Cilla & Rolf Börjlind – Der gute Samariter

Im siebten Roman der Rönning / Stilton Serie greifen die beiden Autoren Cilla & Rolf Börjlind nicht nur das Thema der Pandemie und damit verbundenen auch die Gesinnung von Impfgegnern auf, sondern binden das Corona-Virus auch unmittelbar in das Schicksal ihrer Hauptfiguren mit ein. Und wenngleich dies nur eine Art persönliche Nebenhandlung ist, so macht dieser Umstand einmal mehr eindrucksvoll deutlich, wie nah sich das Autorenduo mit seiner Serie in der Gegenwart befindet.

Was anfangs als eine leicht durchschaubare Entführung beginnt, entwickelt sich sodann zu einem Mord an der Entführerin. Und als man in deren Vergangenheit eintaucht, um dort vielleicht Hinweise auf den vermeintlichen Mörder zu finden, kommen viele tragische familiäre Umstände zu Tage.

Parallel dazu wird Schweden auch von der kriminellen Thematik eines Impfskandals heimgesucht. Und auch hier ist eine der langjährigen Hauptfiguren involviert, so dass es im Verlauf des Buches auch nicht verwundert, dass anfangs scheinbar einzelne Handlungsstränge immer mehr ineinander laufen und sich letztlich bei der Aufklärung als ein großer zusammenhängender Kokon erweisen.

„Der gute Samariter“ ist ein weiterer spannender und kurzweiliger Kriminalroman mit dem so verzaubernden skandinavischen Flair. Cilla & Rolf Börjlind nehmen die Leser:innen erneut mit in die sozialen Brennpunkte der gegenwärtigen Gesellschaft, vereinen Habgier und Irrsinn mit diesen und formen so gut 430 Seiten fesselnde Unterhaltung. Und das – aus Sicht der Leser und Fans der Serie – Gott sei Dank mit einem wirklich erleichternden Schluss, bei dem zwar nicht alles gut, aber doch schon viel besser als zu Beginn des Buches ist.

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