Mark Knopfler, Peter Frampton, Keb‘ Mo‘, Sonny Landreth und Rickie Lee Jones.

Bis auf den Titel „Red House“ von Jimi Hendrix handelt es sich um eigene Kompositionen von DION meist in Kooperation mit Mike Aquilina bzw. Bill Tuohy.

So vielfältig wie seine Mitstreiter fallen auch die insgesamt 14 Songs dieses Albums aus. DION hat sich nach der Komposition jedes einzelnen Songs überlegt, wer für den Song am besten als Sideman-/woman passen würde und hat denjenigen kontaktiert. Langeweile kommt da keinesfalls auf. Über allem thront die markige, sonore Stimme von DION, die die unterschiedlichen Grundstimmungen der Songs als Bindeglied zusammenhält.

Schon der Opener „Take it Back“ eingespielt mit Joe Bonamassa (auf dessen Label „Keeping the Blues Alive Records“ das Album erschienen ist) wirkt mit seinem treibenden Rhythmus wie ein Weckruf und wird durch ein Solo von Bonamassa veredelt. Beim Track „Dancing Girl“ zusammen mit Mark Knopfler sieht man das Mädchen zu den entspannten Gitarrenlicks von Knopfler tanzend vor sich. Eher balladesk geht es zusammen mit der weinenden Gitarre von Peter Frampton im Song „There was a Time“ zu.

Der Titeltrack °My Stomping Ground“ ist ein Shuffle mit tollen Bläsersätzen und der unverwechselbaren Gitarre von Billy F. Gibbons. Den Schlusspunkt setzt in „I‘ve Been Watching“, ein ergreifendes Duett von DION mit der zerbrechlichen Stimme von Rickie Lee Jones.

Abwechslungsreicher kann ein Blues Album nicht sein – eine tolle Fortsetzung der Erfolgsgeschichte des Albums aus 2020.

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